Öffentlich-private Partnerschaft

600 Millionen Euro: EU fördert das Internet der Zukunft

Mit Finanzmitteln in Höhe von 600 Millionen Euro will die EU die Zukunft des Internets gestalten. Hintergrund ist der starke Anstieg des Datenverkehrs im Internet. Über eine Plattform sollen Lösungen entwickelt werdem - etwa zum Schutz der Privatsphäre oder Cloud Computing. Beteiligt haben sich insgesamt 152 Organisationen - Unternehmen, Forschungsinstitute und Akteure des öffentlichen Sektors.

Die Zukunft des Internets gesalten: Projektseite der EU und der Privatwirtschaft. (Bild: Screenshot)
Die Zukunft des Internets gestalten: Projektseite der EU und der Privatwirtschaft. (Bild: Screenshot)

Bei dem Projekt FI-PPP arbeiten EU und die europäische Industrie gemeinsam an einem Strang. Auch die Finanzierung "von internetgestützten Lösungen, die es ermöglichen, den exponentiellen Anstieg der Online-Daten zu bewältigen", wie es in einer Pressemitteilung der Europäischen Kommission heißt, erfolgt zu gleichen Teilen: 300 Millionen kommen von Brüssel, die andere Hällfte von europäischen Forschungsorganisationen, dem öffentlichen Sektor und der Industrie. Mit der Betrag sollen Unternehmen und Behörden unterstützt werden, in Bereichen wie Mobilität, Nahrungsmittel, dem Umweltsektor und in der Elektrizitätsbranche Lösungen zu entwickeln.

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Kroes: "Wir stehen erst am Beginn der Internet-Ära" 

"Der Anteil der Internetwirtschaft am Bruttoinlandsprodukt wird bis 2014 auf 5,8 % ansteigen, was einem Umsatzvolumen von nahezu 800 Mrd. EUR entspricht", sagte Neelie Kroes, Vizepräsidentin der Euopäischen Kommission zum Start des Projekts. "Wir stehen jedoch erst am Beginn der Internet-Ära." Europa müsse "zur Wahrung einer führenden Stellung auf diesem Sektor sein gesamtes Talent mobilisieren", um Wettbewerbsfähigkeit zu gewährleisten, Kreativität, Innovationskraft sowie Unternehmertum in Europa zu unterstützen und "europäische Werte wie den Schutz der Privatsphäre, Offenheit und Vielfalt zu verteidigen".

EU und beteiligte Träger wollen im Rahmen der Partnerschaft eine standardisierte und interoperable Internetplattform im Rahmen des Projekts FI-WARE starten, die mit 42 Millionen Euro gefördert wird. Über die Plattform werden nach Angaben der Europäischen Kommission Internetdienste der Zukunft zum Schutz der Privatsphäre, Echtzeitverarbeitung, Cloud Computing entwickelt. Test werden in Städten wie Stockholm und Santander durchgeführt.

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Die Zukunft des Internets findet heute eher in den Darknets statt, nicht im kommerziellen Teil des Internets.

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