Crytek stellt die Entwicklung ein
Crysis: Support und Entwicklung eingestellt (Update 2)
Roland Haberer
Das hochgejubelte "Crysis" schafft es auch lange nach seinem Erscheinen immer wieder auf sich aufmerksam zu machen. Es sollte der Blockbuster des Jahres oder gar des Jahrhunderts werden. Das beste Spiel, das die Welt je gesehen hat. Nun wurde der Support eingestellt.
Mittlerweile macht sich Ernüchterung breit, denn "Crysis" ist für viele nicht mehr als eine schön gemachte Grafikdemo mit absurden Systemanforderungen. Noch lange nach seinem Erscheinungstermin fordert "Crysis" Highend-PCs bis ans Limit. Das Entwicklerstudio Crytek hat nach seinem Erstlingswerk "Far Cry" den Publisher gewechselt und so kam es, wie es scheinbar kommen musste. Die Entwickler trennten sich von Ubisoft und brachten den inoffiziellen Nachfolger unter der Flagge von EA heraus. Der ehemals größte Publisher der Welt ist für zahlreiche Blockbuster verantwortlich, aber auch für seinen schlechten Support, wenn das Spiel erstmal erschienen ist.
Crysis
CrysisAngefangen hat alles mit der Exklusivität für die PC-Plattform. Nun ist längst bekannt, dass Crytek an einer Konsolenversion arbeitet. Genau unter dieser Geldgier des Publishers leidet nun die PC-Version, denn der Support für das Spiel wurde eingestellt. Offiziell heißt es von Crytek, dass die Verkäufe hinter den Erwartungen zurückblieben und die hohe Anzahl an Raubkopien diesen Schritt unumgänglich gemacht hätten. Die Entwicklung an dem bereits angekündigten dritten Patch wurde eingestellt. Crytek legt derzeit den Fokus wohl vollkommen auf die Konsolenportierung von "Crysis".
Auch die Entwicklung des Linux Dedicated Server wurde eingestellt. Die Entwickler seien mit dem derzeitigem Entwicklungsstatus einfach nicht zufrieden. Da bislang noch immer keine spielbare Version vorliegt, wurde das Projekt vorerst gestoppt. Crytek hat aus diesem Fehler gelernt und so wird es in Zukunft keine exklusiven PC-Spiele mehr geben.
Update vom 6. Juni 2008
Wie Crytek gestern verkündete, wird es im Herbst diesen Jahres mit Crysis Warhead den Nachfolger zu "Crysis" geben. Dieser basiert auf einer überarbeiteten CryEngine 2, die weniger Ressourcen verschlingen soll. Crytek will sich nun ganz auf die Entwicklung des neuen Titels stürzen. Die hohe Raubkopierrate soll nicht schuld an der Einstellung der Arbeiten zum Patch sein. Es ist eine Entschuldigung an alle Fans, obwohl ein fader Beigeschmack bleibt.
Update vom 10. Juni 2008
Als die Nachricht bekannt wurde, dass Crytek den Support für "Crysis" einstellt und somit auch der Patch 1.3 nicht erscheinen wird, ging ein Aufschrei durch das Internet und die Community. Drei Mitgliedern des Crymod-Forums war das alles zu bunt, sie beschlossen, selbst den Patch zu entwickeln. Vorbild dazu ist wohl der Community-Patch für "Gothic 3". Bisher besteht das Team aus drei Leuten, die jedoch Verstärkung suchen.
Derzeit ist man in der Planungsphase und sammelt mit Hilfe der Community Vorschläge für den Patch. Von Bugfixes, Verbesserungen bis hin zu gewünschten Neuerungen wurden bisher um die 70 Vorschläge eingebracht. Das Team bemüht sich derzeit um eine Unterstützung von den Entwicklern und möchte, falls Crytek schon mit den Arbeiten für den Patch angefangen hat, den Code als Basis verwenden. Eines ist für die Fans des Spiels auf jeden Fall klar: Sie fühlen sich vom Publisher und von den Entwicklern im Stich gelassen.
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typisch EA (2 patches dann tschüß), aber wer es gekauft hat selber schuld.
die strafen damit bestimmt nicht die "raubkopierer" nur der zahlende kunde wird verprellt.
Dazu muss ich sagen das stimmt absolut!!
Man sehe sich mal die Command and Conqer Teile an die unter EA gelaufen sind.
Waren alles erstklassige Spiele, aber dann hat EA den Support immer viel zu früh eingestellt und früher oder später wurde das ganze dann zu einem reinen Bug Game.
(Ich sage nur ScudBug)
Guter Text, trifft genau den Punkt.
Als ehrlicher Kunde ärgert man sich da schon fast das Spiel nicht als Raubkopie zu haben... selbst wenn man sonst eigentlich alles Orignal kauft.
Aber EA ist eine dermaßen kapitalistische Firma das man etwas dagegen tun muss, deren Vorgehen schadet Entwecklungsstudios in ihren eigenen Reihen durch den enormen Druck und Konkurenzstudios die wenigstens noch versuchen gute Spiele mit Umfang zu entwickeln gleicher maßen, da sie mit ihreren überdiminsionierten Präsentationen, ihren Lizensen (siehe PES), Werbung und mit Sicherheit auch Bestechung von Magazinen (siehe PCGames, jeden Tag eine Crysis News) ständig ihre Produkte in den Vordrgrund stellen. Alles was daneben ist geht unter, wenn es nicht der absolute Toptitel ist.
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