Erste Eindrücke vom 8.000-Euro-TV
Endlich 3D ohne Brille: Toshiba 55ZL2G im Kurztest
Auf dem Papier ist dies der Durchbruch in Sachen 3D-Unterhaltung für Zuhause: Für den 55 Zoll großen Toshiba-Fernseher 55ZL2G benötigt der Zuschauer keine Spezialbrille, um den 3D-Effekt zu betrachten. Netzwelt konnte den Brillenverweigerer auf der IFA in Berlin in einer kleinen Privatvorführung ausprobieren - mit einem überraschenden Ergebnis.
Inhaltsverzeichnis
- 1Schick auch ohne Strom
- 2Funktionsweise von 3D ohne Brille
- 3Erster Eindruck: Es funktioniert!
- 4Eine Lanze für 3D
Er war bereits der Star auf der Pressekonferenz der diesjährigen Internationalen Funkausstellung in Berlin. Als Toshiba den nach eigenen Angaben weltweit ersten großformatigen 3D-Fernseher enthüllte, für den der Nutzer keine Spezialbrille mehr benötigt, war netzwelt live dabei. Und staunte zunächst nicht schlecht, denn vom angekündigten 3D-Effekt war keine Spur zu sehen. Knackige Kontraste, leuchtstarke Farben - aber kein dreidimensionaler Inhalt. Dies änderte sich, als netzwelt in einem separaten Bereich des Toshiba-Stands eine kleine Privatvorführung des 3D-Fernsehers bekam.
Schick auch ohne Strom
Selbst ohne Strom weckt der 55ZL2G Begehrlichkeiten. Der dünne Rahmen thront auf einem luftigen Standfuß, lässt sich aber natürlich auch direkt an der Wand anbringen. Erstaunlich, wie flach Toshibas Technologieträger geworden ist: An der dicksten Stelle misst das Gehäuse gerade einmal vier Zentimeter. Auch wenn es sich beim gezeigten Modell noch um ein Vorserienmodell handelt, liegt die Verarbeitungsqualität bereits auf einem hohen Niveau.
Aber das alles können andere Fernseher-Modelle schon lange, richtig interessant wird es erst beim Blick auf die technischen Daten: Quad Full HD-Auflösung, LED-Hintergrundbeleuchtung, 3.840 x 2.160 Bildpunkte, Internetzugang, CEVO-Engine und Gesichtserkennung verraten schon eher den Aufwand, den Toshiba bei diesem Flaggschiff-Modell betreibt. Auch die Richtung in der Preisgestaltung deuten diese Eckdaten an, doch dazu später mehr. Billig ist der 3D-Spaß ohne Brille jedenfalls nicht.
Moderne Fernseher nähern sich immer mehr Hochleistungs-Rechnern an. So steckt in Toshibas 55ZL2G die so genannte CEVO-Engine. Die Prozessor-Plattform stellt nicht nur die Rechenpower für das brillenlose 3D-Erlebnis zur Verfügung, sondern ermöglicht auch Komfort-Funktionen wie das Aufzeichnen von TV-Material, den Internetzugriff oder das Ablegen von individuellen Nutzerprofilen. So lässt sich beispielsweise für jedes Familienmitglied ein persönliches TV-Profil im Speicher ablegen.
Die CEVO-Engine ist zudem für eine wesentliche Funktion mit verantwortlich, die dem Toshiba-TV zu einer breiten Akzeptanz bei den potentiellen Käufern verhelfen soll: die Umwandlung von herkömmlichem 2D-Material in dreidimensionale Inhalte. Wie gut dies in der Praxis funktioniert, kann allerdings erst ein ausführlicher Testbericht klären - Toshiba verweigerte auf der IFA Journalisten eine Präsentation dieser wichtigen Funktion und zeigte ausschließlich natives 3D-Material.

Das war doch klar das das noch in den Kinderschuhen steckt. Bin selber Brillenträger und somit find ich die brillen bis jetzt nicht weiter schlimm. Auch Kopfschmerzen oder ähnliches von 3D hatte ich noch niemals...