Jailbreak-Entwickler portiert Flash auf das iPhone und iPad
Frash: Flash 10.1 läuft auf dem iPad
Auf dem iPhone sind Flash-Animationen mittels Jailbreak und Erweiterungen bereits teilweise möglich. Ein Entwickler des Jailbreaks Spirit zeigt nun in einer Vorschau, dass mithilfe der Erweiterung "Frash" bald auch die aktuelle Flash-Version 10.1 auf dem iPad laufen wird.
Dazu portierte der "Comex" genannte Entwickler eine Laufzeitumgebung, die es dem mobilen Betriebssystem Android ermöglicht, Flash-Videos abzuspielen. Wie der Spirit-Entwickler in den Kommentaren des YouTube-Videos verrät, laufen derzeit nur einfache Animationen und Webseiten, die mit Flash erstellt wurden.
Da die Schnittstellen zur Video-Dekodierung von Apple "ein Rätsel" seien, benötige es noch viel Arbeit, Flash-Videos mit Frash auf dem iPhone und iPad anzuzeigen. Deshalb wird die Videowiedergabe derzeit noch nicht unterstützt. Comex lädt derzeit Entwickler dazu ein, an der Portierung von Frash für das iPhone und iPad mitzuarbeiten.
Entwickler und Nutzer, die sich mit der Linux-Installation in der Kommandozeile auskennen, können Frash auf dem iPad bereits ausprobieren. Allerdings befindet sich die Erweiterung noch in der Entwicklung und ist deshalb noch nicht voll funktionsfähig. Um Frash ausführen zu können, muss der Anwender einen Jailbreak auf seinem iPad installieren.
Großes Potential für Adobe
Sofern Adobe Kenntnis über die aktuelle Entwicklung hat, könnte das Unternehmen den Entwickler möglicherweise unterstützen. Adobe war bis vor kurzem sehr darum bemüht, Flash auf das iPhone zu bringen. Da sich inzwischen viele iPhone- und iPad-Nutzer für einen Jailbreak entscheiden, könnte so Flash doch noch einen Weg auf viele Apple-Geräte finden.
Apple hat sich seit der Veröffentlichung des iPhones der ersten Generation erfolgreich gewehrt, Flash in das mobile Betriebssystem iOS zu integrieren. Apple-Chef Steve Jobs begründete die Entscheidung vor kurzem in einem offenen Brief: Flash sei ein anfälliges System, das die Leistung und Akkulaufzeit des Smartphones einschränken würde. Stattdessen hatte sich Apple dafür entschieden, den neuen Webstandard HTML5 mit dem iPhone und iPad zu unterstützen.
Updates
Update 10.08.2010: Frash ist auf dem iPhone lauffähig und zwar auf dem iPhone 4, dem 3GS, dem iPad 3.2 sowie dem iPod Touch. Youtube-Videos sind allerdings noch nicht abspielbar. Eine offizielle Flash-Portierung durch Flash-Entwickler Adobe wird allerdings immer unwahrscheinlicher.
Update 21.02.2011: Die Entwickler vom beliebten Jailbreak GreenpoisOn haben eine Release Candidate Version 6.1 veröffentlicht. Diese behebt einige kleine Fehler des Vorgängers und ermöglicht eine Unabhängigkeit von Apples iTunes. Ein Jailbreak ist die Grundvoraussetzung für Flash auf Geräten mit iOS.

So schön iPod, iPhone und iPad auch sein mögen - Kritiker beschweren sich schon lang über das Fehlen von Flash auf den mobilen Apple-Geräten. Da der Streit zwischen Adobe und Apple immer weiter entfacht, meldete sich auch Apple-Chef Steve Jobs in einem offenen Brief zu Wort.
Apple hatte das Internet-Plugin Flash eigentlich von seinen mobilen Geräten verbannt. Zu unsicher und nicht mehr zeitgemäß war die Begründung. Nun ist es Entwicklern jedoch gelungen Adobes Flash auf einem iPhone 4 zu installieren.
Adobe hat eine erste Version des Programms Wallaby ins Netz gestellt. Mit dem Tool ist es möglich, Flash-Inhalte in HTML 5-Code zu konvertieren. Damit lassen sich dann in Flash animierte Banner beispielsweise auch auf dem iPhone, dem iPad und dem iPod Touch anschauen. Vor Videos und Musik kapituliert das Programm aber noch.
Adobe und Apple stehen seit geraumer Zeit auf Kriegsfuß. Flash-Inhalte sind unter iOS daher nicht darstellbar - es sei denn, man führt auf seinem i-Gerät einen Jailbreak durch oder nutzt einen alternativen Browser wie Skyfire. Wer auf seinen Standard-Browser nicht verzichten will, findet mit Video Q nun eine Art Plug-in, dass ihm erlaubt, mit Safari zu surfen und trotzdem Flash-Videos zu schauen.
Besitzer von iOS-Geräten dürften auch bald in den Genuss von Flash-Videos kommen. Anbieter können dank des neuen Adobe Media Server 4.5 Videos künftig einfacher im für iOS-Geräte kompatiblen HTML 5-Format versenden.
Der Streaming-Dienst OnLive bietet ab sofort nicht mehr nur Computer-Spiele an, sondern streamt auch eine Windows-Umgebung auf Apples iPad. Nutzer haben damit auch Zugriff auf Flash-Inhalte im Netz.
Flash auf dem iPad? XBMC auf dem Apple TV? Dann führt kein Weg an einem Jailbreak vorbei. Netzwelt verrät, welches Programm für ihr Gerät und ihre iOS-Version dazu am besten geeignet ist.





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