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SmartDNS: Mit der VPN-Alternative Ländersperren umgehen

Ländersperren von Streamingdiensten lassen sich nicht nur mit einem VPN umgehen. SmartDNS-Anbieter lassen euch Geo-Blockaden umgehen, bieten aber nicht den für VPN-Dienste typischen Schutz. Netzwelt nennt euch Vor- und Nachteile der SmartDNS-Dienste.

SmartDNS-Dienste
SmartDNS-Dienste (Quelle: depositphoto.com / Olivier26 modifziert von netzwelt)
  1. VPN & SmartDNS - Wo liegt der Unterschied?
  2. Welche Streaming-Dienste werden von SmartDNS-Diensten unterstützt?
  3. Wie werden SmartDNS-Dienste eingerichtet?

Ein DNS ist euch sicherlich schon begegnet, immerhin ist er im Netz für die Auflösung von Domainnamen zuständig. Dabei werden für den Menschen lesbare Domainnamen - etwa netzwelt.de - in ein für Maschinen lesbares Format umgewandelt - die IP-Adresse. Smart wird das sogenannte SmartDNS nun, indem der Datenaustausch bei geblockten Seiten so umgeleitet wird, dass diese denken, man sitze im entsprechenden Land.

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Wo liegt der Unterschied zwischen einem VPN-Proxy und einem SmartDNS-Proxy

Zunächst bietet ein VPN deutlich mehr Funktionen. Er eignet sich perfekt zum Umgehen von Ländersperren, seine eigentliche Stärke allerdings liegt in der Verschlüsselung des gesamten Datenverkehrs. Insbesondere an öffentlichen Hotspots ist das ein wesentlicher Vorteil gegenüber SmartDNS-Diensten. Bei SmartDNS-Diensten hingegen wird der Datenverkehr nicht verschlüsselt. Es werden lediglich einzelne Server-Anfragen über den SmartDNS-Proxy an den Zielserver weitergeleitet.

Anders als bei VPN-Diensten kann ein SmartDNS so clever aufgebaut werden, dass der eigentliche Datenverkehr über die ganz normale Leitung läuft, die Identifizierung des Ursprunglandes aber über den SmartDNS-Proxy stattfindet. Dadurch umgeht ihr die Geo-Blockade, habt aber trotzdem eure volle Leitungskapazität zum Streamen von Musik und Videos.

Genau hier liegen auch die Vorteile von SmartDNS-Diensten. Manche VPN-Dienste - insbesondere bei kostenlosen Anbietern - sind nicht in der Lage, über ihre VPN-Proxies die notwendige Bandbreite zur Verfügung zu stellen. SmartDNS-Dienste müssen die Kapazitäten gar nicht vorhalten. Einerseits fällt die Verschlüsselung weg, was natürlich Ressourcen spart. Andererseits wird der eigentliche Traffic zum Großteil über die ganz normale DSL-Leitung abgewickelt und läuft nicht über den SmartDNS-Dienst.

Welche Streaming-Dienste werden von SmartDNS-Diensten unterstützt?

Die meisten SmartDNS-Dienste konzentrieren sich auf die großen Streaming-Anbieter wie Netflix, Amazon Video oder Hulu, dort gibt es immerhin den größten Bedarf. Viele SmartDNS-Anbieter können aber mit deutlich mehr Streaming-Diensten und Webseiten umgehen. Meistens werden hier zwischen 300 und 400 Portale gelistet, die "freigeschaltet" werden können. Darunter auch deutsche Dienste wie Zattoo oder ARD und 3Sat.

Anbieter Netflix Amazon Hulu Disney+ Magine Zattoo
Getflix
Unblock-Us
Overplay
Smart DNS Proxy
Unlocator
Smart-DNS-Anbieter

Preislich bewegen sich SmartDNS-Dienste bei etwa 5 US-Dollar (circa 4,40 Euro) im Monat. Da lohnt durchaus ein Blick auf den VPN-Vergleich. Teilweise bekommt ihr hier ein Bundle aus VPN- und SmartDNS-Dienst zum gleichen Preis angeboten - ExpressVPN beispielsweise hat sowohl einen VPN-Dienst, als auch einen SmartDNS. Auch bei entsprechenden Tech-Deal-Seiten solltet ihr vorbeischauen. Hier findet ihr sehr oft VPN oder SmartDNS-Dienste ab 30 US-Dollar (circa 26 Euro), könnt diese dann aber lebenslang nutzen.

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Wie werden SmartDNS-Dienste eingerichtet?

Auch wenn teilweise Downloads zum Einrichten angeboten werden, benötigt ein SmartDNS-Dienst prinzipiell keine separate Software. Ihr müsst lediglich die DNS-Adressen eures Anbieters in den Netzwerkeinstellungen eingeben, den Rechner einmal neustarten und schon sind die Dienste freigeschaltet . Das schöne daran: Ihr müsst euch um Zielland und Herkunftsland keine Gedanken machen. Habt ihr beispielsweise auf einem Laptop einen SmartDNS eingerichtet, schaut ihr zuhause problemlos Hulu und im Urlaub könnt ihr problemlos die Sportschau streamen.

Wie ihr einen DNS-Server einrichtet, erklären wir euch hier anhand des öffentlichen Google-DNS. Tauscht einfach die Google-DNS-Adressen gegen die eures Anbieters aus.

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