Sony PlayStation Vita Test zum Marktstart
Am 22. Februar ist es soweit, dann steht Sonys neuer Handheld PlayStation Vita auch hierzulande in den Läden. Spieler erwartet zum Start eine große Auswahl an Blockbuster-Titeln sowie ein Handheld voller neuer Steuerungsmöglichkeiten. Das volle Potential des Handhelds wird aber nur selten ausgeschöpft.
Sony Playstation Vita im Test
Cooler Handheld - aber teuer
Die PlayStation Vita beeindruckt mit ihrer Grafikqualität und den vielfältigen Steuerungsmöglichkeiten. Zudem steht bereits zum Start ein großes Spiele-Line-up bereit. Ähnlich wie beim Nintendo 3DS nutzen aber bislang kaum Titel das Potential der PS Vita aus, weshalb der Wow-Effekt auch schnell verblassen kann. Der hohe Preis für Konsole und Zubehör stellt für viele Nutzer sicherlich ein weiteres Hemmnis dar. Nichtsdestotrotz dürfte der Handheld bei Core-Gamern auf viel Zuneigung stoßen.
Das hat uns gefallen
- vielfältigen Steuerungsmöglichkeiten
- leistungsstarke Hardware
Das hat uns nicht gefallen
- Lange Ladezeiten
- teures Zubehör
Knapp zwei Monate nach dem Start in Japan kommt die Sony PlayStation Vita (PS Vita) auch in Deutschland auf den Markt. Gamer dürfen sich auf neue spannende Spielkonzepte und diverse Steuerungsmöglichkeiten freuen, müssen sich aber auch an lange Ladezeiten gewöhnen.
Sonys PlayStation Vita steht endlich auch in Deutschland in den Regalen. Netzwelt konnte den Handheld bereits 2011 auf der Gamescom in Köln und, wenige Wochen vor dem Marktstart, Anfang Februar auf einer Presseveranstaltung in Hamburg antesten. Der Gaming-Handheld überzeugt dabei mit seiner Grafik- und Rechenleistung sowie den vielfältigen Steuerungsmöglichkeiten.
Lange Ladezeiten
Die PS Vita ist jedoch definitiv keine Daddelkiste für den schnellen Zeitvertreib. Mal kurz einen Level in Uncharted: Golden Abyss zocken, ist allein schon aufgrund der langen Ladezeiten nicht mal eben in der S-Bahn in 15 Minuten erledigt. Für das schnelle Spielen zwischendurch setzen Nutzer dann besser doch auf Smartphone und Tablet-PC.
Diesen Markt bedient Sony mittlerweile auch: etwa mit den eigenen Tablet-PCs Tablet S und Tablet P sowie dem Smartphone Xperia Play und der Entwicklungsumgebung PlayStation Suite, das ältere PlayStation One-Titel auf Android-Geräte bringt.
Spielkonzepte noch beschränkt
Was beim Spielen auffiel: Die Entwickler tun sich noch schwer, das große Potential des Handhelds auszuschöpfen. Viele Titel nutzen die Steuerungsmöglichkeiten der Vita nur optional - wie etwa Uncharted: Golden Abyss oder Wipeout 2048. Wer alles vom Touchpad bis zum Mikrofon ausprobieren will, sollte sich daher den Titel Little Deviants zulegen.
Mit über 30 Spielen, die schon im Februar erhältlich sind, sowie dem Angebot des PlayStation Stores steht rechtzeitig zum Marktstart bereits ein attraktives und deutlich breiteres Line-Up als beim Nintendo 3DS bereit. Anders als beim Start des 3DS, bei dem Nintendo-Maskottchen Super Mario durch Abwesenheit glänzte, sind mit Wipeout und Uncharted auch klassische Sony-Titel sofort verfügbar. Hinzu kommen Third-Party-Blockbuster wie Fifa oder F1.
WLAN- oder 3G-Variante?
Sonys PlayStation Vita ist in einer WLAN- und in einer 3G-Variante erhältlich. Für das Modell mit Mobilfunkanschluss muss der Nutzer 50 Euro mehr bezahlen. Ob sich der Aufpreis lohnt, gilt es abzuwägen. Sony preist die 3G-Variante mit dem Vorteil an, dass der Nutzer überall online sein kann. Spiele mobil herunterzuladen ist allerdings nicht möglich, denn der Datendownload ist auf 20 Megabyte über das Mobilfunknetz begrenzt.
Letztlich besteht der Mehrwert des Always-On also darin, mit der Vita im Netz surfen zu können oder sich mit Freunden über Soziale Netzwerke auszutauschen. Das lässt sich auch mit dem Smartphone erledigen, zumal die Vita darüber auch dank Tethering ins 3G-Netz kommt.
Technisch gibt es aber noch einen Unterschied, der den Aufpreis rechtfertigen könnte: Die 3G-Variante besitzt ein GPS-Modul, die WLAN-Variante wird nur über das ungenauere WLAN-Triangulationsverfahren geortet. In Japan ist mit Monster Radar bereits ein Titel erhältlich, der eine GPS-fähige Vita voraussetzt. Wer also sicher gehen will, dass er alle PS Vita-Titel spielen kann, sollte etwas tiefer in die Tasche greifen und das 3G-Modell kaufen. Aus netzwelt-Sicht empfiehlt es sich aber, hier zur Prepaid-Variante zu greifen, anstatt sich mit einem Laufzeitvertrag zu binden.
Sony PlayStation Vita
Sony PlayStation Vita im Kurztest.
Teures Zubehör
Ein Nachteil der PS Vita ist, dass Sony die Konsole weitesgehend gegen Fremdeinflüsse abschottet. Statt handelsüblicher SD-Speicherkarten müssen Nutzer eine Sony Memory Card erwerben, um Spielstände, Mediendateien und Downloads aus dem PlayStation Store speichern zu können. Bei Sony-Spielen ist eine eingelegte Memory Card sogar Pflicht.
Die Memory Cards sind in den Größen 4, 8 und 16 Gigabyte erhältlich. Für die 4-Gigabyte-Speicherkarte werden dabei schon 19,95 Euro fällig. Spiele kosten auf Memory Card zwischen 25 und 50 Euro. Download-Titel sind etwas günstiger.
Sony Playstation Vita
Transparenzhinweis: Die PS Vita wurde von netzwelt gekauft.
Sagt euch nicht zu? Ihr sucht nach passenden Alternativen? Eine umfangreiche Liste an Sony Playstation Vita-Alternativen halten wir für euch in unserer Konsole-Übersicht bereit.
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