Lara Croft und der Tempel des Osiris - Test: Back to the Roots!
Das Spielprinzip von Lara Croft und der Tempel des Osiris ist nicht neu, ist es doch der Nachfolger zu Lara Croft und der Wächter des Lichts. Das Level-basierte Action-Adventure bietet allerdings zum ersten Mal die Möglichkeit, zu viert an einer Konsole oder online zusammenzuspielen. Dabei erfindet das Spiel sicherlich nichts neu, sondern kehrt zu den Wurzeln der Serie zurück.
Lara Croft and the Temple of Osiris im Test
Mehr Lara, mehr Rätsel
Lara Croft und der Tempel des Osiris macht Spaß und ist kurzweilig. Die Multiplayer-Funktion ist eine tolle Idee und motiviert, die doch sehr lahme Geschichte mehrfach zu spielen, ohne dass es langweilig wird. Besonders weil sich das Spiel dadurch leicht verändert. Der Sprung zurück zu den alten Tomb Raider-Teilen ist geglückt, und die Vogelperspektive sehr gut eingesetzt. Gutes Spiel für die Winterzeit!
Das hat uns gefallen
- tolle Rätsel und Fallen
- bis zu vier Spieler an einer Konsole
- dankbare Checkpoints
- extrem kurzweilig
Das hat uns nicht gefallen
- lustlose, schlechte Synchronisation
- kaum Abwechslung
- Gegner häufig zu schwach
- Zwischensequenzen können nicht abgebrochen werden
Beim letzten Mal mit Lara Croft gab es erst mal ein vollständiges Makeover. Die Brüste wurden verkleinert, die Haare neu modelliert, das Gesicht verfeinert und auch eine neue Stimme wurde ihr geschenkt. In ihrem neusten Abenteuer gehen wir wieder zurück zum Ursprung des Tomb Raider-Franchises und zwar zu den Rätseln und Massen an Gegnern, die auf die Archäologin zustürmen.
Aber erst einmal von vorn: Lara Croft und der Tempel des Osiris ist das Sequel des 2010 erschienenen Lara Croft und der Wächter des Lichts und bildet eine Art Spin-off der eigentlichen Tomb Raider-Reihe in anderer Optik und Perspektive. Bedeutet: Wir sind nicht mehr in der Third-Person-Perspektive, sondern beobachten das gesamte Geschehen vom Himmel aus (Gaming-Sprache: Top-down).
Lara Croft and the Temple of Osiris Screenshots
Die Geschichte ist schnell erzählt und recht einfach gestrickt - daher ist das Ende auch keine große Überraschung. Lara Croft ist mit einem anderen Archäologen in Ägypten. Er bekommt einen verfluchten Stab in die Hände, woraufhin ein böser Gott aus seinem Gefängnis befreit wird. Aber auch zwei gute Wächter gesellen sich dazu die ihn wieder einfangen wollen.
Doch was würden sie nur ohne Lara Croft machen, die nun, von dem bösen Gott verflucht, versuchen muss, ihn wieder einzufangen? Natürlich steht das Wohl der gesamten Menschheit auf dem Spiel. Und ja, es gibt viele Parallelen zu Tomb Raider 4: Ägypten, Sand, böse Götter und Skelette! Viele Skelette!
Was sich deutlich von den Tomb Raider-Spielen unterscheidet, ist, abgesehen von der Perspektive, dass wir uns nicht unbedingt allein den wütenden Göttern stellen müssen. Denn wir können bis zu drei weitere Freunde einladen und dann zu viert die Level bestreiten. Jeder Charakter bringt seine eigenen Fähigkeiten, Waffen und Sprüche mit.
Ein weiterer Clou: Das Spiel und die Schwierigkeit werden an die Anzahl der Mitspieler angepasst. Somit entstehen je nach Gruppengröße unterschiedliche Aufgaben, Rätsel und Wege. Keine Angst, liebe Einzelkämpfer! Wer lieber ohne Begleitung mit Lara umherstreift, kann alle Rätsel auch allein lösen und wird vor nicht allzu große Hindernisse gestellt!
Einen weiteren Unterschied in den Versionen bildet der Spieleaufbau. Wir haben keine lineare Geschichte, der wir folgen, sondern wir haben einen Ausgangsplatz und können durch verschiedene Tore die einzelnen Level anwählen. Dadurch könnt ihr sie in Angriff nehmen, wann immer ihr bereit seid. Außerdem könnt ihr die Level erneut spielen, um euch an der einen oder anderen Herausforderung wie Zeitrennen oder Punktesammeln zu versuchen.
Ansonsten ist das Spiel Lara Croft und der Wächter des Lichts sehr ähnlich. Was nicht unbedingt schlecht ist! Denn alles, was gut am ersten Teil war, finden wir auch hier wieder. Daher ist es solide, aber nicht mehr so überraschend. Leider bleibt das Spiel seinem Prinzip bis zum Schluss recht stur treu.
Reboot meets Roots
Das Tomb Raider-Reboot wurde im Vergleich zu seinen Vorgängern realistischer, jünger und gleichzeitig erwachsener. Lara war jung, zeigte plötzlich Schrammen und Verletzlichkeit. Es gab keine riesigen Totenschädel mehr, die aussehen, als hätte man sie aus einem schlecht dekorierten Aquarium geklaut.
Lara Croft und der Tempel des Osiris geht aber wieder zurück in dieses alte und etwas kitschige Design - was durch das Spin-off-Gefüge auch funktioniert, ohne veraltet zu wirken. Denn es holt auch wieder das heraus, was beim Reboot fehlte und für mich den Reiz der alten Spiele ausmachte: die Rätsel. Denn hier müssen wir wieder Spiegel für die richtige Perspektive drehen oder schnell über Bodenplatten rennen, damit wir nicht aufgespießt werden.
Lara Croft and the Temple of Osiris
Sagt euch nicht zu? Ihr sucht nach passenden Alternativen? Eine umfangreiche Liste an Lara Croft and the Temple of Osiris-Alternativen halten wir für euch in unserer Videospiel-Übersicht bereit.
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