DLNA: Multimedia-Streaming im Heimnetzwerk - einfach und schnell

Der Standard DLNA soll das Streamen von Netzwerkinhalten auf unterschiedliche Multimedia-Geräte ermöglichen. Netzwelt erklärt, wie DLNA funktioniert, wer dahinter steckt und welche Probleme der Standard mit sich bringt.

DLNA ist ein Standard zur Heimvernetzung.
DLNA ist ein Standard zur Heimvernetzung. (Quelle: nmedia/depositphotos.com)
  1. Was ist die DLNA?
  2. Welche Geräte unterstützen DLNA?
  3. Kritik an DLNA
  4. Tutorials zum Thema DLNA

Die Filmbibliothek lagert auf einem NAS-Server, aber abgespielt werden die Medien nicht auf dem PC, sondern auf dem Flachbildfernseher. Die frisch geknippsten Fotos begutachten Freunde nicht auf der Digitalkamera, sondern ebenfalls auf dem TV-Gerät. Und auf der anstehenden Geburtstagsparty dient das Smartphone als Kontrolleinheit für die Übertragung von Musikstücken von einem Notebook auf kabellose Lautsprecher. Solche Szenarien sind längst kein Wunschtraum mehr. Das vernetzte Zuhause von Geräten unterschiedlicher Hersteller ermöglicht der Übertragungsstandard DLNA.

Was ist die DLNA?

Die Abkürzung DLNA steht für "Digital Living Network Alliance". Diese Allianz ist ein Zusammenschluss von fast 250 Firmen aus der Unterhaltungselektronik, der Computer- und der Telekommunikationsbranche. Die wichtigsten Aufgaben der DLNA sind die Weiterentwicklung und Überwachung des DLNA-Standards sowie die Vergabe des DLNA-Logos an Produkte, die den Standard einhalten.

Die Allianz stellt Richtlinien auf, die das Zusammenspiel verschiedener Geräteklassen regeln und bringt Vertreter aus der CE-, IT- und TK-Branche zusammen. Zusätzlich entwickelt sie Kompatibilitätstests sowie Zertifizierungsprogramme und verleiht DLNA-Logos an die zertifizierten Produkte. Ab Februar 2017 übernimmt die Zertifizierung von DLNA-Produkten die Firma SpireSpark International. Dann können auch Unternehmen ihre Produkte zertifizieren lassen, die kein Mitglied der DLNA sind.

Welche Geräte unterstützen DLNA?

Laut der Digital Living Network Alliance unterstützen mittlerweile rund vier Milliarden Geräte den Standard - dazu zählen etwa Smartphones, NAS-Speicher oder TV-Geräte. Das Konsortium sortiert zertifizierte Geräte in verschiedene Klassen ein. Zu den Klassen bei den Heimnetzwerkgeräten zählen Digital Media Server (DMS), Digital Media Player (DMP), Digital Media Renderer (DMR), Digital Media Controller (DMC) und Digital Media Printer (DMPr). Zudem hat das Konsortium verschiedene Klassen für tragbare Geräte und Infrastruktur-Hardware entwickelt. Grundsätzlich können Geräte verschiedenen Klassen zugeordnet sein.

Flachbildfernseher mit dem DLNA-Logo etwa ordnet das Konsortium in die Kategorie Digital Media Player (DMP) oder Digital Media Renderer (DMR) ein. Als DMP spielt das TV-Gerät Inhalte von NAS-Servern (DMS) ab. Als DMR erfolgt die Wiedergabe, wenn zum Beispiel ein Controller den Befehl an den Flachbildfernseher gibt, Inhalte von einem Netzlaufwerk abzuspielen.

Kritik an DLNA

In der Theorie soll DLNA das Zusammenspiel verschiedener Geräte unterschiedlicher Hersteller vereinfachen, im Alltag kommt es dennoch häufig zu Inkompatibilität. Kritiker sehen ein Problem bei der Zertifizierung. Um mit einem DLNA-Logo versehen zu werden, müssen entsprechende Geräte nur ein paar wesentliche Techniken beherrschen. Diese Anforderungen seien zu lasch. Ein weiteres Problem: Apple ist kein Mitglied der DLNA. Stattdessen hat der Hersteller aus Cupertino mit AirPlay einen eigenen Standard entworfen. Es gibt jedoch Apps, die zwischen AirPlay- und DLNA-Geräten vermitteln.

Tutorials zum Thema DLNA

Amazon Fire TV Stick: So sendet ihr Inhalte via AirPlay an den Fernseher
Amazon Fire TV Stick: So sendet ihr Inhalte via AirPlay an den Fernseher

Ab Werk lassen sich über Apple AirPlay keine Inhalte an Amazons Fire TV-Geräte übertragen. So rüstet ihr das Feature nach und sendet Inhalte vom iPhone an den Fernseher.

Spotify: So hört ihr Podcasts auf dem Smartphone oder PC
Spotify: So hört ihr Podcasts auf dem Smartphone oder PC

Der Musikstreamingdient Spotify bietet nicht nur Musik, sondern auch eine große Auswahl an Podcasts. Wir zeigen euch, wie ihr diese kostenfrei über eure Smartphone oder euren PC abrufen könnt.

Handy mit Fernseher verbinden: Inhalte auf den Smart-TV streamen - so geht's
Handy mit Fernseher verbinden: Inhalte auf den Smart-TV streamen - so geht's

Wahlweise mit oder ohne Kabel könnt ihr euer Handy mit dem Fernseher verbinden. Wir zeigen mehrere Wege. Dann könnt ihr Inhalte vom Handy auf den Smart-TV streamen.