Destiny - Haus der Wölfe im Test: Ballermanns Rückkehr!?
Nachdem sich Destinys Dunkelheit Lauert in den Zahnrädern der DLC-Maschinerie verfangen hat, möchte Bungie mit der zweiten Erweiterung Haus der Wölfe alles besser machen. Können die neuen Herausforderungen auch pensionierte Hüter zurück an die glühenden Plasmagewehre locken?
Destiny: Das Haus der Wölfe im Test
Vorläufiges Fazit
Trotz schlechtem Start wirkt Haus der Wölfe wie ein Weg in die richtige Richtung. Ja, die Quest-Reihe der Erweiterung ist unspektakulär und dröge, das Wiederkäuen der ewig gleichen Areale bei einem Kaufpreis von 20 Euro eine Frechheit; aber die zwei neuen Spielmodi könnten den Scifi-Karren noch einmal aus dem Dreck ziehen. Das Gefängnis der Alten ist eine angemessene und vor allen Dingen lohnende (!) Beschäftigung für diejenigen unter euch, die sich dem Destiny-Universum noch nicht abgewandt haben.
Unsere Eindrücke von den Prüfungen von Osiris und eine Vervollständigung unseres Resümees folgen!
Das hat uns gefallen
- "Gunplay" ist noch immer großartig
- Gefängnis der Alten bringt Schwung
- Aufwertungen jetzt leichter
Das hat uns nicht gefallen
- Unspektakuläre neue Quest-Reihe
- Level und Gegner-Wiederverwertung
- Grinden noch immer vorausgesetzt
Mein Spiel-Alter Ego Brutus von Ballermann ist seit Monaten im Destiny-Ruhestand. Zu dröge ist die Schießbuden-Dauerschleife, zu undurchsichtig die "Nichtgeschichte". Nachdem er sich den Hüter-Helm erneut übergestülpt hatte, schloss er: "Liebe Freunde von 'Arbeitgeber' Bungie, wenn ihr mich schon aus meinem Ruhestand lockt, dann sorgt doch bitte dafür, dass sich das Aufstehen lohnt." Und genau das tat es nicht. Doch Brutus von Ballermann wäre kein echter "Ballermann", wenn er bei einer neuen Herausforderung nicht wieder das Zucken im Abzugsfinger spüren würde.
Ja, Haus der Wölfe ist die nächste Aufgabe, der sich Brutus stellt. Seine Eindrücke hält er in einer Art Tagebuch fest, das bis zu seinem finalen Resümee stetig erweitert wird.
Schusswechsel im Rückspiegel
Gestatten, Brutus von Ballermann. Ja, lange ist's her, dass ich Abzugsfinger und Schreibhand beansprucht habe. Mein letztes Beschäftigungsverhältnis als Hüter ließ mich ausgelaugt zurück. Versteht mich nicht falsch: Als Ballermann bin ich quasi mit durchgedrücktem Abzug zur Welt gekommen. Doch bei der vielfältigen Auswahl an "Arbeitsplätzen" - man mag da nur mal an das lauschige Schloss Wolfenstein denken - muss es dann trotzdem nicht unbedingt das in einer apokalyptischen Dauerschleife gefangene Weltall sein.
Aber kürzlich kam es zu einem weiteren Anstellungsvertrag. Dieses Mal ist es die "Königin der Erwachten", die um Hilfe bittet - für einen Revolverhelden und Gentleman wie mich eine Anfrage, die nicht verneint werden kann. Aber genau da fingen die Probleme auch schon wieder an. Obwohl ich mich der neuen Aufgabe als Ritter auf dem sprichwörtlichen weißen Ross stelle, fühle ich mich innerhalb weniger Minuten zu einem einfachen Laufburschen degradiert. Zu einem Laufburschen, der ungelenk auf einem hölzernen Steckenpferd in die falsche Richtung galoppiert.
Es macht schon noch immer Spaß. "Ballern ist sexy, ballern ist dufte" - das ist nicht umsonst das Familien-Leitmotto. Aber wenn ich den ewig gleichen Alienwesen wieder und wieder an immer gleichen Orten den Kopf von den Schultern pusten darf, fühlt sich das auch für einen Ballermann wie Bleiverschwendung an. Tatsächlich bin ich die meiste Zeit damit beschäftigt, bekannte Gebiete spiegelverkehrt abzulaufen, um "Wölfe" zu jagen. Es fühlt sich ein wenig so an, als ob ich vergangene Schusswechsel aus dem Rückspiegel betrachte. Und ehe ich die Handhabung von Fusions- und Automatikgewehr wieder richtig verinnerlicht habe (es fühlt sich noch immer großartig an!), ist die Sause auch schon wieder vorbei. Die "große Bedrohung" ist eigentlich nicht mehr als ein laues Lüftchen.
Gehe in das Gefängnis. Gehe nicht über Los.
ABER: Die kleine Aufgabenkette scheint nur das Warm-up gewesen zu sein. Im Riff, eins der wenigen neuen Gebiete, das ich nach meiner Wiederkehr entdecken konnte, gibt es noch mehr zu tun. Das Gefängnis der Alten klingt nach Strafe, ist aber eigentlich eine richtige Gaudi. Auftraggeber Bungie versteht es plötzlich, mich anständig für meine Mühen zu entlohnen. Nachdem ich mich mit zwei weiteren Hüter-Kumpeln an meiner Seite im Gefängnis Welle um Welle an (früher oder später) kopflosen Aliens stelle, wird mir gegen Ende ein güldener Scheck ausgestellt.
Ich erhalte Zugang zu einer von Gold überfluteten Schatzkammer. In ihr finde ich Schatzkisten, die ich Loot-lüstern mit glänzenden Augen öffne. Und es lohnt sich. Sogar das sämige Sammeln von Rohstoffen, für die ich ansonsten schnarchige Planetenoberflächen entlangspazieren müsste, ist damit zu großen Teilen hinfällig. Okay, letztlich ist das Gefängnis der Alten nur ein weiterer Dauerfeuer-Parkour in fünf winzig abgesteckten Arealen. Aber dank zufällig aktivierter "Perks", die mal den Schaden von Faustschlägen mal von Automatiksalven erhöhen, und vier unterschiedlich schweren Herausforderungen, bin ich zumindest "neugierig" geworden.
Aber genug des Schreibens. Erst einmal ist es weiter mein Abzugsfinger und nicht meine Schreibfeder, die verlangt wird. Sobald ich weitere Eindrücke gesammelt habe, beispielsweise von diesen "Prüfungen von Osiris", von denen hier jeder spricht, hört ihr wieder von mir.
Bis dahin, euer Brutus von Ballermann.
Mit einigen Tipps und Tricks greifen wir hilfsbedürftigen Hütern in "Haus der Wölfe" unter die Arme. Solltet ihr eine Frage zu einem bestimmten Gegenstand haben oder allgemein Guides suchen, findet ihr hier die gewünschten Antworten.
Destiny: Das Haus der Wölfe
Sagt euch nicht zu? Ihr sucht nach passenden Alternativen? Eine umfangreiche Liste an Destiny: Das Haus der Wölfe-Alternativen halten wir für euch in unserer Videospiel-Übersicht bereit.
Nichts verpassen mit dem NETZWELT-Newsletter
Jeden Freitag: Die informativste und kurzweiligste Zusammenfassung aus der Welt der Technik!