Portraits der Stromanbieter
Stromanbieter: Die großen und die kleinen im Detail
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Dank der Regulierung des Strommarktes gibt es inzwischen über 900 Stromanbieter im Bundesgebiet. Zwar halten die großen Vier (E.ON, RWE, ENBW und Vattenfall) den Bärenanteil am Mark, aber die kleinen Anbieter konnten in den letzten Monaten viele Kunden hinzugewinnen. Vor allen Dingen, weil diese meist weniger Kosten haben und dadurch günstigere Tarife anbieten können. Der Unterschied kann in manchen Gebieten schnell einige hundert Euro im Monat ausmachen.
Mit einem Stromvergleich auf netzwelt erfahren Sie, wer der lokale Anbieter ist und mit welchem Stromanbieter Sie unter Umständen hunderte von Euro sparen könnten. Hier erhalten Sie einen Überblick über alle wichtigen Anbieter in Deutschland:
E.ON
E.ON gehört zu den weltweit führenden Strom- und Gasunternehmen. Bereits jetzt ist das Unternehmen mit knapp 69 Milliarden Euro Umsatz und fast 88.000 Mitarbeitern der größte private Energiedienstleister. Tätig ist E.ON vor allen Dingen in Deutschland, den Nachbarländern aber auch in den USA.
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RWE
Die Dortmunder RWE Energy bietet neben Strom auch Wasser und Gas an. Das Unternehmen gehört zu den größten Anbietern in Europa und hatte im Geschäftsjahr 2005 mit rund 85.900 Beschäftigten einen Umsatz von 41,8 Milliarden Euro erwirtschaftet. RWE beliefert neben Privatkunden auch große Firmen oder sogar Stadtwerke.
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EnBW
Die EnBW Energie Baden-Württemberg AG mit Hauptsitz in Karlsruhe ist mit rund sechs Millionen Kunden das drittgrößte deutsche Energieversorgungsunternehmen. Mit über 20.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern hat die EnBW 2007 einen Jahresumsatz von über 14 Milliarden Euro erzielt. Die Kernaktivitäten konzentrieren sich auf die Geschäftsfelder Strom, Gas sowie Energie- und Umweltdienstleistungen.
Traditionell ist EnBW fest in Baden-Württemberg verwurzelt. Darüber ist das Unternehmen in ganz Deutschland sowie in weiteren Märkten Mittel- und Osteuropas aktiv.
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Vattenfall
Vattenfall Europe, vollständig im Besitz des schwedischen Staates, zählt zu den führenden Energieunternehmen in Deutschland und vereint unter einem Dach die Förderung und Verstromung kostengünstiger heimischer Braunkohle, die Stromerzeugung aus Wasserkraft und Kernkraft sowie den Transport und Handel von Energie. Vattenfall Europe versorgt die Metropolen Berlin und Hamburg rund um die Uhr mit Strom und Wärme.
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E WIE EINFACH
Am 1. Februar 2007 startet die E WIE EINFACH Strom & Gas GmbH als erster Wettbewerber in Deutschland mit einem bundesweiten Angebot für Strom und Gas. E WIE EINFACH (EWI) liefert bundesweit an Haushaltskunden und kleine- bis mittelständische Unternehmen mit einem Verbrauch bis zu 100.000 Kilowattstunden (kWh) Strom oder Gas pro Jahr. Die E WIE EINFACH Strom und Gas GmbH hat ihren Sitz in Köln und ist eine Tochtergesellschaft von E.ON. E WIE EINFACH gilt als sehr kundenfreundlich meinen das Wirtschaftsmagazin FOCUS Money und Verivox.
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Eprimo
Mit Beginn der Liberalisierung des Strommarktes für Privathaushalte 1999 startete die Überlandwerk Groß-Gerau GmbH (ÜWG) mit der Marke Eprimo den bundesweiten Stromvertrieb und gewann aufgrund günstiger Preise und attraktiver Angebote schnell Kunden außerhalb ihres Stammgebietes. Inzwischen ist das Unternehmen eine Tochtergesellschaft der RWE. Aktuell versorgt eprimo rund 150.000 Privat- und Geschäftskunden zuverlässig und bundesweit mit Strom und erwirtschaftet einen jährlichen Umsatz von ca 100 Millionen Euro.
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Yello Strom
Die Yello Strom GmbH ist ein so genannter Discount-Anbieter des Strom-Riesen EnBW. Mit einer riesigen Werbekampagne startete das Unternehmen 1999 seinen Vertrieb. Kernfrage war damals "Welche Farbe hat eigentlich Strom?". Und genauso wie viele Mitbürger denken, dass Kühe Lila sind, der Weihnachtsmann schon immer rot/weiß gekleidet war, denken heute viele bei Strom in erster Linie an die Farbe Gelb.
Die Kampagne kam an. Bereits im ersten Jahr konnte Yello über 100.000 Kunden gewinnen. Im Jahr darauf waren es schon 350.000. Heute hat das Unternehmen über 1,4 Millionen Kunden und gehört damit zu den Top 10 Stromunternehmen in Deutschland. Mittlerweile bietet Yello auch Gas an und besitzt sogar eine Niederlassung in Schweden.
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NUON
Die Nuon Deutschland GmbH ist ein hundertprozentiges Tochterunternehmen des niederländischen Konzerns nv Nuon, eines der führenden europäischen Energieunternehmen mit Hauptsitz in Amsterdam. Auf dem niederländischen Strom- und Gasmarkt ist Nuon mit einem Anteil von 35 Prozent Marktführer. Der Konzern versorgt täglich rund 2,5 Millionen Kunden mit Strom, Gas und Wärme sowie energienahen Dienstleistungen. Rund 9.700 Mitarbeiter erwirtschafteten in 2006 einen Umsatz von rund 5,6 Milliarden Euro.
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Entega
Als Vertriebsgesellschaft der HEAG Südhessischen Energie AG (HSE) sowie der Stadtwerke Mainz AG hat sich ENTEGA als Vertriebsmarke für Strom, Erdgas, Wasser und Wärme im Rhein-Main-Neckar-Raum fest etabliert. Das Unternehmen beliefert rund eine Million Kunden und erwirtschaftet einen Umsatz von 800 über Millionen Euro.
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TelDaFax ENERGY
TelDaFax ENERGY bietet preislich attraktive Stromprodukte an und garantiert eine sichere und zuverlässige Versorgung mit Strom - nahezu bundesweit. Von FOCUS MONEY (Ausgabe 03/2007) wurde das Unternehmen sowohl in der Kategorie "Preiswerteste Anbieter ohne Vorauskasse" als auch in der Kategorie "Preiswerteste Anbieter mit Vorauskasse" als Testsieger ausgezeichnet! Vorkasse-Angebote werden allerdings von den Verbraucherzentralen nicht so gerne gesehen, da die Stromlieferung in Zukunft von der Solvenz eines Unternehmens abhängt. Nach nur einem Jahr konnte das Unternehmen 2007 bereits über 400.000 Kunden für sich verbuchen.
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Flexstrom
FlexStrom war der erste deutsche Anbieter von Prepaid-Paketen. Man wählt – je nach Stromverbrauch – das passende Paket für eine bestimmte Anzahl an Kilowattstunden. So kauft man den Strom für ein ganzes Jahr im Voraus, für Flexstrom bietet das zwei Vorteile: Zum einen kann das Unternehmen besser kalkulieren, zum anderen kann Flexstrom so Preise an die Kunden garantieren. Mit diesem Konzept konnte Flexstrom zu den größten Anbietern neben den ehemaligen Monopolisten aufschließen. Verbraucherschützer sehen solche Angebote ungern, weil im Insolvenzfall das Geld von vielen Kunden verloren ist.
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Lichtblick
Mit inzwischen deutlich über 400.000 Kunden, einem Umsatz von über 200 Millionen Euro und weit über 200 Mitarbeitern ist Lichtblick der mit Abstand größte unabhängige Strom- und Gasanbieter in Deutschland - Regionalwerke, Verbundunternehmen und Stadtwerke nicht berücksichtigt. Lichtblick wurde 1998 gegründet und versteht sich als Ökomarke. Der Anbieter konnte deshalb vor allen Dingen in den letzten Monaten hinzugewinnen, weil umweltgerechte Stromerzeugung an Bedeutung gewonnen hat.
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Stadtwerke Flensburg
Die Stadtwerke Flensburg sind ein Beispiel für viele Stadtwerke, die in den letzten Jahren der Strommarkt-Liberalisierung die bundesweite Auslieferung gestartet hatten. Das Unternehmen liefert auch regenerativen Strom und hat sogar auf dem eigenen Gelände eigene Solar-Anlagen. Insgesamt erwirtschaften die SWF rund 170 Million Euro mit dem Energiegeschäft.
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Stadtwerke Pforzheim (SWP)
Die Stadtwerke Pforzheim sind zum Großteil im Besitz der Stadt Pforzheim und beliefern in erster Linie die Stadt und Region rund um Pforzheim. Mit allen seinen Tätigkeitsfeldern erwirtschaftet das Unternehmen rund 200 Millionen Euro Umsatz. Zwar ist das Unternehmen wegen seines Billigablegers "Strom ist billig" in die Kritik geraten, das allerdings nur, weil es die Gelder vorab von seinen Kunden verlangt. Tatsächlich sind die Paketpreise auch mit Übergebühren noch recht günstig.
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Stromistbillig.de
Die Stadtwerke Pforzheim (SWP) bieten seit 2007 "Strom ist billig" an. Dabei zahlt der Kunde Strompakete von 1200, 2400 oder 3600 Kilowattstunden entweder in einem einmaligen jährlichen Abschlag oder vierteljährlich im Voraus. Wer mehr verbraucht, zahlt saftige Preise nach, was Verbraucherschützer regelmäßig kritisieren. Allerdings sind die SWP selbst dann noch relativ günstig, wenn man sein zuvor gekauftes Kontingent deutlich überschreitet. Abwägen muss ein Kunde aber, ob er tatsächlich so viel Geld auf dem Konto hat, dass er im Voraus hunderte Euro vorstrecken möchte. Zudem gibt es nichts zurück, wenn der Kunde weniger verbraucht, als das Paket umfasst.
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Bonus Strom
Die Bonus Strom GmbH mit Sitz in Fahrdorf bei Schleswig, ist ein Stromlieferant für Privatkunden. Das Unternehmen nutzt die Stromnetze der regionalen Netzbetreiber, die diese per Gesetz und zu von der Bundesnetzagentur regulierten Bedingungen zur Verfügung stellen müssen. Das Projekt, das der ehemalige Mobilcom-Gründers Gerhard Schmid bis April 2008 leitete, versprach anfangs zehn Prozent Rabatt auf den Grundversorgungstarif des lokalen Stromversorgers. Es sind aber bestenfalls drei Prozent, hat die Stiftung Warentest 2007 ausgerechnet: Bonus Strom beschränkt den Rabatt auf den Energieanteil des Kilowattstundenpreises - also auf nur etwa ein Drittel, der Rest sind Konzessionsabgaben, Durchleitungsgebühren und Steuern.
Während Bonus Strom anfangs einen um 50 Prozent höheren Anteil an erneuerbaren Energien als der Bundesdurchschnitt versprach, liefert das Unternehmen nach eigenen Aussagen inzwischen reinen Ökostrom. Aus der Kritik des Strompreisvergleichs Verivox, Bonus Strom hätte Unstimmigkeiten in den Preisangaben, hat der Anbieter reagiert und diese geändert. Ebenfalls nachgebessert wurden die AGB nach der Kritik der Stiftung Warentest und die Werbekampagne.
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Pennystrom
Windig geht es beim Billigstromanbieter Pennystrom zu, meint der Bund der Energieverbraucher. Dort kann man den Strom für zehn Jahre zum Festpreis bestellen, der etwa die Hälfte unter dem üblichen Strompreis liegt. Die Bundesnetzagentur hat aufgrund erheblicher Zweifel an der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit und der Zuverlässigkeit der ASCARD GmbH, von Amts wegen ein Verfahren zur Untersagung der Belieferung von Haushaltskunden mit Strom gemäß § 5 S. 4 EnWG gegen die ASCARD GmbH eröffnet. Die ASCARD GmbH tritt im Geschäftsverkehr unter Pennystrom auf (Aktenzeichen BK6-07-008). Die Gier nach billigem Strom kann auch blind machen. Firmenwerbung: „Sie haben das Geld, wir die Erfahrung". Hinterher könnte es genau umgekehrt sein.
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Alle hier genannten Marken sind Eigentum der jeweiligen Rechteinhaber. Wir listen diese lediglich zur Orientierung für unsere Kunden und machen uns diese nicht zu eigen.
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