Grüner Strom
Ökostromanbieter
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Die Definition von Ökostrom hängt mit deren Quelle zusammen. Statt auf Kohle und Atomkraft als Energiequelle setzt der umgangssprachlich auch "saubere Strom" genannte Stromerzeuger auf regenerative Quellen. Also etwa Windkraft, Sonnenenergie, Wasserkraft, Biomasse oder Geothermie. Dabei wird es selten vorkommen, dass ein Anbieter nur auf eine Quelle setzt. Den so genannten Strommix können Sie jedem Tarif in unserem Stromrechner für Ökotarife entnehmen. Dort wird in Form eines Torten-Diagramms gezeigt, wie viel Strom aus welcher Quelle stammt.
Auf die Frage, warum viele Verbraucher nicht auf Ökostrom wechseln, gaben einige an, dass Sie Angst haben die Versorgung würde unterbrochen oder gefährdet. Das ist falsch, die Stromversorgung in Deutschland ist immer sichergestellt. Ökostrom wird in den "Stromsee" eingespeist, der letztlich in den Haushalten landet. Kauft man Ökostrom, bezieht man unter Umständen dennoch Strom aus Atom- oder Kohlekraftwerken. Allerdings wird die gleiche Menge Strom über regenerative Quellen erzeugt. Ein einzelner Verbraucher sorgt so für eine Umverteilung des gesamten deutschen Strommixes. Und alle zusammen für einen schonenden Umgang mit unseren Ressourcen und unserer Umwelt.
Verbraucher: Angst vor Wechsel zu Ökostrom
Andere Verbraucher nannten bei dieser Befragung von Greenpeace den umständlichen Wechselvorgang als Grund für ein Nicht-Wechseln. Auch hier hatten sich die Befragten getäuscht. Wie Greenpeace zurecht sagt: "Ein Stromwechsel dauert 5 Minuten und läuft fast vollkommen im Hintergrund ab". Meist reicht das Ausfüllen eines Online-Formulars (wie in unserem Stromrechner), eines PDFs oder einer Postkarte, um von Anbieter A zu B zu wechseln.
Ein nachvollziehbares Argument etlicher Befragten war auch, dass der Ökostrom vermeintlich teuer ist. Das stimmt nur bedingt. In manchen Gebieten ist er sogar günstiger als Atom- oder Kohleenergie. Und selbst wenn, ist der Ökostrom oft nur wenige Euro teurer als der Standard-Strom.
Ökostrom-Anbieter
Die bekanntesten Ökostromanbieter sind EWS, Greenpeace Energy, Lichtblick und Naturstrom. Zumindest, wenn man die Kriterien von Greenpeace ansetzt, die da lauten:
- Der Ökostromanbieter darf nicht gleichzeitig auch mit Kohle- oder Atomstrom handeln.
- Der Ökostromanbieter darf nicht Tochterfirma eines Stromanbieters sein, der mit Kohle- oder Atomstrom handelt.
- Der Ökostrom muss bundesweit lieferbar sein.
- Die Stromlieferung an den Kunden besteht aus mindestens 50% Erneuerbaren Energien. Der Rest darf aus umweltfreundlicher Kraft-Wärme-Kopplung (auf Erdgasbasis) stammen. Kohle und Atomkraft sind verboten.
- Optimalerweise hat der Stromanbieter eine Neubauregelung, das heißt, er setzt sich aktiv für den Neubau von umweltfreundlichen Kraftwerken ein. Denn nur dann ändert sich der Strommix!
Greenpeace Aachen empfiehlt derzeit die vier oben genannten Anbieter und rechnet vor: "Für niedrige Verbräuche ist EWS der günstigste Anbieter, für hohe Verbräuche Naturstrom. EWS ist neben Greenpeace Energy besonders zu empfehlen, weil sie sehr ambitionierte Neubauregelungen haben. Lichtblick fällt hier etwas ab – weder sind die der billigste Anbieter, noch besonders zu empfehlen. Der Anbieter Naturstrom ist mit Vorsicht zu genießen: Im November 2007 brach er seine Zusage, dass alle Neukunden, die bis zum 31.12.2007 zu ihm wechseln, noch ein Jahr zu den alten Preisen beliefert werden."
Natürlich ist die Frage, für welchen Ökostrom-Anbieter Sie sich entscheiden, eine ganz individuelle. Beziehungsweise eine ideele. Aber Vorsicht: Nicht jeder als Ökostrom angebotener Strom ist Ökostrom. Oft wird dieser von konventionellen Stromanbietern angeboten und ist maximal ca. 5 Prozent teurer als der herkömmliche Tarif. Dabei wird häufig Strom aus bereits vorhandenen und seit Jahren laufenden Anlagen "umdeklariert" und zu Ökostrom erklärt, obwohl keine einzige Kilowattstunde umweltfreundlichen Stroms zusätzlich in Netz eingespeist wurde.
In Deutschland gibt es bisher noch kein einheitliches Gütesiegel für Ökostrom wie etwa den blauen Engel. Ohnehin mangelt es an standardisierten Informationen, mit deren Hilfe Verbraucher beim Stromanbieterwechsel beraten werden. Für den Ökostrom gibt es allerdings fünf verschiedene Gütesiegel von EnergieVison, Grüner Strom Label, Landesgewerbeanstalt Bayern, TÜV und RECS-Deutschland.
Damit sollen Ökostrom-Angebote vergleichbar und vor allen Dingen transparent für den Verbraucher werden. Die Zertifikate-Aussteller unterscheiden und bewerten dabei häufig die Zusammensetzung der Strom-Quellen oder das Alter der Anlagen und die Reinvestionsquote in solche.
So wechseln Sie einen Stromanbieter!
Ein Stromanbieter Vergleich, bzw. Strom Preisvergleich durch eine objektive Quelle hilft dabei, den günstigsten Anbieter zu finden. Mit einem Stromtarifrechner kann man im Internet sehr schnell und einfach billige Stromtarife finden. Auf netzwelt finden sie einen Stromrechner, der Tarife von über 800 verschiedenen Anbietern berücksichtigt und Ihnen schnell und transparent alle Informationen für Ihr Versorgungsgebiet liefert. Stromrechner starten!
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