Solar, Wasser, Wind und Co.
Ökostrom und seine Energiequellen
RSS Feed
Ökostrom ist Energie, die aus regenerativen (erneuerbaren) Quellen gewonnen wird. Kurzum: All das, was uns die Natur ohnehin liefert und - wenn wir ein wenig vernünftiger sind - das auch immer so machen wird. Die Gewinnung von Energie aus solchen Quellen für unterschiedlichste Zwecke ist nicht neu, sondern hunderte und tausende von Jahre alt. Denken Sie etwa an Mühlen an Bächen, die Getreide mahlen oder ähnliche einfache technische Lösungen, bei denen die Kraft der Natur gezähmt wurde.
Heute versuchen wir diese Energie umweltschonende so zu bündeln, dass daraus Strom gewonnen wird und die Enegie so für jeden Zweck genutzt werden kann, so genannter Ökostrom. Die wichtigsten erneuerbaren Energiequellen stellen wir Ihnen vor.
Als Verbraucher erkennen Sie Ökostrom-Anbieter an diversen Gütesiegeln, die wir Ihnen in unserem Artikel über die verschiedenenen "Ökostrom-Gütesiegel" erklären. Eine Definition und Auflistung einiger Ökostromanbieter finden Sie hier.
- Wasserkraft
- Windenergie
- Sonnenenergie
- Biomasse
- Geothermie
- Gezeiten
Wasserkraft
In Wasserkraftwerken wird die Strömungsenergie von fließendem Wasser genutzt, um diese über Maschinen in mechanische Energie umzusetzen. Schon Jahrhunderte vor der Atomenergie nutzte die Menschheit die Kraft dieser unerschöpflichen Quelle, denken Sie etwa an Mühlen oder kleine Handwerksbetriebe wie Sägewerke. Heute wird die Wasserkraft fast nur noch zum Gewinnen von elektrischer Energie verwendet.
Der "Drei-Schluchten-Damm" in China wird in den nächsten Jahren sicher das beeindruckendste Bauwerk in Sachen Engerie-Gewinnung aus Wasserkraft. Bereits jetzt schon macht diese Quelle der Energiegewinnung 16 Prozent der weltweiten Erzeugung aus. Damit liegt die Wasserkraft fast auf Augenhöhe mit der Atomenergie. Vorreiter in Sachen Energie-Gewinnung aus Wasserkraft sind Norwegen, Kanada und Österreich mit 70 bis 99 % Anteil am Strommix.
Windenergie
Die seit 1995 installierte Windkraftleistung in Deutschland hat sich bis heute verfünffacht. Ende des Jahres 2006 standen hierzulande fast 20.000 Windräder mit einer Leistung von rund 20.600 Megawatt zur Stromerzeugung bereit, insgesamt lag die Stromerzeugung durch Windkraft im Jahr 2006 bei 30,5 Milliarden Kilowattstunden, was im Vergleich zu 2005 eine Steigerung von rund 10 Prozent bedeutet.
Damit ist die Windenergie in Deutschland zu einem der wichtigsten Bestandteile des deutschen Energieversorgungssystems geworden.
Sonnenenergie
Sonnenenergie wird auch als Solarenergie bezeichnet und ist die von der Sonne durch Kernfusion erzeugte Energie. Die Nutzung der Sonnenenergie hat das Potenzial, die herkömmlichen Energiequellen zu ersetzen. Beeindruckende Quelle: Allein in Deutschland liefert die Sonne uns täglich 80 Mal mehr Energie als wir insgesamt verbrauchen, der weltweite Jahresenergiebedarf könnte bereits durch eine Viertelstunde Sonneneinstrahlung gedeckt werden.
Während Solaranlagen früher etwas für Bastler, Schrebergärten oder Verkehrsanlagen war, sind diese in den letzten Jahren immer populärer geworden. Das hat vor allen Dingen mit einem Gesetz aus dem Jahr 2004 zu tun (EEG), mit dessen Hilfe die Photovaltik-Anlagen gefördert werden. Deshalb haben immer mehr Privat-Haushalte oder kleine Unternehmen und Landwirte solche Anlagen auf dem Dach installiert.
Biomasse
Biomasse ist gespeicherte Sonnenenergie, die ihren Beitrag zum Ersatz herkömmlicher Energiegewinnung durch erneuerbare Energiequellen und damit zum Klimaschutz leistet. Bei der Verbrennung von Biomasse wird nur in etwa so viel CO2 freigesetzt, wie vorher beim Wachstum der Pflanzen der Erdatmosphäre entnommen worden ist.
Deshalb gilt die Gewinnung von Energie aus Biomasse als klimaneutral. Als Quelle dienen zwei Kategorien von Biomasse: Organische Abfälle von Haushalten, Industrie sowie Land- und Forstwirtschaft, wie z. B. Hausmüll, Klärgas, Tierrestprodukte (Gülle, Mist) oder Holzabfälle; und auf der anderen Seite Pflanzen, die ausdrücklich zum Zwecke der Energieerzeugung angebaut werden, etwa Raps.
Geothermie
Die geothermische Energieerzeugung macht sich die im oberen Teil der Erdkruste gespeicherte Wärme zunutze. Diese regenerative Energiequelle kann sowohl direkt zum Heizen und Kühlen als auch zur Erzeugung von Strom genutzt werden. Die Nutzung der Erdwärme bietet enorme Potentiale für den Klimaschutz und trägt zur sicheren Energieversorgung bei.
Vor dem Hintergrund des EU-Ziels, den Anteil erneuerbarer Energien am Energieverbrauch bis 2020 auf 20 Prozent zu erhöhen, ist der Ausbau von Erdwärmekraftwerken sicherlich unverzichtbar.
Gezeiten
Momentan heiß diskutiert ist ein Ansatz der Stromunternehmen die Gezeiten, also Ebbe und Flut vor den Küsten, zur Stromgewinnung einzusetzen. Hier werden die Wasserkräfte durch Turbinen zum Stromerzeugen genutzt. Dabei funktionieren diese gleich doppelt. Bei Flut wird Strom in die "eine Richtung erzeugt" und bei Ebbe in die andere.
Dabei ist das Prinzip nicht neu. Bereits 1961 wurde das erste und derzeit auch größte Gezeitenkraftwerk an der Atlantikküste in der Mündung der Rance bei Saint-Malo in Frankreich erbaut und am 26. November 1966 eingeweiht.
So wechseln Sie einen Stromanbieter!
Ein Stromanbieter Vergleich, bzw. Strom Preisvergleich durch eine objektive Quelle hilft dabei, den günstigsten Anbieter zu finden. Mit einem Stromtarifrechner kann man im Internet sehr schnell und einfach billige Stromtarife finden. Auf netzwelt finden sie einen Stromrechner, der Tarife von über 800 verschiedenen Anbietern berücksichtigt und Ihnen schnell und transparent alle Informationen für Ihr Versorgungsgebiet liefert. Stromrechner starten!
nach oben












