I2P
Beim I2P wird die gesamte Internetnutzung eines Nutzers effektiv verschleiert. Dies funktioniert, indem Zugriffe innerhalb des I2P-Netzwerks umgeleitet werden, sodass Empfänger die Herkunft des Signals nicht eindeutig identifizieren können. Lediglich die Beteiligung des Nutzers an einem I2P-Netzwerk ist feststellbar.
Gesendete E-Mails übermitteln Informationen. Das wäre soweit nichts Ungewöhnliches, wenn nicht auch viele unerwünschte Details ausgeplaudert würden: Genutzte Software, Sprache und nicht zuletzt die eigene IP-Adresse verlassen oft nur zu gerne den eigenen PC. Ein anonymes Postfach im I2P-Netz kann diesem Problem Herr werden und bloßstellende Zusatzinfos blockieren.
Wer per P2P seine Daten tauscht, verteilt automatisch seine eigene Identität unter die Leute. Doch es geht auch anders: Die Freeware I2Phex erlaubt unerkanntes Filesharing über das Gnutella-Netzwerk. Möglich wird das durch I2P, das anonyme Netz im Netz.
Vielen ist es nicht bewusst, wieder andere nehmen es notgedrungen in Kauf: Wer in Tauschbörsen Filesharing betreibt, ist kein Unbekannter. Mit jedem Datenpaket wandert auch die eigene Identität in Form der IP-Adresse mit durch das Netz. Wirklich anonymer Datentausch hingegen ist dank I2P möglich: Das Tool I2PSnark lädt Torrents herunter und lässt die Tauschwilligen dabei im Hintergrund.
Abmahnwellen im Internet, Klagen gegen Tauschbörsennutzer, der Begriff Vorratsdatenspeicherung schwebt unheilvoll über der gesamten Computerwelt. Daher ist es Zeit, auch die zweite, virtuelle Identität nicht jedem unter die Nase zu binden. Anonymität im Netz liegt im Trend, auch I2P ist auf dem Vormarsch. Denn das Projekt strebt ein eigenes Internet im Internet an.

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