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PS4 im Test: Erste Eindrücke von der Gamescom
NextGen-Konsole auf dem Prüfstand

von Thomas Freund Uhr veröffentlicht

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Auf der Gamescom 2013 durften wir erstmalig die PS4 ausprobieren. Erfahren Sie in unserem ausführlichen Testbericht, wie sich der neue Controller anfühlt, wie sich die Grafik im Vergleich zu aktuellen Konsolen schlägt und ob die neuen Features wirklich sinnvoll sind.

Schon Ende November veröffentlicht Sony den Nachfolger der PlayStation 3, doch gibt es - von einer besseren Grafik abgesehen - wirklich so große Unterschiede zur aktuellen Konsolengeneration? Und werden die neuen Funktionen auch sinnvoll genutzt? Netzwelt durfte die PS4 auf der Gamescom testen und hat alle gesammelten Eindrücke für Sie festgehalten.

Am 29. November 2013 erscheint die PlayStation 4 in unseren Breitengraden. Auf der Gamescom durfte netzwelt schon jetzt einige Titel anspielen. Unter diesen befanden sich auch Launch-Titel wie Assassin's Creed IV: Black Flag, Killzone: Shadow Fall und Watch Dogs.

Der Controller

Kommen wir zuerst zum wichtigsten Teil einer jeden Konsole: Dem Controller. Der DualShock 4 ist gegenüber dem Vorgänger ein bisschen breiter geworden und liegt dadurch besser in der Hand. Alle Tasten sind dennoch wie gewohnt und ohne Umgewöhnungszeit erreichbar. Die Controller-Unterseite wurde mit einem angerautem Gummi überzogen, welches für bessere Griffigkeit sorgt. Selbst nach einer längeren Spielzeit mit schwitzigen Händen fühlt sich der Controller einfach gut an und wird nicht rutschig.

PS4 im Kurztest

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Wir durften auf der gamescom 2013 erstmalig Hand an die PS4 legen. (Bild: netzwelt)

Bei den Tasten und Analog-Sticks gibt es einige nennenswerte Verbesserungen. Als erstes fallen die Schultertasten auf, die jetzt viel angenehmer erreichbar sind, zudem wurden die Druckpunkte der analogen L2- und R2-Tasten optimiert. Die Analog-Sticks wurden mit einer Einbuchtung - ähnlich dem Xbox 360-Controller - versehen und sind dadurch angenehmer zu bedienen. Beim Zielen mit den Sticks fällt außerdem ein Plus an Präzision auf.

Verbesserungswürdige L3- und R3-Tasten

Weniger gut gefallen die L3- und R3-Tasten, welche gerade bei Ego-Shootern oft für das Sprinten oder Zoomen eingesetzt werden. Beim Anspielen von Blacklight: Retribution hat das Sprinten mit der L3-Taste nur in seltenen Fällen geklappt, da der Druckpunkt sehr knapp bemessen ist und kaum Feedback zulässt. Es ist schwer auszumachen, ob die Taste nun gedrückt wurde oder nicht. Alle anderen Tasten hingegen lassen sich wunderbar bedienen.

Neu beim DualShock 4-Controller ist das Touchpad, das als riesige zusätzliche Taste fungiert. Bei Watch Dogs ließ sich so zum Beispiel die Map öffnen. Beim Spiel War Thunder konnten optional mit dem Touchpad Flugzeuge gesteuert werden, was erstaunlich gut funktionierte. Am ehesten lässt sich das PS4-Touchpad mit dem eines Notebooks vergleichen und ebenso präzise fühlt es sich an.

Zum Einsatz kommt das Touchpad derzeit leider nur als Gimmick bei den - vorzüglich von Sony - entwickelten Spielen. Bei der Live-Demo von Infamous: Second Son zeigte Entwickler Sucker Punch beispielsweise, wie der Infamous-(Anti)Held im Spiel seinen Fingerabdruck scannen lässt. Der Spieler muss dazu einfach einen beliebigen Finger auf das Touchpad legen, was natürlich eine engere Bindung zur Spielfigur ermöglicht, jedoch ist es, wie bereits erwähnt, aktuell nur eine nette Spielerei.

Noch nicht vorhanden

Nicht testen konnten wir Rumble-, Six-Axis- und Lightbar-Funktionen. Keines der getesteten Spiele verfügte über Vibrationsfunktionen, was allerdings wohl an dem unvollendetem Code lag. Zum Launch sollen aber alle Spiele über Rumble verfügen, nicht so wie damals zum Launch der PS3, als Sony aufgrund von fehlenden Lizenzzahlungen kein Rumble-Feature verbauen durfte. Auch Six-Axis-Funktionen, also die integrierte Bewegungssteuerung, fanden keine Anwendung. Das verbesserte Move mit Lightbar und der PlayStation-Kamera war zwar auf der Gamescom mit dem Spiel Playroom vorhanden, wir sind allerdings aufgrund des hohen Andrangs nicht zum Testen gekommen.

Die Grafik

Wer einen großen Unterschied gegenüber der PlayStation 3 erwartet wird zunächst enttäuscht. Assassin's Creed IV: Black Flag beispielsweise sieht fast so aus wie auf der aktuellen Konsolengeneration, allerdings nicht verwunderlich in Anbetracht der Tatsache, dass Ubisoft die AnvilNext-Engine hauptsächlich für Xbox 360 und PS3 entwickelte. Lediglich realistischere Wassereffekte und Beleuchtung sowie höher aufgelöste Texturen machten sich bemerkbar.

Bei Watch Dogs und Infamous: Second Son, beides Spiele für die kommende Konsolen, weiß die Grafik dann aber doch zu begeistern. Speziell Letzteres sah in der Live-Demo grandios aus und lief butterweich. Watch Dogs konnte beim Anspielen mit einer enormen Weitsicht begeistern, kein Vergleich zu den Open-World-Spielen auf aktuellen Konsolen.

Richtig ins Staunen brachte uns aber die Tech-Demo von The Order: 1886, die leider nur Behind-Closed-Doors mit striktem Kameraverbot gezeigt wurde, weshalb wir nur ein paar Schilderungen dazu veröffentlichen können. Zu sehen war ein Testgebiet mit verschiedenen Gegenständen und einem beeindruckend aussehendem Hauptcharakter, der einige Waffen mit sich führte.

Tech-Demo zu The Order: 1886 begeisterte

Entwickler Ready At Dawn betonte während der Vorführung, dass sich jeder Gegenstand in The Order: 1886 wie im echten Leben anfühlen soll. Gezeigt wurde, wie verschiedene Objekte reagieren, wenn diese mit einem Gewehr angeschossen werden. Zum Beispiel gab es verschiedene Metallwände, die sich je nach Beschaffenheit anders verformen. Weiche Metalle erhielten so nach Beschuss eine größere Delle als Hartmetalle. Ein Wassereimer mit Henkel wurde mehrfach beschossen und verformte sich exakt so, wie man es im richtigen Leben erwarten würde, auch der Henkel bewegte sich physikalisch korrekt mit.

Als nächstes wurde ein Bretterzaun mit Hilfe einer Granate gesprengt. Jedes einzelne Holzstück flog realistisch durch die Luft, blieb im Anschluss liegen und konnte weiter mit dem Schießeisen bearbeitet werden. In aktuellen Spielen verschwinden die Reste von zersplitterten Holzstücken einfach, da die Rechenleistung auf aktuellen Konsolen nicht ausreicht, für eine solch reale Darstellung.

Fazit

Mit dem Controller hat Sony fast alles richtig gemacht, der DualShock 4 liegt großartig in der Hand, fühlt sich sehr gut an und kann mit einer hochwertigen Verarbeitung überzeugen. Mängel gibt es noch bei den L3- und R3-Tasten, die hoffentlich zum Launch der Vergangenheit angehören. Schade ist, dass die zahlreichen neuen Steuerungsoptionen wie das Touchpad und die Verbindung mit der PlayStation Camera bisher nicht der Rede wert sind, Potential ist aber vorhanden.

Grafisch konnten die Spiele Infamous: Second Son und Watch Dogs voll überzeugen. Richtig beeindruckend war die Tech-Demo des ambitionierten The Order: 1886. Sollten die Entwickler die Qualität im finalen Spiel so umsetzen können, wird das die Messlatte für alle nachfolgenden Spiele kräftig nach oben schrauben.

Bedauerlicherweise war es uns nicht möglich, Menüführung, Online- und PS Vita-Funktionen zu testen. Dies werden wir in einem ausführlichen Test nachliefern. Einen ersten Kurztest zur Xbox One finden Sie hier auf netzwelt. Aktuelle Meldungen zur Gamescom gibt es an dieser Stelle.

Kommentare zu diesem Artikel

Auf der Gamescom 2013 durften wir erstmalig die PS4 ausprobieren. Erfahren Sie in unserem ausführlichen Testbericht, wie sich der neue Controller anfühlt, wie sich die Grafik im Vergleich zu aktuellen Konsolen schlägt und ob die neuen Features wirklich sinnvoll sind.

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  • Ikke schrieb Uhr
    AW: PS4 im Kurztest: Erste Eindrücke von der Gamescom

    Total falscher Ansatz ! Schlecher PS4 lastiger Vergleich. Fehlende Objektivität und zu viele Wissenslücken.

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PS4 im Test: Erste Eindrücke von der Gamescom
Auf der Gamescom 2013 unterzog netzwelt die PS4 einem kurzen Test. In diesem Artikel schildern wir Ihnen alle Eindrücke der neuen Konsole.
http://www.netzwelt.de/news/99701-ps4-test-erste-eindruecke-gamescom.html
2013-08-23 17:52:23
http://img.netzwelt.de/dw120_dh90_sw0_sh0_sx0_sy0_sr4x3_nu0/gallery/2013/6781/55721.jpg
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