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Xbox One im Test: Microsofts NextGen-Konsole auf der Gamescom
Erste Eindrücke

von Annika Demgen Uhr veröffentlicht

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Kurz vor der Gamescom hat Microsoft die Xbox One einem ausgewählten Publikum präsentiert. Netzwelt konnte einen ersten Blick auf die Konsole werfen und schildert erste Eindrücke im Kurztest.

Die Xbox One erlebt ihr Europa-Debüt in Köln. Auf einem Showcase-Event kurz vor dem Start der Gamescom hat Microsoft die Konsole einem ausgewählten Publikum präsentiert. Netzwelt war vor Ort und konnte den Nachfolger der Xbox 360 antesten. Dabei beeindruckte vor allem die Grafikleistung.

In einer umgebauten Lagerhalle lädt Microsoft zur großen Xbox One-Show. Der Veranstaltungsort trägt den namen Dock One, sicherlich kein Zufall. Beim Betreten der Halle werden wir vom bekannten grünen Licht in Empfang genommen. Es ist Xbox-Zeit.

Xbox-Zeit

Die wartenden Pressevertreter und geladenen Fans haben die Auswahl zwischen mehreren Blockbuster-Titeln Call of Duty: Ghosts, FIFA 14, Dead Rising 3, Killer Instinct, Forza 5 und auch Kinect Sports Rivals sind vor Ort testbar.

Wir beginnen mit Killer Instinct von Entwickler Double Helix. Genau das richtige Spiel, um zu testen, wie belastbar der neue Controller ist. Schon beim ersten in die Hand nehmen fällt auf: Das Gamepad fühlt sich rundum erneuert an. Eingewöhnungszeit ist dennoch nicht nötig. Die Steuerung fühlt sich sofort gewohnt an. Auffällig ist das D-Pad, das nun sehr viel griffiger wirkt, und wieder mehr an ein Steuerkreuz erinnert. Positiv ist auch der Wegfall des hervorstehenden Batteriefachs. Dadurch lässt sich das Gamepad bequem in der Hand halten und die Finger bleiben ungehindert auf der Unterseite der Steuerung liegen.

Xbox One im Kurztest

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Auf der Gamescom stellte Microsoft die Xbox One aus. Anfassen durfte man aber nicht. (Bild: netzwelt)

Nächste Station ist die Bewegungssteuerung. Bei Kinect Sports Rivals wird zunächst der Körper des Spielers von dem Sensor gescannt und detailgetreu in einem Avatar verarbeitet. Dafür muss der Spieler seinen Kopf heben, senken, nach links und rechts bewegen. So wird jede Gesichtshälfte und der Haaransatz genauestens protokolliert. Jedenfalls in der Theorie. In der Praxis entsprach das digitale Ebenbild nicht wirklich dem Aussehen des Urhebers. Lediglich Haar- und Hautfarbe wurden zuverlässig erkannt. Pony-Frisuren sind hingegen Tabu. Entwickler Rare betonte jedoch, dass dies in der finalen Version anders sei.

Kinect 2

Bei einem Jetski-Rennen und einem Duell an der Kletterwand arbeitete der Sensor zuverlässig. Allerdings fielen hin und wieder doch Präzisionsmängel auf, sodass etwa das Gefühl entstand, nicht wirklich steuern zu können, welchen Stein der Kletterer als nächstes zum Abstützen benutzt. Probleme zeigten sich auch bei der Steuerung im Menü des Spiels. Die Hand des Spielers wurde hier von der Kinect nicht korrekt erkannt, sodass die Auswahl einer doch recht großen Kachel auf dem Bildschirm unmöglich war. Allerdings gilt es zu bedenken, dass unter Messebedingungen zahlreiche Scheinwerfer die Qualität der Erkennung beeinträchtigten.

Entsprechend zeigte sich dann auch bei einem Test des neu angekündigten Ubisoft-Titels Fighter Within, dass Kinect bei normaler Zimmerbeleuchtung besser funktioniert. Allerdings blieben auch beim Anspielen des Prügelspiels Zweifel, ob die Umsetzung der eigenen Bewegungen auf die Figuren des Spiels durch Kinect 2 wirklich sehr viel besser funktioniert als beim Vorgänger. Nach rund 45 Minuten mit dem Bewegungssensor lässt sich hierüber jedoch noch kein Urteil fällen.  Die Spracherkennung funktionierte gar nicht, aber dies ist unter Messegeräuschpegel auch nicht wirklich zu erwarten.

Wirklich beeindruckend ist die Grafik der Xbox One beziehungsweise der Titel, die auf der Gamescom gezeigt wurden. Hervorzuheben ist unter anderem Ryse - Son of Rome, das mit einer Detailtiefe aufwartet, die ins besondere auffällt, wenn man kurz zuvor ein PlayStation 3-Spiel gezockt hat. Die Licht- und Wassereffekte sind mit der gegenwärtigen Generation nicht zu vergleichen. Speziell die Kameraführung bei Ryse ist atemberaubend und gibt dem Spieler das Gefühl in einem Spielfilm auf Gladiator-Niveau zu sein. In FIFA 14 für die Xbox One sprühen die Ränge voller Leben und heben sich damit deutlich von den Hintergründen in PES 2014 ab, das aktuell nur für die gegenwärtigen Konsolen erscheint.

Grafik

In Dead Rising 3 war das Hai-Kostüm, dass sich Spieler auf der Flucht vor den Zombie-Horden schnappen können, so haargenau nachgebildet, dass wir das Gefühl hatten wir wüssten genau wie es sich anfühlt diese Kluft zu tragen. In Forza 5 ist die Umgebung der Rennstrecken so belebt wie noch nie. Kurzgesagt: Grafisch ist die Xbox One definitiv NextGen.

Fazit

Leider war es uns nicht möglich, die Benutzeroberfläche oder Smartglass auszuprobieren, die Integration der Xbox Live Cloud zu testen oder auch die Konsole in die Hand zu nehmen. Wir sind zudem gespannt wie sich der Kinect-Sensor im Härtetest schlägt. Dies wird erst ausführlicher Test in der Redaktion zeigen können, der in den nächsten Wochen folgt. In puncto Grafik waren alle Spiele jedoch eine Augenweide und definitiv nicht mit aktuellen Konsolen zu vergleichen.

Stets aktuell informiert über alle Neuigkeiten zur Xbox one werden Sie an dieser Stelle. Alle Informationen zur Hardware der Xbox One haben wir hier für Sie.

Kommentare zu diesem Artikel

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  • tim5980 schrieb Uhr
    AW: Xbox One im Kurztest: Microsofts NextGen-Konsole auf der Gamescom

    Sony ist und bleibt besser Jeder der die Xbox mag wird sich auch ne One kaufen Aber in meinen Augen kann die Xbox einpacken
  • Max Rockatansky schrieb Uhr
    AW: Xbox One im Kurztest: Microsofts NextGen-Konsole auf der Gamescom

    Habe sie auch gesehen, Rivals probiert - der musste mit dem Controller steuern, da Kinect die Bewegung vor dem Spiel nicht erkannte. Es wurde gesagt, dass dies noch geändert würde - wann denn frage ich mich...? Die müssen nächsten Monat schon ins Presswerk gehen... Aber auch Ingame überzeugt Kinect nicht und ist nur minimal schneller als vorher – und Sachen wie Umgebungslicht gelten da nicht, denn MS hat vorher doch dick geprahlt, dass dem neuen Kinect so etwas gar nichts ausmacht! So ein Buhei um so einen Müll! Project Spark – auf der E3 noch als DER Kinect Titel promotet, hat in Zukunft Steuerung über MAU, Tastatur, Controller und… Touchscreen (sofern man denn einen hat). Kinect: NADA! Forza... Riesen Enttäuschung! Grafik schlechter als auf den bisherigen Videos und die Ladezeiten...! 3,5 Minuten bis zum Spielbeginn und alle 5-7 Besucher hängte sich die Konsole ganz weg. Alleine an dem Tag (Mittwoch) waren um 15 Uhr schon 3 Konsolen platt… Dazu Mitarbeiter, die nicht wussten, was a) die E3 ist (verzeihbar), b) die One überhaupt kann (weniger verzeihbar) oder c) Playstation 4 Fans waren (geht gar nicht). Der Bericht oben ist auch nett vormuliert…“ Das fällt besonders auf, wenn man vorher PS3 Grafik gesehen hat“. Richtiger würde es heißen: Das fällt überhaupt nicht oder eher negativ auf, wenn man vorher PS4 Grafik gesehen hat, denn die Konsole – und das muss ich als Box Fan der ersten Stunde zugeben: Die rockt! Driveclub: leider echt geil! Killzone: ebenfalls. Die Sony-Mitarbeiter: Allesamt kompetent und überzeugt… Für mich hat MS leider auch hier verloren…

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Xbox One im Test: Microsofts NextGen-Konsole auf der Gamescom
Xbox One im Test: Microsofts NextGen-Konsole auf der Gamescom
Pünktlich zum Start der Gamescom hat Microsoft seine Konsole in Kön präsentiert. Netzwelt konnte den Nachfolger der Xbox 360 antesten.
http://www.netzwelt.de/news/99351-xbox-one-test-microsofts-nextgen-konsole-gamescom.html
2013-08-21 19:43:24
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