Schutz gegen die Widrigkeiten des Alltags

Samsung Galaxy S4 Active im Test: Robuste S4-Variante

Samsung legt sein Top-Modell Galaxy S4 neu auf. Das Galaxy S4 Active ist gegen Staub und Wasser geschützt und soll sich so auch als Begleiter für Sport- und Freizeitaktivitäten eignen. Der netzwelt-Test verrät, wie robust das Galaxy S4 Active wirklich ist und welche Unterschiede es zum Original-S4 gibt.

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Das Galaxy S4 Active ist gegen Staub und Wasser geschützt. (Bild: netzwelt)
Das Galaxy S4 Active ist gegen Staub und Wasser geschützt. (Bild: netzwelt)

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Design und Verarbeitung
  2. 2Hardware
  3. 3Sprachqualität und Akkulaufzeit
  4. 4Multimedia
  5. 5Software und Bedienung
  6. 6Fazit
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Design und Verarbeitung

Jahrelang waren robuste Smartphones dick und klobig. Dann kam das Sony Xperia Z. Auch das Galaxy S4 Active werden Nutzer auf den ersten Blick nicht als Outdoor-Gerät entlarven - lediglich die dicken Tasten unter dem Display weisen daraufhin und erinnern stark an Samsungs Galaxy Xcover-Serie. Auch wenn sich beide S4-Varianten optisch ähneln, identisch sind sie nicht. Das S4 Active fällt einen Tick größer aus als das Galaxy S4. Es misst 139,7 x 71,3 x 9,1 Millimeter, das S4 137 x 70 x 7,9 Millimeter. 

Das Mehr an Höhe, Breite und Tiefe macht sich im Alltag durchaus bemerkbar. So trug das Galaxy S4 Active im Test in der Hosentasche deutlich stärker auf, als das Galaxy S4 und liegt auch nicht so gut in der Hand. Das Galaxy S4 Active weist eine glatte Rückseite auf, die sich im Test als rutschig entpuppt. Hier hätte sich netzwelt eher die geriffelte Rückseite des Galaxy S2 gewünscht.

Samsung Galaxy S4 Active

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Den Beisatz Active verdient sich die S4-Version durch ihr Gehäuse: Dies ist nach Schutzklasse IP67 zertifiziert und damit gegen das Eindringen von Staub und Wasser geschützt. Im Vergleich mit dem Sony Xperia Z weist das Active damit einen stärkeren Staubschutz auf. Das Xperia Z bietet nur die Schutzklasse IP57. "5" bedeutet, Staub kann in das Gehäuse eindringen, aber nicht in schädlicher Menge. "6" dagegen, dass das Gehäuse vollkommen gegen das Eindringen von Staub geschützt ist. Einen Unterschied zwischen der Staubresistenz beider Geräte konnte netzwelt im Test aber nicht ausmachen.

Immerhin: Das Gehäuse des S4 Active hält, was es verspricht. Im Test verbuddelte netzwelt das S4 Active im Sand und dennoch zeigte sich das Smartphone noch funktionstüchtig. Nur die Buttons unter dem Display reagierten zunächst etwas schwerfällig, nach einem Wasserbad gab sich dies im Test aber.

In Bezug auf den Wasserschutz sind Xperia Z und S4 Active gleich: Das Galaxy S4 Active soll 30 Minuten lang bei einer Wassertiefe von bis zu einem Meter dicht halten. Damit der Wasserschutz gewährleistet ist, muss der Akkudeckel fest aufsitzen und die USB-Schnittstelle mit einer Gummikappe verschlossen sein. Anders als bei den Outdoor-Smartphones CAT B15 oder dem Galaxy Xcover 2 muss der Akkudeckel nur in das Gehäuse eingedrückt werden, eine zusätzliche Verriegelung sieht Samsung nicht vor. Der Verschluss des USB-Anschlusses gestaltet sich ebenfalls erfreulich leicht und setzt keine Fummelei voraus.

Befolgt der Nutzer diese Hinweise, sollte das Active den Kontakt mit Wasser halbwegs schadlos überstehen. Ein halbstündiges Wasserbad setzte das Smartphone - anders als Berichten aus den USA zufolge - nicht außer Gefecht. Einschränkungen konnte netzwelt im Test aber bei der Musikwiedergabe und der Telefonie feststellen. Es empfiehlt sich daher, das Galaxy S4 Active nach dem Kontakt mit Wasser abzutrocknen. Vor allem die beiden Mikrofone am oberen und unteren Ende des Smartphones sollte der Nutzer mit einem Tuch von Wassertropfen befreien. Im Test war unmittelbar nach einem Tauchgang auf der Gegenseite nur ein "Blubbern" zu vernehmen. Dies besserte sich nach dem Abtrocknen wieder.

Ein umgekipptes Glas Wasser, ein Sturz ins Klo oder die Badewanne, oder einen Tag am Strand - sollte das Galaxy S4 Active also problemlos überstehen. Was zu einem richtigen Outdoor-Smartphone fehlt, ist ein stoßfestes Gehäuse. Eine Überlebensgarantie gegen Stürze wie sie etwa das CAT B15 bietet, gibt Samsung für das S4 Active nicht aus. Beim Klettern oder Mountainbiken sollten Sie also das S4 Active lieber daheim lassen oder eine zusätzliche Schutzhülle erwerben. Samsung bietet etwa ein sogenanntes Protective Cover an.

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