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Sony Vaio Fit 14E im Test: Das günstigste Sony-Notebook
Ab 439 Euro erhältlich

von Michael Knott
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Bei 438,99 Euro beginnen die Preise für das derzeit günstigste Sony-Notebook. Netzwelt bittet das Vaio Fit 14E zum Test, um herauszufinden, wie viel Gegenwert die Japaner dafür bieten. Dabei überrascht das Testgerät mit einigen Funktionen, die auch teuren Ultrabooks gut zu Gesicht stehen würden.

Klickt man mit wenig Geld in der Tasche im Onlinekonfigurator von Sony herum, landet man schnell beim günstigen Vaio Fit 14E.

Viele Notebook-Besitzer haben sich schon falsch beraten lassen, im Online-Konfigurator übereifrig Häkchen gesetzt oder wollten schlicht und einfach zu sehr auf Nummer sicher gehen. Das Ergebnis findet sich in vielen Haushalten: Teure Laptops, deren Leistungsreserven oftmals gar nicht ausgereizt werden. Der Core i7-Prozessor wird selten bis nie gefordert und auf die superleistungsfähige Nvidia-Grafik hätte man mit Blick auf den Kontostand im Nachhinein vielleicht auch besser verzichtet.

Wer nur im Internet surft, Gelegenheitsspiele spielt, Videos schaut und Office-Aufgaben mit dem Notebook erledigt, braucht keine High-End-Maschine für 1.000 Euro und mehr. Das vorliegende Vaio Fit 14E von Sony sollte diese Aufgaben genauso gut erledigen, reißt aber längst nicht ein so großes Loch ins Budget.

Ausstattung

Die Preise für das Vaio Fit 14E beginnen im Sony-eigenen Online-Konfigurator bei 438,99 Euro. Schnell wird klar, an welchen Stellen der japanische Konzern spart: Als Prozessor kommt etwa ein Intel Pentium 987-Prozessor mit einer Taktfrequenz von 1,5 Gigahertz samt integrierter Grafik zum Einsatz. Weiterhin stecken vier Gigabyte DDR3L-SDRAM und eine 500 Gigabyte fassende HDD im wahlweise schwarzen oder weißen Gehäuse. Die Festplattenkapazität stockt Sony derzeit kostenlos von 320 auf 500 Gigabyte auf.

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Das derzeit günstigste Sony-Vaio-Notebook hört auf den Namen Fit 14E. (Bild: netzwelt)

Der Bildschirm mit einer Diagonalen von 14 Zoll bietet eine Auflösung von 1.366 x 768 Pixeln. Auch einen Touchscreen baut Sony gegen Aufpreis von derzeit nur 50 Euro ein. Das Testgerät von netzwelt verfügt über die berührungsempfindliche Anzeige. Ebenso finden sich ein DVD-Laufwerk, insgesamt vier USB-Ports (2 x USB 3.0), ein Ethernet-Port sowie ein HDMI-Ausgang am Notebook. Drahtlos nimmt das Vaio Fit 14 E per WLAN, Bluetooth 4.0 und NFC Kontakt zu anderen Geräten auf. An ungewöhnlicher aber gut zugänglicher Stelle platziert Sony den SD-Kartenleser - er befindet sich an der Gehäusefront, direkt unterhalb des mittig platzierten Trackpads.

Verarbeitung

Es gibt natürlich noch günstigere Notebooks als das an dieser Stelle getestete Vaio-Modell. Allen Budget-Geräten gemeinsam ist meist ein Gehäuse aus Kunststoff. Ein edles Unibody-Gehäuse aus Aluminium sucht man folgerichtig auch am Vaio Fit 14E vergeblich. Genauso wie clevere Detail-Lösungen, die man von Vaio-Modellen der Oberklasse kennt. So fehlt dem Netzteil des Vaio Fit beispielsweise der praktische USB-Port, wie ihn das Vaio Pro oder das Vaio Duo 13 bietet.

Der Deckel des 2.110 Gramm schweren Testgeräts lässt sich mit etwas Druck tief eindrücken, auf die Funktion hat dieser Umstand aber keinen Einfluss. Deutlich unschöner: Der rechte Tastaturbereich, direkt oberhalb des DVD-Laufwerks, lässt sich ebenfalls bis auf die darunter liegende Strebe eindrücken. Dies stört etwa bei einem etwas beherzteren Druck auf die Return-Taste.

Die Tastatur gibt bisweilen ein Geräusch von sich, das entfernt an auf Pergamentpapier prasselndes Regenwasser erinnert.

Sony verwendet für den gesamten Tastaturbereich nach Meinung von netzwelt einen zu weichen Kunststoff der zwar nicht akut bruchgefährdet ist, den Qualitätseindruck aber massiv trübt. Beim Tippen auf der Tastatur gibt das Vaio streckenweise ein Geräusch von sich, das entfernt an das Prasseln von Regentropfen auf Pergamentpapier erinnert.

Display

Abstriche müssen Nutzer bei der Auflösung hinnehmen, denn es tummeln sich gerade einmal 1.366 x 768 Bildpunkte auf der 14-Zoll-Anzeige, was zu deutlich sichtbaren Treppchen-Effekten führt. Da bieten aktuelle Tablet-Computer mit geringeren Diagonalen oft wesentlich mehr Pixel. Leider leistet sich diese Vaio-Anzeige weitere Schnitzer, die dem geringen Preis geschuldet sein dürften.

So fallen vor allem die Blickwinkel in der Horizontalen sehr gering aus und es kommt schnell zu Farbverfälschungen. Die Folge: Nutzer sind häufiger damit beschäftigt den für sie optimalen Blickwinkel auf die Anzeige zu finden. Hinzu kommt, dass das Display enorm spiegelt. Die maximal mögliche Bildschirmhelligkeit reicht bei weitem nicht aus, diese Spiegelungen zu überstrahlen. Das Vaio Fit 14E auf dem Balkon oder im Garten einzusetzen fällt daher in den meisten Fällen flach - es sei denn, draußen ist es stockdunkel.

Ergonomie und Eingabegeräte

Abgesehen von den unter dem Punkt Verarbeitung genannten Mängeln lässt es sich auf der Vaio Fit-Tastatur gut tippen. Vor allem der exakte und gut fühlbare Druckpunkt der Tasten gefällt sehr gut. Etwas klein fallen die Pfeiltasten aus, dafür bietet Sony gegen geringen Aufpreis von zehn Euro die Option auf eine hintergrundbeleuchtete Tastatur, die im Testgerät von netzwelt nicht eingebaut war.

Im Freien spiegelt der Touchscreen recht stark.

Einen guten Eindruck hinterlässt auch das Trackpad mit einer großzügig bemessenen Diagonalen von 12,2 Zentimetern. Es verfügt über gute Gleiteigenschaften und ist zudem multitouchfähig. Letzteres ist auch der Monitor. Nach Berührung mit den Fingern wippt dieser allerdings knapp sechs Sekunden lang nach, was die Freude an dieser bei Laptops noch recht neuen Eingabemethode erheblich trübt.

Leistung

Keine Bestmarken setzt erwartungsgemäß der verbaute Intel-Chipsatz. Der Pentium 987-Prozessor und die integrierte Grafik quälen sich in den Benchmark-Tests förmlich. So fallen auch die Ergebnisse aus. Unter Cinebench 11.5 misst netzwelt schwache 6,48 Bildwiederholungen in der Sekunde. Nach Abschluss des CPU-Tests stehen 1,08 Punkte auf der Uhr. Zum Vergleich: Das Acer-Tablet Aspire P3 mit Intel Core i3-Prozessor erreichte im netzwelt-Test unter Cinebench immerhin 9,23 Bildwiederholungen in der Sekunde und 1,25 CPU-Punkte.

Der Windows-eigene Leistungsindex gibt für die Testkonfiguration einen Wert von 4,4 Punkten aus. Niedrigste Teilbewertung ist die Desktop-Grafikleistung. Der Prozessor erhält immerhin 5,2 Punkte, beim Arbeitsspeicher sind es 5,9 Punkte, ebenso bei der Festplatte. Für die Spielegrafik vergibt Windows 5,6 Punkte. Das Vaio Fit 14E lässt sich bei Bedarf aber auch mit stärkeren Prozessoren ausrüsten - natürlich gegen Aufpreis.

Für Alltagsaufgaben wie dem Verfassen von Text, dem Surfen im Internet oder dem Betrachten von Videos benötigen Sie auch kein Mehr an Leistung. Dennoch merkt man der Testkonfiguration an einigen Stellen an, dass es ein wenig schwach auf der Brust ist.

Beim Wechsel von der Kachelansicht aus Windows 8 hin zum klassischen Desktop kam es beispielsweise vor, dass sich einzelne Symbole erst allmählich aufbauten. Mehr Leistungsreserven wünschen sich Nutzer auch immer dann, wenn Programme im Hintergrund, wie etwa der ab Werk installierte Virenscanner, die Arbeit aufnehmen. Nach einem Kaltstart vergehen im Schnitt 21 Sekunden, bis das Vaio wieder auf Eingaben reagiert - auch das können leistungsfähigere Ultrabooks und Notebooks schneller.

Umwelt

Die entstehende Abwärme gibt das Sony Vaio Fit 14E vornehmlich über Schlitze an der linken Gehäuseseite ab. Leider geht dies meist mit einer ordentlichen Geräuschkulisse einher. Während der verbaute Lüfter bei Office-Tätigkeiten noch recht unauffällig zu Werke geht, dreht er unter Last richtig auf. Der Unterboden des Testgeräts erhitzt sich hingegen nur wenig - gegen einen Dauereinsatz auf den Knien spricht also nichts.

Vorbildlich hingegen: Löst man wenige, handelsübliche Schrauben auf der Unterseite, erhält man schnellen Zugang zu Festplatte und Arbeitsspeicher. Beide Komponenten können auch unerfahrene Nutzer im Bedarfsfall selbst austauschen. Auch der Akku mit einer Kapazität von recht mageren 2.670 Milliamperestunden lässt sich per Schieber auf der Unterseite ganz einfach wechseln. Bei einem Defekt muss so nicht das ganze Notebook entsorgt werden und Power-Nutzer können sich einen Zweitakku für lange Arbeitszeiten besorgen.

Multimedia

Das Vaio Fit verfügt über zwei Lautsprecher, die günstig am vorderen Gehäuserand platziert sind. Auf einem Tisch liegend, wird der Schall so im besten Fall nicht abgelenkt. Der Klang über die Mini-Speaker reißt nicht vom Hocker, ist aber kräftiger und klarer als bei vielen anderen Notebooks.

Ähnliches gibt es auch von der eingebauten Webcam zu berichten. Auch bei nicht ganz so guten Lichtverhältnissen reicht die Qualität der (Bewegt)-Bilder aus. Video-Konferenzen über Skype und Co. werden so nicht zu einem frustrierenden Erlebnis.

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Das derzeit günstigste Sony-Vaio-Notebook hört auf den Namen Fit 14E. (Bild: netzwelt)

Weitere günstige Notebooks unter 500 Euro hat netzwelt in dieser Übersicht für Sie zusammengestellt. Einen aktuellen Vergleichstest anderer Windows 8-Notebooks mit Touchscreen hat netzwelt an dieser Stelle für Sie veröffentlicht.

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Das Sony Vaio Fit 14E ist mit 439 Euro das derzeit günstigste Sony-Notebook überhaupt. Im Test wird jedoch schnell klar, an welchen Stellen Sony gespart hat - etwa beim Gehäusematerial oder beim Display.
http://www.netzwelt.de/news/98041-sony-vaio-fit-14e-test-guenstigste-sony-notebook.html
2013-08-09 17:41:38
http://img.netzwelt.de/dw320_dh240_sw320_sh240_sx430_sy514_sr4x3_nu0/picture/original/2014/08/sony-vaio-fit-14e-produktbild-114711.png
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