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Asus Vivobook S551LB-CJ024H im Test: Allrounder unter 700 Euro
Mit 15,6 Zoll großem Touchscreen

von Michael Knott
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Mit dem Vivobook S551LB tritt ein brandneues Notebook der 15-Zoll-Klasse zum Test an. Viel Ausstattung zum erschwinglichen Preis verspricht der Hersteller. Und Aluminium-Gehäuse, Touchscreen und Nvidia-Grafik klingen vielversprechend. Der Test zeigt, wie sich das online für knapp unter 700 Euro erhältliche Vivobook im Alltag behaupten kann.

Das Asus Vivobook empfiehlt sich als guter Allrounder, der dank Nvidia-Grafik auch für das ein oder andere Spiel zu haben ist.

Mit einem Gewicht von 2.440 Gramm wird man das Vivobook S551LB wohl kaum jeden Tag im Rucksack mitschleppen wollen. Viel mehr bietet sich der Laptop für den Einsatz in den heimischen vier Wänden an. Dazu passt auch die Ausstattung des Testgerätes.

Ausstattung 

Die Testkonfiguration verfügt über einen Intel Core i3-4010U-Prozessor. Die CPU mit zwei Kernen gehört zur Intels aktuellen Haswell-Generation, die besonders lange Akkulaufzeiten ermöglicht. Die Standard-Taktrate liegt bei 1,7 Gigahertz. Hinzu kommt eine 500 Gigabyte fassende Festplatte (HDD) sowie vier Gigabyte Arbeitsspeicher.

Im Gegensatz zum nicht mehr ganz taufrischen Vivobook S200E verbaut Asus im aktuellen Modell eine separate Grafikeinheit von Nvidia. Die GeForce GT 740M mit einem eigenen Speicher in Höhe von zwei Gigabyte sorgt für eine flüssige Grafikausgabe.

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Der 15,6 Zoll große Bildschirm des Asus Vivobook reagiert auf Berührung. (Bild: netzwelt)

An der linken Seite findet sich neben zwei USB-Ports und einer HDMI-Schnittstelle auch noch ein ausklappbarer Ethernet-Port. Stromanschluss sowie der Kensington-Lock vervollständigen die linke Anschluss-Reihe. Gegenüberliegend verbaut Asus einen weiteren USB-Anschluss, einen SD-Kartenleser in Standardgröße, eine kombinierte Kopfhörer-Mikrophon-Buchse sowie ein DVD-Multilaufwerk. Mit dieser Port-Palette ist das Testgerät gut für den Alltag gerüstet.

Verarbeitung und Mängel am Testgerät

Auf hohem Niveau ist die allgemeine Verarbeitung des Vivobooks. Der Hersteller aus Taiwan setzt beim Deckel und Teilen des Innenraums auf hochwertige Aluminiumfronten. Davon ausgenommen ist lediglich der Notebook-Boden, der aus robustem Kunststoff besteht. Ein wohl nicht repräsentativer Schönheitsfehler: Am Testgerät ist der den USB-Anschluss umgebene Rahmen deutlich sichtbar verbogen.

Sowohl der Boden als auch der Aluminium-Deckel dürften lange Zeit wie neu aussehen. Der Kratztest von netzwelt hinterließ keine bleibende Narben am Gehäuse. Nach Geschmack der Redaktion lässt sich jedoch der Deckel im geschlossenen Zustand ein wenig zu sehr eindrücken. Egal wie sehr man das Vivobook auch hin und her schüttelt - es gibt kaum einen Laut von sich. Lediglich der Schlitten des optischen Laufwerkes entlässt ein leichtes Klacken in die Umwelt.

Display

Die Anzeige mit einer großzügigen Diagonalen von 15,6 Zoll bietet nur eine vergleichsweise geringe Auflösung von 1.366 x 768 Bildpunkten. Hier liefern andere Ultrabooks und Notebooks mit wesentlich kleineren Bildschirmen deutlich mehr Pixel. Ob man die geringe Auflösung dem Testgerät als Negativ-Kritikpunkt ankreiden will oder nicht, ist jedoch eine Geschmacksfrage. Einzelne Bildpunkte sind bei näherem Hinsehen zwar deutlich sichtbar. In der normalen Arbeitshaltung aber, mit einem Abstand von etwa 50 Zentimetern zum Monitor, fällt dies kaum mehr auf.

Der Bildschirm wird durch stramme Scharniere gehalten. Diese verhindern aber nicht, dass der Touchscreen nach Berührung lange nachwippt.

Deutlich nerviger sind im Alltag die Reflexionen, die den 15-Zöller fast schon als Spiegel-Ersatz empfehlen. Ständig sieht der Nutzer sich selbst im Display, an ein Arbeiten in Fensternähe oder bei ungünstiger Positionierung der Zimmerbeleuchtung ist nicht zu denken, häufiges Umsetzten die Folge.

Der LED-Hintergundbeleuchtung hätte mehr Leuchtkraft gut zu Gesicht gestanden. Selbst in Maximalstellung schafft sie es nicht, die Spiegelungen zu mindern. Da das Testgerät aber auf Grund von Gewicht und Format wohl ohnehin selten im Freien verwendet werden dürfte, fällt dieser Umstand nicht ganz so schwer ins Gewicht - zumal Farbdarstellung und Kontrast generell in Ordnung gehen.

Eingabegeräte und Ergonomie

Besonders üppig fällt die Tastatur des Vivobook S551LB aus. Die insgesamt 103 Tasten laden förmlich zum Tippen ein. Auch für einen separaten Nummernblock hat Asus Platz auf der rechten Seite gefunden. Leider sind die einzelnen Tasten der Chiclet-Tastatur nicht beleuchtet. Links und rechts vom überaus großen, multitouchfähigen Trackpad (12,5 Zentimeter Diagonale) finden die Hände mehr als genügend Ablagefläche vor.

Entspanntem Dauertippen steht also nichts im Wege. Auch das Anschlaggefühl der Tasten passt dazu: kurzer Hub und knackiger Druckpunkt. Penibleren Zeitgenossen dürfte auffallen, dass der mittlere Tastatur-Bereich auf stärkeren Druck hin nachgibt. Beim normalen Tippen ist dies aber nicht auffällig.

Gutes Trackpad, praxisgerechte Tastatur - benötigt man dann noch einen Touchscreen? Subjektiv ergibt sich bei dieser Frage derzeit noch ein recht durchwachsenes Bild. Obwohl Windows 8 mit seiner Kachelansicht und zusätzlicher Gestensteuerung eigentlich wie gemacht für die Fingereingabe ist, lässt sich das Asus Vivobook bei der täglichen Benutzung genauso schnell mit den klassischen Eingabemethoden bedienen. Wie man sich Windows 8 nähert, bleibt also Geschmacks- und Gewohnheitsfrage.

Die großzügige Tastatur lädt förmlich zum Tippen ein. Dazu passt der exakte Druckpunkt und der kurze Hub der Tasten.

Fest steht hingegen, dass das Testgerät auf Berührung genauso "empfindlich" reagiert, wie viele von netzwelt getestete Konkurrenzmodelle mit Touchscreen: Nach Berührung wippt die Anzeige eine gefühlte Ewigkeit nach, gemessen sind es etwa fünf Sekunden. Richtig Freude beim Bedienen und Entdecken der Möglichkeiten, die ein Touchscreen bietet, kommt so nicht auf.

Leistung

Der verbaute Intel Core i3-Prozessor reißt erwartungsgemäß keine Bäume aus. Im Alltagsbetrieb, beim Surfen, Verfassen von Texten, Anschauen von HD-Videos oder auch bei Spielen aus dem Microsoft Store kommt die Konfiguration aber nicht an ihre Grenzen. Deutlich länger als die letzten von netzwelt getesteten Ultrabooks benötigt es für einen kompletten Kaltstart. Erst nach knapp 24 Sekunden reagiert das Asus Vivobook auf Nutzereingaben. Schickt man das Testgerät einfach in den Standby-Betrieb indem man den Deckel schließt, erwacht es nach gut zwei Sekunden wieder aus dem Nickerchen.

Der Windows-eigene Leistungsindex bescheinigt der Konfiguration einen Wert von 4,8 Punkten. Niedrigste Teilbewertung ist die Desktopgrafikleistung. Auch die Punktzahl für Arbeitsspeicher und Festplatte mit jeweils 5,9 Punkten fallen durchschnittlich aus. Mit 6,3 und 6,2 Punkten bewertet Windows 8 die CPU beziehungsweise die Spielegrafik.

Unter Cinebench 11,5 erzielte der Asus-Laptop eine vergleichbar gute Wertung beim OpenGL-Test. 27,9 Bildwiederholungen in der Sekunde sind ein guter Wert, für den maßgeblich die Nvidia-Grafik verantwortlich ist. Deutlich schlechter, mit nur 1,78 Punkten, fällt dafür die Leistungsbewertung für Intels Core i3 aus.

Ein Extra-Lob verdient sich das Asus-Notebook für das offenkundig hervorragende Hitzemanagement. Über den gesamten Testzeitraum über verhielt sich der Lüfter äußerst zurückhaltend und war kaum bemerkbar. Selbst bei Durchführung der Benchmark-Tests und bei Spielen drehte der Lüfter - wenn überhaupt - mit niedriger Drehzahl. Der Unterboden aus Kunststoff erwärmte sich dabei ein wenig, blieb aber im Rahmen, sodass auch längerem Arbeiten auf den Knien nichts im Wege steht.

Multimedia

"SonicMaster" nennt Hersteller Asus seine Algorithmen und Maßnahmen zur Klangverbesserung. Doch egal was der Aufdruck im rechten oberen Eck für Assoziationen beim Kaufinteressent auch wecken mag: Die physikalischen Grenzen kann auch SonicMaster nicht veschieben, geschweige denn überwinden. Und so klingt auch dieses Notebook, wie tragbare Computer, Tablet-PCs und Smartphones meistens klingen: ziemlich flach. Zugute halten kann man den nach unten hin abstrahlenden Speakern aber, dass sie auch bei Maximal-Lautstärke nicht übersteuern. Aber dieses Level kommt auch kaum über Zimmerlautstärke hinaus. Besser also Kopfhörer anschließen.

Die eingebaute Webcam sitzt mittig im oberen Teil des Displays und dient vornehmlich der Videotelefonie. Sie erledigt diesen Job zufriedenstellend, ist aber auf ausreichend Umgebungslicht angewiesen, um ordentliche Ergebnisse zu liefern.

Viele Online-Shops verkaufen das Asus Vivobook S551LB (CJ024H) derzeit zu Preisen von knapp unter 700 Euro. Zu diesem Preis machen diejenigen Nutzer nicht viel verkehrt, die einen noch bezahlbaren Alleskönner mit Touchscreen suchen. Mit der fehlenden Tastaturbeleuchtung lässt sich leben, mit dem stark spiegelnden Display samt schwacher Auflösung schon weniger.

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Der 15,6 Zoll große Bildschirm des Asus Vivobook reagiert auf Berührung. (Bild: netzwelt)

Alternativ gibt es das Asus-Modell auch mit leistungsfähigerem Intel Core i5-Prozessor sowie mit mehr Arbeitsspeicher. Dann trägt der 15-Zöller die Produktbezeichnung S551LB-CJ005H und kostet etwa 100 Euro mehr. Eine weitere Alternative bietet etwa Sony mit dem Vaio SVT1511M1ES an.

Einen Vergleichstest weiterer Notebooks und Ultrabooks mit Touchscreen hat netzwelt an dieser Stelle für Sie veröffentlicht.

netzwelt
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Asus Vivobook S551LB
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Asus Vivobook S551LB wurde als Notebook abgelegt. Zusätzlich wurden die folgenden Schlagworte vergeben: Computer, Testbericht, Notebook, Asus, Laptop, Windows 8, Review, Ultrabook und Asus Vivobook S551LB .
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http://www.netzwelt.de/news/97181-asus-vivobook-s551lb-cj024h-test-allrounder-700-euro.html
2013-08-06 18:12:24
http://img.netzwelt.de/dw320_dh240_sw320_sh240_sx430_sy514_sr4x3_nu0/picture/original/2014/08/asus-vivobook-s551lb-produktbild-114720.png
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