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Canon EOS 6D: Im Test
Einstieg ins Vollformat

von Dennis Imhäuser
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Die Canon EOS 6D ist die kleinste DSLR-Kamera mit Kleinbild-Sensor. Der Test zeigt: Um den Einstiegs-Preis in die Vollformat-Fotografie unter die magische Grenze von 2.000 Euro zu drücken hat sich Canon bei der EOS 6D einiges einfallen lassen.

Die Canon EOS 6D richtet sich an Einsteiger in die Fotografie mit Vollformat. Dabei hat der japanische Hersteller allerhand Unternommen, um die Kamera mit einem großen Sensor auszustatten und trotzdem preisgünstig anbieten zu können. Das Gehäuse der Kamera ist derzeit das kleinste aller DSLR-Vollformat-Kameras. Ob das auf Kosten des Handlings geht und wo Canon noch gespart hat, um den Preis zu drücken, verrät der netzwelt-Test.

Canon EOS 6D: Der Vollformat-Traum für ambitionierte Fotografen?

Nikon präsentierte auf der Photokina 2012 mit der D600, die erste Vollformat-DSLR, die die magische Grenze von 2.000 Euro unterboten hat. Canon legt nach und senkt mit der EOS 6D den Einstiegspreis in das Vollformat-Kameraprogramm von circa 3.000 Euro für eine EOS 5D Mark III auf unter 2.000 Euro. Derzeit ist die EOS 6D für einen Straßenpreis von circa 1.600 Euro zu bekommen.

Verarbeitung und Bedienkonzept

Als netzwelt die Kamera zum ersten Mal in die Hand nahm, fiel der angenehm tiefe Griff und die unerwartete Leichtigkeit des Gehäuses von nur 680 Gramm auf. Im Vergleich: Eine EOS 5D Mark III bringt 950 Gramm und das APS-C Top-Modell EOS 7D 820 Gramm auf die Waage. Das Gehäuse ist angenehm klein gehalten und so vermutet man nicht auf den ersten Blick einen Vollformat-Sensor in der Kamera. Neben den APS-C Modell EOS 7D oder Nikon 7100 fällt die Canon jedenfalls nicht weiter auf.

Die Verarbeitung ist hervorragend. Die Schalter und Wahlräder fühlen sich solide an und haben einen klar definierten Druckpunkt beziehungsweise rasten sauber ein. Gleiches gilt auch für den Speicherkartenslot-Verschluss und den Batteriefachdeckel. Beide Deckel sind mit einer Gummierung umgeben, die die Fächer vor äußeren Einflüssen schützen. Das Wahlrad für die unterschiedlichen Programm-Modi besitzt eine Arretierung, was ein versehentliches Verstellen des Programms verhindert. Was netzwelt sehr gut gefallen hat, ist die Möglichkeit bis zu zwei Unterschiedliche, individuell gespeicherte Einstellungen, ebenfalls über das Programm-Wahlrad auszuwählen. Die USB-, AV-, HDMI- Mikrofon- und Fernbedienungsanschlüsse befinden sich hinter zwei Gummiabdeckungen.

Das Oberflächenfinish ist Canon sehr gut gelungen, bedenkt man, dass die Oberschale des Gehäuses der EOS 6D lediglich aus Kunststoff gefertigt ist. Die Oberfläche fühlt es sich sehr Griffig an und vermittelt einen wertigen Eindruck. Auf der Oberseite befindet sich ein LCD-Display sowie fünf Tasten, über die die wichtigsten Kameraparameter eingestellt beziehungsweise kontrolliert werden können.  Daneben befindet sich der Blitzschuh. Dieser ist auch bitter nötig, denn die Canon EOS 6D besitzt keinen eingebauten Blitz.

Der insgesamt wertige Eindruck des Gehäuses setzt sich im Inneren der Kamera fort. Hier hat der japanische Hersteller trotz der Größe des Spiegels eine sauber und leise arbeitende Mechanik verbaut, die im Gegensatz zum blechernen Spiegelschlag der Konkurentin Nikon D600, einen hochwertigen Eindruck vermittelt.

Canon EOS 6D

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Die Canon EOS 6D ist der Vollformat-Einstieg von Canon. (Bild: netzwelt)

Das Gehäuse abwärts der Oberschale ist aus Magnesium gefertigt. Auf der Rückseite der Kamera befindet sich ein fest verbautes 3-Zoll-Display, das nicht wie bei vielen anderen DSLRs hinter Glas, sondern lediglich hinter Plastik angebracht ist. Hier hat Canon eindeutig gespart. Es löst mit 1,04 Millionen Bildpunkten auf.

Bei der Bedienung hingegen hat sich der japanische Hersteller, im Gegensatz zur EOS 5D Mark III, einiges einfallen lassen. Die Kamera ist konsequent auf eine Einhand-Bedienung ausgelegt. So befinden sich keine Knöpfe links neben dem Display und die wichtigsten Funktionen sind mit dem Daumen auf der rechten Seite auswählbar.

Bei der EOS 6D wurde auch auf den Joystick der Schwestermodell EOS 5D Mark II oder EOS 5D Mark III verzichtet. Stattdessen verbaut Canon eine 8-Wege-Wippe im Inneren des Daumenrades. Darüber lassen sich nicht nur die AF-Messfelder, wie einst mit dem Joystick einstellen, sondern auch durch Menü und Quickmenü navigieren.

Darüber befinden sich der "Q"-Knopf, mittels sich ein Schnellmenü mit den wichtigsten Kameraparametern auf dem Display aufrufen lässt und die Wiedergabe- sowie Lupen-Taste. Über einen Regler neben dem Okular kann man zwischen Kamera- oder Videomodus auswählen. Dort befindet sich auch der Aufnahmeknopf, der auf "Kamera" gestellt, den Live-View-Modus aktiviert.

Sensor, Sucher und Autofokus

Der CMOS-Sensor der Canon EOS 6D löst effektiv mit 20,2 Megapixeln auf. Dabei handelt es sich um einen Sensor im Kleinbild-Format (36 x 24 Millimeter), das Canon als "Vollformat"-DSLR bezeichnet. Die maximale Auflösung beträgt 5.472 x 3.648 Pixel bei einem Seitenverhältnis von 3:2. Die 6,6 Mikrometer großen Pixel der EOS 6D sorgen für ein geringes Bildrauschen. Im Test stellte die EOS 6D dies auch eindrucksvoll unter Beweis. Erst ab ISO 3200 ist leichtes Rauschen wahrnehmbar, aber im Verhältnis zu anderen Kameras fällt es sehr gering aus.

Damit auch bei der JPEG-Entwicklung das Rauschen gering und die Farben gut wiedergegeben werden setzt Canon den Bildprozessor DIGIC5+ ein. Dieser arbeitet gerade bei höheren ISO-Werten sehr gut und hält das Rauschen der Bilder im Zaum. Dies geht allerdings auf Kosten von Bilddetails, die durch den Grafikprozessor "glattgebügelt" werden.

Der Pentaprisma-Sucher der Canon EOS 6D ist hell. Der Blick durch den Sucher macht wahre Freude, vergleicht man ihn zu anderen Suchern von Einsteiger-DSLRS oder elektronischen Lösungen, die meist dunkler sind. Die Vergrößerung beträgt 0,71 und die Bildfeldabdeckung 97 Prozent. Das heißt, dass die Ränder des Sichtfelds etwas beschnitten sind und nicht das komplette Bild im Sucher zu sehen ist. Prinzipiell stört dies nicht weiter, jedoch verbauen andere Hersteller bereits in günstigeren APS-C-DSLRs Pentaprisma-Sucher mit 100 Prozent Bildfeldabdeckung.

Die elf Autofokusmessfelder sind um das Zentrum des Suchers herum angeordnet. Zwar werden Messfelder in der Mitte häufiger verwendet als Messfelder am Rand des Suchers, aber selbst die Äußersten Felder liegen noch weit vom Rand des Suchers entfernt. Auch bei der Wahl der Autofokussensoren hat Canon deutlich gespart. So besitzt die EOS 6D lediglich einen einzigen Kreuzsensor auf dem zentrierten Messfeld. Zum Vergleich besitzt das APS-C Spitzenmodell EOS 7D 19 Messfelder, wovon ausnahmslos alle Kreuzsensoren sind. Diese verteilen sich homogener über den Sucherbereich und lassen sich zu Gruppen zusammenfassen.

Den Autofokus der EOS 6D erwartet man dagegen eher in den dreistelligen Canon-Einsteigermodellen, wie der EOS 700D. Dennoch hat der Autofokus auch seine Stärken. Er stellt schnell und präzise, mittleres Messfeld vorausgesetzt, scharf. Dabei überraschte er im Test mit einer sehr guten Leistung gerade bei dunkleren Lichtsettings. Überraschend auch, dass die Canon EOS 6D trotz eingebauten AF-Hilfslicht, dieses wirklich nur in Ausnahmesituationen verwendet.

Verschluss, SD-Kartenslot und Video

Die Serienbildgeschwindigkeit der Canon EOS 6D liegt bei circa 4,5 Bildern pro Sekunde. Nach 16 Fotos im RAW-Format ist der Zwischenspeicher befüllt. Im JPEG-Format mit bester Detailstufe hält die Kamera die Serienbildgeschwindigkeit bis sich circa 50 Bilder im Zwischenspeicher befinden. Danach benötigt die Kamera circa 10-15 Sekunden um die Daten auf die SD-Karte zu schreiben. Dies liegt vor allem daran, dass die EOS 6D nur eine maximale Geschwindigkeit von 45 Megabyte pro Sekunde unterstützt. Schnelle SD-Karten, die eine Geschwindigkeit von 95 Megabyte pro Sekunde unterstützen werden von der Kamera ausgebremst.

Die kürzeste Verschlusszeit liegt bei 1/4000 Sekunde, was ebenfalls kein Spitzenwert ist. Zum Vergleich muss auch hier die seit bereits 2009 auf dem Markt befindliche Canon EOS 7D herhalten. Sie besitzt eine maximale Verschlusszeit von 1/8000 Sekunde. Videos zeichnet die EOS 6D mit einer maximalen Auflösung von 1.920 x 1.080  Pixeln auf. HD-Videos können mit einer maximalen Geschwindigkeit von bis zu 60 Bildern pro Sekunde (NTSC) oder 50 Bildern pro Sekunde (PAL) aufgenommen werden.

Der Schalter neben dem Okular verrichtet hier beste Dienste. Mühelos kann zwischen Kamera- und Videomodus gewechselt werden und auch der Aufnahmestart oder Live-View-Modus ist immer Griffbereit. Blende-, Zeit- sowie ISO-Einstellungen können im Videomodus manuell bestimmt werden, wenn der Manuelle-Modus mit dem Wahlrad ausgewählt wurde. Hier bietet die Canon EOS 6D auch beim Filmen kreativen Freiraum. Das eingebaute Stereomikrofon konnte jedoch nicht so recht überzeugen und unterdrückt Umgebungsgeräusche nur ausreichend. Der Ton kann aber vor der Videoaufnahme ausgepegelt werden. Über einen 3,5-Millimeter-Klinkenanschluss kann ein zusätzliches externes Mikrofon angeschlossen werden.

WLAN und GPS

Erstmals in einer Canon-DSLR sind GPS- und WLAN-Modul mit an Bord. Diese sind standardmäßig deaktiviert und müssen über das Menü angeschaltet werden - eine sinnvolle Maßnahme, denn der Akku entleert sich bei angeschalteter Ortung und Netzwerkverbindung merklich schneller. Unter bewölktem Himmel, war der Empfang des GPS-Signals jedoch recht eingeschränkt.

Der Vergleich mit dem GPS eines Smartphone (im Test verwendete netzwelt das BlackBerry Z10) zeigt, dass die EOS 6D bei stark bewölkten Himmel im Gegensatz zum Smartphone kein Signal mehr empfangen konnte. Im freien und bei leicht bewölktem Himmel hingegen funktioniert die Ortung ohne Einschränkungen.

Das eingebaute WLAN-Modul bietet die Möglichkeit die Kamera ins WLAN einzubinden oder mit Smartphones und Tablets direkt zu verbinden. Zusammen mit der EOS Remote-App, die kostenlos für iOS und Android im iTunes Store beziehungsweise im Play Store geladen werden kann, bekommt der Nutzer die Möglichkeit, die Kamera fernzusteuern. Dazu bietet Canon im WLAN-Menü der EOS 6D zahlreiche Optionen an. Nach kurzem Experimentieren mit den Einstellungen funktioniert das Pairing mit Apples iPad problemlos. Die EOS Remote-App ist jedoch für Smartphones optimiert und läuft auf dem iPad  oder Android-Tablets nur in verkleinerter Darstellung beziehungsweise wird hochskalliert.

Canon EOS 6D-Beispielbilder

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Unbearbeitete Beispielbilder. (Bild: netzwelt)

Aktuelle Preise
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netzwelt
7.8
Canon EOS 6D
Vorteile
  • lichtempfindlicher Autofokus
  • niedriges Bildrauschen
  • leise Auslösung
  • konsequente Einhandbedienung
  • GPS und WLAN
Nachteile
  • kein Boardblitz
  • langsamer Autofokus im Live-View
  • Serienbildgeschwindigkeit könnte höher sein

Einstieg ins Vollformat

Canon hat mit der EOS 6D eine Vollformat-DSLR auf den Markt gebracht, die durch ihre Bedienung und Bildqualität überzeugen kann. Die EOS 6D bietet dabei für ihre Preisklasse nicht selbstverständliche Features wie WLAN und GPS, verzichtet aber auf einen eingebauten Blitz. Stark gespart hat Canon auch am Autofokus. Zwar kann er in Sachen Geschwindigkeit überzeugen, Genauigkeit und Einstellungsmöglichkeiten bleiben im Vergleich zur EOS 7D auf der Strecke. Professionellen Ansprüchen genügt der Autofokus nicht.


Einzelergebnisse
In Fotos und Videos halten wir schönen Erinnerungen fest oder nutzen die Medien als Ausdrucksform. Im Internet werden täglich unzählige Bilder und Filme ausgetauscht und netzwelt sucht für Sie nach der richtigen Kamera. Ziel eines Testbericht ist es ein Gefühl für die Digitalkamera oder den Camcorder zu vermitteln und vor allem,die Funktionsweise im Alltag. Gleichzeitig sollte die Beurteilung der Bildqualität nicht zu kurz kommen. Daher setzt sich die Gesamtwertung aus Handhabung, Foto, Video, Display/Sucher und der Bildqualität zusammen um eine Digitalkamera ganzheitlich zu erfassen. Die Gesamtnote ergibt sich aus den Einzelnoten, der Redakteur kann jedoch eine Auf- beziehungsweise Abwertung um eine Note vornehmen. Falls eines der Kritierien im Vergleich mit anderen Geräten besonders herausragend ist.
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Handhabung
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Foto
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Video
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Display/Sucher
6
Bildqualität
9
Einsortierung
Canon EOS 6D von Canon wurde als Digitalkamera abgelegt. Das Produkt wurde in die Digitalkamera-Bestenlisten Alle Digitalkameras, Die besten digitalen Spiegelreflexkameras (DSLRs) und DSLR-, Kompakt- und Systemkameras bis 3.100 Euro aufgenommen. Zusätzlich wurden die folgenden Schlagworte vergeben: Foto, Testbericht, Digitalkamera, Canon, Kamera, Vollformat, Canon EOS und Canon EOS 6D .
Kommentare zu diesem Artikel

Die Canon EOS 6D ist die kleinste DSLR-Kamera mit Kleinbild-Sensor. Der Test zeigt: Um den Einstiegs-Preis in die Vollformat-Fotografie unter die magische Grenze von 2.000 Euro zu drücken hat sich Canon bei der EOS 6D einiges einfallen lassen.

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  • Dennis I schrieb Uhr
    AW: Canon EOS 6D im Test: Vollformat-DSLR für unter 2.000 Euro

    @ CaptainBob Vielen Dank für Ihre Anmerkungen und Meinungen. Mir kommt es so vor, als wenn Sie den Begriff "Einsteiger-Kamera" etwas negativ konnotieren. Dies ist durchaus nicht so gemeint. Die Stärken und Schwächen aus meiner Sicht habe ich im Test hervorgebracht. Der Einstig bezieht sich eben auch auf den Preis und gibt Lesern eine erste Orientierung und derzeit ist die EOS 6D die günstigste Vollformat DSLR von Canon.
  • Dennis I schrieb Uhr
    AW: Canon EOS 6D im Test: Vollformat-DSLR für unter 2.000 Euro

    @Thomas Knorre

    Es gibt Vollformat-DSLRs mit eingebauten Blitz. Zum Beispiel die Nikon D600 oder das Nachfolgermodell Nikon D610. Auch Nikon Vollformat-Erstlingswerk, die D700, hatte bereits einen eingebauten Blitz. Darüber hinaus bieten auch das "Profi"-Modelle D800/D800E ebenfalls einen eingebauten Blitz. Daher finde ich die Kritik beziehungsweise meine Anmerkung, dass Canon bislang in den "Profi"-Modellen darauf verzichtet, für absolut richtig. Ich glaube nicht an eine bauartbedingte Einschränkung durch einen Pentaprisma-Sucher.

    Danke für Ihre Anmerkung! Beste Grüße und weiterhin viel Spaß auf netzwelt!
  • Thomas Knorre schrieb Uhr
    AW: Canon EOS 6D im Test: Vollformat-DSLR für unter 2.000 Euro

    Ich möchte auf ihren Bericht Bezug nehmen, in dem mehrmals erwähnt wird, das die 6d keinen internen Blitz besitzt. Es gibt meiner Ansicht nach keine Vollformatkameras mit Blitz, da der Platz an dem sich bei APS-C Kameras der Blitz befindet voll für das größere Pentaprisma gebraucht wird.
  • maccannoning schrieb Uhr
    AW: Canon EOS 6D im Test: Vollformat-DSLR für unter 2.000 Euro

    also wirklich: lernen Sie die texte vorher richtig. wirkt unprofessionel. also arbeit für nix!
  • CaptainBob schrieb Uhr
    AW: Canon EOS 6D im Test: Vollformat-DSLR für unter 2.000 Euro

    Schöner Test soweit, aber das immer wieder, egal wo man liest, der sogenannte "Einstieg" in sVollformat erwähnt wird ist mehr als peinlich, denn bis zur 5dMKII war die 5D die "Einsteigerkammera" ins Vollformat... die 6D ist kein "Einsteigergerät" sondern lediglich eine SEHR gute Kamera mit anderen Prioritäten, daher auch nur ein Kreutzsensor, der aber um einiges Lichtempfindlicher, daher auch weniger Bilder/s, die sitzen aber auch im Einsatzbereich der Cam... Die 5D wurde nun in der 3. Version an vielen, in alten Versionen oft kritisierten, Stellen verbessert und fast "zeitgleich" die 6D auf den Markt gebracht und somit hat Canon das Vollformat etwas gesplittet, je nach Einsatzbereich... Hochzeitsfotografen sind zbs mit der 6D ziemlich sicher besser dran als mit der alten 5dmkii, müssen aber nicht zwingend in eine 5dmkiii investieren, die ihre Stärken ja auch woanders hat... Die 6D ist so wenig "Einstieg" wie die 5d, oder 5dmkii es waren, genau genommen sogar noch weniger, weil die 6D vieles einfach erheblich besser kann und man von nun an (dank der Splittung in zwei Gattungen) mit weniger Kompromissen leben muss. Wer jetz dringend die Wetterversiegelung, usw benötigt (man vergisst ja oft das viele 5d´s noch nie nen tropfen Wasser gesehen haben weil sie zu 70% von wohlhabenden Hobbyknipsern verwendet wird die meinen das eine teure Kamera auch bessere Bilder macht, was eindeutig nicht richtig ist wenn man sich auf Flickr und co umschaut) der solls auch haben, wer gute bilder machen möchte und auch im Lowlight etwas reißen will wird von allein zur 6d greifen.
  • Dennis I schrieb Uhr
    AW: Canon EOS 6D im Test: Vollformat-DSLR für unter 2.000 Euro

    Hallo Nela231, Die Canon EOS 6D ist eine hochwertige Kamera. Der Hersteller hat versucht Kunden zu erreichen, die einen Vollformat-Sensor für "wenig" Geld haben möchten. Dafür hat Canon an einigen Stellen gespart (Autofokus, Serienbildgeschwindigkeit, Verschlusszeit) um zum einen Kaufgründe für eine EOS 7D oder eine EOS 5D Mark III zu wahren, aber eben auch eine gute Kamerabedienung mit dem großen Sensor vereint. Herausgekommen ist eine Kamera eben auch irgendwo zwischen EOS 7D und EOS 5D Mark III liegt. Zur EOS 70D kann ich zu diesem Zeitpunkt noch keine Aussage treffen, weil ich die Kamera noch nicht in der Hand hatte. Trotz großem Sensor richtet sich die Kamera daher eher an Einsteiger. Das hohe Freistellungspotential macht sich gerade bei Portraitaufnahmen bemerkbar und auch das gut zu kontrollierende Bildrauschen sind Gründe sich eine Kamera mit großem Sensor zu kaufen. Als Leihe, eine Vorstellung davon zu haben, was man mit Kamera machen möchte ist nicht immer leicht. Einsteiger, die vor allem Makro-Aufnahmen erstellen wollen, würde ich zum Beispiel eine APS-C-Systemkamera samt Makro-Objektiv empfehlen, weil dort der Spiegel und damit auch die Spiegelvorauslösung wegfällt. Das hat den Effekt, dass die Kamera nicht "schwingt", was bei einer Makro-Aufnahme verwackelte Bilder vermeidet. Die Canon EOS 6D mit ihrem großen Spiegel wäre in dieser Situation sicherlich die schlechtere Wahl, was nicht bedeutet, dass man mit der Kamera keine Makros schießen kann. Vielen Dank für deinen ausführlichen Post und deine Kritik am Test. Die Lesermeinung ist mir sehr wichtig und ich werde versuchen in kommenden Test einige Anregungen mit aufzunehmen.
  • Nela231 schrieb Uhr
    AW: Canon EOS 6D im Test: Vollformat-DSLR für unter 2.000 Euro

    Warum sollte ich mir jetzt eine 6D kaufen?? Und das frage ich aus der Sicht des Herstellers! Denn für mich scheint es so, als wäre die Kamera nicht für Profis geeignet, dafür fehlen einfach ein Paar wichtige Specs (Verschlusszeit, Autofokus etc.) Meiner Meinung nach sollten aber nur Profis im Vollformat schießen, wer also soll sich die Kamera nun kaufen. Ich weiß, diese Meinung ist vielleicht etwas "Over the Top" aber mal ehrlich, erkennen Leihen (dazu zähle ich mich auch) auf einem PC Desktop tatsächlich den Unterschied zwischen Vollformat und Crop?? Wer regelmäßig große Ausdrucke macht, für den wäre es vielleicht eine Überlegung wert, aber auch hier komme ich mit einer 650D, 60D, oder 7D prima zurecht. Ich bin jedenfalls gespannt, ob es tatsächlich eine Käuferschicht für diese Art von Kamera (Nikon hat ja auch ein günstiges Vollformat Modell) gibt. Ich persönlich greife def. zur 70D oder 700D (650D)... Zum Test: Finde ihn schon Aufschlussreich, mich würde es jedoch sehr freuen, wenn ihr Vergleiche zieht, wie ihr es bspw. im ISO Bereich gemacht habt und das mit anderen (konkreten) Modellen zu vergleichen oder Testbilder dazu zu machen. Auch interessant ist die Bildqualität im direkten Vergleich zu Konkurenzprofukten. Hier einfach "nur" zu erwähnen, dass die Bildqualität gut sei, reicht mir zumindest nicht aus. Testbilder oder Vergleichswerte etc. sind da viel interessanter... Freue mich schon auf den Test der 70D:-)
  • Sven S. schrieb Uhr
    AW: Canon EOS 6D im Test: Vollformat-DSLR für unter 2.000 Euro

    Wo gibt es denn die Mark 3 bitte für 1600, da hätte ich gern eine
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Canon EOS 6D: Im Test
Canon EOS 6D: Im Test
Die EOS 6D ist der preisgünstige Einstieg in die Vollformat-Fotografie von Canon. Wie viel Kamera der Kunde für einen Straßenpreis von knapp 1.600 Euro erhält, hat netzwelt getestet.
http://www.netzwelt.de/news/96741-canon-eos-6d-test.html
2013-08-09 18:10:00
http://img.netzwelt.de/dw320_dh240_sw320_sh240_sx430_sy514_sr4x3_nu0/picture/original/2014/08/canon-eos-6d-produktbild-114854.png
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