Leicht und kompakt

Canon EOS 100D im Test: Vollwertige DSLR in Systemkamera-Größe

Mit der EOS 100D präsentiert Canon eine DSLR in Systemkamera-Größe. Der Test verrät, ob es dem japanischen Hersteller gelungen ist, ein intuitives Bedienkonzept auf kleinstem Raum zu verwirklichen und ob die EOS 100D die Ansprüche in Sachen Ausstattung und Bildqualität an eine Einsteiger-DSLR erfüllen kann.

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Die EOS 100D ist ähnlich kompakt wie eine Systemkamera. (Bild: netzwelt)
Die EOS 100D ist ähnlich kompakt wie eine Systemkamera. (Bild: netzwelt)

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Kompaktheit hat ihren Preis
  2. 2Einfache Bedienung
  3. 3Mit und ohne Touchscreen steuerbar
  4. 4Schnittstellen, Akku und Speicherkarte
  5. 5Sensor und Autofokus
  6. 6Motivprogramme, Automatik und Bildqualität
  7. 7Fazit

Canon bewirbt die EOS 100D als kleinste Spiegelreflexkamera der Welt. Der Hersteller verspricht nicht zuviel: Mit den Abmessungen 116,8 x 90,7 x 69,4 Millimetern ist die EOS 100D ähnlich kompakt wie eine Systemkamera (s. Tabelle).

Canon EOS 100D vs. Systemkameras
Kamera Abmessungen in Millimetern
Canon EOS 100D 116,8 x 90,7 x 69,4
Samsung NX 300 122 x 63,7 x 40,7
Canon EOS M 108,6 x 66,5 x 32,3
Sony NEX 5RL 110,8 x 58,8 x 38,9

Auch das Gewicht fällt deutlich geringer aus als bei den "größeren Brüdern". Mit 18-55 Millimeter Kit-Objektiv, Akku und Speicherkarte bringt die EOS 100D gerade einmal 622 Gramm auf die geeichte Redaktionswaage. Zum Vergleich: Die nächstgrößere Kamera im Canon-Portfolio die EOS 600D wiegt ohne Objektiv allein rund 570 Gramm.

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Das geringe Gewicht und die kompakten Maße machen die EOS 100D zum idealen Begleiter auf langen Wanderungen, wo sich die "federleichte" DSLR praktisch nicht bemerkbar macht. Im Test musste sich netzwelt des Öfteren mit einem Griff in die Kameratasche versichern, dass die Digitalkamera noch an Ort und Stelle ist und nicht unterwegs vergessen wurde.

Kompaktheit hat ihren Preis

Die Kompaktheit hat andererseits aber auch Nachteile: Das geringe Gewicht "erkauft" sich Canon etwa dadurch, dass das Gehäuse aus einer Aluminiumlegierung und aus einem mit Glasfasern verstärkten Polycarbonat besteht. Das Gehäuse der EOS 100D fühlt sich dadurch weniger wertig und robust an als das anderer Canon-DSLRs.

Canon EOS 100D

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Ein weiterer Nachteil: Das kleine Kameragehäuse ist weniger griffig als das der Konkurrenten. Fotografen mit großen Händen werden ihre Probleme mit der EOS 100D haben - vor allem die Einhandbedienung bereitete netzwelt im Test Schwierigkeiten. Der Kameragriff gerät zu kurz und bietet dem Fotografen keinen sicheren Halt. Mit zunehmender Objektivgröße wird die Kamera auch immer "kopflastiger" - vor allem bei Teleobjektiven trat dieses Problem im Test auf.

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