Unterschriftenziel fast erreicht

Xbox One: Microsoft reagiert auf Petition für Online-Zwang und DRM

In einer Petition fordern Xbox-Fans Microsoft dazu auf, den Online-Zwang und den DRM-Schutz der Xbox One wieder in Kraft zusetzen. Ob die Unterschriftensammlung ernst gemeint ist, bleibt ungewiss. Ihr Ziel hat die Petition jedoch fasst erreicht und auch Microsoft nahm das Unterfangen zur Kenntniss.

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Die Petition für den Online-Zwang der Xbox One hat bereits über 24.000 Unterzeichner. (Bild: David Fontenot/change.org)
Die Petition für den Online-Zwang der Xbox One hat bereits über 24.000 Unterzeichner. (Bild: David Fontenot/change.org)

Nach der Weltpremiere der Xbox One und der Präsentation der Konsole auf der E3 ging eine Welle der Entrüstung durch das Netz. Zahlreiche Fans beschwerten sich über den Online-Zwang der Konsole, die alle 24 Stunden mit dem Internet verbunden werden muss, um im vollen Umfang einsatzfähig zu sein. Durch die angekündigten Einschränkungen beim Gebrauchtspielemarkt fühlten sich zudem viele Gamer in ihrer Freiheit beschnitten.

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Die Empörung war so stark und Microsoft in solchen Erklärungsnöten, dass das Unternehmen schließlich ankündigte alle neuen Regeln fallen zu lassen. Auch dieser Schritt sorgte nun jedoch für Unmut.

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Petition für einen Online-Zwang

Auf Change.org läuft seit einigen Tagen eine Online-Petition, in der Microsoft dazu aufgefordert wird, die Bestimmungen wieder in Kraft zu setzen. Durch Microsofts Kehrtwende sei die Konsole ihrer NextGen-Funktionen beraubt worden. Speziell die Möglichkeit Spiellizenzen zu kaufen, zu verkaufen und zu teilen, wünschen sich die Unterzeichner zurück.

Ob der ursprüngliche Verfasser David Fontenot seine Unterschriftensammlung ernst meinte, ist unklar. In den Kommentaren der Petition lässt sich aber deutlich ablesen, dass die Unterzeichner das Anliegen mit Humor nehmen.

Beiträge wie "Unterschreibt diese Petition, damit die Xbox One wieder schlechter ist als die PS4" oder auch "Ich liebe Beschränkungen und Always-on-DRM" lassen sich kaum ernst nehmen.

Microsoft reagiert

Nichtsdestotrotz bezog sich ein anonymer Microsoft-Entwickler kürzlich in einer Fragerunde bei Reddit auf die Petition, um zu betonen, dass es Fans gebe, die von dem Online-Konzept der neuen Xbox überzeugt seien. Auch Marc Whitten, verantwortlich für die Xbox bei Microsoft, nahm die Petition in einem Interview mit IGN ernst und führte sie als Beispiel für die Unterstützung der "ursprünglichen" Xbox One an. 

Microsoft hätte die Vorzüge des Systems nach der Präsentation besser kommunizieren müssen, erklärte er. Einige Funktionen, die durch die Kehrtwende wegfielen, wie die Family Share-Funktion von Spiellizenzen, würden aber definitiv in Zukunft auf das System kommen.

Ernst gemeint oder nicht - mittlerweile hat die Petition 24.636 Unterstützer. Nur noch 364 fehlen, um ihr Ziel zu erreichen. Dennoch bleibt es letzten Endes natürlich Microsoft überlassen, über welche Funktionen die Xbox One verfügen wird, unabhängig vom Ausgang der Petition

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