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Puppeteer: Der Puppenspieler für PS3 im Kurztest
Spielbares Puppentheater für Klein und Groß

von Thomas Freund Uhr veröffentlicht

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Little Big Planet trifft auf Tim Burton, so lässt sich das PS3-exklusive Jump'n'Run Der Puppenspieler am ehesten beschreiben. Netzwelt durfte drei Levels des Platformers vorab testen und war angetan.

Das PS3-Spiel Der Puppenspieler ist eine Mischung aus japanischem Puppentheater und Little Big Planet mit deutlich sichtbarem Tim Burton-Einfluss. Nicht nur Kinder dürften Freude an dem schrägen Platformer haben, auch an erwachsene Spieler richtet sich der Titel. Netzwelt durfte bereits drei Levels probespielen, die dabei entstandenen Eindrücke haben wir für Sie in folgendem Testbericht festgehalten.

In Der Puppenspieler schlüpfen Spieler in die Rolle des jungen Kutaro. Einst war er ein Junge aus Fleisch und Blut, doch der bösartige Mondbärkönig, der mit Vorliebe die Seelen von kleinen Kindern entführt und diese in Marionetten steckt, hat ihn in ein Püppchen verwandelt. Im ersten Spielabschnitt sehen wir, wie der Mondbärkönig Kutaros Kopf verspeist und anschließend den restlichen Puppenkörper achtlos weg wirft.

Als kopflose Marionette lernen wir die Geisterkatze Ying Yang kennen, die uns hilft, einen vorläufigen Ersatzkopf zu finden. Mit einem neuen Haupt ausgestattet, begibt sich Kutaro auf ein düsteres Abenteuer mit der Absicht, den eigenen Kopf zurückzuerobern und schlussendlich wieder nach Hause zu kehren.

Kulissenwechsel im Minutentakt

In der von netzwelt getesten Vorabversion gab es drei vollständige Spielabschnitte zu sehen: Dark Audition, Into the Depths und At Deaths Door. Auffällig waren besonders die ausgefallenen und liebevoll gestalteten Hintergrundkulissen, die sich innerhalb von kürzester Zeit ändern und somit nie Langeweile aufkommen lassen. Auch die Welten an sich könnten nicht unterschiedlicher sein.

Im ersten spielbaren Abschnitt erkunden wir beispielsweise ein finsteres Schloss, danach erforschen wir die Tiefen des Meeres um letztendlich einen schummrig beleuchteten Friedhof unsicher zu machen. Zwar waren die einzelnen Spielabschnitte aus dem Kontext gerissen, dennoch ist schon jetzt gut zu erkennen, dass die einzelnen Themenwelten optisch viel abwechslungsreicher als bei anderen Jump'n'Runs sind, was vor allem an den ständigen Kulissenwechseln liegt. Mal kippt das virtuelle Bühnebild nach vorn weg, mal zur Seite, auf dem Bildschirm ist immer etwas los.

Bloß nicht den Kopf verlieren

Auch die vielschichtige Charaktergestaltung weiß zu gefallen. Kutaro findet auf seinem Abenteuer allerhand Köpfe, die an bestimmten Stellen Bonuslevel oder alternative Routen freischalten können und außerdem das Aussehen ändern. Insgesamt drei Köpfe kann die Marionette mit sich führen, jeder Kopf stellt dabei einen Lebenspunkt dar. Wird Kutaro von einem Gegner verletzt, verliert dieser den Kopf und es bleiben dem Spieler nur drei Sekunden, um das Haupt wieder aufzusammeln. Nach Zeitablauf verschwindet der Kopf unwiederbringlich.

Spielerisch orientiert sich der Platformer ein wenig an Little Big Planet und Super Mario Galaxy und der virtuelle Kulissenaufbau erinnert an das Download-Spiel Black Knight Sword. Einen gravierenden Unterschied zu anderen Jump'n' Runs bietet Kutaros Schere: Gegner werden nicht wie etwa bei Mario durch draufspringen erledigt, sondern mit Hilfe der Schere in ihre Einzelteile zerlegt.

Jump'n'Run mit Köpfchen

Doch nicht nur für das Zerhäckseln der Gegner eignet sich die Zauberschere, in manchen Levelabschnitten können sich Spieler durch verschiedene Stoffe schneidend fortbewegen. Oft ist das mit kleineren Rätseln verbunden, im angespielten Unterwasserlevel musste zum Beispiel mithilfe einer Bombe eine Explosion ausgelöst werden. An den aufsteigenden Papier-Rauchwolken kann sich der Spieler dann "nach oben schneiden".

Eine weitere spielerische Besonderheit bietet Kutaros Begleiterin Ying Yang. Die Geisterkatze lässt sich unabhängig von der eigenen Spielfigur mit dem rechten Analogstick kontrollieren. So können beispielsweise schwer erreichbare Items geschnappt oder auch verschiedene Gegenstände in der virtuellen Theaterkulisse aktiviert werden. Steuern lässt sich die Geisterkatze auch von einem zweiten Spieler, was den Schwierigkeitsgrad drastisch reduziert und stark an den Zwei-Spieler-Modus von Super Mario Galaxy erinnert.

Am Ende eines jeden Levels wartet ein Bossfight auf den Spieler. Oft sind die Endgegner riesig und werden mithilfe von Quick-Time-Events zur Strecke gebracht. Ein wenig erinnern die Bossfights deshalb an die God of War-Reihe, vor allem die Inszenierung mit unzähligen Kameraschwenks lässt Erinnerungen an Kratos aufkommen.

Von den Machern der Siren-Spiele

Entwickelt wird das Spiel von SCE Japan Studio unter der Leitung von Gavin Moore. Moore machte sich in der Vergangenheit einen Namen durch seine Mitarbeit an den Horrorspielen Forbidden Siren 2 und Siren: Blood Curse, daher verwundert auch die makabere Atmosphäre von Der Puppenspieler nicht. Der sympathische Game Director gab zu verstehen, dass der Titel, obwohl er hierzulande eine FSK 6-Freigabe erhalten hat, kleinere Kinder fürchten könnte. Zwölf Stunden Spielspaß soll der Titel bieten.

Game Director Gavin Moore höchstpersönlich präsentierte Der Puppenspieler in Hamburg. (Quelle: Sony)

Für die musikalische Untermalung konnte Hollywood-Komponist Patrick Doyle an Bord geholt werden. Doyle ist vor allem für seine Arbeit an den Filmen Planet der Affen: Prevolution und Carlito's Way bekannt und wurde für den Soundtrack von Harry Potter und der Feuerkelch mehrfach ausgezeichnet.

netzwelt meint

Der Puppenspieler könnte ein echter Überraschungshit werden. Vor allem die theaterhafte Inszenierung und die liebevoll gestalteten Kulissen wissen zu gefallen. Auch spielerisch macht der Titel etwas her, besonders Spaß macht der Zwei-Spieler-Modus und das Einsetzen der Schere, um Gegner zu verstümmeln. Negativ anzumerken ist das Fehlen eines Doppelsprungs, der perfekt zum Platformer passen würde und fast schon als Standard anzusehen ist.

Fans von Jump'n'Runs sollten sich den 11. September 2013 vormerken, dann erscheint der Puppenspieler zum Budget-Preis von knapp 40 Euro exklusiv für die PlayStation 3.

Kommentare zu diesem Artikel

Little Big Planet trifft auf Tim Burton, so lässt sich das PS3-exklusive Jump'n'Run Der Puppenspieler am ehesten beschreiben. Netzwelt durfte drei Levels des Platformers vorab testen und war angetan.

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  • igmes schrieb Uhr
    AW: Puppeteer: Der Puppenspieler für PS3 im Kurztest

    ist schon ein tolles spiel.

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Puppeteer: Der Puppenspieler für PS3 im Kurztest
Puppeteer: Der Puppenspieler für PS3 im Kurztest
Eine Mischung aus Tim Burton-Film und Little Big Planet, so stellt sich das im Herbst erscheinende Jump'n'Run Der Puppenspieler dar. Netzwelt durfte den Titel vorab testen und hat erste Eindrücke festgehalten.
http://www.netzwelt.de/news/96544-puppeteer-puppenspieler-ps3-kurztest.html
2013-07-12 18:01:41
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