Monster und Magneten

Magrunner: Im Kurztest

Knifflige Puzzles um Magnetismus, bei denen man es plötzlich mit höchst unangenehmen Monstern und einem tentakelbewehrten Oberboss zu tun bekommt? Das per Crowdfunding finanzierte PC-Spiel Magrunner orientiert sich allzu offensichtlich am Millionenhit Portal und verbindet das Ganze mit H. P. Lovecrafts düsterem Chtulhu-Universum.

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Magrunner: Im Kurztest - "Magrunner" vermengt "Portal"-ähnliche Knobelaufgaben mit einem Schuss Horror. (Bild: Focus Home Interactive)
"Magrunner" vermengt "Portal"-ähnliche Knobelaufgaben mit einem Schuss Horror. (Bild: Focus Home Interactive)

Das All - unendliche Weiten: Für Dax Ward das Ziel seiner Träume. Einmal in seinem Leben möchte er Teil eines Weltraum-Forschungsprogramms sein. Als Kram Gruckezber (wer wohl hinter dem Anagramm steckt?), der Betreiber des gigantischen Social-Media-Portals "Lifenet", ein Testzentrum für sogenannte Magrunner ins Leben ruft, ist Dax ganz vorne mit dabei.

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Zunächst gilt es, einen Trainingsparcours zu absolvieren, der aus einer Vielzahl von Räumen besteht. Potenzielle Magrunner müssen sich hier bewähren und zeigen, dass sie mit den Gesetzen der Physik und ihrem Magnethandschuh vertraut sind, mit dem sich die Umgebung und die Objekte darin manipulieren lassen.

Im Wesentlichen geht es um die Anziehungs- und Abstoßungskräfte von Objekten, magnetische Felder und die Überwindung von Hindernissen. Würfel wollen richtig gepolt, positioniert und gegebenenfalls aufeinandergestapelt werden, schwebende Plattformen kontrolliert und die Prüfungssituation eines Testraums möglichst schnell erfasst werden. Die Puzzles werden von Raum zu Raum komplexer und zwingen den Spieler, erst einmal innezuhalten und die Versuchsanordnung zu analysieren. Je weiter man voranschreitet, desto komplexer werden die Aufgaben. Leider bietet Magrunner keinerlei Hilfestellungen, wenn man mal völlig ratlos ist …

Die Knobelei ist zweifelsohne von den Portal-Spielen inspiriert, geht aber letztendlich doch einen komplett anderen Weg. Während man sich anfangs mit der Spielmechanik vertraut macht und Denkaufgaben mit dem Magnethandschuh in sterilen Testlaboren löst, schlägt der Titel unvermittelt einen ganz anderen Weg ein. Plötzlich sieht man sich mit grässlichen Tentakel-Monstern aus H. P. Lovecrafts ausgelutschtem Cthulhu-Universum konfrontiert, die man mit Explosivfässern aus dem Weg räumen muss.

Video: Magrunner

Der große Grusel bleibt jedoch aus: Magrunner schafft es nicht, die entsprechende Atmosphäre zu erzeugen. Kein Wunder, wenn die Hintergrundstory vor allem von unbeholfen animierten Charakteren und Hologrammen erzählt und der Spieler nie richtig ins Geschehen einbezogen wird.

Magrunner: Im Kurztest

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Dennoch bleibt Magrunner einer der anspruchsvollsten Puzzler der letzten Zeit. Wer an Portal seinen Spaß hatte, wird auch die intelligenten Rätsel von Magrunner mit ihrer steilen Lernkurve zu schätzen wissen. Erst im letzten Drittel flacht das Ganze wieder ab - dank des äußerst vielseitigen und niedlichen Magnet-Hündchens Newton, das zwar völlig neue Rätselaufbauten ermöglicht, einem aber das Knobelleben deutlich vereinfacht.

Datenblatt

Magrunner
SpielnameMagrunner
HerstellerFrogwares/Focus Home Inter.
VertriebKoch Media
GenrePuzzle / Quiz
Erhältlich ab21.06.2013
Preisca. 20 Euro
EAN Code3512899110748
SchwierigkeitFür Fortgeschrittene
Alterab 12 Jahren
Multiplayernein
Sonstiges 
Bewertung Grafikgut
Bewertung Steuerunggut
Bewertung Soundbefriedigend
Bewertung Spielspassgut
Bewertung Gesamtgut
SystemPC

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