Sie sind hier:
  • Digitalkamera
  • Reise-Fotografie: So finden Sie die richtige Kamera für Ihren Sommerurlaub
 

Reisefotografie: Die richtige Digitalkamera für den Urlaub finden
Schöne Erinnerungen ohne Stress

von Dennis Imhäuser Uhr veröffentlicht

Diesen Artikel weiterempfehlen
SHARES

Für die meisten Urlaubsreisenden gehört die Kamera mit ins Gepäck. Um die Urlaubserinnerungen nicht mit der vertanen Chance, schöne Bilder zu besitzen, zu trüben, vergleicht netzwelt verschiedene Kamerasysteme und gibt einige Tipps, damit Sie die richtige Kamera für Ihren nächsten Urlaub finden.

Sommerzeit ist Reisezeit, und dabei darf die richtige Kamera nicht fehlen. Ob Smartphone, Kompakt-, System- oder DLSR-Kamera: Bilder von schönen Urlaubserlebnissen kann man mit allen schießen - doch nicht jede Kamera eignet sich für jeden Urlaub. Um möglichen Frust über verpasste Fotogelegenheiten oder die falsche Ausrüstung zu vermeiden, hat netzwelt eine kleine Checkliste zusammengestellt.

Die Urlaubszeit wird für die meisten Kameras zur Arbeitszeit. Nur die richtige Wahl der Kamera lässt das Urlaubsvergnügen vor und hinter der Kamera zu.

Die passende Kamera richtet sich meist nach den geplanten Aktivitäten im Urlaub und den anzutreffenden Motiven. Während bei einem Wanderurlaub "jedes Gramm zählt" kann bei einer Städtetour auch eine schwerere Kamera mitgenommen werden.

Smartphones

Für einen Aktivurlaub empfiehlt sich eine leichte Kamera. Mitunter besitzen Smartphones heute bereits gute Kameras, wie zum Beispiel das Nokia 1020, iPhone 5s sowie das HTC One M8, Samsung Galaxy S5 oder Sony Xperia Z2. Mit einer entsprechenden wasserfesten Schutzhülle oder einer Nanobeschichtung kann man das Smartphone auch vor schlechtem Wetter schützen. Bei der Fotografie mit dem Smartphone gibt es einige Kniffe, mit denen Sie bessere Bilder machen. Zum Beispiel sollten Sie immer nah genug am Motiv sein. Auf den digitalen Zoom des Smartphones sollten Sie verzichten, da dieser die Bildqualität stark verschlechtert. Eine Ausnahme bildet hier das Nokia 1020, das einen verlustfreien digitalen Dreifachzoom bietet.

Das Galaxy S4 Zoom ist ein besonderes Smartphone. Es besitzt ein optisches Zoomobjektiv, welches das Gehäuse des Smartphones dicker macht als bei anderen Handys. Dafür kann man mit dem S4 Zoom verlustfrei zoomen. Darüber hinaus hat netzwelt noch einige Tipps und Tricks zusammengefasst, die Ihnen dabei helfen, bessere Bilder mit Ihrem Smartphone zu machen.

Leicht und immer dabei: Smartphones bieten mittlerweile ebenfalls schon gute Kameras.

Kompaktkameras

Nicht immer bietet sich die Möglichkeit, mit dem Smartphone nah genug an das Motiv heranzukommen. Dies kann zum Beispiel der Fall sein, wenn zufällig ein Tier den Wanderweg kreuzt oder eine Menschentraube den Blick auf ein touristisches Ziel versperrt. Viele Kompaktkameras bieten bei geringem Gewicht einen optischen Zoom. Hier bleibt die Bildqualität über den gesamten Zoombereich erhalten. Dabei gilt allerdings zu beachten, dass auch Kompaktkameras über einen digitalen Zoom verfügen können. Auf den Einsatz sollte man jedoch verzichten, ebenso wie bei einem Smartphone. Zwar ist der Sensor in Kompaktkameras meist größer als der eines Smartphones, doch auch hier lässt sich eine deutlich schlechtere Bildqualität beim Einsatz des digitalen Zooms erkennen. Einen Kompromiss aus Smartphone und Kompaktkamera bietet Samsung mit dem Galaxy S4 Zoom an. Die Kamera verbindet die Konnektivität eines Smartphones mit der Technik einer Kompaktkamera.

Kompaktkameras bieten eine optischen Zoom und kompakte Maße.

Smartphones und Kompaktkameras haben eine längere Auslösegeschwindigkeit als zum Beispiel eine DSLR. Es gibt allerdings auch schon schnelle Kompaktkameras, wie zum Beispiel die im Test vorgestellte Canon PowerShot S120 oder die Sony Cyber-shot RX100 II. Damit es auch zum angestrebten Fotovergnügen kommt, gilt es auch bei Kompaktkameras darauf zu achten, dass der Akku geladen und eine Speicherkarte in die Kamera eingelegt ist.

Das Angebot an Kompaktkameras ist breit gefächert. Jeder Hersteller bietet auch Premium-Modelle an, die sich durch eine besonders gute Bildqualität auszeichnen. Diese verfügen zum Teil allerdings über Festbrennweiten, was den Zoom als Vorteil gegenüber dem Smartphone obsolet macht. Andere Modelle sind schon fast zu groß für die Hosentasche, bieten aber eine gute Handhabung.

Premium-Kompaktkameras besitzen jedoch deutlich größere Sensoren als Smartphones und günstige Kompaktkameras, was einen deutlichen Unterschied in der Bildqualität ausmacht - gerade in lichtkritischen Situationen.

Bridgekameras

Eine besondere Form der Kompaktkameras sind die sogenannten Bridgekameras. Sie ähneln in ihrem Aussehen eher einer DSLR, besitzen aber keine Wechselobjektive. Dafür unterscheiden sie sich im Vergleich zu herkömmlichen Kompaktkameras durch einen wesentlich größeren Zoombereich. Manche Objektive besitzen einen 50-fachen oder größeren Zoomfaktor. Daher besitzen Bridgekameras auch größere Objektive, die sich nicht einfach im Gehäuse, wie bei einer Kompaktkamera, verstecken lassen.

All-inclusive: Bridgekameras sind so groß und schwer wie DSLR- oder Systemkameras und mit großen Zoomobjektiven ausgestattet. Bei einer Bridgekamera kann das Objektiv nicht abgenommen werden.

Im Urlaub bieten Bridgekameras eine große Flexibilität durch den gigantischen Brennweitenbereich. Hinzu kommt, dass auch Bridgekameras über HDR- oder Makro-Modus verfügen und Videos aufzeichnen können. Für einen solchen Umfang muss man schon eine große Systemkamera- oder DSLR-Ausrüstung mitschleppen, die zwar eine bessere Bildqualität bietet, aber schnell mal mehr als vier bis fünf Kilo auf die Waage bringt.

Gute Bridgekameras, die einen großen Sensor und ein lichtstarkes Objektiv besitzen, gibt es mittlerweile für unter 1.000 Euro, wie beispielsweise die Sony Cyber-shot DSC-RX10. Daneben hat Panasonic derzeit mit der Lumix FZ1000 die erste Brindgekamera mit 4K-Videoaufzeichnung auf den Markt gebracht und Fujifilm mit der FinePix S1 die erste Outdoor-Bridgekamera, die gegen Staub und Wasser geschützt ist.

Systemkameras

Auf einer Reise, bei der es nicht unbedingt auf jedes Gramm ankommt, rücken System- oder DSLR-Kameras mit in die Auswahl für die richtige Urlaubskamera. Diese bieten eine hohe Bildqualität, sind aber schwerer und größer als Kompaktkameras. Bezieht man nötiges Equipment wie Objektive, externe Blitzgeräte oder elektronische Sucher mit ein, so benötigt man häufig eine eigene Tasche oder einen Rucksack für das Fotozubehör. Diese Kameras verfügen ebenso wie DSLR-Kameras über große Sensoren im APS-C- oder Kleinbild-Format (24 x 36mm).

Systemkameras versuchen, einem Kompromiss zwischen Gewicht und Bildqualität gerecht zu werden. Sie sind mit einem großen Sensor, wie man ihn auch in DSLR-Kameras findet, ausgestattet und verfügen zudem über die Möglichkeit, verschiedene Objektive zu verwenden. Die Kameras richten sich an Anfänger ebenso wie fortgeschrittene Fotografen. Systemkameras verfügen über Motivautomatiken und Filtereffekte, können aber auch komplett manuell bedient werden. Die gute Bildqualität bietet ausreichend Reserven für die Nachbearbeitung am PC.

Für den Strandurlaub eignen sich diese Kameras weniger, auch wenn es bereits Modelle wie die Fujifilm X-T1 gibt, die gegen Staub und Spritzwasser geschützt ist. Es ist am Strand ratsam, vorsichtig mit der Kamera umzugehen und eine Schutzhülle dabeizuhaben. Outdoor-Kameras sind für den Strandurlaub eine Alternative und eignen sich auch für Unterwasseraufnahmen. Netzwelt testete die Sony Cyber-shot DSC-TF1 für Sie.

Systemkameras hingegen bieten durch den großen Sensor auch bei schlechten Lichtverhältnissen eine gute Bildqualität, doch gerade in schlecht beleuchteten Räumen kann das elektronische Sucherbild irritieren. Die Kamera registriert die dunkle Umgebung und verstärkt bzw. hellt das Bild des Suchers auf. Hier muss man sehr genau auf die Einstellungen achten, um nicht vom Sucherbild getäuscht zu werden. In solchen Situationen lohnt es sich oftmals, eine Spiegelreflexkamera zu verwenden. Der Spiegelsucher bietet eine realistische Abbildung der Umgebung und verfälscht den Bildeindruck nicht.

Systemkameras bieten einen Kompromiss aus Bildqualität und Flexibilität.

Digitale Spiegelreflexkameras

Gerade in Kirchen oder Denkmälern, wo Fotografieren mit Blitz nicht gestattet ist, lohnt es sich, eine hochwertige DSLR dabeizuhaben. Diese Kameras verfügen über große Sensoren im APS-C- oder Kleinbildformat (24 x 36mm). Die DSLR-Kamera-Hersteller erweitern kontinuierlich das Angebot von DSLR-Kameras mit CMOS-Chip im Vollformat. Aber auch "exotische" Modelle, wie die Kompaktkamera Sony Cyber-shot DSC-RX1R oder die Systemkamera Leica M sowie Sony Alpha 7, Alpha 7R und Alpha 7S besitzen einen Sensor im Kleinbildformat.

Aufgrund der zahlreichen Einstellungsmöglichkeiten von System- und DSLR-Kameras sollte man sich vor dem Schnappschuss kurz die Zeit nehmen, die Einstellungen zu überprüfen. Es ist wahrscheinlich jedem Fotografen schon einmal passiert, dass im "Eifer des Gefechts" nicht die Zeit vorhanden war, jede Einstellung zu überprüfen. Das Ergebnis sieht häufig wenig schmeichelnd aus. Auch in Situationen, in denen man die Kamera erst kurze Zeit zuvor verwendet hat, sollte man die Einstellungen mit einem kurzen Blick auf das Display prüfen. Wahlräder können sich auch während des Transports in einer Tasche schnell verstellen. Aufgrund des kurzen Zeitfensters bei einem Schnappschuss ist es von Vorteil, wenn man die Kamera vor dem Urlaub bereits ausprobiert hat und die wichtigsten Parameter schnell einstellen kann.

Digitale Spiegelreflexkameras bieten eine hohe Auslösegeschwindigkeit, große Bildsensoren und lassen sich um das passende Zubehör für jede fotografische Situation erweitern. Auf der anderen Seite stehen eine längere Einarbeitungszeit in die Bedienung der Kamera, das hohe Gewicht und der teure Anschaffungspreis (inklusive Zubehör).

Digitale Spiegelreflexkameras sind groß und schwer, bieten aber sehr gute Bildqualität.

Wohin die nächste Reise auch geht, mit der richtigen Kamera wird man sich noch lange an die schönsten Momente des Urlaubs zurückerinnern können.

Kommentare zu diesem Artikel

Für die meisten Urlaubsreisenden gehört die Kamera mit ins Gepäck. Um die Urlaubserinnerungen nicht mit der vertanen Chance, schöne Bilder zu besitzen, zu trüben, vergleicht netzwelt verschiedene Kamerasysteme und gibt einige Tipps, damit Sie die richtige Kamera für Ihren nächsten Urlaub finden.

Jetzt ist Ihre Meinung gefragt. Diskutieren Sie im Forum zu diesem Artikel.

Jetzt Diskutieren!
  • Dennis I schrieb Uhr
    AW: Fotografie: So finden Sie die richtige Kamera für ihren Urlaub

    Hallo, vielen Danke für den Hinweis. Das CMS hat offensichtlich die korrigierte Version verworfen. Der Text wurde nochmals nachgebessert.
  • bla schrieb Uhr
    AW: Fotografie: So finden Sie die richtige Kamera für ihren Urlaub

    Schön so einen Artikel hier zu lesen. Fotografie ist ja ein weites, für Einsteiger unübersichtliches Feld. Ich empfehle aber, den Artikel noch einmal auf Fehler zu überprüfen. Er ist leider sprachlicher Krautsalat...

DSL- & LTE-Speedtest

Testen Sie mit unserem Speedtest Ihre tatsächliche DSL- oder LTE-Geschwindigkeit. Test auch mit Smartphone und Tablet möglich.

Jetzt Testen!

Der große Android-Update-Fahrplan

Welche Android-Version ist für mein Smartphone oder Tablet-Computer aktuell? Der große Android-Update-Fahrplan bringt Licht ins Dickicht der Versionen.

Jetzt ansehen!

article
38457
Reisefotografie: Die richtige Digitalkamera für den Urlaub finden
Reisefotografie: Die richtige Digitalkamera für den Urlaub finden
Ab in den Urlaub! Doch welche Kamera eignet sich für die nächste Reise? Netzwelt vergleicht verschiedene Kameratypen und gibt Tipps, damit die Erinnerungen sicher auf der Speicherkarte landen.
http://www.netzwelt.de/news/96472-reisefotografie-richtige-digitalkamera-urlaub-finden.html
2014-06-23 16:20:46
http://img.netzwelt.de/dw120_dh90_sw0_sh0_sx0_sy0_sr4x3_nu0/article/2013/urlaubszeit-meisten-kameras-arbeitszeit-nur-richtige-wahl-kamera-laest-urlaubsvergnuegen-kamera-gelingen-bild-netzwelt-20296.jpg
News
Reisefotografie: Die richtige Digitalkamera für den Urlaub finden