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Samsung Serie 5 Ultra (NP530U4E-S02DE) im Test
Ohne Touchscreen, mit AMD-Grafik

von Michael Knott
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Das Samsung Serie 5 Ultra (NP530U4E-S02DE) punktet im Test durch mattes Display sowie AMD-Grafik. Letztere erlaubt sogar das Spielen aktueller Blockbuster-Titel. Kritik erntet das Testgerät für ein paar Schönheitsfehler.

Das Samsung Serie 5 Ultra ist eine gute Antwort auf die typische Frage: "Welches Notebook soll ich mir kaufen?". Denn mit dem gut verarbeiteten 14-Zöller mit mattem Bildschirm dürften die meisten Durchschnittsanwender zufrieden sein. Das Testgerät beweist: Manchmal kann weniger auch mehr sein.

Hand aufs Herz: Windows 8 ist zwar auf die Bedienung per Finger ausgelegt, aber viele Nutzer machen von ihren Touchscreens nur auf ihren Smartphones Gebrauch. Zudem weisen viele in der jüngsten Vergangenheit von netzwelt getesteten Touchscreen-Notebooks die lästige Eigenart auf, dass die Bildschirme nach Berührung noch einige Zeit nachwippen.

Solche Eigenschaften sind dem Samsung Serie 5 Ultra völlig fremd. Denn entgegen dem aktuellen Trend baut der südkoreanische Hersteller beim Testgerät keinen Touchscreen ein, sondern setzt auf ein entspiegeltes Display im 14-Zoll-Format. Das Ganze garniert Samsung mit einem Intel Core i5-Prozessor (3337U), AMD-Grafik sowie einer klassischen HDD mit einer Kapazität von 500 Gigabyte. Im Online-Handel schlägt diese Konfiguration aktuell mit etwa 740 Euro zu Buche.

Verarbeitung und Ausstattung

Insgesamt drei USB-Schnittstellen verteilen sich links und rechts am Gehäuse. Eine davon überträgt Daten nach dem schnellen USB 3.0-Standard. Hinzu kommt ein HDMI-Ausgang, Kopfhörer/Mikrofon-Eingang, Ethernet- und ein Display-Port. Ein Speicherkarten-Slot nimmt SD-Karten in Normalgröße entgegen. Die HDD mit einer Kapazität von 500 Gigabyte wird durch eine fixe SSD-Partition mit einer zusätzlichen Kapazität von 24 Gigabyte ergänzt.

Im Gegensatz zu den meisten anderen aktuellen Ultrabooks setzt Samsung beim Serie 5 Ultra nicht auf integrierte Intel-Grafik, sondern auf eine AMD Radeon HD 8750M mit zwei Gigabyte großem Eigen-Speicher. Die Größe des DDR3-Arbeitsspeichers beträgt vier Gigabyte.

1.825 Gramm zeigt die Waage beim 14-Zöller an. Damit ist das Testgerät leider alles andere als ein Leichtgewicht. Hinzu kommen 344 weitere Gramm für das Netzteil, sodass sich das Reisegewicht auf deutlich über zwei Kilogramm summiert.

Samsung Serie 5 Ultra im Test

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Rundum gelungenes Gesamtpaket mit kleinen Schönheitsfehlern: Samsung Serie 5 Ultra. (Bild: netzwelt)

Lediglich der Display-Deckel besteht aus Aluminium. Die Oberfläche ist unempfindlich gegenüber Kratzern und bestand diverse Tests mit Schlüsselbund und Brieföffner unbeschadet. Der Displaydeckel gibt auch auf starken Druck hin nur sehr wenig nach. Kleinere Spaltmaße konnte netzwelt an der Display-Aufhängung erkennen. Schönheitsfehler ohne Folgen: Das Plastik ließ sich mit ein wenig Druck bereits wieder in Form bringen.

Display

Denkt man an aktuelle Neuvorstellungen aus dem High-End-Bereich, dann reizt die Anzeige des Testgeräts das technisch Machbare mit einer Auflösung von 1.366 x 768 Bildpunkten bei Weitem nicht aus. Im Alltagsbetrieb stört die vermeintlich geringe Pixeldichte aber nicht so sehr, wie im Vorfeld vielleicht befürchtet. Beim Entziffern auch von kleiner Schrift gibt es genauso wenig Probleme, wie bei der Darstellung von Bildmaterial. Das matte Display lässt sich dafür auch bei Sonnenlichteinstrahlung noch ablesen.

Bei der Maximalhelligkeit könnte das Samsung-Ultrabook jedoch noch zulegen. Aufgrund der entspiegelten Monitoroberfläche wirken Farben zudem nicht ganz so prägnant und leuchtkräftig, wie auf den so genannten Glare-Displays. Und wenn der Nutzer den Abstand zwischen Nasenspitze und Bildschirmoberfläche über das gesunde Maß hinaus verringert, sind auch einzelne Bildpunkte erkennbar. In der Horizontalen kommt es leider vergleichsweise schnell zu Farbverfälschungen.

Eingabegeräte

Die Tastatur im Standard-Layout ist - und das ist vergleichsweise neu für Samsung-Notebooks - auf einem schwarz glänzenden Untergrund eingefasst. Die Zwischenräume sind daher auch recht schnell mit Fingerabdrücken übersät. Druckpunkte und Hub sind sehr gut für Vielschreiber geeignet. Leider sind die Tasten nicht per Hintergrundbeleuchtung illuminiert, geben aber dafür auf Druck auch nicht im anfälligen mittleren Tastaturbereich nach. Eine unschöne Ausnahme bildet die Escape-Taste am netzwelt zu Verfügung gestellten Rezensionsexemplar: Diese verhakt sich beim Druck im Gehäuse und lässt sich nur mit etwas Gewalt wieder in die Ausgangsstellung bewegen.

Das Trackpad überzeugt im Alltag durch gute Gleiteigenschaften.

Das Trackpad ist mit einer Diagonalen mit zwölf Zentimetern recht großzügig bemessen. Es weist keine Unterteilung zwischen rechter und linker Maustaste auf. In den Ecken lässt es sich ein wenig tiefer eindrücken als im mittleren Bereich. Die Gleiteigenschaften sind sehr gut.

Leistung

Der Dual-Core-Prozessor von Intel mit einer Taktfrequenz von 1,8 Gigahertz hat in Kombination mit den ab Werk vier Gigabyte Arbeitsspeicher im Alltag keine Probleme, ausreichend Kapazitäten zu Verfügung zu stellen. Apps und Programme öffnen sich daher zügig. Bei Grafik-intensiven Anwendungen kommt die Stärke der AMD-Grafik mit hinzu, was sich auch in den Benchmark-Ergebnissen zeigt. Die Grafikeinheit lässt durchaus das Spielen aktueller Blockbuster-Titel zu, sofern es der Anwender bei den Detail-Einstellungen nicht übertreibt.

Unter Cinebench 11.5 erreicht das Samsung Serie 5 530U4E-S02DE vergleichsweise gute 31,21 Bildwiederholungen in der Sekunde beim OpenGL-Test. Nach Abschluss des CPU-Tests stehen eher durchschnittliche 2,47 Punkte auf der Uhr. Denkbar, dass Samsung die Serie 5 Ultra in absehbarer Zeit auch mit der neuen Haswell-Chip-Generation von Intel ausstatten wird.

Die verbaute SSD mit einer Kapazität von 24 Gigabyte sollte für schnelle Bootvorgänge sorgen. Im Alltag ist davon allerdings leider eher wenig zu spüren. Für einen kompletten Kaltstart benötigt die Testkonfiguration 18 Sekunden, um auf Eingaben zu reagieren. Und auch wenn man das Ultrabook aus dem Ruhemodus holt, vergehen etwa drei Sekunden Wartezeit. Das können Konkurrenz-Geräte besser. Teilweise kommt es auch beim Aufrufen einzelner Programme, wie etwa der Kamera-App, zu längeren Bedenkzeiten, die jedoch nicht klar der Systemleistung zuzuordnen sind.

Der Akku hielt im typischen Mix aus Surfen, Office-Tätigkeiten und wenige Minuten YouTube-Wiedergabe (Helligkeit im oberen Drittel, Funkverbindungen aktiv, Energiesparprofil "Optimiert") im Schnitt knapp sechs Stunden lang durch. Wer die WLAN-Verbindung kappt und weitere Maßnahmen wie die Verringerung der Bildschirm-Helligkeit befolgt, kann mit Laufzeiten von bis zu sieben Stunden rechnen. Damit liegt das Samsung-Notebook im guten Durchschnitt bei aktuellen Ultrabooks.

Ergonomie und Umwelt

Im Alltag verhält sich das Samsung-Notebook unauffällig - im positiven Sinn. Die Tastatur-Geräusche halten sich genauso vornehm zurück, wie der verbaute Lüfter. Letzterer bleibt beim Surfen im Netz oder beim Verfassen von Texten sogar oft vollkommen inaktiv. Dann meldet sich die Serie 5 Ultra höchstens durch das leise Tickern der Festplatte zu Wort.

Als positiv lässt sich auch die Wärme-Entwicklung beurteilen. Wenn man das System fordert, erwärmt sich nach etwa zehn Minuten die Bodenplatte deutlich. Aber selbst dann wird das Arbeiten auf dem Schoß nicht unerträglich. Löst man eine Schraube auf der Rückseite des Gehäuses, lässt sich mit wenigen Handgriffen der Arbeitsspeicher durch ein neues Modul erweitern beziehungsweise ersetzen. Samsung gibt hier sogar Hilfestellung in Form einer gut erklärten Grafik. Andere Komponenten wie Festplatte oder Akku lassen sich ohne vertiefte Vorkenntnisse vom Durchschnittsnutzer hingegen nicht selbst auswechseln.

Multimedia

Die zwei im Gehäuseboden platzierten Lautsprecher tönen kräftig und sind mit den guten Exemplaren des direkten Konkurrenzmodells von Samsung, dem Serie 5 Ultra Touch vergleichbar. Wieder einmal zeichnet sich der Lautsprecher-Spezialist JBL für die Speaker verantwortlich. Zwar übersteuern die Treiber auch bei Maximallautstärke nicht, oft fehlt es ihnen aber, etwa bei der Filmwiedergabe, an Puste. Kopfhörer bleiben also auch bei diesem Ultrabook die bessere Wahl.

Das matte Display erlaubt auch den Außeneinsatz. Bei der Helligkeit könnte die entspiegelte Anzeige jedoch noch zulegen.

Die Webcam mit 720p-Auflösung benötigt viel Umgebungslicht, um brauchbare Ergebnisse abzuliefern. Dann sind die Bilder verhältnismäßig klar. In dunkleren Aufnahmesituationen, etwa in den Abendstunden, wird der Skype-Nutzer mit dem Serie 5 aber nicht an einer externe Lichtquelle vorbeikommen.

Einen aktuellen Vergleichstest zu Windows-Notebooks mit Touchscreen finden Sie an dieser Stelle auf netzwelt. Wenn auch ein Convertible-Ultrabook für Sie in Frage kommt, dann werfen Sie einen Blick auf diesen Vergleichstest von netzwelt.

Aktuelle Preise
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netzwelt
6.0
Samsung Serie 5 Ultra
Vorteile
  • mattes Display
  • Grafikeinheit
Nachteile
  • Komponenten nicht wechselbar
  • Escape-Taste fehlerhaft

Ultrabook mit Zusatzgrafik

Samsung schnürt mit dem Serie 5 Ultra ein gelungenes Gesamtpaket, das leider nicht in allen Punkten restlos überzeugen kann. Die fehlerhafte Escape-Taste nicht in die Wertung einbezogen, bietet es sehr gute Eingabegeräte, ein mattes Display das auch zur Arbeit im Freien taugt sowie eine dezidierte Grafikeinheit, die auch bei aktuellen Spielen nicht in die Knie geht. Kritik gibt es für die nicht ohne weiteres wechselbaren Komponenten wie HDD und Akku. Zum aktuellen Preis von unter 750 Euro empfiehlt sich das Ultrabook Nutzern, denen die interne Grafik von Intel, die in den meisten Ultrabooks zum Einsatz kommt, generell zu schwach auf der Brust ist und die ein mattes Display bevorzugen.


Einzelergebnisse
Bereits bei der Auswahl eines Notebooks, Laptops oder Ultrabooks versuchen wir, die unterschiedlichen Anforderungen der Nutzer zu berücksichtigen. Über welches Modell wird gerade im Netz besonders eifrig diskutiert? Wo gibt es gerade ein besonders interessantes Sonderangebot? Zudem greifen wir immer wieder Testanregungen von Nutzern auf, die wir per Leserbrief, über die Sozialen Netzwerke oder über das netzwelt-Forum erhalten. Hier erfahren Sie, wie wir Notebooks testen.
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Design
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Display
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Eingabegeräte
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Leistung
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Ausstattung
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Multimedia
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Einsortierung
Samsung Serie 5 Ultra von Samsung wurde als Notebook abgelegt. Das Produkt wurde in die Notebook-Bestenlisten Alle Notebooks und Windows-Laptops mit Touchscreen aufgenommen. Zusätzlich wurden die folgenden Schlagworte vergeben: Computer, Testbericht, Notebook, Samsung, Hardware, Laptop, Windows 8, Review, Ultrabook und Samsung Serie 5 Ultra .
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Das Samsung Serie 5 Ultra (NP530U4E-S02DE) punktet im Test durch mattes Display sowie AMD-Grafik. Letztere erlaubt sogar das Spielen aktueller Blockbuster-Titel. Kritik erntet das Testgerät für ein paar Schönheitsfehler.

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Samsung Serie 5 Ultra (NP530U4E-S02DE) im Test
"Welches Notebook sollte ich mir kaufen?" - eine passende Antwort auf die Frage könnte Samsung Serie 5 Ultra lauten. Denn der südkoreanische Hersteller macht beim Testgerät vieles, aber nicht alles richtig.
http://www.netzwelt.de/news/96368-samsung-serie-5-ultra-np530u4e-s02de-test.html
2013-07-01 18:56:51
http://img.netzwelt.de/dw320_dh240_sw320_sh240_sx430_sy514_sr4x3_nu0/picture/original/2014/08/samsung-serie-5-ultra-touch-produktbild-114727.png
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