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App-Tipp: Threema - Die WhatsApp-Alternative für Android und iOS
Instant-Messenger mit Fokus auf Sicherheit

von Rainer Schneider Uhr veröffentlicht

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Sichere WhatsApp-Alternative aus der Schweiz: Mit Threema können Kommunikationsfreudige bedenkenlos Kurznachrichten an ihre Kontakte verschicken. Der Instant-Messenger legt nämlich großen Wert auf die sichere Übertragung des Chat-Verkehrs.

WhatsApp ist einer der populärsten Instant-Messenger für Smartphones. Besonders sicher ist der Dienst aber nicht. Wer befürchtet, dass jemand mitliest, kann zur Kurznachrichten-App Threema von Kasper Systems aus der Schweiz greifen. Die WhatsApp-Alternative erlaubt das sichere Chatten sowohl auf dem iPhone als auch auf Android-Smartphones. Unser App-Tipp.

Nicht nur durch positive Schlagzeilen taucht WhatsApp in den Medien auf. Auch über Sicherheitsrisiken wird immer wieder berichtet. Nutzer, die befürchten ihre Kurznachrichten könnten mitgelesen werden, sollten sich daher lieber nach einer Alternative umsehen. Eine Option fürs sichere Kommunizieren ist Threema.

Nur der tatsächliche Empfänger liest mit

Als Verschlüsselungsmethode für den Nachrichtenverkehr verwendet die App eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, die auf der asymmetrischen Kryptografie beruht: Eine Mitteilung wird auf der Senderseite mit einem öffentlichen Schlüssel codiert und kann mithilfe eines zweiten privaten Schlüssels erst wieder auf der Empfängerseite dekodiert werden. Dies garantiert, dass auch wirklich nur der gewünschte Empfänger die übermittelte Kurzbotschaft lesen kann. Herstellerangaben zufolge ist nicht einmal der Serverbetreiber in der Lage, die versendeten Nachrichten mitzulesen.

Ausgeklügeltes Sicherheitssystem

Jedem Kontakt in Threema ist eine ID zugeordnet, die der User beim erstmaligen Start der App mithilfe seines Fingers selbst generiert. Hierzu wischt dieser einfach in alle Himmelsrichtungen über ein Codefeld bis er schließlich ein öffentlich-privates Schlüsselpaar erzeugt hat. Daraus wird dann wiederum die ID generiert, die die Person in Kombination mit dem öffentlichen Schlüssel eindeutig kennzeichnet. Die ID kann man sich hierbei als eine Art Ausweis vorstellen, während der öffentliche Schlüssel den digitalen Fingerabdruck des Nutzers darstellt.

Ein dreistufiges Sicherheitssystem der Messaging-App  gibt an, wie sicher es ist, dass der jeweilige Kontakt, der gerade eine Nachricht geschickt hat, tatsächlich die Person ist, für die man sie hält. Stufe 1 ist dabei die unsicherste aller Stufen, da die App keinen passenden Kontakt im Adressbuch finden konnte und sich das Schlüssel/ID-Paket erst noch vom Server ziehen muss. Dies ist zum Beispiel auch dann der Fall, wenn der Kontakt manuell eingetragen wurde oder zum ersten Mal eine Nachricht gesendet hat.

Im Gegensatz dazu ist Stufe 3 die sicherste, da die App die Schlüssel/ID-Kombination des jeweiligen Kontakts direkt aus einem QR-Code ausliest, den der Nutzer von dessen Smartphone abgescannt hat. Auf diese Weise lässt sich die korrekte Identität des Kontakts persönlich bestätigen und ganz sicher gehen, dass kein Man-in-the-Middle-Angriff stattgefunden hat. Bei einer solchen Attacke übernimmt ein Dritter die Kontrolle über den Kommunikationsverkehr zwischen Sender und Empfänger. Nachrichten könnten so gefälscht oder mitgelesen werden.

Die Identität eines Kontakts setzt sich in Threema aus ID-Kennung und Schlüssel-Fingerabdruck zusammen. (Quelle: Threema)

Trotzdem immer noch eine Messaging-App

Abgesehen von diesen sicherheitsrelevanten Spezial-Features handelt es sich bei Threema um eine ganz normale Instant-Messaging-App. Genau wie bei WhatsApp ist es auch mit der Schweizer Kurznachrichten-Anwendung möglich, Fotos, Videos und Standort zu teilen - natürlich asymmetrisch verschlüsselt. Ebenso kann man hier seine Kontakte - automatisch oder manuell - mit jenen aus seinem Smartphone-Telefonbuch synchronisieren.

Sicherheit gegen einen kleinen Aufpreis

Wohl aufgrund dieser Sicherheitsfeatures kostet die App als Android-Version 1,60 Euro und als iOS-Ausgabe 1,79 Euro - womit sie allerdings auch nicht sehr viel teurer ist als WhatsApp mit seinen 99 Cent.

Systemvoraussetzungen

iPhone-Besitzer benötigen mindestens iOS 5.0, um in den Genuss sicheren Chattens zu kommen. Android-Nutzer müssen hierfür mindestens Version 4.0 Ice Cream Sandwich des Google-Betriebssystems installiert haben.  

Weitere Informationen zu Threema und zum Download der App, erfahren Sie an dieser Stelle. Noch mehr App-Tipps bekommen Sie hier.

Kommentare zu diesem Artikel

Sichere WhatsApp-Alternative aus der Schweiz: Mit Threema können Kommunikationsfreudige bedenkenlos Kurznachrichten an ihre Kontakte verschicken. Der Instant-Messenger legt nämlich großen Wert auf die sichere Übertragung des Chat-Verkehrs.

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  • memmaker schrieb Uhr
    AW: App-Tipp: Threema - Die WhatsApp-Alternative für Android und iOS

    Threema ist alles andere als Sicher.. Zuerst einmal ist nicht klar, was die App alles an den Server sendet. Dann kann eine Behörde leicht die Herrausgabe der Serverdaten fordern. Zuletzt ist die implementierte Verschlüsselungslösung alles andere als Wasserdicht.. Die Schlüssel werden auf der SD-Karte gespeichert und sind da für recht lange Zeit abgreifbar.. Eine bessere Alternative scheint mir das hier zu sein: https://play.google.com/store/apps/details?id=fx.dev.memento&referrer=utm_source%3Dmanual

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App-Tipp: Threema - Die WhatsApp-Alternative für Android und iOS
App-Tipp: Threema - Die WhatsApp-Alternative für Android und iOS
Bei der WhatsApp-Alternative Threema liest keiner so leicht mit. Die Kurznachrichten-App ist nämlich explizit auf Sicherheit optimiert.
http://www.netzwelt.de/news/96363-app-tipp-threema-whatsapp-alternative-android-ios.html
2013-07-02 15:17:29
http://img.netzwelt.de/dw120_dh90_sw0_sh0_sx0_sy0_sr4x3_nu0/article/2013/identitaet-kontaktes-setzt-threema-id-kennung-schluessel-fingerabdruck-zusammen-bild-threema-20075.jpg
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