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Samsung Serie 5 Ultra Touch (NP540U3C) im Test
Online ab 680 Euro erhältlich

von Michael Knott Uhr veröffentlicht

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Das Samsung Serie 5 Ultra Touch kommt zwar noch mit Intels dritter Core i-Generation zum Käufer, kann dafür bei Verarbeitung und Akkulaufzeit punkten. Im Test hinterlässt das Ultrabook unterm Strich einen guten Eindruck. Lediglich beim Display gibt es deutliche Abzüge.

Das Ultrabook der Serie 5 Ultra Touch steckt Hersteller Samsung in ein edles Aluminium-Gehäuse. Dem aktuellen Trend folgend verfügt es über einen Touchscreen sowie Intels Core i5-Prozessor. An welchen Stellen es sich von der Notebook-Hausmannskost absetzen kann oder auch nicht, verrät der ausführliche Testbericht.

Auch wenn Intel bereits die neue Prozessoren-Generation mit dem Beinamen Haswell vorgestellt hat, verrichtet im Testgerät von netzwelt noch Intels Core i5-Prozessor (3317U) der dritten Generation ihren Dienst. Es dürfte aber nur eine Frage der Zeit sein, bis Samsung hier nachzieht. Dafür bieten zahlreiche Online-Shops die Testkonfiguration derzeit besonders günstig an.

Samsung Serie 5 Ultra Touch

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Derzeit für unter 700 Euro erhältlich: Samsung Serie 5 Ultra Touch. (Bild: netzwelt)

Kostete das Samsung Serie 5 Ultra Touch NP540U3C ursprünglich noch knapp 1.000 Euro, bieten Online-Händler das Notebook zur Zeit zu Preisen von etwa 680 Euro an.

Ausstattung und Anschlüsse

Zur weiteren Ausstattung gesellen sich im Testgerät acht Gigabyte Arbeitsspeicher sowie eine recht knapp bemessene SSD mit einer Kapazität von nur 128 Gigabyte. Für die Grafikausgabe zeichnet - typisch für die derzeitige Ultrabook-Riege - Intels HD Graphics 4000 verantwortlich. Das berührungsempfindliche, 13,3 Zoll große Display verfügt über eine Auflösung von keinesfalls bahnbrechenden 1.366 x 768 Bildpunkten.

Anschlussseitig bietet das Samsung Serie 5 Ultra Touch drei USB-Schnittstellen, eine davon überträgt Daten nach dem schnellen USB-3.0-Standard. Ein Kartenleser auf der rechten Seite sowie HDMI-, Ethernet- und Mini-VGA-Port auf der linken Seite vervollständigen die vorhandenen Anschlüsse. Drahtlos-Verbindungen stellt das Notebook über WLAN (maximal N-Standard) oder Bluetooth 4.0 her.

Verarbeitung

Bei der Notebook-Fertigung hat Samsung längst einen Vorzeigestandard erreicht, der auch beim Testgerät spürbar ist. Der südkoreanische Hersteller leistet sich keine auffälligen Patzer bei der Verarbeitung. Die Display-Oberseite besteht aus robustem Aluminium, welches auch rund um die Tastatur zu finden ist. Spaltmaße sind nicht zu erkennen.

Auch auf höheren Druck hin gibt der Gehäusedeckel im geschlossenen Zustand nur sehr wenig nach. Schüttelt man das Ultrabook kräftig hin und her, gibt es keinerlei Geräusche von sich. Die robuste Verarbeitungsqualität fordert ihren Tribut beim Gewicht. Das Samsung-Notebook bringt 1.640 Gramm auf die Waage. Hinzu kommen weitere 280 Gramm für das Netzteil.

Display

Dem aktuellen Trend folgend setzt Samsung, wie der Produktname bereits andeutet, auf einen berührungsempfindlichen Bildschirm, der auf Eingaben von bis zu zehn Fingern gleichzeitig reagiert. Die Hintergrundbeleuchtung übernehmen stromsparende LED. Ausleuchtung sowie Maximalhelligkeit der Anzeige lassen Raum für Verbesserungen.

Das Display ist der Hauptkritikpunkt am Samsung-Ultrabook. Es löst nicht besonders hoch auf, beschränkt den Blickwinkel und spiegelt stark.

Unter freiem Himmel besonders, aber auch in Büro-Umgebungen spiegelt der 13,3-Zöller sehr stark. Gerade dann dürften Nutzer eine höhere Maximalhelligkeit schmerzlich vermissen. Zudem fallen die Blickwinkel auf den Bildschirm vor allem in der Horizontalen vergleichsweise niedrig aus, sodass es recht schnell zu Farbverfälschungen kommt. Auf Fingereingaben reagiert das Display hingegen problemlos.

Leistung

Intels Core i5 3317U-Prozessor mit einer Taktfrequenz von 1,7 Gigahertz (Turbomodus bis zu 2,6 Gigahertz) bewältigt Alltagsaufgaben wie Surfen im Netz, Abspielen von HD-Videos und Spiele aus dem Microsoft Store problemlos. Für aktuelle Gaming-Blockbuster reicht die Kraft aber nicht aus. Vor allem die integrierte Intel-Grafik zeigt sich hier als Spaßbremse.

Die Benchmark-Ergebnisse ordnen das Samsung-Testgerät im guten Mittelfeld aktueller Ultrabooks mit Intel Core-Prozessoren der dritten Generation ein. Cinebench 11.5 attestiert dem Windows 8 (64-Bit-Version) im CPU-Test 1,45 Punkte. Im OpenGL-Test schafft das Samsung Serie 5 durchschnittliche 12,43 Bildwiederholungen in der Sekunde.

Der Windows-eigene Leistungsindex bescheinigt der Testkonfiguration einen Wert von 5,6 Punkten. Limitierender Faktor ist erwartungsgemäß die Desktopgrafikleistung. 6,8 Punkte vergibt Windows 8 für den Prozessor, 7,2 Punkte sind es beim Arbeitsspeicher, 6,4 Punkte bei der Spiele-Grafik und 7,5 Punkte bei der Datentransferrate. Das letzte vergleichbare Ultrabook auf dem netzwelt-Prüfstand, Gigabytes Convertible U2142, liegt mit Werten von 11,53 (OpenGL-Test) und 1,28 Punkten im CPU-Test etwa leicht dahinter.

Beim Datentransfer profitiert das Samsung-Notebook natürlich von der verbauten SSD, die nicht nur für schnelle Datenzugriffe sondern auch einen fixen Systemstart ermöglicht. Nach einem kompletten Kaltstart vergehen weniger als zehn Sekunden, bis Windows 8 wieder auf Eingaben reagiert.

Die verbaute SSD ist mit einer Kapazität von 128 Gigabyte sehr knapp bemessen, lässt sich aber nach Lösen einer Schraube auf der Gehäuserückseite bei Bedarf auswechseln.

Der fest verbaute Akku mit einer Kapazität von knapp 54 Wattstunden war im Test für eine Laufzeit von durchschnittlich 6,5 Stunden gut. (Multimedia-, Gaming- und Office-Tätigkeiten im Mix bei voller Bildschirmhelligkeit.) Wer das Energie-Profil entsprechend anpasst, Funkverbindungen kappt und die Display-Helligkeit herunterregelt, kann auch bis zu neun Stunden Laufzeit aus dem Akku herausholen. Für ein Ultrabook sind dies gute bis sehr gute Werte.

Eingabegeräte

Microsofts Betriebssystem Windows 8 ist auf die Bedienung per Finger ausgelegt. Nimmt der Serie 5-Besitzer diese Eingabemethode in Anspruch, muss er mit einem Nachwippen der Anzeige rechnen. Je nach Motorik kommt der Bildschirm nach Berührung erst nach etwa zwei Sekunden wieder zur Ruhe - nervig.

Klappt der Nutzer den per Magnet-Verschluss gesicherten Displaydeckel nach oben, empfängt ihn eine aufgeräumte Tastatur im Standard-Layout. Leider bietet das Samsung-Ultrabook keine Tastenbeleuchtung, was die Ablesbarkeit im Dunklen erschwert. Für einen separaten Nummernblock fand der Hersteller erwartungsgemäß keinen Platz mehr. Letztere dürfen Käufer auch erst ab 15 Zoll großen Notebooks erwarten.

Gut gefällt der Redaktion der knackige Druckpunkt der einzeln aufgegangenen Tasten in Kombination mit dem kurzen Hub. Der mittlere Bereich der Tastatur, oft eine Schwachstelle, gibt auch auf festeren Druck hin nur sehr wenig nach. Nach nur sehr kurzer Eingewöhnungszeit lässt es sich daher mit dem Serie 5 Ultra Touch sehr gut tippen.

Zur Ausstattungs-Palette gehört unter anderem ein SD-Kartenleser sowie ein Ethernet- und HDMI-Port.

Das äußerst exakt und mit einem silbernen Rand eingefasste Trackpad steht dem in nichts nach, nur reagiert es bisweilen eine Nummer zu empfindlich. Die multitouchfähige Eingabefläche mit einer großen Diagonalen von 11,5 Zentimetern bietet gute Gleiteigenschaften. Linke und rechte Maustaste sind physikalisch voneinander getrennt, lassen sich an ihren jeweiligen Enden jedoch unterschiedlich weit eindrücken. Solange man aber nicht dazu neigt, in der Mitte der Maustasten zu klicken, stellt dies kein Problem dar.

Ergonomie und Umwelt 

Eine auffällige Wärme-Entwicklung konnte netzwelt im Testzeitraum nicht feststellen. Die Abluft wird hauptsächlich über Gehäuseöffnungen unterhalb des Displays abgeführt. Unterhalb dieser Schlitze erwärmt sich das Gehäuse im Betrieb leicht. Unter Last macht sich der verbaute Lüfter jedoch recht deutlich bemerkbar. Letzterer lässt sich jedoch über eine Tastenkombination oder in den Einstellungen grob regeln.

Löst man eine handelsübliche Schraube auf der Unterseite des Gehäuses, erhalten Käufer Zugang zu einigen Komponenten des Ultrabooks. Der Akku lässt sich hier ohne Vorkenntnisse zwar nicht auswechseln. Bei Bedarf können Nutzer über diesen Weg dem Serie 5 Ultra Touch aber neuen Arbeits- oder Massenspeicher spendieren.

Multimedia

Dreht man das Samsung-Notebook auf die Rückseite, erkennt man im vorderen Drittel jeweils links und rechts Lautsprecher-Auslässe. Die dahinter verbauten Speaker tönen überaus kräftig und eignen sich sogar zur (Film)-Beschallung ohne den Anschluss von Kopfhörern.

Spezielle Tasten zur Multimedia-Steuerung fehlen allerdings. Auch auf die Auslagerung häufig verwendeter Befehle auf die FN-Tasten verzichtet Samsung beim NP540U3C. Die eingebaute Webcam mit 720p-Auflösung liefert bei Zimmerbeleuchtung gute Ergebnisse.

Fazit

Das Samsung Serie 5 Ultra Touch ist vor allem mit Blick auf das Preisschild interessant. Derzeit verkaufen es Online-Händler in der getesteten Ausstattung zu Preisen von unter 700 Euro. Aber egal wie günstig Sie das Ultrabook auch erwerben - mit dem schwachen Display müssen Sie dauerhaft leben. Und auch von den Vorteilen der neuen Haswell-Chip-Generation kann die getestete Konfiguration noch nicht profitieren. Daher empfiehlt sich das aktuelle Serie 5 Ultra Touch nur einem Nutzerkreis der unbedingt einen Touchscreen benötigt und Wert auf hochwertige Eingabegeräte legt.

Weitere aktuelle Testberichte und Neuigkeiten zum Thema Ultrabook finden Sie auf dieser netzwelt-Unterseite.

Kommentare zu diesem Artikel

Das Samsung Serie 5 Ultra Touch kommt zwar noch mit Intels dritter Core i-Generation zum Käufer, kann dafür bei Verarbeitung und Akkulaufzeit punkten. Im Test hinterlässt das Ultrabook unterm Strich einen guten Eindruck. Lediglich beim Display gibt es deutliche Abzüge.

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Samsung Serie 5 Ultra Touch (NP540U3C) im Test
Das Samsung Serie 5 Ultra Touch steckt in einem robusten Gehäuse. Samsung setzt großzügig auf kratzfestes Aluminium. Kritik erntet das Notebook im Test beim Display.
http://www.netzwelt.de/news/96330-samsung-serie-5-ultra-touch-np540u3c-test.html
2013-06-25 17:34:29
http://img.netzwelt.de/dw120_dh90_sw0_sh0_sx0_sy0_sr4x3_nu0/article/2011/tunngle-vpns-spiele-einsetzen-technisch-keine-besonderheit-bild-netzwelt9647.jpg
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