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Kommentar: Microsoft erklärt Sony zum Konsolenmarktführer
Dabei war die Xbox One gar nicht so schlecht

von Thomas Freund Uhr veröffentlicht

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Sony ist Konsolenmarktführer! So stellt es Microsoft zumindest aktuell dar, denn nahezu alle Veränderungen, sei es die Gold-Mitgliedschaft oder Änderungen an der Systempolitik, hat Sony vorgegeben. Doch lag Microsoft mit der ursprünglichen Xbox One vielleicht doch nicht so verkehrt?

Am 19. Juni wurden die Karten im aktuellen "Konsolenkampf" Xbox One gegen PS4 neu gemischt. An diesem Tag verkündete Microsoft, dass die heftig kritisierten DRM-Maßnahmen, Region-Lock und Online-Zwang abgeschafft werden. Doch was war der Auslöser für Microsofts Entscheidung? Und warum hatte Microsoft nicht ganz so Unrecht mit der ursprünglichen Xbox One-Politik?

So könnte die neue Version der Xbox One aussehen. (Quelle: Reddit.com)

Dem Redmonder Unternehmen zufolge waren die kritischen Stimmen der Gamer der Grund, doch selbst der Leichtgläubigste kann diese Aussage als reine PR enttarnen. Auch haben arrogante Kommentare wie "Wir haben zum Glück für jene ein Produkt, die nicht ständig online sein können: es nennt sich Xbox 360" gezeigt, dass Microsoft eben nicht auf die Fangemeinde hört.

Copy-Cat Microsoft

Wahrscheinlich ist, dass Microsoft verhindern wollte, mit der Xbox One komplett abzusaufen und sich daher am Marktführer Sony orientiert, denn so stellt sich die Situation mit dem Verabschieden der Microsoft-Vision dar: Sony macht es vor, Microsoft macht es nach, ergo ist Sony der Marktführer im Konsolengeschäft.

Das ist nicht nur bei den kürzlich verkündeten Änderungen zu merken, auch Xbox Live Gold kupfert mehr und mehr bei PlayStation Plus ab. Kommenden Juli etwa erhalten Gold-Mitglieder zwei vollständige Spiele geschenkt. Klingt gut, ist aber nur halbherzig umgesetzt und dient eigentlich nur dazu, eine kostenpflichtige Gold-Mitgliedschaft für die Xbox One zu rechtfertigen.

Während Plus-Mitglieder im Juli drei relativ neue PS3-Spiele (Battlefield 3, Payday: The Heist und Saints Row: The Third) und zwei PS Vita-Spiele (Ninja Gaiden Sigma Plus und Unit 13) bekommen, werden Microsoft-Kunden mit einem vier und einem sechs Jahre alten Spiel abgespeist: Assassin's Creed II und Halo 3. Und dabei sind beide Mitgliedschaften preislich gleich auf.

Konsolenspieler sind anders

Dabei war Microsofts ursprüngliche Xbox One-Vision oberflächlich gesehen durchdacht und zukunftsorientiert. In den letzten Jahren ist der Vertrieb von digitalen Inhalten gerade zu explodiert. Steam und iTunes haben es vorgemacht und auf lange Zeit gesehen wird auch der Konsolenmarkt in diese Richtung gehen. Allerdings viel schleppender, denn Konsolenspieler ticken ein wenig anders und dieses Feld wird viel stärker umkämpft als beispielsweise der PC.

Für den PC gibt es praktisch gesehen nur Steam, auch wenn Ubisoft mit Uplay und EA mit Origin nachzieht, sind beide letztgenannte Onlinevertriebsplattformen kaum der Rede wert und werden hauptsächlich mal für einen Blockbuster der beiden Publisher verwendet, der "wenn es eben sein muss"-Fall. Hier fehlen die starke Community, die Einbindung von Indie-Entwicklern, die Angebotsvielfalt und die Steam Sales.

Der Konsolenmarkt gestaltet sich komplett anders, hier kämpfen drei große Firmen um die Gunst der Gamer und das schon lange vor Steam. Entsprechend anders ist das Klientel. Leidenschaftliche "Consoleros" sind mit Atari, Nintendo, Sega oder Sony groß geworden und halten sich ihre Lieblingsspiele geradezu wie Schätze. In ganz Deutschland gibt es regelmäßig stattfindende Retrobörsen, bei denen alte Videospiele zelebriert werden und das zeigt auch, wie wichtig der Gebrauchtmarkt für Konsolenspieler ist.

Tausche Super Mario Land gegen Metroid II

Wer mit einem Game Boy aufgewachsen ist, auf dem Schulhof Cartridges getauscht hat und so Freundschaften geknüpft hat, kann vermutlich ein wenig nachvollziehen, warum der Konsolenmarkt anders ist und sich dem digitalen Wandel viel schleppender anpassen wird. Nostalgie ist der größte Feind des Wandels.

Doch dass etwas passieren muss, und wir vermutlich vor dem nächsten Videospiel-Crash stehen, zeigen Meldungen von großen Publishern. Das letzte Tomb Raider hat sich im Einzelhandel 3,5 Millionen mal verkauft, viel zu wenig für Square Enix, denn es gibt allerhand Kosten zu decken, die größtenteils durch den Einzelhandel entstehen. Klar, mittlerweile verschlucken Triple-A-Titel so viel wie ein Hollywood-Blockbuster und ob die hohen Produktionskosten gerechtfertigt sind, darf in Frage gestellt werden, aber die Verkaufszahlen von beispielsweise Call of Duty zeigen, dass durchproduzierte Spiele vom Publikum gewünscht werden. Ein wahrer Teufelskreis, der sich entweder wie 1983 in einem großen Crash auflöst oder aber in reinen digitalen Vertrieb übergeht.

Hundert Euro mehr. Für was genau?

Microsofts ursprüngliche Vision, DRM und Online-Zwang, war so gesehen gegen den Verbraucher, aber für die Spieleindustrie. Nur die Kommunikation und Umsetzung war zum Scheitern verurteilt. Niemand lässt sich gern alle 24 Stunden wie ein kleines Kind "bevormunden", selbst Steam-Spiele funktionieren über Tage und einige sogar über Wochen hinweg im Offline-Modus. Jetzt steht Microsoft als Copy-Cat von Sony da, ganz ohne Vision und ohne Schneid. Und auch trotz der angekündigten Änderungen wird das Redmonder Unternehmen einige Schwierigkeiten haben, eine hundert Euro teurere Konsole an den Mann zu bringen, die abgesehen vom mit Negativ-Schlagzeilen behafteten Kinect, auch nicht mehr kann als eine PlayStation 4.

Wenn Microsoft Sony schon kopieren möchte, dann bitte auch mit einem echten Vorteil. Ein richtiger, wenn auch utopischer Schritt, wäre beispielsweise die Kosten für Xbox Live Gold komplett abzuschaffen oder wenigstens kostenlose Gold-Spiele anzubieten, die nicht hundert Jahre alt sind.

Alle Neuigkeiten zur Xbox One haben wir hier für Sie.

Kommentare zu diesem Artikel

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  • Bernie Ecclestone schrieb Uhr
    AW: Kommentar: Microsoft erklärt Sony zum Konsolenmarktführer

    Die neuen Konsolen basieren wie schon das NES, SNES oder der Mega Drive auf dem physikalischen Datenträger Prinzip! Daran wird sich nichts ändern, solange die Mehrheit der Kunden (wie ich auch) das wünscht. Seit der aktuellen Generation kann sich der Kunde ja immerhin schon aussuchen, ob er eine Blue-Ray haben möchte, oder "nur" die digitale Festplattenversion. Die 3 aktuell größten Anbieter für Konsolen sind für den Verbraucher ein absoluter Segen, da sich Preispolitik, Qualität der Soft- und Hardware, Funktionsumfang der Konsolen etc. sehr sehr nahe am Verbraucher orientieren MÜSSEN. Alles ist gut, solange es mehr als einen großen Anbieter für Konsolen am Markt gibt.
  • enkcrypt schrieb Uhr
    AW: Kommentar: Microsoft erklärt Sony zum Konsolenmarktführer

    @Norbie E.: Gute Argumente für Gold, vieles davon hatte ich nicht auf dem Schirm, weil es mir als Hardcore-Gamer bei Konsolen in erster Linie um die Spiele geht. Vorbestellt habe ich bis jetzt weder Xbox One noch PS4 - ich kann mich derzeit schwer für eine von beiden Konsolen entscheiden. Spielerisch tendiere ich, mit Titeln wie Below, D4, Crimson Dragon, Quantum Break, Killer Instinct und Halo 5 aktuell zur Xbox One. Mal abwarten, was die Tokyo Game Show noch so zum Vorschein bringt ;-). Bei Fallout bin ich übrigens auch mal für eine Fortsetzung, hab unzählige Stunden im Ödland verbracht. War bisschen enttäuscht, als erst The Evil Within und danach Wolfenstein "angeteasert" wurde, obwohl ich mich auf beide Spiele freue, aber ich dachte in beiden Fällen: "Endlich ein neues Fallout, endlich ein neues Fallout."

    @Diggsagg: Natürlich sagt es etwas aus, welche Konsolen vorhanden sind. Ich hab seit der NES-Ära alle gängigen Konsolen - mir geht es nicht um die Plattform, sondern um die Spiele. Außerdem, würde sich ein Sony-Fanboy einen lebensgroßen Master Chief ins Wohnzimmer stellen? Ich glaube nicht.
  • Diggsagg schrieb Uhr
    AW: Kommentar: Microsoft erklärt Sony zum Konsolenmarktführer

    Erstmal zum Artikel selbst: Den meisten ist oftmals nicht klar, dass ein Text, der offensichtlich als "Kommentar" deklariert ist, per Definition die persönliche, subjektive Meinung des jeweiligen Autoren wiedergibt. Einen fundierten Artikel braucht man an dieser Stelle nicht unbedingt zu suchen. Ich kann aber durchaus die Kritik an der Form dieses Textes nachvollziehen. Sony macht es vor, Microsoft macht es nach, ergo ist Sony der Marktführer im Konsolengeschäft. Dass diese "Milchmädchenrechnung" und diverse anderen "Argumente" den Autoren als Fanboy dastehen lassen, ist kein Wunder, und selbiger sollte sich dann auch nicht wundern, dass er als solcher bezeichnet wird. Erschwerend kommt die Headline dazu, die eher den Eindruck vermittelt, Microsoft hätte eine öffentliche Stellungnahme abgegeben - Kommentar hin oder her. Das ist jedenfalls stilistisch viel zu reißerisch, sodass man durchaus die Vermutung in den Raum stellen kann, dass damit einfach nur Klicks generiert werden sollen. Ein simples Fragezeichen und das Vertauschen zweier Wörter hätten der Headline schon einen ganz anderen Charakter verliehen, der dem Inhalt des Textes wesentlich näher gekommen wäre. Versteht mich nicht falsch: Ein Kommentar soll ja polarisieren. Aber eine Headline sollte auch nicht in die Irre führen oder augenscheinlich etwas ganz anderes aussagen, als sich hinter dem Artikel verbirgt. Das ist dann einfach nur "handwerklich" schlecht und die Intention dahinter mehr als offensichtlich. Aber jetzt zum Inhalt: Ich stoße mich immer wieder gerne an der Aussage, dass ein Unternehmen vom anderen "abkupfern" würde. Dieser Vorwurf ließe sich auf ziemlich viele Branchen anwenden - und wäre wohl ein ums andere Mal fehl am Platz. Apple hatte bspw. auch nie vor, ein kleineres Tablet zu produzieren. Dan hat der Konzern aber gesehen, dass (am Beispiel von Samsungs Tablets) doch ein Markt für kompaktere Geräte vorhanden ist. Im Endeffekt wird dabei "nur" auf den Markt reagiert. Unter "Abkupfern" versteht man eher das Anfertigen eines Plagiats. Und dafür sind Xbox One und PS4 dann doch zu unterschiedlich. Wie auch immer. Sorry, dass ich das jetzt so sage: Aber der Kommentar wirkt tatsächlich wie "Fanboy-Gebrabbel" erster Güte. Da spielt es dann auch keine Rolle, welche Konsole angeblich noch im Schrank steht oder wieviel Prozent der Spiele von welchem Hersteller stammen - denn das sagt noch gar nichts aus.
  • Norbie E. schrieb Uhr
    AW: Kommentar: Microsoft erklärt Sony zum Konsolenmarktführer

    Das finde ich genauso schlimm wie Sie. Vor allem einseitige Berichterstattung, die immer nur auf die „Großen“ wie Microsoft oder Apple abzieht. Schlimm finde ich auch, dass viele Seiten nur „virale Berichterstattung“ zu bieten haben, damit meine ich, eine Seite fängt an, alle anderen Seiten schreiben ab und dichten etwas hinzu. Zuletzt zum Beispiel die Schlagzeile, dass angeblich ein Großteil der Spiele auf E3 bei Microsoft nicht auf Xbox One-Hardware liefen, sondern auf Windows 7-Rechnern. Das war der reinste Blödsinn, vor allem, weil wirklich nur ein Titel tatsächlich betroffen war. Im Gegenzug dazu wurde kaum davon berichtet, dass die Watch Dogs-Demo zum PS3-Reveal auf einem Rechner lief. Es gibt kein richtiges Gleichgewicht und Microsoft ist einfach ein beliebtes Ziel, so wirkt es auf mich. Mein Kommentar zum Thema Microsoft sollte aber keinesfalls Mittel zum Zweck sein oder auf irgendwelche Klicks abzielen, wie hier in den Kommentaren auch schon vorgeworfen wurde. Viel mehr ging es mir darum darzustellen, dass Microsoft vom Weg abgekommen ist und nicht einmal selbst definieren kann, was denn nun eigentlich eine Xbox One ist. Zudem wollte ich einen Ausblick in die Zukunft des Konsolenmarktes geben und Gründe nennen, warum der Microsoft-Shitstorm entstanden ist (deshalb auch eine tiefere Charakterisierung von Konsolenspielern an sich).
    Zitat: enkcrypt
    Eben deshalb finde ich es umso schlimmer, dass Ihr Artikel genau so wirkt. (Wie die Reaktionen (ja, auch meine) zeigen.) Ihre Antworten auf meine Komentare zeichnen da schon ein viel differenzierteres Bild und das hätte ich mir für den eigentlichen Artikel gewünscht. P.S.: Nicht dass Sie auch denken, ich sei ein „Fanboy“, hier mein Raptr-Profil: enkcrypt's Game Collection - Raptr. Ich besitze doppelt so viele Xbox 360- wie PS3-Spiele. Na ja, das sagt gar nix aus: Vom Microsoft Fanboy zum Hater und anschließend Sony Fanboy mutiert ;) Ich habe mich ja weiter oben schon geoutet, dass ich in die Microsoft Infrastruktur eingebettet bin, würde mich aber auch nicht als Fanboy bezeichnen. (Ja ich habe die Xbox One vorbestellt, finde die PS 4 aber auch nicht schlecht und hoffe nebenbei noch, dass der Zoll meine Ouya freigibt) Mit freundlichen Grüßen Norbie E.
  • enkcrypt schrieb Uhr
    AW: Kommentar: Microsoft erklärt Sony zum Konsolenmarktführer

    Sehr geehrter Herr E.,

    anbei meine Anmerkungen.

    Dass zum Ende des Produktzyklus weniger exclusivtitel für eine Konsole erscheinen, liegt wahrscheinlich in der Natur der Sache, insbesondere wenn eine neue Konsolengeneration bereits vorbereitet wird und vermutlich alle Resourcen der First Party Entwickler lieber in Richtung der neuen Konsole verschoben werden.
    Zitat: Norbie E.


    Das ist bei Microsoft so, weil eben weniger Studios zur Verfügung stehen. Sony veröffentlicht, wie schon geschrieben, noch immer Exklusivtitel.

    Zustimmen muss ich ihnen dazu, dass Microsoft die XBOX Live Gold Mitglieder in der Vergangenheit nicht mit kostenlosen Downloads verwöhnt hat. (Aber da sind wir uns ja einig, dass das jetzt auch nicht ohne Hintergedanken passiert.) Dennoch denke ich, dass die Gold Mitgliedschaft ihr Geld wert ist, auch wenn ich selber nur sehr selten online Multiplayer Games spiele. (Und auch Sony hat gemerkt, dass es Geld kostet vernünftige Qualität zu liefern und erhebt zukünftig Gebühren.)
    Zitat: Norbie E.


    Mich interessiert, warum Ihnen die Gold-Mitgliedschaft (ohne kostenlose Games) das Geld wert ist?

    Um aber zu meiner Kritik an Ihrem Artikel zurückzukommen (ohne "Nachtreten" zu wollen):

    Ich finde es schlimm, dass die unsitte reisserischer, meist nur halbwahrer Schlagzeilen im Internet immer mehr um sich greift.( Betrifft jetzt nicht nur diesen Artikel, sondern auch viele andere, auch großer Nachrichtenseiten)

    Wenn dann im eigentlichen Artikel dann auch noch der Eindruck entsteht, dass im Grunde nur Stimmung gegen eine bestimmte Sache oder Person gemacht wird wird das ganze unseriös und fördert nur unqualifiziertes "gebashe" in den Kommentaren zwischen den Anhängern und Gegnern der Sache.

    Natürlich sollen Missstände angebrangert werden, dann aber in einer sachlichen Form, die auch eine weniger emotionsgeladene Diskussion zulässt. (Mich wundert es eh, dass es hier in den Kommentaren bisher so ruhig zugeht)

    Das finde ich genauso schlimm wie Sie. Vor allem einseitige Berichterstattung, die immer nur auf die „Großen“ wie Microsoft oder Apple abzieht. Schlimm finde ich auch, dass viele Seiten nur „virale Berichterstattung“ zu bieten haben, damit meine ich, eine Seite fängt an, alle anderen Seiten schreiben ab und dichten etwas hinzu. Zuletzt zum Beispiel die Schlagzeile, dass angeblich ein Großteil der Spiele auf E3 bei Microsoft nicht auf Xbox One-Hardware liefen, sondern auf Windows 7-Rechnern. Das war der reinste Blödsinn, vor allem, weil wirklich nur ein Titel tatsächlich betroffen war. Im Gegenzug dazu wurde kaum davon berichtet, dass die Watch Dogs-Demo zum PS3-Reveal auf einem Rechner lief. Es gibt kein richtiges Gleichgewicht und Microsoft ist einfach ein beliebtes Ziel, so wirkt es auf mich.

    Mein Kommentar zum Thema Microsoft sollte aber keinesfalls Mittel zum Zweck sein oder auf irgendwelche Klicks abzielen, wie hier in den Kommentaren auch schon vorgeworfen wurde. Viel mehr ging es mir darum darzustellen, dass Microsoft vom Weg abgekommen ist und nicht einmal selbst definieren kann, was denn nun eigentlich eine Xbox One ist. Zudem wollte ich einen Ausblick in die Zukunft des Konsolenmarktes geben und Gründe nennen, warum der Microsoft-Shitstorm entstanden ist (deshalb auch eine tiefere Charakterisierung von Konsolenspielern an sich).

    Viele Grüße

    Thomas Freund

    P.S.: Nicht dass Sie auch denken, ich sei ein „Fanboy“, hier mein Raptr-Profil: enkcrypt's Game Collection - Raptr. Ich besitze doppelt so viele Xbox 360- wie PS3-Spiele.
  • enkcrypt schrieb Uhr
    AW: Kommentar: Microsoft erklärt Sony zum Konsolenmarktführer

    Selten so einen schlechten Artikel gelesen. Wer hat denn Xbox Gold kopiert? RICHTIG Sony, obwohl Live wesentlich stabiler läuft. Das war nur ein Beispiel.. Die Cloud muss ja auch irgendwie bezahlt werden. Und sonst hört sich das alles nur nach Fanboy Gerede an, ehrlich schämt euch.. Hier geht es zu meinem Raptr-Profil enkcrypt's Game Collection - Raptr Most games: Microsoft (58%) Beste Grüße Thomas Freund
  • WOW schrieb Uhr
    AW: Kommentar: Microsoft erklärt Sony zum Konsolenmarktführer

    Selten so einen schlechten Artikel gelesen. Wer hat denn Xbox Gold kopiert? RICHTIG Sony, obwohl Live wesentlich stabiler läuft. Das war nur ein Beispiel.. Die Cloud muss ja auch irgendwie bezahlt werden. Und sonst hört sich das alles nur nach Fanboy Gerede an, ehrlich schämt euch..
  • Norbie E. schrieb Uhr
    AW: Kommentar: Microsoft erklärt Sony zum Konsolenmarktführer

    Sehr geehrter Herr Freund, vielen Dank für die rasche und freundliche Antwort auf meine Kritik. Ich freue mich, dass wir uns in den Sachfragen ja eigentlich doch recht einig sind. Ich hätte mir eben gewünscht, dass sie im Artikel eher so argumentiert hätten wie in in Ihrer Antwort auf meinen Beitrag. Ich glaube im Grunde nicht, dass eine der beiden Firmen die andere kopiert. (Obwohl sich die Verantwortlichen bei Sony vielleicht gewünscht haben, dass sie zumindest das Design der PS 4 schon vor der XBOX One Enthüllung gezeigt hätten. Die Konsolen sehen sich von aussen schon fast so ähnlich, wie sie auch im Inneleben sind :) ) Dass zum Ende des Produktzyklus weniger exclusivtitel für eine Konsole erscheinen, liegt wahrscheinlich in der Natur der Sache, insbesondere wenn eine neue Konsolengeneration bereits vorbereitet wird und vermutlich alle Resourcen der First Party Entwickler lieber in Richtung der neuen Konsole verschoben werden. Dass keine "must have" Titel mehr für die XBOX 360 erschienen sind kann ich nicht ganz unterschreiben, dass liegt aber vermutlich an den eigenen Genre vorlieben. ("Forza Horizon" war für mich so ein exclusiver "muss ich haben" Titel, für andere die Kinect Titel) Zustimmen muss ich ihnen dazu, dass Microsoft die XBOX Live Gold Mitglieder in der Vergangenheit nicht mit kostenlosen Downloads verwöhnt hat. (Aber da sind wir uns ja einig, dass das jetzt auch nicht ohne Hintergedanken passiert.) Dennoch denke ich, dass die Gold Mitgliedschaft ihr Geld wert ist, auch wenn ich selber nur sehr selten online Multiplayer Games spiele. (Und auch Sony hat gemerkt, dass es Geld kostet vernünftige Qualität zu liefern und erhebt zukünftig Gebühren.) Um aber zu meiner Kritik an Ihrem Artikel zurückzukommen (ohne "Nachtreten" zu wollen): Ich finde es schlimm, dass die unsitte reisserischer, meist nur halbwahrer Schlagzeilen im Internet immer mehr um sich greift.( Betrifft jetzt nicht nur diesen Artikel, sondern auch viele andere, auch großer Nachrichtenseiten) Wenn dann im eigentlichen Artikel dann auch noch der Eindruck entsteht, dass im Grunde nur Stimmung gegen eine bestimmte Sache oder Person gemacht wird wird das ganze unseriös und fördert nur unqualifiziertes "gebashe" in den Kommentaren zwischen den Anhängern und Gegnern der Sache. Natürlich sollen Missstände angebrangert werden, dann aber in einer sachlichen Form, die auch eine weniger emotionsgeladene Diskussion zulässt. (Mich wundert es eh, dass es hier in den Kommentaren bisher so ruhig zugeht) In diesem Sinne Mit freundlichen Grüßen Norbie E.
  • enkcrypt schrieb Uhr
    AW: Kommentar: Microsoft erklärt Sony zum Konsolenmarktführer

    Sehr geehrter Herr E., vielen Dank für Ihre konstruktive Kritik, anbei meine Anmerkungen.
    Auch die Aussage dass Microsoft Sony kopiert halte ich für sehr gewagt.
    Zitat: Norbie E.
    Es ist gewagt, aber so stellt es sich nun mal für mich persönlich dar.
    Microsoft zog nach und stellte die neue Konsole vor und legte die eigenen Ideen zu allen wichtigen Themen offen (DRM, Verleihen von Spielen). Hier hat die PR Abteilung von Microsoft allerdings komplett versagt, da es versäumt wurde den potentiellen Kunden zu erklären warum die Dinge so gehandhabt werden sollen und welche Vorteile diese System vielleicht langfristig für die Kunden haben.
    Zitat: Norbie E.
    Eben und das ist auch der Punkt. Microsofts ursprüngliche Version war sehr durchdacht, aber die Kommunikation einfach unterirdisch schlecht. Ich denke, MS wollte mit der DRM-Politik Publisher und Entwickler befriedigen, um so mehr exklusive Inhalte, wenn nicht komplett exklusive Spiele an Land zu holen. Denn das ist ein großer Schwachpunkt von MS, Sony kann einfach mehr Entwicklerstudios vorweisen. Für die Xbox 360 sind seit Jahren keine "dafür brauch ich die Konsole"-Spiele mehr heraus gekommen. First-Party-Support ist quasi tot, einzig mit Arcade-Spielen hält sich die Xbox 360 derzeit noch über Wasser. Sony hingegen bringt auch noch am "Ende" Spiele wie The Last of Us und Beyond und hat nach einer schwächelnden Anfangsphase konsequent exklusive Spiele abgeliefert.
    Dass sich Sony jetzt natürlich nicht hinstellt und sagt "Ja das wollten wir eigentlich auch so machen" sollte wohl jedem klar sein. Also erklärt Sony "Wir haben das alles natürlich schon immer ganz anders geplant und haben nur das Beste für die Spieler im Sinn" (Auch Sony hat bei der PS3 durch entfernen von beliebten Features wie Linux und PS2 kompatibilität bewiesen, dass ihenen die Bedürfnisse der Kunden eigentlich egal sind.)
    Zitat: Norbie E.
    Das stimmt wohl, allerdings waren das Nischen-Features und irgendwie müssen die PS2-Spiele ja auch als HD-Versionen und über PSN an den Mann gebracht werden ;-). Hauptgrund für die Abschaffung der Abwärtskompatibilität sollen ja vor allem Kosten gewesen sein – und ich begrüße dann eher eine billigere Konsole. Hardcore-Gamer, die tatsächlich Wert auf PS2-Spiele legen, haben sowieso eine PS2 daheim. Und PS1-Spiele gehen auf jeder PS3.
    Ein weiterer Punkt in Ihrem Kommentar, der mich verwirrt ist die Vermutung, dass der kostenlose Download von bis zu 2 Spielen im Monat für die XBOX 360 den kostenpflichtigen Xbox Live Account für die XBOX One rechtfertigen soll. Ich glaube nicht einmal dass sich irgendjemand auf der XBox 360 für eine Gold Mitgliedschaft entscheidet nur um die kostenlosen Spiele zu bekommen. Hier will Microsoft wohl eher die schon vorhandenen Mitglieder dazu bewegen sich mit Games on Demand zu beschäftigen und Downloads als Vertriebsweg populärer zu machen.
    Zitat: Norbie E.
    Dem letzten Satz ist nichts mehr hinzuzufügen, da stimme ich Ihnen vollkommen zu. Fakt ist aber, ich selbst besitze eine Xbox 360 seit Launch und bezahle seitdem für die Gold-Mitgliedschaft – nur um online zu spielen. Give-aways gab es bis dato höchstens in Form von knauserigen Rabattierungen. PS Plus hingegen verschenkt seit der Einführung vor circa zwei Jahren vollständige Spiele. Jetzt kurz vor Ende der Xbox 360-Ära Gold-Mitglieder mit ein paar alten Spielen abzuspeisen sieht für mich ganz klar danach aus, einen Grund zu finden, um Gold für die Xbox One zu rechtfertigen. Beste Grüße Thomas Freund
  • Norbie E. schrieb Uhr
    AW: Kommentar: Microsoft erklärt Sony zum Konsolenmarktführer

    Sehr geehrter Herr Freund, glauben Sie den Unsinn den Sie hier verzapfen eigentlich selber? Schon die Überschrift entbehrt jeglicher Grundlage. Niemand erklärt irgendwen zum Sieger, das macht nur der Käufer und das Ergebnis steht fest, wenn die Konsolen irgendwann mal am Ende ihres Produktzyklus angelangt sind und man die tatsächlichen Verkaufszahlen und somit den erwirtschafteten Gewinn vergleichen kann. Auch die Aussage dass Microsoft Sony kopiert halte ich für sehr gewagt. Sony eröffnete diese Runde im Ringen um die Käufer als erster (man hat da wohl aus dem Desaster mit dem sehr späten Erscheinen der Playstation 3 gelernt) mit der Präsentation einer neuen Konsole ohne eine Konsole zu präsentieren. Dabei verlor Sony wohl bewusst kein Wort ober die eigenen Pläne zu DRM und zur Handhabung von Gebrauchtspielen. Microsoft zog nach und stellte die neue Konsole vor und legte die eigenen Ideen zu allen wichtigen Themen offen (DRM, Verleihen von Spielen). Hier hat die PR Abteilung von Microsoft allerdings komplett versagt, da es versäumt wurde den potentiellen Kunden zu erklären warum die Dinge so gehandhabt werden sollen und welche Vorteile diese System vielleicht langfristig für die Kunden haben. Dass daraufhin ein Sh**storm über Microsoft hereinbrach war fast absehbar. Dass sich Sony jetzt natürlich nicht hinstellt und sagt "Ja das wollten wir eigentlich auch so machen" sollte wohl jedem klar sein. Also erklärt Sony "Wir haben das alles natürlich schon immer ganz anders geplant und haben nur das Beste für die Spieler im Sinn" (Auch Sony hat bei der PS3 durch entfernen von beliebten Features wie Linux und PS2 kompatibilität bewiesen, dass ihenen die Bedürfnisse der Kunden eigentlich egal sind.) Ebenso natürlich ist, dass Microsoft einen Flop der XBox One verhindern will und die von so vielen möglichen Kunden (oder nicht Kunden) beanstandeten Funktionen ändert. Ein weiterer Punkt in Ihrem Kommentar, der mich verwirrt ist die Vermutung, dass der kostenlose Download von bis zu 2 Spielen im Monat für die XBOX 360 den kostenpflichtigen Xbox Live Account für die XBOX One rechtfertigen soll. Ich glaube nicht einmal dass sich irgendjemand auf der XBox 360 für eine Gold Mitgliedschaft entscheidet nur um die kostenlosen Spiele zu bekommen. Hier will Microsoft wohl eher die schon vorhandenen Mitglieder dazu bewegen sich mit Games on Demand zu beschäftigen und Downloads als Vertriebsweg populärer zu machen.

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Kommentar: Microsoft erklärt Sony zum Konsolenmarktführer
Kommentar: Microsoft erklärt Sony zum Konsolenmarktführer
Es ist offiziell: Microsoft beugt sich dem Marktführer Sony. Doch war Microsofts Vision der nächsten Konsolengeneration vielleicht doch richtig und nur die Kommunikation schlecht?
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2013-06-21 18:29:44
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