Dabei war die Xbox One gar nicht so schlecht

Kommentar: Microsoft erklärt Sony zum Konsolenmarktführer

Am 19. Juni wurden die Karten im aktuellen "Konsolenkampf" Xbox One gegen PS4 neu gemischt. An diesem Tag verkündete Microsoft, dass die heftig kritisierten DRM-Maßnahmen, Region-Lock und Online-Zwang abgeschafft werden. Doch was war der Auslöser für Microsofts Entscheidung? Und warum hatte Microsoft nicht ganz so Unrecht mit der ursprünglichen Xbox One-Politik?

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So könnte die neue Version der Xbox One aussehen. (Bild: Reddit.com)
So könnte die neue Version der Xbox One aussehen. (Bild: Reddit.com)
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Inhaltsverzeichnis

  1. 1Copy-Cat Microsoft
  2. 2Konsolenspieler sind anders
  3. 3Tausche Super Mario Land gegen Metroid II
  4. 4Hundert Euro mehr. Für was genau?

Dem Redmonder Unternehmen zufolge waren die kritischen Stimmen der Gamer der Grund, doch selbst der Leichtgläubigste kann diese Aussage als reine PR enttarnen. Auch haben arrogante Kommentare wie "Wir haben zum Glück für jene ein Produkt, die nicht ständig online sein können: es nennt sich Xbox 360" gezeigt, dass Microsoft eben nicht auf die Fangemeinde hört.

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Copy-Cat Microsoft

Wahrscheinlich ist, dass Microsoft verhindern wollte, mit der Xbox One komplett abzusaufen und sich daher am Marktführer Sony orientiert, denn so stellt sich die Situation mit dem Verabschieden der Microsoft-Vision dar: Sony macht es vor, Microsoft macht es nach, ergo ist Sony der Marktführer im Konsolengeschäft.

Das ist nicht nur bei den kürzlich verkündeten Änderungen zu merken, auch Xbox Live Gold kupfert mehr und mehr bei PlayStation Plus ab. Kommenden Juli etwa erhalten Gold-Mitglieder zwei vollständige Spiele geschenkt. Klingt gut, ist aber nur halbherzig umgesetzt und dient eigentlich nur dazu, eine kostenpflichtige Gold-Mitgliedschaft für die Xbox One zu rechtfertigen.

Während Plus-Mitglieder im Juli drei relativ neue PS3-Spiele (Battlefield 3, Payday: The Heist und Saints Row: The Third) und zwei PS Vita-Spiele (Ninja Gaiden Sigma Plus und Unit 13) bekommen, werden Microsoft-Kunden mit einem vier und einem sechs Jahre alten Spiel abgespeist: Assassin's Creed II und Halo 3. Und dabei sind beide Mitgliedschaften preislich gleich auf.