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Samsung Ativ Q im Test: Convertible-Ultrabook mit Android und Windows 8
Mit QHD+-Display

von Michael Knott Uhr veröffentlicht

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Das Samung Ativ Q war der Star auf der Galaxy & Ativ-Veranstaltung in London. Im kurzen Test von netzwelt hinterlässt die Mischung aus Ultrabook und Tablet, auf der Windows 8 und Android läuft, einen vielversprechenden ersten Eindruck. Bleibt zu hoffen, dass auch der Preis im Rahmen bleibt.

Einen technischen Leckerbissen hat Samsung mit dem Ativ Q in London vorgestellt. Das Display des 13,3 Zoll großen Convertibles bietet eine sagenhafte Auflösung von 3.200 x 1.800 Bildpunkten. Und als hätte Samsung Angst, dies allein würde nicht reichen, spendierten die Südkoreaner dem Ativ Q gleich auch noch eine bemerkenswerte Dual-Boot-Lösung für Android und Windows.

Mit dem Ativ Q wäre Samsung auch der Star auf der Computex gewesen, aber offenbar präferierte der Hersteller die eigene, nicht minder imposante Bühne nur kurze Zeit später in London. Auf dem Galaxy & Ativ-Event, bei dem unter anderem auch das Galaxy S4 Zoom, das Galaxy S4 Mini und das Galaxy S4 Active erstmalig präsentiert wurden, stellte der Hybrid, auch nach Meinung vieler internationaler Kollegen, die Neuankündigen der Galaxy-Reihe mühelos in den Schatten.

Mehr Pixel als Apples MacBook Pro Retina

Das hat seine Gründe. Gekonnt hat Samsung es verstanden, eine Mischung aus Tablet-Computer und Notebook zu schaffen, die sich merklich an das Acer R7 oder Sonys Vaio Duo anlehnt, diese Konkurrenten aber durch die verbaute Technik sowie durch ein paar Software-Kniffe übertrumpft.

Auf den ersten Blick sieht das Ativ Q nach einem etwas zu üppig geratenen Tablet aus, auch wenn das Gerät selbst mit einem Gewicht von ungefähr 1,3 Kilogramm und einer maximalen Dicke von 14 Millimetern nicht zu schwer geraten ist. Das per durchgängigem Scharnier befestigte Display lässt sich jedoch auf unterschiedlichste Art und Weise hochklappen und es kommt eine Tastatur im Standard-Layout zum Vorschein, auf der es sich gut tippen lässt.

Star auf der Ausstattungsliste ist jedoch zweifelsohne das QHD+-Display mit einer Auflösung von 3.200 x 1.800 Bildpunkten. Zum Vergleich: Apples hochgelobte Retina-Anzeige bringt es "nur" auf 2.880 x 1.800 Pixel, wohlgemerkt bei einer Bildschirmdiagonale von 15,4 Zoll.

Kaum verwunderlich, dass man einzelne Pixel nicht mehr ausmachen kann. Auch die Farbdarstellung und die Helligkeit gefällt dem ersten Eindruck nach, genauso wie die großzügigen Blickwinkel. Zudem will Samsung das Display auch für den Außeneinsatz optimiert haben - letzteres ließ sich unter den schummrigen Bedingungen am Veranstaltungsort jedoch nicht überprüfen.

Samsung Ativ Q im Kurztest

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Mit seiner QHD+-Auflösung übertrifft das Display des Samsung Ativ Q die Pixelanzahl der Retina-Anzeigen von Apple mühelos. (Bild: netzwelt)

Versteckter Prozessor, durchdachte Kühlung

Als Antrieb dient Intels neue Generation an Core i5-Prozessoren (Haswell). CPU, Kühlung und weitere Komponenten befinden sich in der Strebe, die Display- mit Tastatureinheit verbindet. Die entstehende Abluft wird laut Samsung im Ultrabook-Modus von den Händen des Nutzers weggeführt.

Beim netzwelt zu Verfügung gestellten Gerät machte diese Strebe jedoch nicht den stabilsten Eindruck, gerade in Hinblick auf die darin untergebrachten Komponenten. Der Rest des Gehäuses ist in etwa vergleichbar mit dem Sony Vaio Duo, aber nicht so massiv wie das des Acer R7.

Windows 8 und Android per Knopfdruck wechseln

Kein nerviges und zeitraubendes Hoch- oder Runterfahren ist notwendig, um vom einen Betriebssystem ins andere zu wechseln. Eine Tastenkombination reicht aus, um aus dem Ativ Q mit Windows 8 ein Android Jelly Bean-Tablet zu machen. Selbst einzelne Dateien oder ganze Ordner können Nutzer beispielsweise von der Android-Oberfläche nach Windows kopieren.

Technische Daten und Anschlüsse

Als CPU kommt wie erwähnt Intels vierte Generation an Core-Prozessoren zum Einsatz, beim getesteten Modell war ein Core i5 verbaut. Mit Sicherheit wird Samsung das Ativ Q zu gegebener Zeit auch mit Core i7-Prozessoren anbieten. Als Grafikeinheit dient Intels aktuelle HD Graphics 4400. Die Batterielaufzeit gibt Samsung mit bis zu neun Stunden an.

Die Größe des Arbeitsspeichers betrug in der netzwelt vorliegenden Version vier Gigabyte, als Massenspeicher dient eine 128 Gigabyte fassende SSD. Zukünftige Nutzer müssen mit zwei USB-Ports auskommen, einer davon arbeitet nach schnellem USB-3.0-Standard. Hinzu kommen ein Speicherkartenschacht für microSD-Karten sowie ein kombinierter Kopfhörer/Mikrofoneingang. Die Frontkamera löst mit 720p auf.

Netzwelt meint

Das Ativ Q ist ein echter Alleskönner und konsequent durchdacht. Wer sich das Multitalent ins Haus holt, erwirbt Tablet und Ultrabook, ohne allzu viele Kompromisse eingehen zu müssen. Im Gegenteil: Dank der nahtlosen Integration zweier Betriebssysteme, die sich dazu noch zeitsparend per Tastenkombination starten lassen, können Nutzer fast alle ihre gewohnten Android-Apps und Windows-Programme in einem Gerät vereinen. Das hochauflösende QHD+-Display gibt es als Bonbon oben drauf.

Der Haken: Bislang äußert sich Samsung weder zur Verfügbarkeit noch zum Preis des Ativ Q. Bei den Südkoreanern zählt der Hybrid als Technologieträger - günstig dürfte es daher wohl nicht werden. Auch sollten Interessierte keine Outdoor-Eigenschaften vom Ativ Q erwarten. Der nach Geschmack von netzwelt etwas zu filigrane Klappmechanismus des Displays in Kombination mit der im Scharnier untergrebrachten Technik dürfte im Alltag vom Nutzer Umsicht und ein wenig mehr Sorgfalt erfordern, als dies bei herkömmlichen Ultrabooks oder Tablets der Fall ist.

Einen Kurztest zum vergleichbaren Acer R7, welches jedoch ausschließlich unter Windows 8 läuft, finden Sie an dieser Stelle auf netzwelt. Einen Kurztest zum Asus Transformer Pad Trio, das ebenfalls Windows und Android unter einen Gehäusedeckel bringt, gibt es hier.

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Das Samung Ativ Q war der Star auf der Galaxy & Ativ-Veranstaltung in London. Im kurzen Test von netzwelt hinterlässt die Mischung aus Ultrabook und Tablet, auf der Windows 8 und Android läuft, einen vielversprechenden ersten Eindruck. Bleibt zu hoffen, dass auch der Preis im Rahmen bleibt.

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Samsung Ativ Q im Test: Convertible-Ultrabook mit Android und Windows 8
Samsung Ativ Q im Test: Convertible-Ultrabook mit Android und Windows 8
Windows 8 und Android unter einem Gehäusedeckel? Kein Problem für Samsungs Ativ Q. Das Hybrid-Gerät konnte netzwelt in London einem kurzen Test unterziehen.
http://www.netzwelt.de/news/96294-samsung-ativ-q-test-convertible-ultrabook-android-windows-8.html
2013-06-21 13:22:39
http://img.netzwelt.de/dw120_dh90_sw0_sh0_sx0_sy0_sr4x3_nu0/article/2011/steganos-safe-beinhaltet-programm-sicheren-loeschen-daten-bild-netzwelt9645.jpg
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