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LG Optimus L5 II im Test: Einsteigersmartphone mit Notfall-App
Auch für Senioren und Kinder

von Jan Kluczniok
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Smartphones für unter 200 Euro gibt es viele. Das LG Optimus L5 II sticht aus der Masse hervor und glänzt im Test mit Sonderfunktionen wie einer Notfall-App und einer frei konfigurierbaren Notfalltaste.

Saubere Verarbeitung, eine brauchbare Kamera, Android 4.1 nebst sinnvoller Software-Beigaben sowie Unterstützung für NFC und eine frei belegbare Hardware-Taste - das LG Optimus L5 II (E460) hat für ein Einsteigersmartphone viel zu bieten. Der Test verrät, welche Kompromisse Käufer des 170-Euro-Smartphones im Gegenzug eingehen müssen.

Design und Verarbeitung

Das Optimus L5 II hebt sich von seinen Schwestermodellen LG Optimus L3 II und Optimus L7 II durch die in Metallic-Optik gehaltene Rückseite ab. Die Kunststoffrückseite ist zwar schick anzusehen, jedoch sehr rutschig. Ansonsten gibt es an der Verarbeitung wenig zu mäkeln - Spaltmaße oder ähnliche Schönheitsfehler weist das E460 nicht auf. Auch bei starkem Druck auf den Akkudeckel war etwa kein Knarzen zu vernehmen.

LG Optimus L5 II

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Die Rückseite des Optimus L5 II erstrahlt im Metallic-Design. (Bild: netzwelt)

Hardware

Unter der Haube des LG E460 werkelt ein 1-Gigahertz-Single-Core-Prozessor. Er liefert eine annehmbare Leistung und reicht auch fürs Zocken von Casual Games - mit dem ein oder anderen Ruckler und längeren Ladezeiten müssen Nutzer hier aber leben. Begrenzt ist jedoch nicht nur die Rechenleistung, sondern wie bei vielen Einsteigersmartphones auch der Speicher. Von vier Gigabyte stehen dem Nutzer circa 1,4 Gigabyte zur Verfügung. Wer mehr Speicherplatz will, muss zu einer MicroSD-Speicherkarte greifen.

Das 4-Zoll-Display des Optimus L5 II dagegen glänzt mit kräftigen aber dennoch natürlichen Farben. Es ist jedoch nicht in der Lage, die Helligkeit automatisch zu regeln. Der Nutzer kann über die Benachrichtigungsleiste diese aber leicht bei Bedarf anpassen. Bei höchster Stufe lassen sich Displayinhalte auch bei direkter Sonneneinstrahlung noch ablesen. Auch Auflösung und Blickwinkel geben keinen Anlass zur Kritik. Ebenfalls für die Preisklasse ungewöhnlich ist die Unterstützung von NFC.

Sprachqualität und Akkulaufzeit

Die Sprachqualität ist für ein Einsteigersmartphone von unter 200 Euro ausgesprochen gut. Nebengeräusche werden effektiv gefiltert. Über verpasste Anrufe und Nachrichten informiert eine Status-LED in Form eines Leuchtrings um den Home-Button.

Der Akku bietet eine Kapazität von 1.700 Milliamperestunden. Im Belastungstest von netzwelt verlor er 14 Prozentpunkte binnen einer halben Stunde - ein durchschnittlicher Wert, der auf eine Laufzeit von circa anderthalb Tagen bei mittelmäßiger Nutzungsintensität schließen lässt.

Multimedia

Die 5-Megapixel-Kamera des E460 liefert bei Tageslicht brauchbare Fotos - Konturen wirken allerdings manchmal leicht verwaschen. Ein mit dem LG Optimus L5 II gemachtes Foto finden Sie hier. Eine Frontkamera fehlt dem Modell.

Der Lautsprecher des LG Optimus L5 II ist zwar ausreichend laut zur Hintergrundbeschallung, aufgrund des quäkigen Sounds werden Nutzer aber davon Abstand nehmen. Mit angeschlossenem Kopfhörer ist das Optimus L5 II für den gelegentlichen Musikgenuss zum Beispiel auf kurzen Strecken in öffentlichen Verkehrsmitteln geeignet - zumal die Musik Player-App auch Komfortfunktionen wie einen Equalizer oder Sleep Timer bietet.

Software

Als Betriebssystem fungiert Android 4.1 Jelly Bean. Zu einem Update auf Android 4.2 macht der Hersteller bislang noch keine Angaben. In den vergangenen Jahren hat sich LG jedoch in der Android-Community nicht den besten Ruf in Sachen Produktpflege erworben. Updates fanden zumeist mit einer drastischen Verspätung den Weg auf die Geräte.

LG hat das Betriebssystem mit einer eigenen Nutzeroberfläche überzogen, die optisch an Samsungs TouchWiz erinnert. Sie bietet diverse Zusatzfunktionen: LG hebt vor allem Quick Memo hervor, mit der Funktion kann der Nutzer schnell eine Notiz auf jeden beliebigen Handybildschirm anlegen. Für ältere Menschen oder Kinder interessant ist dagegen die App "Safety Care". Über sie können Nutzer im Notfall ihren Standort zuvor ausgewählten Kontakten mitteilen, auf Wunsch benachrichtigt das Optimus L5 II auch Bezugspersonen, wenn der Nutzer das Smartphone längere Zeit nicht nutzt.

Ebenfalls schick: An der linken Gehäuseseite befindet sich ein frei belegbarer Schnellstartknopf - mit ihm lässt sich bei entsperrtem Handy schnell die Lieblings-App aufrufen.

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netzwelt
6.4
LG Optimus L5 II
Vorteile
  • gute Sprachqualität
  • frei belegbare Schnellstarttaste
  • Notfall-App
Nachteile
  • veraltete Android-Version
  • keine Frontkamera

Gelungenes Einsteigersmartphone

Das LG Optimus L5 II ist ein gelungenes Einsteigersmartphone mit Zusatzfunktionen. Die App "Safety Care" etwa macht das E460 auch als Senioren-Handy oder Telefon für Kinder interessant.


Einzelergebnisse
Smartphones sind Gebrauchsgegenstände. Statt Leser mit Zahlen zu überschütten, haben wir uns für ein praxisnahes Testschema entschieden. Ziel ist es Stärken und Schwächen des Geräts zu ermitteln und eine Einschätzung zu geben, für welche Art von Nutzer das Smartphone geeignet ist. Unsere Wertung setzt sich aus fünf Einzelwertungen ("Design und Verarbeitung", "Ausstattung, Leistung und Bedienung", "Sprachqualität und Akkulaufzeit und "Multimedia") zusammen. Die Gesamtnote ergibt sich aus den Einzelnoten, der Tester kann jedoch eine Auf- beziehungsweise Abwertung um eine Note vornehmen. Falls eines der Kritieren im Vergleich mit anderen Geräten besonders herausragend ist.
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Design und Verarbeitung
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Ausstattung und Bedienung
7
Sprachqualität
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Akkulaufzeit
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Multimedia
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Einsortierung
LG Optimus L5 II von LG wurde als Smartphone abgelegt. Zusätzlich wurden die folgenden Schlagworte vergeben: Mobile, Testbericht, Handy, Android, LG, Smartphone, Review, Android 4.1 Jelly Bean und LG Optimus L5 II .
Kommentare zu diesem Artikel

Smartphones für unter 200 Euro gibt es viele. Das LG Optimus L5 II sticht aus der Masse hervor und glänzt im Test mit Sonderfunktionen wie einer Notfall-App und einer frei konfigurierbaren Notfalltaste.

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  • kwasibs schrieb Uhr
    AW: LG Optimus L5 II im Test: Einsteigersmartphone mit Notfall-App

    also trotz der Warnungen über das D-Netz habe ich mir das L5 zugelegt. und sieheda - schlechter Empfang - Man sollte vielleicht den metallischen AUFKLEBER im Akkudeckel über der Antenne einfach abziehen, der stört mächtig - und prompt ist der Empfang gut, keinerlei Verbindungsabbrüche o.Ä...
  • Simon boragina schrieb Uhr
    AW: LG Optimus L5 II im Test: Einsteigersmartphone mit Notfall-App

    Warum geht der inhaltfilter nicht weg wie mache ich das
  • Chris_Brown schrieb Uhr
    AW: LG Optimus L5 II im Test: Einsteigersmartphone mit Notfall-App

    Leider wird in dem Artikel nicht erwähnt, dass das Handy für das D-Netz quasi unbrauchbar ist. Habe nun schon das zweite Austauschgerät und kann den Bericht von Connect nur bestätigen.
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LG Optimus L5 II im Test: Einsteigersmartphone mit Notfall-App
LG Optimus L5 II im Test: Einsteigersmartphone mit Notfall-App
LG liefert mit dem Optimus L5 II ein gelungenes Einsteigersmartphone ab, dass sich auch für Kinder und Senioren eignet. Ganz ohne Kompromisse geht es aber nicht, zeigt der Test.
http://www.netzwelt.de/news/96239-lg-optimus-l5-ii-test-einsteigersmartphone-notfall-app.html
2013-06-17 17:21:46
http://img.netzwelt.de/dw320_dh240_sw320_sh240_sx430_sy514_sr4x3_nu0/picture/original/2014/08/lg-optimus-l5-produktbild-114517.png
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LG Optimus L5 II im Test: Einsteigersmartphone mit Notfall-App