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Sony Xperia E dual im Test
Mit Android 4.1 Jelly Bean

von Jan Kluczniok
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Für gerade einmal 150 Euro bietet das Sony Xperia E dual eine aktuelle Android-Version, und die Möglichkeit das Handy mit zwei SIM-Karten zu betreiben. Der Test zeigt jedoch das Xperia E ist günstig, aber nicht gut.

Sony verpackt beim Xperia E dual Android 4.1 Jelly Bean und eine Dual-SIM-Funktionalität in ein schick gestaltetes Gehäuse in iPhone-Größe. Der Test zeigt jedoch, das 150-Euro-Smartphone verlangt dem Nutzer im Alltag einige Kompromisse ab.

Design und Verarbeitung

Das Xperia E weist mit seinem 3,5-Zoll-Display das Format älterer iPhone-Modelle auf. Es passt also bequem in Hemd- und Hosentasche und lässt sich problemlos mit einer Hand bedienen. Die angeraute Rückseite sorgt dafür, dass das Smartphone in selbiger sicher ruht. Die Haptik ist zudem für ein Smartphone dieser Preisklasse überdurchschnittlich gut.

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Als Betriebssystem fungiert Android 4.1 Jelly Bean. (Bild: netzwelt)

Das Design des Xperia E hebt sich positiv von der Masse ab. Dazu trägt nicht nur die gemusterte Rückseite, sondern auch die abgeschrägte Kante unter dem Display bei. Sie dient den Fingern als Orientierungspunkt, sodass der Nutzer ohne hinzugucken auch die Sensortasten finden kann. Diese sind leider im Dunkeln nicht beleuchtet. Auch Elemente der höherpreisigen Z-Serie (Xperia Z & Xperia Tablet Z) finden sich beim Xperia E - etwa der kreisrunde hervorstehende, silberne Anschaltknopf.

Hardware

Die Arbeitsgeschwindigkeit des Sony Xperia E lässt sich wohlwollend mit "gemächlich" umschreiben. Um dies festzustellen, bedarf es keiner Benchmarks. Die geringe Leistung ist bereits bei Alltagsaufgaben spürbar: Drückt der Nutzer etwa auf den Anschaltknopf, um das Handy aus dem Standby-Modus zu wecken, braucht das Xperia E einen Moment, ehe es wieder betriebsbereit ist; trotz Jelly Bean kommt es beim Wechsel zwischen den Startbildschirmen zu Rucklern, ebenso bei Angry Birds Star Wars und selbst beim Öffnen des Telefon-Dialers genehmigt sich das Handy eine Gedenksekunde. Dies ist keine Überraschung: Der verbaute Qualcomm Snapdragon-Chip MSM7227A stammt aus dem Jahr 2011, ist also bereits ziemlich betagt.

Das 3,5 Zoll große Display löst nur mit 480 x 320 Pixeln auf. Die Darstellung ist dementsprechend pixelig. Längeres Lesen ist auf dem Xperia E also kein Vergnügen, das Überfliegen von Mails oder Schlagzeilen ist aber möglich - ohne dass die unscharfen Schriften Unwohlsein beim Nutzer auslösen. Dafür sorgen die guten Kontraste, großen Blickwinkel und die natürliche Farbwiedergabe des Displays.

Als störend empfand netzwelt im Test die Helligkeit: Dem Xperia E fehlt die Möglichkeit, die Displayhelligkeit automatisch zu regulieren. Ab Werk ist es auf halbe Helligkeit eingestellt, die Darstellung ist damit im Vergleich zu anderen Smartphone-Bildschirmen sehr dunkel. Auch bei voller Helligkeit fällt das Xperia E gegenüber anderen Modellen leicht ab.

Von den vier Gigabyte internen Speicher stehen dem Nutzer zwei Gigabyte zur Verfügung. Dies sollte für den Anfang reichen, bei Bedarf lässt sich der interne Speicher um bis zu 32 Gigabyte per microSD-Karte erweitern.

Sprachqualität und Akkulaufzeit

Die Sprachqualität des Xperia E ist für die Preisklasse in Ordnung. Die Gesprächspartner klingen weitestgehend natürlich, teilweise kam es im Test aber zu Aussetzern. Eine Filterung von Nebengeräuschen findet nicht statt, Autos und Wind hört ihr Gesprächspartner also mit. Was fehlt ist eine Status-LED. Zwar besitzt das Xperia E gleich zwei: eine unter dem Display und eine oberhalb. Die untere wird aber nur beim Start des Smartphones für Effektehascherei verwendet, die andere nur zur Anzeige des Ladezustandes, wenn das Smartphone an der Steckdose hängt.

Das Sony Xperia E dual ist wie der Name schon andeutet ein Dual-SIM-Handy. Diese bietet aber weitaus weniger Funktionen als etwa das Samsung Galaxy Young Duos. So ist kein Anklopfen möglich. Telefoniert der Nutzer auf einer Nummer, erhalten Anrufer auf der anderen nur ein Besetzt-Zeichen oder die Meldung der Teilnehmer ist nicht erreichbar.

Ebenso kann der Nutzer stets nur eine SIM-Karte zum Telefonieren oder SMS-Versand aus den jeweiligen Apps heraus nutzen, will er mit der anderen SIM-Karte die Dienste nutzen, muss er zunächst in den Telefon-Einstellungen die andere Karte auswählen. Abkürzen lässt sich dieser Weg über die Benachrichtigungsleiste. Die Lösung bleibt dennoch wenig komfortabel. Primär ist der Dual-SIM-Modus daher wohl im Urlaub zu nutzen, wenn der Nutzer eine lokale SIM als Zweitkarte zum Surfen nutzt.

Der verbaute Akku bietet eine Kapazität von 1.500 Milliamperestunden. Laufzeiten von anderthalb Tagen sollte er problemlos schaffen, je nach Nutzungsintenstiät können sogar bis zu zwei Tage ohne Steckdose erreicht werden.

Multimedia

Wie beim Preis des Smartphones zu erwarten, liefert die auf der Rückseite verbaute 3,2-Megapixel-Kamera keine brauchbaren Bilder. Detailtiefe und Kontraste Fehlanzeige! Farben wirken ausgewaschen, insgesamt hinterlassen die Fotos den Eindruck als habe man sie durch einen Verfremdungsfilter geschickt. Ein mit dem Xperia E gemachtes Foto finden Sie hier.

Der Lautsprecher des Xperia E befindet sich auf der Rückseite und scheint für ein Smartphone überdurchschnittlich groß. Tatsächlich handelt es sich dabei um einen Designtrick. Der eigentliche Lautsprecher ist nur halb so groß wie die Ausstanzung vermuten lässt. Der Klang ist blechern und nicht besonders laut. Zur Hintergrundbeschallung ist das Xperia E also nur bedingt geeignet.

Mit angeschlossenen Kopfhörern erreicht das Xperia E nicht das Niveau eines herkömmlichen MP3-Players. Darüber kann auch die schön gestaltete und funktionelle Walkman-App von Sony nur bedingt hinwegtäuschen.

Software

Das Xperia E läuft mit Android 4.1 Jelly Bean. Zu einem Update auf Android 4.2 hat sich Sony noch nicht geäußert. Das Betriebssystem hat der Hersteller mit einer eigenen Nutzeroberfläche überzogen. In diese bringt er seine Stärken aus anderen Bereichen ein. So wurde die Play Music-App von Google durch den bereits erwähnten Musikplayer Walkman ersetzt. Gleiches gilt für Foto und Album-App.

Für Experimentiefreudige Nutzer bietet Sony auch einen Firefox OS-Release für das Xperia E an.

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netzwelt
4.8
Sony Xperia E Dual
Vorteile
  • schickes Design
  • Dual-SIM
Nachteile
  • schwacher Prozessor
  • dunkles Display

Für den Preis gibt es besseres

Trotz Jelly Bean läuft das Xperia E dual alles andere als flüssig. Für 150 Euro gibt es bereits deutlich bessere Einsteigersmartphones - vorausgesetzt man benötigt nicht unbedingt einen Dual-SIM-Modus. Auch dieser ist durch seine Einschränkungen beim Xperia E allerdings kein Kaufargument, der Betrieb mit zwei SIM-Karten ist bei der Konkurrenz deutlich komfortabler.


Einzelergebnisse
Smartphones sind Gebrauchsgegenstände. Statt Leser mit Zahlen zu überschütten, haben wir uns für ein praxisnahes Testschema entschieden. Ziel ist es Stärken und Schwächen des Geräts zu ermitteln und eine Einschätzung zu geben, für welche Art von Nutzer das Smartphone geeignet ist. Unsere Wertung setzt sich aus fünf Einzelwertungen ("Design und Verarbeitung", "Ausstattung, Leistung und Bedienung", "Sprachqualität und Akkulaufzeit und "Multimedia") zusammen. Die Gesamtnote ergibt sich aus den Einzelnoten, der Tester kann jedoch eine Auf- beziehungsweise Abwertung um eine Note vornehmen. Falls eines der Kritieren im Vergleich mit anderen Geräten besonders herausragend ist.
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Design und Verarbeitung
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Ausstattung und Bedienung
3
Sprachqualität
5
Akkulaufzeit
6
Multimedia
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Einsortierung
Sony Xperia E Dual von Sony wurde als Smartphone abgelegt. Zusätzlich wurden die folgenden Schlagworte vergeben: Mobile, Testbericht, Handy, Android, Smartphone, Sony, Dual-SIM, Review, Android 4.1 Jelly Bean, Sony Xperia und Sony Xperia E Dual .
Kommentare zu diesem Artikel

Für gerade einmal 150 Euro bietet das Sony Xperia E dual eine aktuelle Android-Version, und die Möglichkeit das Handy mit zwei SIM-Karten zu betreiben. Der Test zeigt jedoch das Xperia E ist günstig, aber nicht gut.

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  • Winter schrieb Uhr
    AW: Sony Xperia E dual im Test: Dual-SIM-Smartphone für 150 Euro

    Diese Handy ist der größte Müll ich habe mein Xepria e dual nach 3 Monaten das 1.Mal einschicken lassen habe es nach dem ich es wiederbekommen habe gleich wieder einschicken lassen müssen da die Fehler nach 2 Tagen wieder aufgetreten sind und jetzt war es das 3.Mal in der Werkstatt und die finden da nichts obwohl das einfach nicht sein kann .
  • Maritahelen schrieb Uhr
    AW: Sony Xperia E dual im Test: Dual-SIM-Smartphone für 150 Euro

    schade ich muss das xperia dual sim jetzt zum 2.Mal in der Garantiezeit einsenden. Die Fehler sind so massiv das es für einen beruflichen, wie auch privaten Gebrauch nicht zu empfehlen ist.Es kann nicht sein, dass die Softwareprobleme so massiv sind, dass ich fast ständig nicht zu erreichen bin. Die Simkarten werden willkürlich ausgeschaltet. Das geht garnicht.
  • Federico schrieb Uhr
    AW: Sony Xperia E dual im Test: Dual-SIM-Smartphone für 150 Euro

    Warum ist es mir unmöglich, das E Dual mit der Fritz-Box zu verbinden?
  • esser schrieb Uhr
    AW: Sony Xperia E dual im Test: Dual-SIM-Smartphone für 150 Euro

    wie kann ich fest stellen ob mein sony xperia 4,0 oder 4,1 hat
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Sony Xperia E dual im Test
Sony Xperia E dual im Test
Das Sony Xperia E dual verspricht Android 4.1 Jelly Bean und einen Dual-SIM-Modus für kleines Geld. Der Test zeigt jedoch, der Nutzer muss hierfür viele Kompromisse machen.
http://www.netzwelt.de/news/96213-sony-xperia-e-dual-test.html
2013-06-14 16:29:49
http://img.netzwelt.de/dw320_dh240_sw320_sh240_sx430_sy514_sr4x3_nu0/picture/original/2014/08/sony-xperia-e-dual-produktbild-114495.png
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