Kampfmaschinen erobern das Netz

MechWarrior Online: Im Kurztest

Lange Zeit war es still um die stählernen Kampfkolosse aus dem Battletech-Universum. Doch jetzt stampfen sie wieder schwer bewaffnet durch zerklüftete, virtuelle Landschaften, um sich gegenseitig in glühendes Altmetall zu verwandeln. Noch in der Beta-Phase, macht Mechwarrior Online von Entwickler Piranha Software schon einen vielversprechenden Eindruck, hat sein ganzes Potenzial jedoch bei Weitem noch nicht ausgeschöpft.

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Mechwarrior Online - Go Ballistic Trailer: Mit diesem Gameplay-Trailer wurde der Online-Titel Mechwarrior Online im Rahmen der PAX 2013 präsentiert. Er zeigt unter anderem verschiedene Mech-Klassen in Kampf-Situationen, sowie verschiedene Lackierungen für die riesigen Kriegs-Maschinen. Derzeit befindet sich der Free-to-Play-Titel noch in einer offenen Beta-Phase. Zum Video: Mechwarrior Online - Go Ballistic Trailer

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Die Entwarnung vorweg: Der Sprung ins Genre der Free-2-Play-Titel hat der Mechwarrior-Reihe nicht geschadet. Der ursprüngliche Reiz, sich einen riesigen Roboter zusammenzubasteln und damit in die Schlacht zu ziehen, ist geblieben. Wie man sich rüstet, bleibt einem innerhalb des Regelwerks weitgehend selbst überlassen. Allerdings sollte man sich darüber klar sein, dass auch das mächtigste Stahlmonster in Mechwarrior Online nicht unverwundbar ist: Läuft eine vor Waffen strotzende Maschine im Kampf heiß, geht für eine Weile erst mal gar nichts mehr - und Gegner haben dann besonders leichtes Spiel, den Koloss zu Fall zu bringen. Deshalb sollte man seinen Mech nicht nur bis an die Zähne bewaffnen, sondern auch mit technischen Gimmicks wie etwa Wärmetauschern ausstatten. Solche Erweiterungen lassen sich übrigens problemlos erspielen. Der Ingame-Shop bietet lediglich kosmetische Add-ons für echtes Geld an. Somit entgeht Mechwarrior Online der Gefahr, dass einzelne Spieler das gute Balancing der Kampfmaschinen durch zugekaufte Superwaffen aushebeln könnten.

Zu Anfang stehen für die ersten Gehversuche gleich vier verschiedene Kampfboliden bereit. Der Spieler agiert stets vom Cockpit aus und hat keine Möglichkeit, die Perspektive zu verändern. Die gewollt eingeschränkte Sicht muss durch taktisches Geschick und Teamarbeit ausgeglichen werden. Hier zeigt sich eines der wenigen Mankos von Mechwarrior Online: Das Spiel bietet Einzelkämpfern kaum eine Chance, geschweige denn eigene Inhalte wie eine eigene Kampagne. Alles ist voll und ganz auf Gruppengefechte zugeschnitten - in die Neulinge ganz ohne vorbereitendes Tutorial hineingeschmissen werden, um ihr Glück zu versuchen. Anfänglicher Frust ist da vorprogrammiert.

Die derzeit verfügbaren Karten bieten viel Abwechslung: von der kargen Schneelandschaft bis hin zu verwinkelten Straßenzügen, die zu hitzigen Nahkämpfen einladen, ist alles dabei. Die aktuell gebotenen Spielmodi hingegen beschränken sich auf traditionelle Kost: das Erobern der gegnerischen Basis sowie das Halten und Verteidigen von heiß umkämpften Ressourcenpunkten.

MechWarrior Online: Im Kurztest

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Bis zur Fertigstellung von Mechwarrior Online im Spätsommer gibt es für die Entwickler noch ein wenig zu tun. So wirkt das Spiel derzeit recht steril. Das liegt vornehmlich an den - trotz der verwendeten CryEngine 3 - immer noch recht kärglichen grafischen Effekten, die die Wucht der mächtigen Mech-Geschosse allenfalls erahnen lassen. Der Langzeitmotivation würden auch weitere Modi mit frischen Spielvarianten zugutekommen. Dennoch kann Mechwarrior Online bereits im Beta-Stadium eingefleischte Fans an den Bildschirm fesseln.

Datenblatt

MechWarrior Online
SpielnameMechWarrior Online
HerstellerPiranha Games
VertriebInfinite Game Publishing
GenreSimulation
Erhältlich ab19.05.2013
Preiskostenlos
EAN Code 
SchwierigkeitFür Fortgeschrittene
Alterab 16 Jahren
Multiplayer2-16 (WWW)
Sonstiges 
Bewertung Grafikgut
Bewertung Steuerunggut
Bewertung Soundsehr gut
Bewertung Spielspassbefriedigend
Bewertung Gesamtbefriedigend
SystemPC

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