Gute Akkulaufzeit, schwaches Display

LG Optimus L3 II: 95-Euro-Smartphone im Test

LG legt seine L-Style-Reihe neu auf. Den Anfang macht das Modell Optimus L3 II. Das Mini-Smartphone glänzt im Test unter anderem mit guter Akkulaufzeit und überzeugender Sprachqualität, weist jedoch eine entscheidende Schwäche auf.

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LG Optimus L3 II im Test: Formfaktor - Das LG Optimus L3 II glänzt durch seinen kompakten Formfaktor. (Bild: netzwelt)
Das LG Optimus L3 II glänzt durch seinen kompakten Formfaktor. (Bild: netzwelt)

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Design und Verarbeitung
  2. 2Hardware
  3. 3Sprachqualität und Akkulaufzeit
  4. 4Multimedia
  5. 5Software
  6. 6Fazit

Design und Verarbeitung

Das LG Optimus L3 II ist vor allem eines: kompakt. Es ist kaum größer als eine Packung Zigaretten, leider aber mit 11,9 Millimeter auch ähnlich dick. In engen Hosentaschen trägt es daher auf. Das Design ist alles andere als aufregend, eine schöne Idee ist es aber den Home-Button gleichzeitig als Status LED zu nutzen. Ein Leuchtring um den Knopf informiert den Nutzer über verpasste Anrufe oder Termine. In den Einstellungen kann die Beleuchtung den eigenen Wünschen zufolge konfiguriert oder auch vollständig abgeschaltet werden.

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Bei der Verarbeitung erlaubt sich der Hersteller keine größeren Patzer; das Gehäuse ist aber nicht gerade wertig. Der Akkudeckel besteht aus rutschigem Kunststoff, der schnell mit hässlichen Schlieren überzogen ist. Bei Druck knarzt er zudem. 

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Hardware

Das sicherlich größte Manko des LG Optimus L3 II sieht der Nutzer bereits nach dem ersten Einschalten: Die Darstellung von Bildschirminhalten ist selbst auf dem nur 3,2 Zoll großen Mini-Display extrem pixelig. Statt Schäfchen können Sie zum Einschlafen künftig problemlos die insgesamt 76.800 Pixel des TFT-Bildschirms einzeln nachzählen. Zum Vergleich: DasSony Xperia E bietet zum selben Preis die doppelte Pixelzahl. Dies ist insbesondere beim Lesen störend. Längere Betrachtung des Displays strengte die Augen an und verursachte im Test leichte Übelkeit.

In Sachen Rechenleistung überrascht das LG Optimus L3 II dagegen. Die Android-Menüs laufen dank dem mit Jelly Bean eingeführten "Project Butter" größtenteils flüssig. Apps brauchen aber immer einen kleinen Moment nach dem Start ehe sie bereit stehen. Das gilt auch für Standard-Anwendungen wie den Telefondialer. Für Casual Gamer bitter: Die neueste Angry Birds-Folge Star Wars ist aus ungeklärten Gründen nicht mit dem Smartphone kompatibel. Andere beliebte Games stehen jedoch für das Gerät bereit - selbst das 3D-Jump&Run Temple Run 2 läuft auf dem LG Optimus L3 II - allerdings nicht ohne Ruckler.

Vom vier Gigabyte großen internen Speicher stehen dem Nutzer 1,74 Gigabyte für Fotos, Videos, Musik und Co. zur Verfügung. Nicht viel, aber für den Anfang ausreichend. Bei Bedarf kann der Speicher erweitert werden.

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