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Acer Aspire V5-122P im Test: Subnotebook mit AMD-Quadcore
Ab 450 Euro

von Michael Knott
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Im Acer Aspire V5-122P steckt bereits der neue "Temash"-Chip A6-1450 von AMD. Hinzu kommt eine AMD Radeon-Grafik, vier Gigabyte Arbeitsspeicher sowie ein elf Zoll großer Touchscreen. Im Test hinterlässt es einen guten Eindruck. Das alles gibt es zu einem sehr günstigen Preis.

Das Subnotebook Acer Aspire V5-122 kostet gerade einmal 450 Euro, bietet dafür aber eine höchst interessante Ausstattung. Als Prozessor kommt die brandneue Quadcore-CPU Temash A6-1450 von AMD sowie eine AMD Radeon-Grafik zum Einsatz. On top gibt es ein schlankes Gehäuse inklusive 11,6 Zoll großem Touchscreen, das sich im Test bewährt.

Die Neuvorstellung von Acer könnte man als klare Kampfansage in Richtung der von Intel-Chips dominierten Ultrabook-Riege verstehen. Oder, je nach Standpunkt, als günstigere und besser ausgestattete Alternative zum beliebten MacBook Air von Apple. Wie auch immer - der Hersteller schnürt mit dem V5-122P ein gleichzeitig innovatives wie preisgünstiges Paket, wie sich im Test herausstellt.

Ausstattung und Lieferumfang

Der 11-Zöller kommt in einem kompakten Karton ins Haus, der nur recht wenig Zubehör enthält. Neben einer Schnellstartanleitung und einem etwas dickeren Begleitheft inklusive Händlerverzeichnis findet sich lediglich noch das angenehm kompakte Netzteil (194 Gramm) in der Verpackung.

Mit dem Aspire V5-122 schickt Acer eines der ersten Geräte überhaupt mit dem brandneuen Quad-Core-Prozessor AMD A6-1450 "Temash" ins Rennen. Die Standardtaktrate liegt bei 1,0 Gigahertz, die Größe des Arbeitsspeichers beträgt vier Gigabyte. Das Testgerät kann zudem mit der integrierten AMD-Grafik Radeon HD 8280G aufwarten. Als Massenspeicher dient eine traditionelle HDD mit einer Kapazität von 500 Gigabyte. Im Auslieferungszustand sind davon noch etwa 422 Gigabyte von frei.

Acer V5-122P im Test

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Auf den ersten Blick kann man kaum glauben, dass Acer das V5 mit brandneuem AMD-Chip für günstige 450 Euro anbietet. (Bild: Acer)

Anschlussseitig verfügt das Acer-Subnotebook über zwei USB-Ports, die jeweils rechts und links an der Gehäuseflanke zu finden sind. Die rechte USB-Buchse überträgt Daten bereits nach dem schnellen USB-3.0-Standard. Auch den Ein- und Aus-Schalter platziert Acer an der rechten Seite. Außerdem findet sich noch ein Mini-Displayport sowie ein SD-Kartenleser in Standardgröße am Gerät. Am Gehäuseboden sitzt, verdeckt durch eine Gummilippe, ein weiterer Port zum Anschluss eines optionalen Zusatzakkus.

Das Display mit einer Bildschirmdiagonalen von 11,6 Zoll bietet eine Auflösung von 1.366 x 768 Pixeln. Eine im oberen Displaybereich verbaute Webcam mit einer Auflösung von knapp einem Megapixel dient der Videotelefonie oder fertigt Selbstportraits des Nutzers an.

Verarbeitung

Auf den ersten Blick sieht es so aus, als ob Acer trotz des sehr attraktiven Einstiegpreises beim Gehäuse großzügig Metall einsetzt. Beim Anfassen des 1.355 Gramm schweren V5-122P wird aber schnell klar, dass es sich lediglich um Kunststoff in Metalloptik handelt. Kein Zweifel am verwendeten Material kommt beim Blick auf die Unterseite des Notebook auf - der schwarze, sehr raue Kunststoff ist definitiv nicht die Schokoladenseite des Testgerätes.

Im geschlossenen Zustand lässt sich der Deckel mit relativ geringem Kraftaufwand, dafür nur sehr wenig eindrücken. Aber auch bei erhöhtem Druck besteht nicht die Gefahr, Teile des Notebooks zu beschädigen. Höllisch aufpassen sollten zukünftige Nutzer, wenn sie spitze Gegenstände zusammen mit dem V5 transportieren. Der Deckel war beim netzwelt zu Verfügung gestellten Exemplar binnen kürzester Zeit mit tiefen Kratzern übersät.

Nicht ganz sauber: Beim Einsetzen des Trackpads hat Acer ein wenig geschludert

Auffällige Spaltmaße finden sich am Gehäuse selbst keine. Jedoch ist das Trackpad nicht zu einhundert Prozent passgenau eingesetzt. Am linken Rand ist ein deutlicher Spalt erkennbar. Dieser hat zwar keinen Einfluss auf die Funktion, mit der Zeit könnte sich hier aber Schmutz ansammeln.

Display

Auf Full HD-Auflösung müssen Käufer des Acer V5-122P verzichten. Ein wirkliches Problem stellt dies angesichts der ohnehin knapp bemessenen Bildschirmfläche aber nicht dar. Einzelne Pixel sind nur zu erkennen, wenn man mit der Nase schon fast den Touchscreen berührt. Und auch zu den geächteten Treppeneffekten, etwa bei der Darstellung von Schrift, kommt es kaum.

Kritischer sind da schon die starken Reflexionen des Touchscreens. Dieses Manko teilt sich das Acer-Notebook mit nahezu allen anderen großformatigen Touchscreen-Geräten, seien es nun Ultrabooks, Notebooks oder Tablets.

Die Maximalhelligkeit schafft es erwartungsgemäß nicht, die Spiegelungen zu überstrahlen. Daher eignet sich das Testgerät auch nur bedingt für den Einsatz im Freien. Relativ großzügig fallen die Blickwinkel auf die Anzeige aus. Sowohl vertikal als auch horizontal kommt es erst zu kritischen Bildverfälschungen, wenn der Nutzer aus ungewöhnlichen Winkeln auf das Display blickt.

Ob man bei einem Notebook dieser Größenordnung wirklich einen Touchscreen benötigt, sei dahingestellt und ist eine Frage der persönlichen Vorlieben. Fest steht hingegen, dass der Touchscreen des Acer-Computers auf Eingaben mit dem Finger im Testzeitraum zuverlässig reagierte und das installierte Windows 8 zumindest bei der Kachelansicht zur Touch-Bedienung einlädt. Das Nachwippen des Bildschirms hält sich nach einer Berührung in erträglichen Grenzen. Acer verbaut sehr gute, kräftige Display-Scharniere.

Ergonomie

Zum Öffnen des Display-Deckels sind beide Hände notwendig, damit der Gehäuseboden nicht vom Schreibtisch abhebt. Zum Vorschein kommt ein aufgeräumtes, in Gehäusefarben angestrichenes  Interieur. Positiv: Sämtliche 84 Tasten sind per Hintergrundbeleuchtung illuminiert. Die Beleuchtung ist einstufig, lässt sich also ein- oder ausschalten. Eine stufenlose Regelung über Tasten ist nicht möglich.

Gut gefällt der Druckpunkt der einzeln aufgehangenen Tasten. Bei vergleichsweise kurzem Hub erinnert die Tastatur an Apples MacBooks. Ausnahme ist die obere Pfeiltaste, die beim Druckpunkt von allen anderen Tasten deutlich abweicht. Für einen separaten Nummernblock fand Acer wenig überraschend keinen Platz mehr. Auch Pfeil- und Return-Taste fallen kleiner als bei einer Tastatur in Standardgröße aus. Es benötigt jedoch nur eine geringe Eingewöhnungszeit, um auf dem Acer V5 treffsicher tippen zu können.

Das Trackpad mit einer Diagonalen von knapp zehn Zentimetern unterstützt Multitouch-Gesten. So ist es zum Beispiel möglich, mithilfe von zwei Fingern auf Webseiten oder in langen Excel-Tabellen zu scrollen. Die Touchpad-Fläche ist eben und nicht unterteilt. Einen Rechtsklick führt der Nutzer über Druck auf den rechten Bereich des Eingabegerätes aus.

Leistung und Akkulaufzeit

Besonders spannend ist natürlich die Frage, wie sich der AMD-Chipsatz im Alltag schlägt. Bei AMDs Temash handelt es sich um ein sogenanntes System on a chip (SoC). Grafikeinheit und CPU sowie weitere Komponenten sitzen also auf dem gleichen Chip. Etwas träge reagiert das Testgerät beim Aufwecken aus dem Ruhezustand. Es dauert etwa vier Sekunden, bis das Gerät auf Eingaben reagiert - das können aktuelle Ultrabooks deutlich besser. Für einen kompletten Neustart von Windows 8 benötigt die Konfiguration etwa 28 Sekunden. Auch diese Zeit ist weit von einem Eintrag in der Bestenliste entfernt. Genauso der Wert im Windows-eigenen Leistungsindex - 4,0 Punkte, limitierender Faktor ist die Desktop-Grafik. Prozessor (4,2), RAM (5,4), Spiele-Grafik (5,8) zbd Festplatte (5,9) liegen leicht darüber.  

Nach Lösen von einer Handvoll Schrauben können versierte Nutzer Komponenten wie HDD, RAM und selbst den Akku austauschen.

Beim CPU-Test unter Cinebench 11.5 erzielt das Acer V5-122P-61454G50nss, so die vollständige Produktbezeichnung der Testkonfiguration, 1,27 Punkte. Nach Abschluss des GPU-Tests stehen 10,32 Bildwiederholungen in der Sekunde an. Das Benchmark-Programm 3DMark 2013 gibt im Ice Storm-Test 18.572 Punkte als Standard Score (Graphics Score 22.267, Physik Score 11.749 Punkte) aus.

Im Alltag liefert das Acer-Testgerät kaum Anlass zur Leistungskritik. Bis auf das gefühlt etwas langsame Aufwachen aus dem Ruhezustand arbeitet das Subnotebook flüssig. Zu keinerlei Verzögerungen kommt es etwa, wenn man in der Kachelansicht unter Windows 8 64-Bit mit den Fingern schnell hin und her wischt. Sämtliche von netzwelt aus dem Windows Store heruntergeladene Spiele liefen anstandslos und ohne Ruckler. Grob vereinfacht lässt sich sagen: Das Acer V5-122P ordnet sich bei der Leistung genau zwischen Ultrabook und Netbook ein. Dazu passt auch die Akkulaufzeit, die je nach Nutzung zwischen vier und fünf Stunden liegt.

Lautsprecher

Zwei Lautsprecher verbaut Acer beim V5-122P. Sie befinden sich jeweils links und rechts im Gehäuseboden. Von dort aus strahlen sie vornehmlich die Tischplatte an. Eine leichte Wölbung der Base Unit verbessert den Abstrahlwinkel der Speaker. Diese Bemühungen in allen Ehren, dennoch darf man vom Sound des Subnotebooks keine Klangwunder erwarten. Die Maximallautstärke ist zwar ausreichend, die Treiber hingegen nicht ganz pegelfest. Bei höherer Lautstärke kommt es zu Verzerrungen.

Umwelt 

Abluft transportiert das V5-122P vornehmlich über Öffnungen an der linken Gehäuseflanke ins Freie. Leider ist der verbaute Lüfter sehr deutlich hörbar. Unter Last springt er schnell an und fährt seine Drehzahl nur langsam wieder herunter. Bei reinen Office-Tätigkeiten sowie beim Surfen im Netz hält er sich die meiste Zeit über zurück.

Löst man eine Hand voll handelsüblicher Kreuzschlitz-Schrauben am Gehäuseboden erhält man Zugang zum Innenleben des kompakten Notebooks. Kompakt geht es auch im Innenraum zu, dennoch können versierte Nutzer hier Komponenten wie Festplatte oder RAM bei Bedarf selbst austauschen. Wer die Arbeitsgeschwindigkeit weiter erhöhen will, baut einfach eine SSD ein. Auch der Akku ist prinzipiell austauschbar, sollte seine Leistung mit der Zeit nachlassen.

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netzwelt
5.5
Acer Aspire V5-122P
Vorteile
  • Preis/Leistung
  • kompakt
  • Touchscreen
Nachteile
  • Deckel zu weich
  • lauter Lüfter

AMD-Subnotebook

Kompakt, mit ausreichend Schnittstellen und einem Touchscreen gesegnet: Das Acer V5-122P hinterlässt im Test einen guten Eindruck. Auch die Performance des neuen AMD-Chipsatzes trägt zum gelungenen Endresultat bei. Der Preis von 450 Euro ist für das Gesamtpaket sehr angemessen und könnte im Laufe der Zeit weiter fallen - dann wird das V5 fast schon zum echten Schnäppchen. Kritik erntet das Subnotebook, Acer selbst nennt es übrigens "Ultra-thin", für den zu weichen Kunststoff des Display-Deckels. Auch der Lüfter könnte nach Geschmack von netzwelt etwas zurückhaltender sein. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Testberichtes handelt es sich beim Acer V5-122P um das derzeit einzig verfügbare Notebook mit der AMD A6-1450-Plattform. Echte Alternativen sind daher noch nicht auszumachen, werden aber sicherlich nicht allzu lange auf sich warten lassen.


Einzelergebnisse
Bereits bei der Auswahl eines Notebooks, Laptops oder Ultrabooks versuchen wir, die unterschiedlichen Anforderungen der Nutzer zu berücksichtigen. Über welches Modell wird gerade im Netz besonders eifrig diskutiert? Wo gibt es gerade ein besonders interessantes Sonderangebot? Zudem greifen wir immer wieder Testanregungen von Nutzern auf, die wir per Leserbrief, über die Sozialen Netzwerke oder über das netzwelt-Forum erhalten. Hier erfahren Sie, wie wir Notebooks testen.
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Design
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Display
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Eingabegeräte
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Leistung
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Ausstattung
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Multimedia
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Einsortierung
Acer Aspire V5-122P von Acer wurde als Notebook abgelegt. Das Produkt wurde in die Notebook-Bestenlisten Alle Notebooks und Windows-Laptops mit Touchscreen aufgenommen. Zusätzlich wurden die folgenden Schlagworte vergeben: Computer, Testbericht, Notebook, Acer, AMD, Subnotebook, Touchscreen, Laptop, Windows 8, AMD-Prozessor, Acer Aspire, Acer Aspire, Review und Acer Aspire V5-122P .
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Im Acer Aspire V5-122P steckt bereits der neue "Temash"-Chip A6-1450 von AMD. Hinzu kommt eine AMD Radeon-Grafik, vier Gigabyte Arbeitsspeicher sowie ein elf Zoll großer Touchscreen. Im Test hinterlässt es einen guten Eindruck. Das alles gibt es zu einem sehr günstigen Preis.

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Acer Aspire V5-122P im Test: Subnotebook mit AMD-Quadcore
Acer Aspire V5-122P im Test: Subnotebook mit AMD-Quadcore
Mit dem Modell Aspire V5-122P hat der taiwanische Hersteller eines der ersten Notebooks mit AMDs neuer Prozessorgeneration Temash im Angebot. Ein ausführlicher Testbericht.
http://www.netzwelt.de/news/95953-acer-aspire-v5-122p-test-subnotebook-amd-quadcore.html
2013-05-24 19:38:46
http://img.netzwelt.de/dw320_dh240_sw320_sh240_sx430_sy514_sr4x3_nu0/picture/original/2014/08/acer-aspire-v5-122p-produktbild-114715.png
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