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Casio Exilim EX-ZR 400 im Test
Lange Akkulaufzeit, durchschnittliche Bildqualität

von Jan Kluczniok Uhr veröffentlicht

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Casio bietet mit der Exilim EX-ZR 400 eine Kompaktkamera für Vielknipser. Mit einer Akkuladung sind über 500 Fotos möglich. Vielknipser, die das Gerät zu ihrem Urlaubsbegleiter auserwählen, müssen dafür aber an anderer Stelle Abstriche machen.

Lange Akkulaufzeit, keine verwackelten oder verschwommen Aufnahmen und effektvolle Fotos ganz ohne Spiegelreflexkamera oder tiefgründige Fotografiekenntnisse - das verspricht Casio bei seiner neuen Kompatkamera Exilim EX-ZR 400. Ist der Knipskasten also der perfekter Begleiter für den Urlaub?

Technik und Verarbeitung

Die Exilim EX-ZR 400 von Casio bietet einen CMOS-Sensor mit einer für die Preisklasse typischen Kantenlänge von 1/2,3 Zoll. Gegenüber den in anderen Kameras verwendeten CCD-Sensoren ist dieser deutlich stromsparender. Die maximale Auflösung beträgt für Fotos 16 Megapixel, Videos nimmt die Kompaktkamera in Full HD (1080p) auf. Als Objektiv verwendet Casio ein 24-Millimeter-Weitwinkelmodell, das einen 12,5-fachen optischen Zoom bietet. Umgerechnet ins Kleinbildformat beträgt die Brennweite damit 24 bis 300 Millimeter. Damit lassen sich auch weit entfernte Objekte mühelos heranzoomen.

Casio Exilim EX-ZR 400

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Die Casio Exilim ZR 400 eignet sich vor allem für Vielknipser. Eine Akkuladung reicht für über 500 Fotos. (Bild: netzwelt)

Die Brennweite lässt sich dank Digitalzoom noch einmal um das Doppelte erweitern. Dank der hier verwendeten Multi SR Zoom-Technik soll die Bildqualität dabei nicht so stark leiden wie bei anderen digitalen Zoomverfahren. Die Pixel werden hier nämlich nicht interpoliert, sondern stattdessen vier Aufnahmen zu einem scharfen Foto zusammengefügt. Das Ergebnis war im Test akzeptabel - zumindest bei ausreichendem Licht. Wunder darf man aber nicht erwarten.

Ein Highlight der ZR 400 ist die verwendete Engine HS 3. Sie verleiht der Kamera förmlich Flügel. Kaum hat der Nutzer den Finger vom Anschaltknopf genommen, ist die EX-ZR 400 auch schon betriebsbereit. Der Autofokus benötigt ebenfalls nur Millisekunden und eine Verzögerung zwischen zwei Aufnahmen ist quasi nicht warhnehmbar. Laut Hersteller liegt sie aber bei 0,26 Sekunden.

Die gesamte Technik steckt in einem robusten Gehäuse, das teils aus Plastik, teils aus Metall besteht. In Sachen Verarbeitung lässt sich, abgesehen von kleineren Spaltmaßen, nichts bemängeln. Die Bedientasten weisen einen klaren Druckpunkt und ausreichend Hub auf. Der Kamerabody ist ausbalanciert und verliert auch bei voll ausgefahrenem Objektiv nicht das Gleichgewicht, wenn man die Kamera abstellt. Das Gehäuse ist zudem kompakt genug, um in Hosen- oder Jackentasche zu verschwinden. Mit einer Dicke von 28,6 Millimetern und einem Gewicht von 205 Gramm inklusive Akku und Speicherkarte trägt die Kamera hier aber leicht auf.

Bedienung

Die Bedienung der Casio Exilim ZR 400 erfolgt mit der rechten Hand. Alle Bedienelemente sind dabei mit Daumen und Zeigefinger bequem und direkt zu erreichen, genauso wie alle wichtige Funktionen. Für den Aufnahmemodus steht beispielsweise ein Wahlrad an der Oberseite bereit und für Videoaufnahmen gibt es einen separaten Auslöser.

Tiefergehende Einstellungen wie Weißabgleich, Blende etc. lassen sich ebenfalls schnell über das Fünf-Wege-Steuerkreuz vornehmen. Auflösung und Co. werden dagegen über eine separate Menütaste verändert. Die Menüs sind dabei schlank und selbsterklärend aufgebaut. Das beiliegende Handbuch kann also getrost im Karton bleiben.

Als Motivsucher und zum Betrachten der gemachten Aufnahmen dient ein drei Zoll großes Super LC-Display. Es glänzt im Test mit seiner hellen Darstellung, wodurch man auch im Freien alles deutlich auf dem Bildschirm erkennen kann. 

Speicher, Anschlüsse und Akkulaufzeit

Der interne Speicher der Casio Exilim EX-ZR 400 beträgt lediglich 52,2 Megabyte. Das reicht für knapp 13 Fotos mit der maximalen Auflösung von 16 Megapixeln. Um die Verwendung einer SD-Speicherkarte kommen Nutzer jedoch nicht herum. Auf einer vier Gigabyte Speicherkarte finden dann laut Hersteller 1.072 Fotos in maximaler Auflösung oder zwei Stunden und 13 Minuten Full HD-Video Platz. Bilder können via USB-Schnittstelle auf den PC überspielt werden. Für den Anschluss an den Fernseher steht auch eine HDMI-Schnittstelle bereit. Ein Stativgewinde rundet das Schnittstellenangebot ab.

Die Akkulaufzeit gibt Casio mit durchschnittlich 515 Fotos an. Im netzwelt-Test hielt der Akku aber bereits nach der ersten Vollladung wesentlich länger durch. Erst nach knapp 350 Fotos sank die Batterieanzeige und nach 534 Aufnahmen war der Akkustand zwar in den roten Bereich gefallen. Dennoch machte die Exilim EX-ZR 400 weiter munter Fotos. Auf einen Zweitakku können Nutzer selbst bei längeren Urlaubsreisen getrost verzichten. Geladen werden kann der Akku der Exilim ZR-400 allerdings nur in der Kamera. Ein separates Ladegerät legt der Hersteller der Kompaktkamera nicht bei, es kann aber zugekauft werden.

Bildqualität

Die Bildqualität der Casio Exilim EX-ZR 400 sorgt zunächst für Begeisterung. Farben werden kräftig, aber dennoch natürlich wiedergegeben. Die Aufnahmen weisen klare Kontraste auf und wirken zudem gestochen scharf. Selbst feinste Details, etwa die einzelnen Haare des Teddies aus dem netzwelt-Fotolabor, sind zu erkennen. Allerdings wirkten viele Aufnahmen im Test auch etwas überzeichnet, wodurch ein surrealer Eindruck entsteht. Gut zu erkennen etwa an der Aufnahme der Hamburger Elbphilharmonie, die bei strahlenden Sonnenschein im Rahmen einer Hafenrundfahrt entstand.

Casio Exilim EX-ZR 400 Testfotos

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Die mit der Casio Exilim ZR 400 Aufnahmen bieten eine hohe Detailtiefe. (Bild: netzwelt)

Vergrößert der Nutzer die Aufnahmen auf 100 Prozent, wird er feststellen, dass die ZR 400 bereits bei niedrigen ISO-Werten (ISO 80) ein starkes Bildrauschen generiert. Erst ab einer Verkleinerung auf unter 50 Prozent der Anzeige ist dieses bei Tageslichtaufnahmen nicht mehr zu erkennen. Sind die Fotos unter Kunstlicht entstanden, sind leichte Bildstörungen auch bereits bei einer Verkleinerung auf ein Viertel der Originalgröße wahrnehmbar. Bei Betrachtung in Originalgröße treten auch Farbsäume vereinzelt zu Tage. Insgesamt ist die zunächst vor allem auf dem Kameradisplay hervorragend wirkende Bildqualität also nur Durchschnitt.

Casio stattet die Exilim EX-ZR 400 mit zahlreichen Motivprogrammen aus, etwa HDR oder einem speziellen Potraitmodus, bei dem der Hintergrund unscharf gestellt wird. Dazu kombiniert die Kamera zwei Aufnahmen. Im Test funktionierte dies aber zumeist nicht - die Kamera meldete einen Fehler. Die Programme sind also eher als nettes Gimmick zu sehen.

Fazit

Die Casio Exilim EX-ZR 400 glänzt im Test mit einfacher Bedienung, einem großen Zoom und langer Akkulaufzeit. Sie empfiehlt sich daher für Nutzer, die im Urlaub oder unterwegs nicht Ersatzakku, Ladegerät und Co. mitschleppen wollen. Vielknipser müssen jedoch mit der nur durchschnittlichen Bildqualität leben.

Die unverbindliche Preisempfehlung für die Casio Exilim EX-ZR 400 lautet 279 Euro. Im Netz ist das Modell bereits ab 189 Euro erhältlich.

Alternativen sind die Sony Cybershot HX20V und die Canon Powershot SX240.

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Casio bietet mit der Exilim EX-ZR 400 eine Kompaktkamera für Vielknipser. Mit einer Akkuladung sind über 500 Fotos möglich. Vielknipser, die das Gerät zu ihrem Urlaubsbegleiter auserwählen, müssen dafür aber an anderer Stelle Abstriche machen.

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Casio Exilim EX-ZR 400 im Test
Casio Exilim EX-ZR 400 im Test
Die Casio Exilim EX-ZR 400 glänzt im Test mit einer langen Akkulaufzeit. Dafür offenbart das Modell aber an anderer Stelle Schwächen.
http://www.netzwelt.de/news/95944-casio-exilim-ex-zr-400-test.html
2013-05-23 14:06:12
http://img.netzwelt.de/dw120_dh90_sw0_sh0_sx0_sy0_sr4x3_nu0/article/2011/aktivierung-codesperre-sollte-siri-deaktiviert--bild-screenshot9215.png
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