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BlackBerry: Hersteller strebt Führungsrolle im Internet der Dinge an Entwicklerkonferenz in Orlando

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BlackBerry will in einer zunehmend vernetzten Welt wieder eine Führungsrolle übernehmen. Das machte der kanadische Hersteller auf seiner Entwicklerkonferenz BlackBerry Live deutlich. Helfen sollen dem angeschlagenen Handyhersteller dabei das eingekaufte QNX-System sowie der BlackBerry Enterprise Service und der BlackBerry Messenger.

Der Radiowecker aktiviert die Kaffeemaschine, das Auto fährt den Arbeitsrechner beim Einparken vor dem Büro hoch. Das so genannte Internet der Dinge ist gar nicht mehr soweit entfernt wie manch einer denken mag. Der kanadische Handyhersteller BlackBerry strebt bei diesem Thema eine Führungsrolle an. Helfen sollen dabei das Betriebssystem QNX sowie die BlackBerry Enterprise Services und der BlackBerry Messenger.

BlackBerry Live

Das renommierte US-Technikmagazin Wired titelt in seiner aktuellen Ausgabe "Welcome to the progammable World". Was Autor Bill Wasik auf mehreren Seiten dort beschreibt, ist eine total vernetzte Welt, in der elektronische Geräte miteinander kommunizieren. Der Wecker sagt der Kaffeemaschine, das wir aufgestanden sind und diese beginnt daraufhin Kaffee zu kochen. Der Bürorechner startet von ganz allein, nachdem unser Auto gemeldet hat, dass wir vor dem Büro eingeparkt haben.

Diese "Programmable World", hierzulande auch als "Internet der Dinge" bekannt, ist näher als mancher denken mag, resümiert Wired-Autor Bill Wasik. Und in dieser Welt will der angeschlagene kanadische Handyhersteller BlackBerry wieder zur alten Stärke zurückfinden. Das machte das Unternehmen auf seiner Entwicklerkonferenz BlackBerry Live im sonnigen Orlando deutlich. Die Hoffnung des Unternehmens ruht dabei auf dem eingekauften Betriebssystem QNX.

QNX: Stabiles Echtzeit-Betriebssystem

BlackBerry hat das Unternehmen im Jahre 2010 übernommen und auf dessen Basis seine neue Plattform BlackBerry 10 entwickelt. Die Wurzeln von QNX reichen bis in die 1980er Jahre zurück. Es handelt sich dabei um ein sogenanntes Echtzeitbetriebssystem, das sich durch hohe Stabilität, Planbarkeit und Sicherheit auszeichnet. Erreicht wird dies unter anderem durch eine schlanke Architektur. Während der QNX-Kernel nur 100.000 Zeilen Code umfasst, kommt der Android-Kernel beispielsweise auf 12 Millionen Codezeilen. Im schlechtesten Fall reagiert QNX in 0,000008 Sekunden auf die Anfrage eines Programms, Linux-basierte Systeme dagegen laut Hersteller innerhalb einer Sekunde.

In Umgebungen wo Systemabstürze oder Verzögerungen im schlimmsten Fall Menschenleben kosten können, ist QNX daher seit Jahrzehnten die erste Wahl. Das System kommt beispielsweise bei der Steuerung von Atomkraftwerken oder von OP-Maschinen zum Einsatz. Weitere Anwendungsgebiete für QNX sind so genannte Infotainmentsysteme im Auto oder in der industriellen Fertigung.

Mit der eingangs beschriebenen zunehmenden Vernetzung von Alltagsgegenständen könnten die Einsatzgebiete von QNX noch steigen. Zwar hängt nicht unser Leben davon ab, ob Kaffee bereits nach dem Aufstehen bereit steht, dennoch bringt die automatisierte Welt nur Vorteile, wenn sie halbwegs zuverlässig funktioniert.

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Jan Kluczniok
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