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Digitalstifte im Vergleich: Notizen digitalisieren leicht gemacht?
Wacom vs. IRIS vs. Livescribe

von Annika Demgen Uhr veröffentlicht

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Wer gerne analog Notizen oder Skizzen verfasst, diese aber auch gerne digital speichern möchte, kann zu einem Digitalstift greifen. Netzwelt hat drei Modelle von Wacom, IRIS und Livescribe miteinander vergleichen und erklärt, welches Konzept sich für welchen Zweck eignet.

Wacom, IRIS und Livescribe haben Digitalstifte auf dem Markt, die sich äußerlich kaum unterscheiden, tatsächlich jedoch vollkommen unterschiedliche Zielgruppen ansprechen. Netzwelt vergleicht die drei Digitalisierer miteinander und erklärt, welches Gerät für welchen Einsatz geeignet ist.

Von analog zu digital: Netzwelt vergleicht drei Digitalstifte miteinander.

Wer gerne analog schreibt, aber anschließend handschriftliche Notizen oder gar Skizzen in ein digitales Format verwandeln muss, greift meist zu einem Scanner. Digitalstifte jedoch bieten Nutzern die Option, den Scanvorgang zu überspringen und parallel zum analogen Original eine digitale Kopie zu bekommen.

Möglich wird dies mit dem Wacom Inkling, dem IRISNotes Express 2 und auch dem Livescribe Sky Wifi Smartpen. Doch welcher dieser Schreibgeräte eignet sich für was und funktioniert dabei auch noch einwandfrei? Netzwelt fasst für Sie zusammen.

Wacom Inkling

Wacom Inkling im Test

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In diesem praktischen Etui lässt sich der Stift transportieren. (Bild: netzwelt)

Der Wacom Inkling richtet sich an professionelle Grafiker oder ambitionierte Hobbyzeichner. Auch Schreiben ist mit dem Stift natürlich möglich, Wacom hat sein Konzept aber nicht auf diese Nutzung ausgelegt. Gebrauchen lässt sich der Digitalstift auf jedem beliebigen Papier. Er speichert Zeichnungen bis maximal DINA4. Mit einer gewöhnlichen Kugelschreibermine zeichnet der Künstler analog und erhält durch den am Rand befestigten Empfänger gleichzeitig eine digitale Kopie. Dabei können Ebenen einzelnd abgespeichert werden.

Auf den Computer wird das Werk durch ein Mini-USB-Kabel übertragen und über die zugehörige Software Sketch Manager eingesehen. Schnittstellen zu Bildbearbeitungsprogrammen wie Adobe Photoshop und Autodesk Sketchbook erleichtern den weiteren Verarbeitungsprozess.

Im Test zeigte sich jedoch, dass der Stift nur für grobe Konzepte geeignet ist und bei präzisen Zeichnungen schnell unbrauchbar wird. Lesen Sie hier weiter.

IRISNotes Express 2

IRISNotes Express 2 im Test

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Beim Express 2 handelt es sich um eine Kombination aus Stift und Empfänger. (Bild: netzwelt)

Der IRISNotes Express 2 richtet sich vor allem an analoge Vielschreiber, die ihre handschriftlichen Notizen gerne in Computertext verwandeln. Dafür liefert der Hersteller entsprechende OCR-Software gleich mit.

Grundsätzlich ist die Funktionsweise des Digitalstifts mit dem Wacom Inkling identisch. Ein Empfänger wird an einem beliebigen Blatt befestigt und zeichnet die Bewegungen des Schreibgeräts bis zu einer Größe von DINA4 auf. Auch hier schreibt der Nutzer mit einem gewöhnlichen Kugelschreiber. Überträgt er die aufgezeichneten Memos via Kabel an seinen PC, kann er die Notizen verwalten, an den Desktop heften, zu Evernote hochladen - drei Monate Premiumzugang sind inklusive - oder eben mit der Texterkennungssoftware in editierbaren Text verwandeln.

In der Praxis hängt das Ergebnis allerdings stark von der Handschrift des Nutzers ab. Nur wer sich Mühe gibt, ordentlich und langsam schreibt, hat Aussicht auf ein lesbares Resultat und kann dann die ursprünglich handschriftlichen Notizen sogar in Microsoft Word verwenden. Unpraktischerweise fehlt dem Notes Express 2 zudem eine direkte Schnittstelle zu Evernote. Den ausführlichen Test finden Sie hier.

Livescribe Sky Wifi Smartpen

Sky Wifi Smartpen von Livescribe im Test

Zurück XXL Bild 1 von 5 Weiter Bild 1 von 5
Die Datenübertragung gelingt beim neuen Smartpen von Livescribe über WLAN. (Bild: netzwelt)

Ein besonders für Evernote-Fans interessantes Konzept verfolgt Hersteller Livescribe mit seinem Sky Wifi Smartpen. Dieser kommt ohne Empfänger aus und überträgt die direkt auf dem Stift gespeicherten Daten via WLAN direkt in den angeknüpften Evernote-Account. Für die Aufzeichnung der analogen Notiz oder Zeichnung benötigt das Schreibgerät jedoch spezielles Papier - nur so können die Koordinaten der einzelnen Schritte archiviert werden. Entsprechende Zettel lassen sich teuer kaufen oder zu Hause nachdrucken, aber nur wenn der Drucker von gewisser Qualität ist.

Wer mit der Fesselung an einen Notizblock leben kann, bekommt aber nicht nur einen automatischen und handlichen Scanner, sondern auch ein Diktiergerät. Mit dem Smartpen lassen sich nämlich auch Audioaufnahmen tätigen und sogar Matheaufgaben lösen. Weiteres dazu finden Sie hier im Test.

Fazit

Ein eindeutiger Sieger lässt sich bei dem Vergleich des Wacom Inkling, IRISNotes Express 2 und Livescribe Sky Wifi Smartpen nicht ausmachen. Zu unterschiedlich sind ihre Einsatzgebiete. Für alle drei Produkte gilt jedoch: Nutzer, die unter einer hartnäckigen "Sauklaue" leiden, ist mit einem Digitalstift leider nicht zu helfen.

Andere Wege Ihre Notizen zu digitalisieren finden Sie hier auf netzwelt. Einen Vergleichstest zu Tablet-Stiften finden Sie hier.

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Digitalstifte im Vergleich: Notizen digitalisieren leicht gemacht?
Digitalstifte im Vergleich: Notizen digitalisieren leicht gemacht?
Netzwelt hat drei Digitalstifte von Wacom, IRIS und Livescribe miteinander verglichen und stellt die unterschiedlichen Konzepte vor.
http://www.netzwelt.de/news/95860-digitalstifte-vergleich-notizen-digitalisieren-leicht-gemacht.html
2013-05-17 18:12:47
http://img.netzwelt.de/dw120_dh90_sw0_sh0_sx0_sy0_sr4x3_nu0/article/2013/netzwelt-hilft-ihnen-abschied-zettelwirtschaft-bild-netzwelt-17777.jpg
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