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Verkehrte Netzwelt: Lockruf der Großen Magenta-Drossel Die Telekom will den Datendurchsatz drosseln

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Drosseln. Sie kommen in der heimischen Tierwelt vor und werden in letzter Zeit immer wieder im Zusammenhang mit der Telekom gesichtet. Wo ist da der Zusammenhang? Die Verkehrte Netzwelt klärt auf.

Die Telekom hat mit ihrer Ankündigung, Internetzugänge zu drosseln, einen wahren Shitstorm hervorgerufen. Verkehrte Netzwelt meint, dass wir der Telekom damit Unrecht tun und geht der Frage nach, was die Telekom mit einem Singvogel gemeinsam hat.

Die Drossel ist eine Familie aus der Unterordnung der Singvögel. Ihr Gesang ist "ein inhaltsreiches, wohl-und weit tönendes Lied", sagt der Tierforscher Alfred Brehm. (Quelle: Wikimedia Commons, Joachim Johann Nepomuk Spalowsky)

Die Drossel ist nach Auskunft der Zoologie eigentlich eine Sippe oder Familie aus der Ordnung der Sperlingsvögel, welche wiederum der Unterordnung der Singvögel angehören. Es gibt Lärmdrosseln, Schwatzdrosseln, Singdrosseln, Wechseldrosseln, Einsiedlerdrosseln und sogar Spottdrosseln.

In welche Bruderschaft dieser Singvögel nun die Deutsche Telekom gehört, die den Kunden ihre Internetzugänge drosseln will, ist noch zu wenig erforscht. Auch weiß man bisher wenig darüber, welche etymologische Verwandtschaft eventuell besteht zwischen dem Namen des Singvogels und der Tätigkeit des Drosselns, der die allseits geachtete Sippe der Ingenieure bisweilen nachgeht.

Die Gattung der Übelkrähen

Spitze Schnäbel aus der Gattung der Übelkrähen behaupten ja, mit "drosseln" sei bei der Telekom das heimtückische Erdrosseln gemeint, das dem Opfer keine Luft mehr zum Atmen lässt. Das würde sogar passen, wenn man annimmt, dass den Internetsurfern der Telekom mit der Drosselung der Datenrate gewissermaßen der digitale Lebensatem genommen wird. Doch gefiederten Verwandten der Übelkrähen, die Nebelkrähen, auch als Telekom-PR-Manager bekannt, würden solchen Verdacht natürlich strikt und weit von sich weisen.

Solche Zusammenhänge wären sicherlich Gegenstand einer weiter gespannten Erörterung als dieser Beitrag sie zu leisten vermag.

Deutlich geworden ist den letzten Tagen lediglich, dass der Warnruf der großen Magenta-Drossel eine erboste Reaktionen von über 100.000 Spatzen zur Folge hatte, die sich ganz nach Spatzenart zu einem ohrenbetäubenden Schimpfkonzert (digital: Shitstorm) zusammenfanden.

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Kommentare zu diesem Artikel

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  • Erdrosselt schrieb Uhr
    AW: Verkehrte Netzwelt: Lockruf der Großen Magenta-Drossel

    Der Text ist nicht schelcht. Dieses rosa T drosselt mich so gesehen schon seit 10 Jahren, da sie den Ausbau im Ausland betreiben, anstelle die Gelder da zu Verwenden, wo es schon Jahrzehntelang nötig wäre. Also die Geldgeier sollten lieber mal bei z.B. 25Mbit verharren, aber dafür auch alle ihrer Kunden damit Versorgen. In einem kleinen Nachbarland, ist es schon seit 4 Jahren üblich, wo das Netz über Glasfaser verfügt, diesen bis ins Haus zu verlegen. Was hat ein Städter von einer 300Mbit Leitung, wenn er über das Kupferkabel von Router zu PC gerademal 100Mbit transferieren kann? Aber in der ländlichen IT Wüste gibt es immernoch Anschlüsse die noch nicht einmal DSL bekommen, oder mit den 398Kbit vorlieb nehmen dürfen/müssen. Jetzt endlich, nach ettlichen Jahren, wo es hieß "schnelles Internet für alle", muss ein anderes Unternehmen die Glasfaseranbindung des Ortes tätigen. Ja, die Anbindung. Es wurden auf 800-900 Einwohner 50 Vorverträge verlangt, damit nacher das Ortsinterne Netz weiterhin der Telekom bleibt, die 1. weiter daran Verdiehen, dass sie das Netz an den Glasfaserbackbone Betreiber vermietet, 2. mit Sicherheit dadurch ihre über gebliebenen Kunden auch eine höhere Datenrate ermöglicht, 3. sich die Ausbaukosten geschickt gespart hat. Und jetzt wollen diese Gierschlünde Volumentarife verkaufen? Damit es für nicht Interessenten ihres Datenschrotts ein schnelles Ende nimmt? Und dann auch am besten noch von ausgewählten Betreibern, wie z.B. Youtube auch noch Gelder erpressen, damit deren Daten nicht unter die Drosseldatenmenge fällt? Meinen die z.B. Microsoft bezahlt denen Geld, damit deren 100Mb Updates für 1Pc/ 1Betriebssystem davon ausgenommen wird? Je Woche 1 Update wäre dann im Monat schonmal ein Datenvolumen 0,5Gb. Jetzt kommt noch das Antivirenprogramm, Bildbearbeitungsprogram, Officepacket,.... dazu. Was ist mit denen, die sich an der Erfindung "Cloudserver" munter beteiligen? Oder denen, die den Anschluss für ihre Arbeit brauchen, da sie von zu Hause aus arbeiten? Private Musikstreams hören? Nicht der T.... ihren überteuerten Meddiarotz nutzen wollen? Oder dem immer weiter voranschreitenden Programm zum Download kaufen laden? Meiner Meinung nach werden hier wieder nur Datensammmlungen wie bei Google Analytics damit erzeugt, und für noch mehr Geld wieder an Interessenten verkauft. Bleibt also nur zu Hoffen, dass andere Anbieter nicht auf den Zug aufspringen, oder wenn mit besseren/kundenfreundlicheren Bremssystemen dem Rosa T die Kunden wegschnappen können. Ansonsten... der letzte macht das Licht aus in der Firma BRD.
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Mehmet Toprak
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