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Vileda M-488A Cleaning Robot: Saugroboter im Test
Ab 129 Euro

von Annika Demgen Uhr veröffentlicht

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Der Cleaning Robot von Vileda ist im Netz bereits für 129 Euro zu haben. Der Staubsaugerroboter saugt vollautomatisch und verspricht damit Entlastung im Haushalt. Im Test sorgte der rote Helfer für eine kleine Überraschung.

Obwohl jeder mit der Marke Vileda Wischmopps und Wischtücher assoziieren dürfte, ist eine Wischfunktion bei dem Cleaning Robot des Herstellers nicht zu finden. Nur Staubsaugen gehört zum Repertoire des kleinen roten Roboters. Das allerdings kann er gut und ist dabei unglaublich günstig.

Der Cleaning Robot M-488A von Vileda sorgte im Test für eine kleine Überraschung: Trotz seines beispiellos günstigen Preises von gerade einmal 130 Euro bei Amazon, fällt er weder die Stufen hinunter - davor schützen ihn seine Infrarotsensoren - noch hinterlässt er unangenehme Duftwolken, was beim nächsten Konkurrenten von Pearl durchaus der Fall war. Schon nach wenigen Minuten im Testparcour konnte der Saugroboter also einige Pluspunkte verbuchen.

Doch nicht nur an dem fehlerhaften Sichler-Produkt muss sich der automatische Sauger messen lassen. Schließlich ist es eine Grundvoraussetzung, Treppen umfahren zu können und aus einem nicht stinkenden Material verarbeitet zu sein. Um sich selbst empfehlen zu können, muss das Gerät dann doch etwas mehr bieten. Es darf vorweggenommen werden: Für die 130 Euro bekommen Nutzer des Vileda Cleaning Robot viel, aber bei dem Tiefpreis natürlich nicht alles.

Vileda Cleaning Robot im Test

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Bereits ab 129 Euro ist der Saugroboter von Vileda im Netz zu finden. (Bild: netzwelt)

Das fehlt

Beim Saugroboter fehlt beispielsweise eine Fernbedienung, die den Anwender davor bewahren würde, unter Sofas und Schränke zu kriechen, wenn der Cleaning Robot sich dort festfahren sollte. Die Kapazität der integrierten Batterie gibt der Hersteller mit 1.700 Milliamperestunden an. Das reicht gerade, um alle drei Saugmodi des Roboters einmal auszuprobieren. Zum Laden braucht das Vileda-Modell über den mitgelieferten AC-Adapter vier bis fünf Stunden.

Außerdem besitzt der Cleaning Robot keine Aufladestation, zu der er eigenständig zurückkehren könnte. Sollte der Nutzer den Saugroboter in seiner Abwesenheit saugen lassen, muss er ihn nach seiner Heimkehr also erst einmal suchen, denn der Staubsauger kehrt nicht zu seinem Ausgangspunkt zurück. Auch programmieren lässt sich das Gerät von Vileda nicht. Wer der durchaus beachtlichen Geräuschkulisse von 78 dB(A) entfliehen will, muss den Roboter also starten, wenn er das Haus verlässt.

Saugmodi

Gesteuert wird der Staubsaugerroboter über drei physikalische Knöpfe auf der Oberseite. Die Buchstaben S, M und L bezeichnen dabei die Dauer des Vorgangs. Der Nutzer hat die Wahl zwischen fünf, 30 und 60 Minuten. Der Fahrmodus bleibt jedoch immer gleich und folgt dem Chaosprinzip.

Der Cleaning Robot dreht sich zunächst um sich selbst, bis er auf ein Hindernis stößt. Dann beginnt er, gerade Bahnen zu fahren und macht bei einem Hindernis oder einer Wand kehrt oder beginnt an der Kante des Raums oder Gegenstands entlangzufahren. Ob er in den Kantenmodus verfällt, entscheidet der Zufall. Hin und wieder beginnt er erneut mit einem Kreis, ohne dass er jedoch besonders schmutzige Stellen erkennen würde, wie das bei einigen seiner Konkurrenten der Fall ist.

Überraschend gut gelang es ihm, sich selbst aus misslichen Lagen zu befreien. Fuhr er beispielsweise auf ein leicht erhöhtes Hindernis und hing dort fest, stoppte er automatisch und setzt nach einer Sekunde den Rückwärtsgang ein.

Keine Schmutzerkennung

Wie gewohnt ist das Chaosprinzip ineffizient. Also auch, wenn der Roboter bereits nach 15 Minuten allen offensichtlichen Schmutz im Raum beseitigt hat, fährt er weiter, bis sein Programm beendet ist. Aufgrund des chaotischen Fahrmodus kann es jedoch passieren, dass der Cleaning Robot in einer Ecke des Raumes immer wieder über die gleiche Stelle saugt und in eine andere gar nicht oder nur einmal vordringt. Grundsätzlich ist der Saugroboter für die Reinigung von Parkett, Holz, Fliesen, Linoleum und Kurzflorteppich geeignet.

Saugleistung

Im Test reinigte der Vileda-Roboter ein rund 20 Quadratmeter großes Zimmer mit zahlreichen Möbeln, Treppen und anderen Hindernissen verhältnismäßig gründlich. Hundehaare, Konfetti, Staub und kleine Sandkörnchen nahm er stets mit - vorausgesetzt, er überführ den Schmutz zielgenau. War dies nicht der Fall, wurde der Dreck gelegentlich nur mitgeschleift und im Raum verteilt. Zwar werden die zwei Hauptbürsten von einer Seitenbürsten am rechten Rand unterstützt, deren Borsten sind aber zu kurz, um allen Dreck zuverlässig in den Fahrtweg des Roboters zu fegen. Außerdem ist die Saugleistung mit 3 Watt gering. Erschwerend kommt hinzu, dass der Auffangbehälter des Cleaning Robot mit nur 250 Millilitern recht klein ausfällt.

Eine Reinigung nach jedem Saugvorgang ist also zwingend erforderlich. Die Entnahme des Auffangbehälters ist einfach, für die Reinigung der beiden Hauptrollen und der Seitenbürste müssen jedoch Schrauben gelöst werden.

Fazit

Für 129 Euro bekommen Nutzer mit dem Vileda Cleaning Robot einen Staubsaugerroboter, der vielen teureren Konkurrenten durchaus die Stirn bieten kann. Mit dem besten Gerät unseres Vergleichs von Saugrobotern unter 300 Euro hält er locker mit. Vorausgesetzt der Nutzer legt keinen Wert auf Ladestation und Fernbedienung. Wer nach einem Roboter sucht, der präziser arbeitet, muss jedoch definitiv mehr Geld ausgeben. Entsprechende Modelle finden Sie hier.

Aber auch ein Roboter kann, selbst wenn er mehrere hundert Euro kostet, nie den manuellen Staubsaugvorgang ersetzen, wie Sie in unserer Kaufberatung erfahren.

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Vileda M-488A Cleaning Robot: Saugroboter im Test
Vileda hat mit dem Cleaning Robot einen extrem günstigen Staubsaugerroboter auf den Markt gebracht. Wie sich das Gerät in der Praxis schlägt, zeigt der Test.
http://www.netzwelt.de/news/95697-vileda-m-488a-cleaning-robot-saugroboter-test.html
2013-04-24 16:00:18
http://img.netzwelt.de/dw120_dh90_sw0_sh0_sx0_sy0_sr4x3_nu0/article/2011/opensource-dvd-wurde-kuerzlich-version-25-freigegeben-bild-christian-trabi9197.jpg
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