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Samsung Serie 7 Ultra Touch: Ultrabook im Test
Empfehlenswerte Vollausstattung

von Michael Knott
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Das Samsung Serie 7 740U3E überzeugt im Test sowohl mit inneren als auch mit äußeren Werten. Selbst der Preis geht angesichts des Gebotenen in Ordnung.

Mit dem Series 7 Ultra schickt Samsung sein derzeit bestes Ultrabook der 13-Zoll-Klasse ins Rennen. Prompt überzeugt es im Test mit seiner Ausstattung und Verarbeitung. Ob es überhaupt Kritikpunkte an der Testkonfiguration mit diskreter AMD-Grafik gibt, verrät der ausführliche Testbericht.

Bereits auf dem Mobile World Congress in Barcelona konnte netzwelt Hand an den neuen Ultrabook-Star von Samsung legen. Und schon vor rund zwei Monaten überzeugte der tragbare Computer. Vor allem Verarbeitung und Ausstattung gefielen.

Daran hat sich beim fertigen Modell nichts verändert. Das Samsung Series 7 Ultra ist mehr als ordentlich zusammengebaut und braucht keinen Vergleich mit Apples MacBook-Reihe zu scheuen. Es sind keine auffälligen Spaltmaße zu erkennen. Das Gehäuse besteht zu sehr großen Teilen aus Aluminium, was auch zum akzeptablen Gewicht von 1,62 Kilogramm beiträgt. Egal wie man das Samsung-Ultrabook dreht und wendet - bei der Verarbeitung gibt es nichts zu beanstanden. Nur Samsungs eigene Series 9 kann da mithalten.

Ausstattung

Ein Highlight am Testgerät ist der 13,3 Zoll (33,8 Zentimeter) messende Touchscreen. Er bietet eine Full HD-Auflösung von 1.920 x 1.080 Bildpunkten und wird von einer diskreten AMD-Grafik (Radeon HD 8550M) befeuert. Weiter geht es mit einem Intel Core i7-3537U-Prozessor mit einer Standard-Taktrate von 2,0 Gigahertz. Im Turbomodus stellt die CPU bis zu 3,10 Gigahertz zu Verfügung. Zu den zwei Gigabyte Onboard-RAM gesellen sich vier weitere Gigabyte, macht insgesamt sechs Gigabyte Arbeitsspeicher. Als Massenspeicher kommt eine flotte Samsung-SSD mit einer Kapazität von 256 Gigabyte zum Einsatz.

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Eines der besten Ultrabooks der 13-Zoll-Klasse: Samsung Serie 7 Ultra Touch 740U3E. (Bild: netzwelt)

Anschlussseitig erwarten den Käufer insgesamt drei USB-Schnittstellen, eine davon arbeitet nach dem USB-3.0-Standard. Auch ein HDMI-Ausgang sowie ein kombinierter Kopfhörer/Mikrofon-Eingang sowie eine Webcam mit einer Auflösung von 720p verbaut Samsung. Ein Speicherkartenschacht nimmt SD-Karten in Normalgröße entgegen. Eine angebrachte Klappe schützt den Schacht bei Nichtgebrauch vor dem Eindringen von Staub. Minidisplay- und Ethernet-Port komplettieren die Ausstattung.

Tastatur und Trackpad

Die insgesamt 81 Tasten des Tastaturfeldes sind allesamt hintergrundbeleuchtet - praktisch, für das Arbeiten in dunklen Umgebungen. Leider ist die Beleuchtung sehr fleckig, was nicht nur den optischen Qualitätseindruck mindert. In manchen Situationen funktioniert die automatische Aktivierung auch nicht ganz zuverlässig. Ein Druck auf die entsprechende Taste hilft dann weiter. Im Test kam es ein paar Mal vor, dass die unregelmäßige Hintergrundbeleuchtung absurderweise das Ablesen der Tastenbeschriftung erschwerte.

Der Tastenhub fällt sehr kurz aus. Die Kombination mit sehr exakten Druckpunkten ermöglicht aber zuverlässige und schnelle Schreibarbeit. Für einen separaten Nummernblock fehlt der Platz.

In der oberen Tastatur-Reihe verbaut Samsung praktische Zusatz-Drücker. Mit nur einem Klick schicken Besitzer das Series 7 auf diese Art etwa in den Flugzeugmodus. Sehr gut ist auch die Idee mit der FN-Lock-Taste. Einmal gedrückt, erspart sich der Nutzer das erneute Drücken der FN-Taste und erhält so schnellen Zugriff auf Multimedia-Steuerung oder Bildschirmhelligkeit.

Die Tastaturbeleuchtung ist sehr unregelmäßig. Zudem schaltet der Umgebungslichtsensor die Beleuchtung meist willkürlich ein.

Überzeugt hat im Test auch das verbaute Trackpad. Es bietet mit einer Diagonalen von zwölf Zentimetern genügend Raum für die Finger, versteht sich auf Multitouch-Eingaben. An Gleiteigenschaften und Druckpunkten gibt es nichts auszusetzen.

Display

In Anbetracht des hohen Preises dürfen Käufer ein hochwertiges Display erwarten. Samsung bleibt in diesem Punkt nichts schuldig: Der 13,3 Zoll große Touchscreen bietet eine Full HD-Auflösung (1.920 x 1.080 Pixel). Inhalte, auch kleinste Schrift, werden jederzeit scharf dargestellt. Zudem verbaut der Hersteller ein IPS-Panel, was hohe Blickwinkel garantiert. Im Alltag kommt es ähnlich wie bei vielen Tablet-Computern praktisch nie zu Farbverfälschungen, egal aus welchem Winkel man die Anzeige betrachtet.

Bei Kontrast und Schwarzwert heimst der akkurat auf Fingereingaben reagierende Touchscreen prompt ebenfalls Bestnoten ein. Die Helligkeit, Samsung gibt sie mit 350 Nit an, ist in den meisten Situationen ausreichend. Abzüge gibt es hingegen für die starken Spiegelungen, die auf dem Monitor auftreten. Beim Arbeiten unter freiem Himmel kann dann auch die Maximal-Helligkeit nicht verhindern, dass Teile des Bildschirminhaltes unleserlich bleiben.

Leistung und Akkulaufzeit

Im Test befindet sich die derzeitige Top-Ausstattung der Reihe mit der Bezeichnung Samsung Series 7 Ultra Touch 740U3E S02. Als Prozessor kommt ein Intel Core i7-3537U zum Einsatz, garniert mit insgesamt sechs Gigabyte DDR3-RAM (1.600 Megahertz) sowie AMD Radeon HD8550M-Grafik. Als Massenspeicher dient eine Samsung-SSD mit einer Kapazität von 256 Gigabyte.

Die Benchmarktests untermauern, was sich im Alltag mit dem Series 7 Ultra bereits andeutete: Über mangelnde Leistung können Besitzer nicht klagen. Der Windows-Leistungsindex fällt mit einem Wert von 4,9 noch vergleichsweise bescheiden aus. Limitierender Faktor ist hier allerdings die Desktopgrafikleistung. Die Werte für Prozessor (7,1), Arbeitsspeicher (7,4), Spiele-Grafik (6,3) und Festplatte (8,1) liegen allesamt im oberen Ultrabook-Drittel.

Im OpenGL-Test unter Cinebench 11.5 erreicht das System 21,29 Bildwiederholungen in der Sekunde sowie 2,91 CPU-Punkte (Multi-Core). Im Single-Core-Modus sind es 1,05 Punkte. Auch unter PCmark 7 erzielt die Testkonfiguration mit 4.796 Punkten sehr ordentliche Werte. Sogar viele aktuelle Spiele laufen auf dem Samsung-Ultrabook flüssig, sofern man es bei den Detail-Einstellungen nicht übertreibt - ein Verdienst der AMD-Grafik, die in Ruhephasen automatisch deaktiviert ist.

Vergleichswerte zum verwendeten Prozessor fehlen bislang. Es lässt sich aber etwa das Acer Aspire S7 mit Core i7 heranziehen. Dieses erreichte 2,8 CPU-Punkte und 15,31 Bildwiederholungen in der Sekunde. Der Windows-Leistungsindex lag bei 5,4 Punkten, wobei die Desktop-Grafik nicht in die Bewertung einfloss. Beim Dell XPS 12 mit Core i7 errechnete Cinebench 2,75 CPU-Punkte.

Neben HDMI-Ausgang und zwei USB-2.0-Schnittstellen warten unter anderem auch ein USB-3.0-Port auf Anschluss.

Der Lithium-Ionen-Akku mit vier Zellen verfügt über eine Kapazität von 57 Wattstunden. Samsung gibt eine Laufzeit von bis zu 7,3 Stunden an. In einem praxisnahen Test (Mix aus Surfen, Videowiedergabe, Textverarbeitung und Audiowiedergabe bei mittlerer Bildschirmhelligkeit. Energiesparmodus "Ausbalanciert") erreichte netzwelt bei zwei Durchläufen eine Akkulaufzeit von knapp 6,5 Stunden.

Umwelt

Während des Testzeitraumes hielten sich die Lüfter des Series 7 Ultra angenehm zurück. Zwei Schaufelräder befördern die Gehäuse-Abluft über Schlitze an der Unterseite und zwischen den Display-Scharnieren ab. Bei hoher CPU-Belastung wird es an diesen Stellen merklich warm. Anlass zur Sorge besteht aber auch dann nicht. Der Geräuschpegel ist auch unter Volllast nicht nervtötend. Im Leerlauf sowie bei Alltagsaufgaben hört man sie eigentlich nie.

Wer zehn Schrauben am Gehäusedeckel löst, erhält Zugang zu den Komponenten des Ultrabooks. In dieser Klasse eine Seltenheit, da viele Hersteller auf Unibody-Gehäuse setzen oder anderweitig den Zugang zu den Innereien erschweren. Auf diese Art und Weise lassen sich die RAM-Module oder der SSD-Speicher im Bedarfsfall aktualisieren. Wenn es hart auf hart kommt, können technisch versierte Nutzer auch den Akku selbst austauschen.

Ein Blick ins Innere: Nach Lösen von zehn Schrauben, können sich versierte Nutzer auch an den Komponenten-Tausch wagen.

Multimedia

Dank des hochauflösenden Bildschirms mit den großen Blickwinkeln bereitet der mobile Filmabend viel Freude. Auch der HDMI-Ausgang, der ohne Adapterlösung auskommt und den Anschluss etwa an einen Fernseher ermöglicht, trägt dazu bei.

Für die Klangausgabe sorgen zwei Lautsprecher des Audio-Spezialisten JBL, die ausreichend dimensioniert links und rechts vom Trackpad sitzen. Sie sind auf den ersten Blick nur auf Grund von Aussparungen im Gehäuseboden als solche erkennbar. Obwohl sie im Normalbetrieb daher eher die Schreibtischplatte anstrahlen, ist der Klang dennoch verhältnismäßig neutral und nicht dumpf. Auch die Maximal-Lautstärke geht in Ordnung. Hin und wieder kam es auf vollem Lautstärke-Level zu leichtem Übersteuern. In der Gattung Notebook-Lautsprecher gehören sie dennoch zu den besseren Exemplaren.

Die JBL-Lautsprecher befinden sich im Gehäuseboden und strahlen von dort fröhlich in Richtung Tischplatte.

Ein im wahrsten Wortsinn gutes Bild hinterlässt die eingebaute Webcam mit einer Auflösung von 720p. Auch in etwas schlechter ausgeleuchteten Räumen hält sich das Farbrauschen in engen Grenzen - für Videokonferenzen ist sie gut geeignet.

Eine Version mit Intel Core i5-Prozessor und / oder entspiegeltem Display zu günstigeren Preisen ist ebenfalls erhältlich. Alle Ausstattungsvarianten finden Sie auf dieser Samsung-Seite. Konkurrenz aus dem eigenen Hause lauert in Form von Samsungs Series 9.

netzwelt
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Samsung Serie 7 Ultra Touch 740U3E S02
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Samsung Serie 7 Ultra Touch 740U3E S02 wurde als Notebook abgelegt. Es befindet sich auch in der Bestenliste "Alle Notebooks". Zusätzlich wurden die folgenden Schlagworte vergeben: Computer, Testbericht, Notebook, Samsung, Touchscreen, Laptop, Windows 8, Review, Ultrabook, Samsung Series 5 Ultra, Samsung Serie 7 Ultra Touch 740U3E S02 und Samsung Series 7 .
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Samsung Serie 7 Ultra Touch: Ultrabook im Test
Samsung Serie 7 Ultra Touch: Ultrabook im Test
Alles drin, alles dran: Netzwelt testet mit dem Samsung Serie 7 Ultra Touch ein sehr gut ausgestattetes Ultrabook mit nur wenigen Mängeln.
http://www.netzwelt.de/news/95681-samsung-serie-7-ultra-touch-ultrabook-test.html
2013-04-19 18:00:46
http://img.netzwelt.de/dw320_dh240_sw320_sh240_sx430_sy514_sr4x3_nu0/picture/original/2014/08/samsung-serie-7-ultra-touch-740u3e-s02-produktbild-114722.png
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