Wie gut, dass der Mensch zwei Arme hat

Verkehrte Netzwelt: iWatch oder iQuatsch am Handgelenk

Die Gerüchteküche brodelt. Bald werden Apple und Microsoft Hightech-Uhren auf den Markt bringen. Für Digital Natives sicher ein Pflichtkauf. Dabei haben die eh' schon alle Taschen voll mit Gadgets.

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Verkehrte Netzwelt: iWatch oder iQuatsch am Handgelenk (Bild: netzwelt.de)
Wie einst David Hasselhoff, wahrscheinlich genauso peinlich: Brauchen wir wirklich noch ein Gadget fürs Handgelenk? (Bild: netzwelt.de)
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Microsoft und Apple wollen schon bald eine Hightech-Watch auf den Markt bringen. Das hört man aus der Gerüchteküche. Ob es sich dabei um eine Hightech-Watch oder eher um Hightech-Quatsch handelt, wird man demnächst sehen. Aber Microsoft und Apple sind nicht die einzigen, Samsung hat schon 2010 das oder die Watchphone S9110 mit Touchscreen auf den Markt gebracht. Microsoft hatte schon mal eine, die Spot-Uhr. Großer Erfolg war keiner dieser Modelle beschieden. Doch jetzt hat Apple ein Auge auf das Thema geworfen, und da sind natürlich alle elektrisiert.

Nur Apple kann es schaffen, so ein Produkt erfolgreich zu machen. Andererseits wäre das aber auch schade, denn dann hätte die Armbanduhr ausgedient. Wenn es eine Liste für bedrohte Geräte-Arten gäbe, dann müsste man die Armbanduhr ab sofort draufsetzen. Dabei ist die Uhr am Handgelenk längst viel mehr als nur ein Zeitmesser. Sie kann Zeitzonen anzeigen, war Stoppuhr, Kompass, Höhenmesser und Barometer in einem. Und die mechanische Armbanduhr gilt bis heute als Wunderwerk der Technik.

Apps fürs Handgelenk

Was wird uns die Digitaluhr der Zukunft wohl bringen? Internetanschluss sowieso, dazu wahrscheinlich Apps, Terminkalender, Touchscreen und ein integriertes Telefon. Vielleicht kann man dann auch Fotos ansehen und Tweets versenden. Wie wär's mit Videoschnitt und eingebautem Musikstudio? Manch einer wird jetzt stöhnen. Als ob wir nicht schon genug Gadgets am Körper hätten. Den Tablet-PC, das Smartphone, den MP3-Player, die Action-Cam, das Diktiergerät, den USB-Stick, das DAB+-Radio (wegen Fußball) und nicht zu vergessen, den Fitness-Tracker mit Pulsmesser - all diese Gadgets müssen wir heute schon in unseren Taschen verteilen.

Wer glaubt, das multifunktionale Smartphone könne all diese Geräte überflüssig machen, der irrt. Denn Radio hören, Fotos machen, Notizen diktieren, MP3-Musik hören, da hat der Akku bald keine Lust mehr. Und dann braucht man doch wieder all die anderen Gadgets. Demnächst kommen noch die Google-Glasses und die Hightech-Uhr dazu.

Hoffentlich zeigt die iWatch wenigstens die Zeit an. So selbstverständlich ist das gar nicht. Bei den Smartphones fragt man sich manchmal schon, wo man denn da telefonieren kann. Zwischen all den Widgets und Apps. Und wer dann durch die Google Glasses aufs Handgelenk schaut, sieht erstmal nur den iTunes-Store. Nur gut, dass der Mensch zwei Arme hat. Einen für die iWatch und einen für die gute alte Armbanduhr ….

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