Die Macht der Suchmaschine mit Monopol-Stellung

Verkehrte Netzwelt: Truth oder die Macht der Liebe

Suchmaschinen im Web haben sehr viel Macht. Ganz besonders viel Macht hat die Suchmaschine Leon des Multimilliardärs Mischa Schuckow. Das ist kein Problem, denn Leon ist völlig neutral. Doch dann verliebt sich Mischa. Ein erschreckend realistischer Cyberthriller.

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Leon, die Suchmaschine mit Monopol-Stellung. (Bild: netzwelt)
Leon, die Suchmaschine mit Monopol-Stellung. (Bild: netzwelt)

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Mischa trifft John Travolta und Tom Cruise
  2. 2Mischa verliebt sich
  3. 3Mischa besucht eine Sekte
  4. 4Mischa tut Cathy einen Gefallen
  5. 5Mischa wird Sektenmitglied
  6. 6Mischa verbessert den Algorithmus
  7. 7Mischa beherrscht die Welt
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Eigentlich war Mischa Schuckow nie auf den schicken Hollywood-Partys eingeladen. Aber Schuckow war der viertreichste Mann der Welt, und das öffnete ihm viele Türen. Außerdem hatte er angeboten, die Party zu sponsern. Und Hollywood musste sparen. Limo-Service, Catering, Service-Personal, Security, insgesamt 1,2 Millionen Dollar für eine Party, alles kam aus seiner Tasche. Deshalb stand Mischa Schuckow, Gründer und Inhaber des größten Suchmaschinenimperiums der Welt, mittendrin in einer der glamouröseste Partys der Welt.

Mischa trifft John Travolta und Tom Cruise

War der Typ da vorne nicht Tom Cruise? Ein paar Tische weiter unterhielt sich John Travolta mit einer rotblonden Schönheit. Mischa war angekommen in der Welt der Schönen und Reichen. Die meisten kannten ihn nicht. Doch alle kannten seine Suchmaschine. Durch einen cleveren Algorithmus hatte die Suchmaschine Leon - benannt nach einem russischen Seher - nicht nur exzellente Suchergebnisse gebracht, sondern nach und nach alle anderen Konkurrenten vom Markt gedrängt. In nahezu allen Ländern der Welt, bis auf China und Nordkorea, war Leon die beherrschende Suchmaschine. Es gab praktisch keinen Konkurrenten mehr.

Plötzlich stand die rotblonde Schönheit am Stehtisch nebenan und unterhielt sich mit einer Freundin. Sie hatte eine Art, das Haar nach hinten zu werfen und das Cocktailglas so schwungvoll auf den Tisch zu stellen, die ihm gefiel. Sie hatte so etwas charmant-burschikoses.

Ein paar Minuten später wurde er von einer Welle neu ankommender Gäste verdrängt und sozusagen an ihre Seite gespült. Sie stand allein am Stehtisch, man unterhielt sich. Er fand heraus, dass sie eine PR-Agentur managte, die unter anderem Stars wie Tom Cruise unter Vertrag hatte. Sie war zurückhaltend und doch freundlich. Sie nickte nur, als er erzählte, wer er war. Sie hieß Cathy und sie gefiel ihm. Bevor er ging, tauschten sie Telefonnummern aus.