Zu früh veröffentlicht und an den Bedürfnissen vorbei programmiert

Kommentar: Warum Windows 8 ein Fehler war

Der Verkauf von PCs geht weltweit zurück. Die Hauptursache hierfür ist der Boom bei Smartphones und Tablet-PCs. Doch Marktforscher wie IDC und Gartner geben auch Microsoft die Schuld an den sinkenden PC-Verkäufen. Leitet Windows 8 den Niedergang von Microsoft ein?

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Touchscreen-Optik auf dem Desktop-PC. Windows 8 ist radikal anders, als seine Vorgänger. (Bild: netzwelt/Windows 8)
Touchscreen-Optik auf dem Desktop-PC. Windows 8 ist radikal anders als seine Vorgänger. (Bild: netzwelt/Windows 8)

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Desktop-PC ist überholt
  2. 2Mehr Leistung braucht keiner
  3. 3Das falsche Timing von Windows 8
  4. 4Der große Irrtum
  5. 5Windows ist kein Vorbild mehr
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Sollte jemand in etwa zehn Jahren die Geschichte des Unternehmens Microsoft und insbesondere die seines Niedergangs ab 2012 aufschreiben, dann wird ein Name eine ganz besondere Rolle spielen: Windows 8. Glaubt man den jüngsten Veröffentlichungen der Marktforscher von IDC und Gartner, dann ist Windows 8 wenigstens teilweise Schuld daran, dass die PC-Hersteller rückläufige Verkaufszahlen melden.

Laut Gartner sind die weltweiten PC-Verkäufe im ersten Quartal 2013 auf das niedrigste Niveau seit dem zweiten Quartal 2009 gesunken. Nur noch 79,2 Millionen PCs wurden in den ersten Monaten 2013 verkauft. Laut IDC waren es sogar nur 76,3 Millionen Rechner.

Es scheint, dass sich die Anwender einfach nicht an das radikal neue Design von Windows 8 gewöhnen können. IDs Vizepräsident Bob O'Donnell sagt, dass Windows 8 nicht nur keinen Schub für den PC-Markt gebracht, sondern ihn sogar gebremst habe. Für den erfolgsverwöhnten Softwareriesen ist das eine vernichtende Analyse. Schließlich war es früher selbstverständlich, dass ein neues Windows die Verkaufszahlen für PCs nach oben trieb.