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Asus VivoBook S200E im Test: Subnotebook mit Touchscreen
Ab 500 Euro

von Michael Knott
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Asus sprengt mit dem VivoBook S200E sämtliche Gerätegrenzen. In einem schicken Gehäuse vereint der taiwanische Hersteller Komponenten von Ultrabooks, Netbooks, Subnotebooks und Tablet-Computern. Dabei herausgekommen ist eine attraktive Mischung, der leider ein wenig der Dampf unter der Haube fehlt.

Große Online-Versandhändler wie amazon verkaufen das Asus VivoBook S200E derzeit zu Preisen von knapp 500 Euro. Dafür bekommen Kunden ein schickes Notebook mit 11,6 Zoll großem Touchscreen, Intel Core i3-Prozessor und Windows 8 in der 64-Bit-Version.

Ausstattung

Viel zu bieten hat das Testgerät bei den Schnittstellen. An der linken Gehäuseflanke finden sich zwei USB-Anschlüsse, einer davon arbeitet bereits nach dem fixen USB-3.0-Standard. Auch einen HDMI-Ausgang verbaut Asus am Testgerät, genauso wie einen LAN-Anschluss und einen Kopfhörereingang. Gegen Langfinger schützt die Diebstahlsicherung von Kensington. Auf der gegenüberliegenden Seite findet sich ein weiterer USB-Port, ein VGA-Ausgang zum Anschluss des Notebooks an externe Bildgeber sowie ein Speicherkartenleser.

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Einen 11,6 Zoll großen Touchscreen findet man mittlerweile auch in Tablets. Asus baut ihn in ein kompaktes Subnotebook. (Bild: netzwelt.de)

Unter der Haube soll ein Intel Core i3-Prozessor (3217u) mit zwei Kernen und einer Taktfrequenz von 1,8 Gigahertz für standesgemäße Berechnungen sorgen. Ihm zur Seite stehen vier Gigabyte DDR3-RAM sowie eine herkömmliche HDD mit einer Kapazität von 500 Gigabyte. Der 11,6 Zoll große Bildschirm reagiert auf Berührungen, rangiert mit einer Auflösung von 1.366 x 768 Bildpunkten aber eher im unteren Mittelfeld. Für die Grafikausgabe ist die interne Intel-GPU HD 4000 verantwortlich.

Verarbeitung

Wer das Asus VivoBook zum ersten Mal in die Hände nimmt, wird begeistert, vielleicht sogar schon euphorisch reagieren angesichts der wirklich guten Haptik. Statt auf Kunststoff setzt Asus beim VivoBook großzügig auf gebürstete Aluminium-Oberflächen. Dabei ist der tragbare Computer mit einem Gewicht von knapp 1.400 Gramm eigentlich viel zu schwer für die 11-Zoll-Klasse. Kleiner Trost: Das Netzteil fällt extrem kompakt aus und bringt nur 135 Gramm auf die Waage.

Auffällige Spaltmaße finden sich keine. Jedoch ist das Trackpad des Rezensionsexemplars von netzwelt nicht ganz sauber eingefasst. Fährt man mit dem Finger darüber bemerkt man, dass es an der rechten unteren Seite deutlich heraussteht.

Display

Der Touchscreen ist eines der Highlights am VivoBook. Leider bietet der Bildschirm keine Full HD-Auflösung und muss mit 1.366 x 768 Bildpunkten, verteilt auf 11,6 Zoll auskommen. Das Resultat ist eine nicht ganz so scharfe Bilddarstellung, wie man es sich wünschen würde. Weiterer Tribut an den günstigen Preis: Asus setzt nicht auf ein IPS- sondern auf ein TN-Panel. Die Blickwinkel auf die Anzeige fallen dementsprechend sehr gering aus, bis es zu Farbverfälschungen kommt.

Die Blinkwinkel auf die Anzeige sind stark eingeschränkt. Schnell kommt es zu Farbverfälschungen.

Auch bei Kontrast und Helligkeit besteht noch viel Luft nach oben. Wer gerne auf seinem mobilen Rechner Filme anschaut, sollte besser auf den Touchscreen verzichten und auf ein Modell mit IPS-Panel setzen. Da Asus wie fast alle anderen Hersteller auch beim Testgerät einen nicht entspiegelten Monitor verbaut, ist der Einsatz im Freien nur unter starken Einschränkungen und voll aufgedrehter Beleuchtung möglich.

Auf Eingaben mit dem Finger reagiert die Anzeige sehr zuverlässig. Es bleibt aber eine Frage des Geschmacks, ob man diese Funktion bei einem Subnotebook benötigt. Zwar ist das installierte Windows 8 in der 64 Bit-Version auf die Bedienung per Finger optimal vorbereitet. Oft ist der gewohnte Weg der Eingabe über das Trackpad aber genauso zielführend.

Ergonomie

Die insgesamt 83 Tasten der Chiclet-Tastatur fallen geringfügig kleiner aus als gewohnt. Nach einer kurzen Eingewöhnungszeit lässt es sich auf ihnen aber flüssig schreiben, was auch am exakten Druckpunkt liegt. Der geringe Hub hingegen ist Geschmackssache. Das Tastenfeld lässt sich nicht beleuchten, was die Schreibarbeit im Dunkeln erschwert.

Bis auf den weiter oben erwähnten Schönheitsfehler, der keine Auswirkung auf die grundsätzliche Funktion hat, hinterlässt das Touchpad einen hervorragenden Eindruck. Auch fällt es mit einer Diagonalen von zwölf Zentimetern für diese Klasse sehr groß aus. Es versteht zudem Multitouch-Gesten wie das Vergrößern von Seiteninhalten oder das Scrollen auf Webseiten mit Hilfe von zwei Fingern.

Leistung und Akkulaufzeit

Die eingebaute CPU von Intel (Core i3-3217u) mit einer Taktrate von 1,8 Gigahertz in Verbindung mit dem vier Gigabyte messenden DDR3-RAM reißt subjektiv keine Bäume aus. Beim parallelen Ausführen von mehreren Desktop-Programmen verschluckt sich das System bereits. Als Grafiklösung kommt Intels HD 4000 zum Einsatz. Die gefühlt schwachen Werte bestätigen auch die Benchmark-Ergebnisse.

Nicht ganz passgenau: Beim Testmodell von netzwelt schlampte Asus beim Einsetzen des Trackpads.

Im OpenGL-Test unter Cinebench 11.5 misst netzwelt nur 6,40 Bildwiederholungen in der Sekunde. Nach Abschluss des CPU-Tests stehen schmale 1,68 Punkte auf der Uhr. Der Windows-eigene Leistungsindex für die Testkonfiguration beträgt 4.4. An das Ausführen modernerer Spiele ist daher nicht zu denken - das System ist schlichtweg zu schwach dafür. Gute Werte liefert hingegen der Browserbenchmark Sunspider ab (195,4 Millisekunden). Für typische Netbook-Aufgaben, wie das Surfen im Netz oder das Verfassen von E-Mails und Texten, eignet sich das VivoBook dennoch. Auch das Abspielen von HD-Videos stellt es nicht vor unlösbare Herausforderungen.

Ein Austausch des fest verbauten Akkus mit einer Kapazität von 38 Wattstunden durch den Nutzer ist von Asus nicht vorgesehen. Leider setzt der Energiespeicher im Test keine herausragenden Duftmarken. Stellt man die Displayhelligkeit im oberen Drittel ein und versäumt es die Funkverbindungen zu kappen, verlangt das VivoBook S200E nach rund vier Stunden nach einer Steckdose. Im Energiesparmodus und bei deaktiviertem WLAN und Bluetooth sind auch knapp über fünf Stunden Laufzeit möglich.

Umwelt

Im Netz finden sich kritische Rezensionen von Nutzern, die von unerträglichen Wärme-Entwicklungen und Kühlproblemen beim VivoBook S200E berichten. Im Normalbetrieb konnte netzwelt diese nicht nachvollziehen.

Im Gegenteil: Bei typischen Netbook-Aufgaben bleibt das Gehäuse ausgesprochen kühl. Der Lüfter ist jedoch oft hörbar und dreht merklich auf, sobald die Konfiguration an ihre Leistungsgrenzen geführt wird. Dann sind auch Probleme mit der Kühlung in Form abfallender Leistung feststellbar.

Wer ein kompaktes Subnotebook für die tägliche Schreibarbeit benötigt und Windows 8 gerne mit einem Touchscreen nutzen möchte, findet derzeit kaum Alternativen in dieser Liga. Leider ist das Asus-Gerät kein Leichtgewicht. Auch ist es nicht leistungstechnisch nicht für Aufgaben ausgelegt, die das Surfen im Netz, das Verfassen von Text oder das Abspielen von Videos deutlich übersteigen.

Das von netzwelt getestete Sony-Modell der T-Serie 15 kostet bereits 300 Euro mehr und bietet mit 15,5 Zoll einen wesentlich größeren Touchscreen. Einen berührungsempfindlichen Bildschirm mit vergleichbarer Größe bietet auch Dell im XPS 12.

Einen Vergleichstest aktueller Convertible-Ultrabooks finden Sie an dieser Stelle auf netzwelt.

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Asus VivoBook S200E im Test: Subnotebook mit Touchscreen
Asus VivoBook S200E im Test: Subnotebook mit Touchscreen
Ein Touchscreen mit einer Diagonale von 11,6 Zoll ist bereits in so manchem Tablet zu finden. Asus baut ihn beim VivoBook S200E jedoch in ein Subnotebook ein.
http://www.netzwelt.de/news/95626-asus-vivobook-s200e-test-subnotebook-touchscreen.html
2013-04-16 16:42:21
http://img.netzwelt.de/dw320_dh240_sw320_sh240_sx430_sy514_sr4x3_nu0/picture/original/2014/08/asus-vivobook-s200e-produktbild-114717.png
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