Sie sind hier:
  • Gaming
  • Sport
  • Kaufberatung: Schrittzähler, Fitness-Apps und Tracker
 

Kaufberatung: Schrittzähler, Fitness-Apps und Tracker
Apps vs. All-in-One-Lösung

von Annika Demgen Uhr veröffentlicht

Diesen Artikel weiterempfehlen
SHARES

Fitness-Tracker können viel und versprechen umso mehr. Doch lohnt sich der Kauf oder bieten günstigere Sport-Apps die selbe Leistung? Netzwelt vergleicht die Clips und Armbänder mit verfügbaren Apps und erklärt, für wen sich die Anschaffung lohnt.

Fitness-Tracker sind der Trend auf dem Sportartikel-Markt. Neben Nike drängen auch viele, viele unbekanntere Hersteller mit ihren Pedometern und Kalorienzählern auf den Markt. Doch lohnt sich der Kauf der teuren Produkte oder bringt eine günstigere oder gar kostenlose App den selben Nutzen? Und für wen lohnt sich der Kauf?

Lohnt sich der Kauf eines Fitness-Trackers oder reicht eine App aus?

Das können Fitness-Tracker

Der Kauf eines Fitness-Gadgets ist mit großen Versprechungen verbunden. Nike zum Beispiel will mit dem FuelBand Nutzer dazu animieren, sich mehr zu bewegen. Das Armband Up von Jawbone soll sogar zu einer gesünderen Lebensweise führen. Mit Fitbit Flex wiederum arbeitet der Träger rund um die Uhr an seinen Zielen.

All diese Geräte, egal ob Armband oder Clip, haben eines gemeinsam: Sie zählen zunächst einmal die Schritte. Es handelt sich also um Pedometer. Dafür befindet sich in den Gadgets ein 3-Achsen-Beschleunigungssensor, der in Verbindung mit Algortithmen die Bewegung des Nutzers analysiert. Allerdings befindet sich ein solcher Sensor auch in jedem Smartphone. Und natürlich greifen auch Sport-Apps auf diesen zu. Kein großer Unterschied also.

Wer zählt genauer?

Hervortun könnten sich die Hersteller durch besondere Genauigkeit, denn die kostenlos oder für wenige Euro zu habenden Anwendungen für iOS wie Moves oder für Android wie Schrittzähler Ultimate zählen nicht allzu präzise. Im Test zeigte sich jedoch auch bei den kostspieligeren Produkten, etwa dem Nike+ FuelBand und Jawbone Up, das Realität und Zählung divergieren. Egal ob App oder Gadget, die ausgegebenen Werte sollten Nutzer eher als Richtwert interpretieren. Speziell über einen längeren Zeitraum lässt sich mit diesen jedoch trotz der Ungenauigkeiten vernünftig arbeiten und der Grad der persönlichen Aktivität überwachen.

Für Android stehen zahlreiche kostenlose Schrittzähler zur Verfügung. (Quelle: Screenshot Google Play)

Eine weitere Funktion der Tracker ist die Anzeige des Kalorienverbrauchs. Auf Basis der ermittelten Schritte und persönlichen Daten wie Geschlecht, Größe und Gewicht wird dieser geschätzt. Um die Genauigkeit der Errechnung zu erhöhen, haben Nutzer von Trackern die Möglichkeit, die getätigte Sportart nachzutragen. Auch diese Funktion findet sich jedoch bei vielen Apps wie etwa Runtastic.

Schlafanalyse

Seltener ist die Option, das eigene Schlafverhalten nachzuvollziehen. Dies können Up und Fitbit Flex. Das Nike+ FuelBand bietet diese Funktion nicht.

Analysiert wird der Schlaf anhand der Bewegung des Trägers. Rollt sich der Nutzer viel hin und her, werten die Tracker dies als Leichtschlafphase. Bewegt er sich nicht, gilt dies als Tiefschlaf. Die beiden Armbänder lassen sich zudem auch als Wecker konfigurieren. Sport-Apps bieten diese Funktion nicht. Schlaf-Anwendungen hingegen schon. Sleep as Android beispielsweise oder auch Sleep Cycle für iOS. Auch die Apps analysieren die Bewegung des Nutzers, allerdings steht ihnen als Datengrundlage nur die Erschütterung der Matratze zur Verfügung.

Abgesehen davon, dass sicherlich nicht jeder Lust hat, sein Smartphone jede Nacht direkt neben seinem Kopf zu legen, ist auch hier die Genauigkeit der Analysen anzuzweifeln. Schließlich bedarf es in einem professionellen Schlaflabor hunderter Kabel, um das Schlafverhalten einer Person zu protokollieren. Die Tracker haben hier den Vorteil, dass sie vom Smartphone unabhängig funktionieren und einfach am Körper befestigt werden. Wesentlich präziser als die Apps arbeiten aber auch sie nicht.

Ernährungsplan

Weitere Funktionen sind nicht direkt an den Tracker sondern an die zugehörigen Apps gebunden. Bei Fitbit und Jawbones Up lassen sich beispielsweise gegessene Mahlzeiten archivieren. So behält der Nutzer seine Ernährung stets im Blick. Doch Sie erahnen es bereits, auch Ernährungstracker gibt es so einige und oft völlig kostenlos im Netz - MyFitnessPal beispielsweise steht nicht nur für iOS und Android, sondern auch BlackBerry OS und Windows Phone bereit. Da sich die App mit Facebook verbinden lässt, steht Nutzern auch eine Community zur Verfügung, über die sie sich mit Freunden über ihre Fortschritte austauschen können.

Was die genannten Fitness-Tracker übrigens nicht können, ist den Standort per GPS bestimmen oder den Puls ihres Trägers messen. Hierfür sind entsprechende Uhren von Herstellern wie Garmin geeignet oder Apps, die pulsmessende Brustgurte unterstützen.

Für wen lohnt sich der Kauf?

Wer abnehmen, sportlich aktiver werden oder auch seine Ernährung im Auge behalten will, erhält durch Fitness-Tracker und Apps Begleiter an die Hand, die ihm dabei helfen, all diese Dinge im Auge zu behalten. Nutzer, die mit dem Kauf eines Trackers oder auch einer kostenpflichtigen App liebäugeln, sollten sich jedoch im Klaren darüber sein, dass eine gewisse Disziplin dazu gehört, das Optimum aus diesen Angeboten herauszuholen.

Sportliche Aktivitäten und gegessene Nahrungsmittel müssen stets eingetragen und die Daten regelmäßig synchronisiert werden. Das bedeutet tägliche Datenbankpflege. Haben Sie dazu keine Lust, dann lassen Sie die Finger von den Gadgets. Lieben Sie es Daten akribisch aufzuzeichnen? Dann los, greifen Sie zu! Wer sich unsicher ist, kann erst einmal eine der erwähnten kostenlosen Apps ausprobieren, um zu überprüfen ob ihn das Sportfieber packt.

Auch Schlafanalysen werden von Apps zur Verfügung gestellt. (Quelle: Screenshot Sleep Cycle/itunes.apple.com)

Ein Mittelding ist das Nike+FuelBand, das zwar weniger Funktionen bietet, als etwa das Jawbone Up oder Fitbit Flex dafür aber auch weniger Input bedarf. Wem es also reicht seine Schritte, verbrauchten Kalorien und sein Aktivitätslevel mit seinen Freunden zu vergleichen, der ist mit diesem Armband gut bedient. Zumal es die persönlichen Fortschritte direkt auf einem Display anzeigt und nicht nur in einer App.

Fazit

Wie die Gegenüberstellung zeigt, gibt es keine Funktion eines Fitness-Trackers, die nicht auch eine kostenlose oder günstigere App besitzt. Allerdings stellen die Armbänder und Clips speziell von Fitbit und Jawbone natürlich eine All-in-One-Lösung dar, die Nutzern es erspart zwischen zahlreichen Angeboten hin- und herzuwechseln.

Der Besitzer eines Trackers muss das Gerät zudem einfach nur am Körper tragen, um die Aufzeichnung seines Alltags zu gewährleisten und nicht erst eine App starten. Zuletzt spornt der höhere Preis der Tracker den ein oder anderen sicherlich dazu an, öfters in der Woche den persönlichen Schweinehund zu überwinden und zum Sport zu gehen.

Zum ausführlichen Test des Nike+ FuelBand gelangen Sie hier. Den Test des Jawbone Up finden Sie hier. Auch zum Fitbit Flex steht bereits ein Kurztest auf netzwelt zur Verfügung.

Kommentare zu diesem Artikel

Fitness-Tracker können viel und versprechen umso mehr. Doch lohnt sich der Kauf oder bieten günstigere Sport-Apps die selbe Leistung? Netzwelt vergleicht die Clips und Armbänder mit verfügbaren Apps und erklärt, für wen sich die Anschaffung lohnt.

Jetzt ist Ihre Meinung gefragt. Diskutieren Sie im Forum zu diesem Artikel.

Jetzt Diskutieren!

DSL- & LTE-Speedtest

Testen Sie mit unserem Speedtest Ihre tatsächliche DSL- oder LTE-Geschwindigkeit. Test auch mit Smartphone und Tablet möglich.

Jetzt Testen!

Der große Android-Update-Fahrplan

Welche Android-Version ist für mein Smartphone oder Tablet-Computer aktuell? Der große Android-Update-Fahrplan bringt Licht ins Dickicht der Versionen.

Jetzt ansehen!

article
37666
Kaufberatung: Schrittzähler, Fitness-Apps und Tracker
Kaufberatung: Schrittzähler, Fitness-Apps und Tracker
Überlegen Sie, ob sich ein Kauf eines Fitness-Trackers lohnt? Wir erleichtern Ihnen die Entscheidung durch die netzwelt-Kaufberatung.
http://www.netzwelt.de/news/95612-kaufberatung-schrittzaehler-fitness-apps-tracker.html
2013-04-10 16:48:03
http://img.netzwelt.de/dw120_dh90_sw0_sh0_sx0_sy0_sr4x3_nu0/article/2013/lohnt-kauf-fitness-tracker-reicht-app--bild-montage-netzwelt-18756.jpg
News
Kaufberatung: Schrittzähler, Fitness-Apps und Tracker