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Fitness-Tracker vs. Sport-Apps: Welche Option ist die richtige für mich?
Kaufberatung

von Annika Demgen Uhr veröffentlicht

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Lieber in einen Fitness-Tracker investieren oder kostenlose Sport-Apps nutzen? Wir vergleichen die beiden Optionen für euch. (Quelle: netzwelt)

Fitness-Tracker können viel und versprechen umso mehr. Doch lohnt sich der Kauf oder bieten günstigere Sport-Apps die selbe Leistung? Netzwelt vergleicht die Clips und Armbänder mit verfügbaren Apps und erklärt, für wen sich die Anschaffung lohnt.

Alle Geräte, egal von welchem Hersteller, ob Armband oder Clip, haben eines gemeinsam: sie zählen Schritte. Es handelt sich also um Pedometer. Dafür befindet sich in den Trackern in der Regel ein 3-Achsen-Beschleunigungssensor, der in Zusammenarbeit mit der Software und den zugrunde liegenden Algorithmen des Herstellers die Bewegung des Nutzers analysiert. Ein solcher Sensor befindet sich auch in jedem Smartphone. Entsprechend können auch Sport-Apps auf diese Technik zugreifen. Allerdings hängt die Genauigkeit des Ergebnisses davon ab, wie gut die Interpretation der Körperbewegung im Zusammenspiel von Hard- und Software funktioniert.

Aktuelle Fitness-Tracker 2014/2015

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Offiziell ist die Gear Fit ein Fitness-Tracker. Das Gadget bietet aber auch Smartwatch-Funktionen. (Bild: netzwelt)

Basierend auf der Schrittauswertung und den angegeben Nutzerdaten über Körpergröße und Gewicht finden bei Fitness-Trackern und Apps alle weiteren Berechnungen statt - zum Beispiel über das Schlafverhalten oder den Kalorienverbrauch.

Wie akkurat wird gezählt?

Die gezählten Schritte können von der tatsächlichen Schrittzahl stark variieren. Die überwiegend kostenlos verfügbaren Apps für iOS und Android - zum Beispiel Moves oder Google Fit - erwiesen sich in unserem Test als nicht allzu akkurat.

Präzision dürfen Nutzer allerdings auch nicht von einem der kostspieligeren Produkte erwarten. Eine Abweichung von rund zehn Schritten in die eine oder andere Richtung sind beim Jawbone Up24, genauso wie beim Nike+ FuelBand SE oder Runtastic Orbit keine Seltenheit. In unseren Tests kamen bisher Withings Pulse und Samsungs Gear Fit der Realität am nächsten mit einer Abweichung von etwa fünf Schritten.

Ob App oder Gadget, die ausgegebenen Werte sollten Nutzer als Richtwert verstehen. Speziell über einen längeren Zeitraum lässt sich trotz der Ungenauigkeiten mit beiden Lösungen arbeiten und der Grad der persönlichen Aktivität überwachen.

Wie verlässlich ist die Schlafanalyse?

Analysiert wird der Schlaf anhand der Bewegung des Nutzers. Rollt sich dieser viel hin und her, werten Apps - zum Beispiel "Sleep Better" von Runtastic - und Tracker dies als Leichtschlafphase. Bewegt er sich nicht, gilt dies als Tiefschlaf. Hier haben Clips und Armbänder gegenüber Apps den Vorteil, dass sie direkt am Körper getragen werden und nicht einfach nur neben dem Nutzer auf der Matratze liegen.

Im Test zeigt sich jedoch oft genug, dass auch die Fitness-Tracker Wachphasen nicht richtig erkennen oder sogar den nächtlichen Gang zur Toilette nicht protokollieren.

Die Schlafanalyse ist bei Fitness-Trackern und Apps gleichermaßen fehleranfällig.

Welche Lösung ist komfortabler?

Ein eindeutiges Argument für einen Fitness-Tracker ist hauptsächlich der Komfort. Während es kaum eine kostenlosen Sport-App gibt, die Schrittzähler, Schlafanalyse und Ernährungstagebuch sinnvoll in einem Paket anbietet. Erhalten Käufer von Fitness-Trackern wie dem Up24 oder Fitbit Charge eine Komplettlösung geboten. Wechsel zwischen verschiedenen Anwendungen wird dadurch überflüssig und der Nutzer hat alle seine Daten an einem Platz. Außerdem können die Tracker problemlos beim Sport am Körper getragen werden, was mit Smartphones nur mit einer entsprechenden Halterung möglich ist.

In Sachen Komfort haben die Fitness-Tracker die Nase vorn.

Wo sind meine Daten besser geschützt?

Diese Frage lässt sich leider nicht generell beantworten. Vor der Nutzung jedes Produkts gilt es die Berechtigungen, die eine App verlangt, und die Nutzungsbedingungen eines Trackers zu studieren. Kostenlose Produkte stehen freilich eher im Verdacht die persönlichen Informationen über Größe, Gewicht und Trainingsverhalten eines Nutzers mit Dritten für Werbezwecke zu teilen, da sie abgesehen von Werbung sonst keine Möglichkeit haben Geld mit ihrer App zu verdienen. Aber auch Firmen, die über 100 Euro für einen Tracker verlangen, speichern Daten in der Regel in der Cloud und behalten sich vor die Informationen anonymisiert weiterzuverwenden.

Das Speichern der persönlichen Daten und die Weitergabe der Informationen an Dritte kann bei kostenlosen Apps genauso wie kostenpflichtigen Angeboten nicht ausgeschlossen werden.

Für wen lohnt sich der Kauf?

Wer abnehmen, sportlich aktiver werden oder auch seine Ernährung im Auge behalten will, erhält durch Fitness-Tracker und Sport-Apps Begleiter an die Hand, die ihm dabei helfen, all diese Dinge im Auge zu behalten. Grundsätzlich können Tracker nichts, was nicht auch Fitness-Apps ohne Extra-Hardware können. Allerdings bieten die Armbänder und Clips mehr Komfort, da sie viele Funktionen in einem Paket bieten. Nutzer, die mit dem Kauf eines Trackers oder auch einer kostenpflichtigen App liebäugeln, sollten sich jedoch im Klaren darüber sein, dass eine gewisse Disziplin dazu gehört, das Optimum aus diesen Angeboten herauszuholen.

Sportliche Aktivitäten und gegessene Nahrungsmittel müssen stets eingetragen und die Daten regelmäßig synchronisiert werden. Das bedeutet tägliche Datenbankpflege. Wer sich nicht sicher ist, ob er den nötigen Spaß an Zahlen mit sich bringt, kann erst einmal eine der erwähnten kostenlosen Apps ausprobieren, um zu überprüfen ob ihn das Statistikfieber packt. Empfehlenswerte Fitness-Tracker findest du in unserem Vergleichstest.

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Kommentare zu diesem Artikel

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  • Annika D. schrieb Uhr
    @WaldoPepper: Vielen Dank für deinen Hinweis. Bei dem Text handelt es sich jedoch nicht um einen vollständigen Produktvergleich, sondern mehr um eine Übersicht über den Markt. Wir planen zurzeit eine neue Teststrecke mit vielen neuen Trackern und da werden wir auch den Polar Loop mit aufnehmen.

    Viele Grüße aus der Redaktion.
  • WaldoPepper schrieb Uhr
    Der Polar Loop fehlt im Test...
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Lohnt sich der Kauf eines Fitness-Trackers oder reicht eine kostenlose Sport-App für meine Belange? Wir helfen dir dabei die richtige Lösung für dich zu finden.
http://www.netzwelt.de/news/95612-fitness-tracker-vs-sport-apps-welche-option-richtige-mich.html
2015-03-24 16:24:00
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