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Sony Vaio SVT1511M1ES im Test: Ultrabook mit 15-Zoll-Touchscreen
Unter 800 Euro

von Michael Knott
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Ein Ultrabook mit einem 15,5 Zoll großen Full HD-Touchscreen, DVD-Laufwerk und sinnvollen Schnittstellen ist zur Zeit gar nicht so einfach zu finden. Nur Sony hat mit dem Vaio SVT1511M1ES eines im Programm. Zudem fällt es bereits kurz nach der Markteinführung im Preis und kostet aktuell weniger als 800 Euro. Netzwelt hat sich das Vaio-Ultrabook mit Touchscreen genau angesehen.

Dank Windows 8 kommen immer mehr Notebooks mit Touchscreen auf den Markt. Der 15,6 Zoll große Bildschirm des Sony Vaio SVT1511M1ES reagiert nicht nur auf Berührung, sondern bietet auch eine anständige Auflösung von immerhin 1.920 x 1.080 Bildpunkten. Zusammen mit der übrigen Ausstattung wie dem Intel Core i5-Prozessor, zwei Speicherkartenslots und beleuchteter Tastatur, ergibt sich ein Gesamtpaket, das nicht nur durch den Preis überzeugen möchte.

Verarbeitung

Sony verwendet bei diesem Vaio-Modell jede Menge Aluminium - so scheint es. Tatsächlich besteht das Gehäuse jedoch aus einer Magnesiumlegierung. Trotzdem bringt die Testausstattung stattliche 2,22 Kilogramm auf die Waage. Sowohl Boden als auch Displaydeckel geben auf Druck hin nach, was allerdings noch nicht kritisch ist. Auch kann netzwelt keine störenden Spaltmaße oder anderweitige Schnitzer feststellen, die Verarbeitungsqualität liegt auf hohem Niveau.

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Ein günstiges Multimedia-Ultrabook hat Sony mit dem Vaio SVT1511M1ES im Angebot. Es kostet zur Zeit etwa 800 Euro. (Bild: netzwelt.de)

Auffällig gestaltet Sony den hinteren Displayabschluss. Er ist mit einer verchromten Kunststoffleiste versehen - auf dem leider immer Fingerabdrücke zu sehen sind. Diese lassen sich zwar mühelos mit einem weichen Tuch entfernen, dabei ist allerdings Vorsicht geboten. Im Test zerkratzte ebendieser Bereich schnell, während die Magnesiumfronten weitestgehend unempfindlich gegenüber Kratzern sind.

Ausstattung

Beim Blick auf die Schnittstellen bleiben kaum Wünsche offen. Rechts und links am Gehäuse verteilt Sony insgesamt drei USB-Anschlüsse, einer davon arbeitet nach dem schnellen USB-3.0-Standard. Auch im Ruhemodus liefert der USB-Port Strom, um angeschlossene Geräte zu laden. Zusätzlich findet sich noch eine Gigabit-LAN-Buchse, ein HDMI-Ausgang, ein Kopfhörerausgang und sogar eine VGA-Schnittstelle. Letztere ist selten, aber praktisch, da zum Beispiel noch immer viele Beamer nach einer VGA-Schnittstelle verlangen.

Auf der Vorderseite bietet das Vaio-Ultrabook gleich zwei Slots für Speicherkarten. Während der rechte Schacht handelsübliche SD-Karten in Normalgröße akzeptiert, besteht der linke auf das Sony-eigene MemoryStick-Format. Das DVD-RW-Laufwerk verbaut Sony auf der rechten Seite.

Wer die MemorySticks von Sony nutzt, darf sich auf einen Extra-Kartenslot am Vaio freuen.

Als Prozessor dient im Testmodell ein Intel Core i5-3337U mit einer Taktfrequenz von 1,8 Gigahertz (Turbo-Modus bis 2,7 Gigahertz). Hinzu kommen vier Gigabyte Arbeitsspeicher, interne Intel-Grafik sowie eine Festplatte mit einer Kapazität von 500 Gigabyte. Clever: Sony verbaut eine sogenannte Hybrid-Festplatte mit einem 24 Gigabyte großen SSD-Cache. Dank der SSD-Partition fährt das Vaio schnell hoch. Im Test benötigte es 16 Sekunden, um aus dem Tiefschlaf aufzuwachen und Eingaben anzunehmen. Klappt man den Bildschirmdeckel im laufenden Betrieb zu und anschließend wieder auf, verkürzt sich die Zeit auf knapp eine Sekunde.

Ergonomie

Klappt man den Deckel auf, kommt der aufgeräumte Innenraum des Vaio-Ultrabooks zum Vorschein. Bis auf die Tasten und wenige Aufkleber ist auch hier alles in silbernen Aluminiumfarben getüncht. Unschön: Sämtliche 104-Tasten sind nicht ganz gleichmäßig hintergrundbeleuchtet und haben einen schwammigen Druckpunkt. Hat man sich daran gewöhnt, ist aber auch flüssiges Schreiben möglich. Der mittlere Bereich der Tastatur, vor allem rund um die Buchstaben "H", "J", und "K" gibt auf stärkeren Druck hin deutlich nach.

Aufgrund der üppigen Gehäusedimensionen fand Sony auch Platz für einen ausgewachsenen Nummernblock. Die Pfeiltasten sind ebenfalls von den übrigen Tasten separiert, was vor allem beim Spielen von Vorteil ist.

Auch für die Handballen ist genügend Ablagefläche vorhanden. Die linke Hand streift beim schnellen Tippen gelegentlich das nach links ausgerichtete Trackpad. Im Test kam es jedoch kaum zu versehentlichen Eingaben, da das Trackpad zuverlässig erkennt, ob Finger oder eben der Handballen den Sensor berühren.

Die Tastaturbeleuchtung ist nicht gleichmäßig. Auch hätte netzwelt sich einen exakten Druckpunkt gewünscht.

Das Trackpad versteht sich auch mit Multitouch-Gesten und funktionierte während des Testzeitraums zuverlässig. Jedoch will die Oberflächenstruktur sowie die Anfassqualität des Eingabegerätes nicht wirklich zur edlen Gesamterscheinung dieses Vaio-Modells passen. Tippt man leicht mit dem Finger auf der berührungsempfindlichen Fläche herum, entsteht ein Geräusch, das entfernt an das Auftreffen von Regentropfen auf eine Pfütze erinnert.

Die vier Gumminoppen auf der Unterseite sorgen dafür, dass das Notebook nicht verrutscht. Und wenn es doch mal eng wird, kann man mit dem 15-Zöller auch auf den Knien noch gut arbeiten. Das Display lässt sich etwa 120 Grad weit aufklappen. Bei beherztem Tippen auf der Tastatur wippt es leicht nach.

Display

Da gibt es nicht viel zu überlegen: Das 15,5 Zoll (39,4 Zentimeter) große Display mit Full HD-Auflösung und LED-Hintergrundbeleuchtung, das als Touchscreen agiert, ist fast schon das Alleinstellungsmerkmal dieses Vaio-Ultrabooks. Vor allem, wenn man den Preis von derzeit knapp 800 Euro bei der Bewertung hinzuzieht. Bei der Beurteilung des Displays wird leider schnell klar, an welcher Stelle Sony den Rotstift angesetzt hat. Denn statt eines IPS-Panels steckt ein TN-Panel im Ultrabook - was zu stark eingeschränkten Blickwinkeln führt.

Oft ist man im Alltag damit beschäftigt, einen Blickwinkel zu finden, bei dem es nicht zu drastischen Farbverfälschungen und Farbumkehrungen kommt. Hat man den optimalen Winkel schließlich gefunden, macht einem oft die extrem spiegelnde Displayoberfläche einen Strich durch die Rechnung, vor allem beim Einsatz unter freiem Himmel. Da hilft es auch nicht, den Helligkeitsregler auf Anschlag zu schieben. Eingaben mit den Fingern erkennt das Display zuverlässig. Leider wippt es je nach Öffnungswinkel anschließend noch eine gute Weile nach.

Dank praktischer Anzeigengröße und guter Auflösung können zwei Fenster problemlos nebeneinander positioniert werden. Und auch kleine Schrift lässt sich auf dem Vaio-Display gut entziffern.

Oft ist man im Vaio-Alltag damit beschäftigt, den richtigen Winkel auf das Display zu erhaschen. Die Farben des TN-Panels verfälschen sehr schnell.

Leistung

Core i5-Prozessor, interne Intel-Grafik (HD 4000), vier Gigabyte DDR3-RAM: Mit Ausnahme des Prozessors (i5-3337U) gehört die Vaio-Konfiguration zur derzeitigen typischen Ultrabook-Mittelklasse. Schade, dass Sony keine stärkere Grafiklösung verbaut, aber das wäre bei dem Preis auch ein wenig viel verlangt.

Überraschend sind die Benchmark-Ergebnisse daher nicht: Der Windows-eigene Leistungsindex gibt einen Wert von 5,5 aus. Unter Cinebench 11.5 misst netzwelt 2,48 CPU-Punkte. Der OpenGL-Benchmark attestiert 15,90 Bildwiederholungen in der Sekunde.

Es wird klar, was dieses Vaio-Modell von Sony nicht kann: zum Beispiel die neusten Spiele mit den höchsten Detaileinstellungen wiedergeben. Ältere Titel laufen hingegen oft genauso problemlos wie nahezu sämtliche Titel aus dem Windows-eigenen Store. Auch bei der Wiedergabe von HD-Videos kommt die Konfiguration nicht ins Stocken, bei typischen Office-Aufgaben sowieso nicht. Neben Windows 8 in der 64-Bit-Version installiert Sony leider einiges an Bloatware, zum Beispiel McAfee Parental Control oder das Intel AppUp Center. Diese bremsen das System zwar nicht unnötig aus, sorgen aber zuverlässig für nervige Pop-Ups.

Umwelt

Das Hitzemanagement profitiert stark von der kühlenden Außenhaut des Gehäuses. Unangenehm warm wird das Chassis nur unter extremer Dauerlast. Gut: Der Lüfter agiert im Normalbetrieb recht leise und ist nur in ansonsten stillen Umgebungen wahrnehmbar - schon eine typische Büroatmosphäre übertönt das Lüftergeräusch. Dafür ist das Schaufelrad sehr oft aktiv, auch beim ganz normalen Surfen im Netz. Das kann empfindliche Ohren stören.

Auf der Unterseite finden sich drei Serviceklappen, die jeweils mit handelsüblichen Schrauben gesichert sind. Nutzer erhalten auf diese Art und Weise einfachen Zugang zu Arbeitsspeicher (zwei Schächte) und Festplatte. Beide Komponenten lassen sich auch ohne Fachkenntnisse auswechseln. Sehr gut: Man muss nur eine Schraube lösen, um den Akku bei Bedarf auszutauschen.

Akkulaufzeit

Der Energiespeicher mit einer Kapazität von 3.760 Milliamperestunden gehört eher zur schwächeren Sorte. Wer viel im Netz surft und die Bildschirmhelligkeit auf das obere Drittel eingestellt hat, muss sich nach knapp vier Stunden nach einer Steckdose umsehen. Im reinen Office-Betrieb und deaktivierten Funkverbindungen sind Laufzeiten von bis zu 5,5 Stunden möglich.

Wer auf der Suche nach einem Multimedia-Notebook mit optischem Laufwerk und Touchscreen ist und nicht mehr als 1.000 Euro investieren will, findet derzeit keine empfehlenswerte Alternative. Interessierte sollten sich jedoch überlegen, ob sie tatsächlich einen berührungsempfindlichen Bildschirm benötigen. Was auf Tablet-Computern und Smartphones längst Standard ist, ergibt bei einem Notebook dieser Kategorie nicht für jeden Nutzertyp Sinn.

Weitere Neuigkeiten und Tests zum Thema Ultrabook finden Sie an dieser Stelle auf netzwelt.

Acht Ultrabook-Empfehlungen für jeden Geldbeutel hat netzwelt in diesem Artikel für Sie zusammengefasst.

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Mit dem Vaio SVT1511M1ES hat Sony ein Ultrabook mit optischem Laufwerk und Touchscreen im Programm, das zurzeit nicht einmal 800 Euro kostet.
http://www.netzwelt.de/news/95601-sony-vaio-svt1511m1es-test-ultrabook-15-zoll-touchscreen.html
2013-04-10 16:50:26
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