Mit Modellen von Acer, Asus, HP, Microsoft, Toshiba und Sony

Vergleichstest: Sieben Windows 8-Tablets mit Tastatur

Diese Tablet-Computer mit Windows 8 und Tastatur-Dock können durchaus ein Ultrabook, Notebook oder Subnotebook ersetzen. Im Vergleichstest nimmt netzwelt das Acer Iconia W700, das Asus Transformer Book T100, das HP Envy X2, Microsofts Surface Pro 2, Sonys Vaio Tap 11 und Toshibas W30DT-A-100 genauer unter die Lupe. Alle sieben Modelle verfügen über passgenaue Tastaturen und laufen mit Windows 8 oder Windows 8.1. Ein Sonderfall stellt das Asus Transformer Book Trio dar, auf dem sowohl Android als auch Windows 8 läuft.

?
?

Gesucht wird ein leistungsfähiges Tablet mit Tastatur, das am ehesten an ein Ultrabook erinnert und dennoch die Vorzüge eines Tablets bietet. (Bild: netzwelt)
Gesucht wird ein leistungsfähiges Tablet mit Tastatur, das an ein Ultrabook erinnert und dennoch die Vorzüge eines Tablets bietet. (Bild: netzwelt)

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Asus Transformer Book T100
  2. 2Asus Transformer Book Trio TX201LA
  3. 3Acer Iconia W700
  4. 4HP Envy X2
  5. 5Microsoft Surface Pro 2
  6. 6Sony Vaio Tap 11
  7. 7Toshiba W30DT-A-100
  8. 8Fazit
Werbung

Auch wenn viele Nutzer bei der Vorstellung der ersten Tablet-Computer da noch ihre Zweifel hatten: Auf der Couch sind die Flachcomputer unschlagbar und haben sich längst etabliert. Nur beim Verfassen von Mails oder längeren Texten, sprich: Beim produktiven Arbeiten nervt die virtuelle Bildschirmtastatur. 

Abhilfe schaffen Bluetooth-Tastaturen oder Hüllen aus dem Zubehörhandel, die oftmals aber nur eine Notlösung darstellen. Besser sieht es bei Modellen aus, bei denen der Hersteller selbst die entsprechenden Tastatur-Docks liefert. So wie bei den hier vorgestellten Hybrid-Geräten von Acer, Asus, HP, Sony, Toshiba und Microsoft. 

Dieser Vergleich wird keinen klaren Testsieger hervorbringen. Vielmehr gibt netzwelt Tipps und Empfehlungen, welches Tablet-Tastatur-Duo sich für welchen Nutzertyp eignet. Stundenlanges Arbeiten sollte genauso möglich sein wie ordentlich Power zum Ausführen anspruchsvoller Programme. Wer unter diesem Gesichtspunkt vor der Frage steht "Tablet mit Tastatur oder Notebook?" und in Richtung Tablet tendiert, sollte sich die gleichen Fragen stellen, die auch beim Kauf eines Notebooks oder Ultrabooks wichtig sind. Welche Programme sollen laufen? Wie viel Speicher benötige ich? Wie groß sollte die Bildschirmdiagonale sein? 

Alle hier vorgestellten Modelle verfügen anstelle von herkömmlichen Festplatten über flotte SSD-Speicher. Deren Kapazität ist zum einen meist auf maximal 512 Gigabyte beschränkt und zum anderen kostet ein SSD-Massenspeicher mit dieser Kapazität viel Aufpreis. Ein Mehr an Speicher gibt es alternativ in Form einer Speicherkarte oder durch den Anschluss eines USB-Sticks. Die Bildschirmdiagonalen reichen von 10,1 Zoll (Asus Transformer Book) über 10,6 Zoll (Microsoft Surface Pro) und 11,6 Zoll (Asus Transformer Book Trio, HP Envy X2, Acer W700 und Sony Vaio Tap 11) bis hin zu 13,3 Zoll (Toshiba W30DT-A-100). Die ausführlichen Testberichte finden Sie jeweils unterhalb der Kurzvorstellung verlinkt.

Asus Transformer Book T100

So sieht ein waschechter Netbook-Erbe aus. Man könnte das Transfomer Book auch als eine Art "Volks-Convertible" bezeichnen. Denn mit einem Verkaufspreis von etwa 450 Euro ist es das günstigste Gerät in diesem Vergleich. Als Prozessor dient ein brandaktueller Intel-Atom-Chipsatz. Dieser reißt zwar keine Bäume aus, erledigt anfallende Alltagsaufgaben aber ohne zu murren.

Das Asus Transformer Book T100 ist eines der derzeit günstigsten Convertibles mit Windows 8.1 (Bild: netzwelt)
Das Asus Transformer Book T100 ist eines der derzeit günstigsten Convertibles mit Windows 8.1 (Bild: netzwelt)

Beim netzwelt vorliegenden Rezensionsexemplar stand die Tastatur-Einheit auf der rechten Seite ein wenig zu weit ab, was beim Tippen störte. Ohnehin ist der Raum auf der Tastatur recht eng bemessen - für das Zehn-Finger-System wird es knapp. Dafür erhalten Käufer eine nette Software-Zugabe: Im Lieferumfang enthalten ist eine Vollversion von Microsoft Office.

Asus Transformer Book T100 im Test

  • Bild 1 von 15
  • Bild 2 von 15
  • Bild 3 von 15
  • Bild 4 von 15
  • Bild 5 von 15
  • Bild 6 von 15
  • Bild 7 von 15
  • Bild 8 von 15
  • Bild 9 von 15
  • Bild 10 von 15
  • Bild 11 von 15
  • Bild 12 von 15
  • Bild 13 von 15
  • Bild 14 von 15
  • Bild 15 von 15

- Hier geht es zum ausführlichen Testbericht des Asus Transformer Book TF100

Asus Transformer Book Trio TX201LA

Das Asus Transformer Book Trio sieht auf den ersten Blick fast so aus wie das wesentlich günstigere Transformer Book TF100. Doch es ist nicht nur wesentlich besser ausgestattet, es bietet als absoluten Clou auch noch eine echte Dual-Boot-Funktion. Auf Knopfdruck können Nutzer zwischen dem installierten Android und Windows 8 hin und her wechseln. Ein Neustart ist dafür nicht notwendig. Weitere Besonderheit: Die Basis-Einheit kann - angeschlossen an einen Monitor - unabhängig vom Tablet betrieben werden.

Tastendruck genügt: Ohne Systemneustart wechseln Besitzer des Transformer Book Trio zwischen Windows 8 und Android. (Bild: netzwelt)
Tastendruck genügt: Ohne Systemneustart wechseln Besitzer des Transformer Book Trio zwischen Windows 8 und Android. (Bild: netzwelt)

Auch technisch kann das Transformer Book Trio punkten. Intel-Prozessoren der Haswell-Generation, zwei Akkus, Full HD-Displays und praxigerechte Anschlussmöglichkeiten stehen auf der Haben-Seite. Demgegenüber steht ein stolzes Gewicht von 1,7 Kilogramm. Zudem lief im Alltagseinsatz von netzwelt nicht immer alles so rund, wie wir uns das gewünscht hätten.

Asus Transformer Book Trio Test

  • Bild 1 von 13
  • Bild 2 von 13
  • Bild 3 von 13
  • Bild 4 von 13
  • Bild 5 von 13
  • Bild 6 von 13
  • Bild 7 von 13
  • Bild 8 von 13
  • Bild 9 von 13
  • Bild 10 von 13
  • Bild 11 von 13
  • Bild 12 von 13
  • Bild 13 von 13

- Zum ausführlichen Testbericht des Asus Transformer Book Trio

Acer Iconia W700

Das W700 von Acer ist nicht mehr taufrisch, wird online aber immer mal wieder zu konkurrenzfähigen Preisen angboten. Galten für die ursprünglich von netzwelt getestete Version des üppig ausgestatteten Windows 8-Tablets noch etwa 900 Euro als gesetzt, wird diese Konfiguration nun für unter 700 Euro angeboten. Dafür stecken dann ein Intel Core i5-Prozessor der dritten Generation, 128 Gigabyte Flashspeicher und vier Gigabyte RAM im Aluminium-Gehäuse. Auch ein Tastatur-Cover ist in diesem Preis inbegriffen. Die Qualität der Tastatur erreicht noch kein Notebook-Niveau, dennoch zählt sie zu den besseren Exemplaren in diesem Vergleich.



Video

Acer Iconia W700 im Test: Intel Core i5-Prozessor, 128 Gigabyte SSD-Kapazität, Full HD-Bildschirm, vier Gigabyte RAM: Diese Werte stehen auch Ultrabooks gut, Acer verbaut sie jedoch in einem Tablet. Leider erbt der ansonsten empfehlenswerte Hybrid auch einige Notebook-Marotten. Zum Video: Acer Iconia W700 im Test

Die kräftige Hardware, die etwa auch Photoshop mühelos am Laufen hält, fordert allerdings ihren Tribut beim Gewicht. Satte 930 Gramm bringt das W700 auf die Waage, mit Tastaturhülle sind es bereits 1.530 Gramm. Ebenfalls ungewöhnlich für ein Tablet: Im Iconia W700 sind Lüfter verbaut, die sehr häufig hörbar anspringen. Auch die Kamera mit einer Auflösung von acht Megapixeln ist nicht das Gelbe vom Ei. Wer damit leben kann, findet im W700 ein lupenrein verarbeitetes Windows-Tablet.

Acer Iconia W700 im Test

  • Bild 1 von 5
  • Bild 2 von 5
  • Bild 3 von 5
  • Bild 4 von 5
  • Bild 5 von 5

Zum ausführlichen Testbericht des Acer Iconia W700

HP Envy X2

Mit Aluminium-Gehäuse und sehr guter Verarbeitung punktet auch das HP Envy X2. Der Hersteller bietet das 11,6-Zoll-Tablet ausschließlich in Kombination mit dem Tastaturdock an, welches perfekt auf das Tablet zugeschnitten ist und zusätzliche Schnittstellen bereithält. In diesem Vergleich bietet das X2 die beste Tastatur und zusammen mit dem Asus Transformer Book die längste Akkulaufzeit. Letztere verlängert auch der in das Dock eingebaute Zusatz-Energiespeicher. Online kostet das Envy X2 derzeit knapp 800 Euro.

HP Envy X2 im Test

  • Bild 1 von 10
  • Bild 2 von 10
  • Bild 3 von 10
  • Bild 4 von 10
  • Bild 5 von 10
  • Bild 6 von 10
  • Bild 7 von 10
  • Bild 8 von 10
  • Bild 9 von 10
  • Bild 10 von 10

Das Envy X2 wäre ein Volltreffer, würde HP es mit einem kräftigeren Prozessor anbieten. Der Intel Atom-Chip im Testmodell kommt bei anspruchsvollen Arbeiten und beim Multitasking sichtlich an seine Grenzen. Auch beim Display müssen Käufer Abstriche hinnehmen. Es bietet eine nicht mehr ganz zeitgemäße Auflösung von 1.366 x 768 Bildpunkten. 

Zum ausführlichen Testbericht und Video des HP Envy X2

Microsoft Surface Pro 2

Die einen lieben es, die anderen können mit dem Konzept nicht viel anfangen: Die Surface-Reihe von Microsoft spaltet die Netzgemeinde. Unbestritten ist die Leistungsfähigkeit des Surface Pro 2. Im Testgerät steckt ein Intel Core i5-Prozessor der aktuellen Haswell-Generation, der für lange Akkulaufzeiten sorgt. Bis zu 512 Gigabyte SSD-Kapazität und satte acht Gigabyte Arbeitsspeicher sind möglich.

Das Beste aus beiden Welten will Microsoft im Surface Pro 2 vereinen. Das gelingt jedoch nur zum Teil. (Bild: Microsoft)
Das Beste aus beiden Welten will Microsoft im Surface Pro 2 vereinen. Das gelingt jedoch nur zum Teil. (Bild: Microsoft)

Mit maximaler Ausstattung kratzt das Surface Pro 2 an der 1.800-Euro-Marke. Sehr gut gelungen ist Microsoft die Verarbeitung des Surface - das Metallgehäuse ist nahezu perfekt und verfügt auf der Rückseite über einen in zwei Stufen ausklappbaren Ständer. Und dank des eingebauten USB-3.0-Ports lassen sich auch schnell Tastaturen oder anderes Zubehör anschließen.

Microsoft Surface Pro 2 Test

  • Bild 1 von 7
  • Bild 2 von 7
  • Bild 3 von 7
  • Bild 4 von 7
  • Bild 5 von 7
  • Bild 6 von 7
  • Bild 7 von 7

- Zum ausführlichen Testbericht des Microsoft Surface Pro 2 

Sony Vaio Tap 11

Genau wie das Surface lässt sich auch das Sony Vaio Tap 11 mit einem Bedientstift, dem sogenannten Digitizer bedienen. Und auch das Vaio-Modell bietet eine ausklappbare Stütze auf der Rückseite, die sich im Vergleich zur Surface-Reihe noch flexibler einstellen lässt. Die Tastatur haftet magnetisch am 11-Zoll-Display und dient gleichzeitig als Display-Schutz - eine weitere Paralelle zum Microsoft-Tablet.

Sony bietet das Vaio Tap 11 mit schwarzem oder weißem Gehäuse an. Die abnehmbare Bluetooth-Tastatur dient bei Nichtgebrauch als Displayschutz. (Bild: netzwelt)
Sony bietet das Vaio Tap 11 mit schwarzem oder weißem Gehäuse an. Die abnehmbare Bluetooth-Tastatur dient bei Nichtgebrauch als Displayschutz. (Bild: netzwelt)

Doch während das Surface Pro getrost als "pummelig" bezeichnet werden darf ist das Sony-Tablet extrem dünn und leicht, obwohl es über mehr Bildschirmfläche verfügt. Im Falle des netzwelt vorliegenden Testmodells ging der Leichtbau leider auf Kosten der Verarbeitung. Am gesamten Tablet finden sich hässliche Spaltmaße.

Ausgepackt: Sony Vaio Tap 11

  • Bild 1 von 12
  • Bild 2 von 12
  • Bild 3 von 12
  • Bild 4 von 12
  • Bild 5 von 12
  • Bild 6 von 12
  • Bild 7 von 12
  • Bild 8 von 12
  • Bild 9 von 12
  • Bild 10 von 12
  • Bild 11 von 12
  • Bild 12 von 12

- Zum ausführlichen Testbericht des Sony Vaio Tap 11

Toshiba W30DT-A-100

Mit einer Bildschirmdiagonalen von satten 13,3 Zoll (33,8 Zentimeter) bietet das Hybrid-Gerät von Toshiba die mit Abstand größte Anzeigefläche in diesem Vergleich. Leider kann die Auflösung von 1.366 x 768 Bildpunkten diese große Fläche nicht optimal mit Leben füllen. Weitere Besonderheit: Sowohl die Tablet-Einheit als auch das Tastatur-Dock bietet eine eingebaute Batterie. Im Notebookmodus sind so Laufzeiten von bis zu sieben Stunden möglich. Anstelle einer SSD baut Toshiba eine 500 Gigabyte fassende HDD ein.

Gespaltene Persönlichkeit: Im Tablet verbaut Toshiba die große 500-Gigabyte-HDD, Akkus finden sich sowohl in der Tastatur als auch im Tablet. (Bild: netzwelt)
Gespaltene Persönlichkeit: Im Tablet verbaut Toshiba die große 500-Gigabyte-HDD, Akkus finden sich sowohl in der Tastatur als auch im Tablet. (Bild: netzwelt)

Die verbaute AMD-Recheneinheit hatte im ausführlichen Test Probleme, ein flottes Arbeitstempo zu ermöglichen. Gerade Multitasking machte dem Satellite W30DT zu schaffen. Mit einem Gewicht von über zwei Kilogramm ist das Duo zudem das schwerste in diesem Vergleich. Das W30DT-A-100 ist daher nur für Menschen geeignet, die ein möglichst großes Tablet-Display haben möchten, darauf aber nur im Internet surfen und auch sonst keine rechenintensiven Aufgaben ausführen.

Toshiba Satellite W30DT-A-100 im Test

  • Bild 1 von 9
  • Bild 2 von 9
  • Bild 3 von 9
  • Bild 4 von 9
  • Bild 5 von 9
  • Bild 6 von 9
  • Bild 7 von 9
  • Bild 8 von 9
  • Bild 9 von 9

- Zum ausführlichen Testbericht Toshiba Satellite W30DT-A-100

Fazit

Wer die Anschaffung eines solchen Hybrid-Modells, manchmal auch Transformer genannt, als alleinigen Ersatz für ein Ultrabook in Erwägung zieht, sollte zum derzeit günstigen Acer W700 oder zum wesentlich teureren und moderneren Microsoft Surface Pro 2 greifen. Beide Geräte bieten leistungsfähige Hardware, genügend Bildschirmfläche mit hoher Auflösung und sind tadellos verarbeitet. 

Wenn der Fokus eher auf Schreibarbeit und nicht so sehr auf Leistung liegt, empfiehlt netzwelt das HP Envy X2, welches zusätzlich mit sehr langer Akkulaufzeit glänzt. Vor allem Studenten könnten sich damit anfreunden. Ähnliches gilt für das Toshiba-Modell, welches zwar sehr schwer ist, aber einen großen Bildschirm und viel Speicherplatz bietet. Für Pendler, die in Bus und Bahn ihre Schreibarbeit erledigen möchten und zu Hause den Komfort eines Tablets suchen, eignet sich das günstige und leichte Transformer Book von Asus. Ein Spezialfall ist das Transformer Book Trio.

In diesem Vergleich ist nicht das passende Gerät für Sie dabei? Dann sollten Sie sich bei den Convertibles umsehen. Einen aktuellen Vergleichstest mit Modellen von Dell, Lenovo, Sony und Toshiba finden Sie an dieser Stelle auf netzwelt.

Auch ein Notebook mit Touchscreen könnte eine Alternative sein. Einen aktuellen Vergleichstest mit Modellen von Acer, Asus, Lenovo, Samsung und Sony finden Sie an dieser Stelle auf netzwelt.

Mehr zum Thema »

Links zum Thema


Alle netzwelt-Specials

HTC Mobile World Congress 2013 Größte Mobilfunkmesse Europas eröffnet

Unter dem Motto "Explore the New Mobile Horizon" hat der Mobile World Congress seine Pforten eröffnet. Vom 25. bis zum 28. Februar können...

Internettelefonie VoIP Facebook rollt kostenlose Internettelefonie in den USA aus

Facebook hat damit begonnen, eine neue Funktion in seine Messenger-App einzubauen. US-amerikanische iPhone-Besitzer können nun eine neue...



Forum