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Günstige Saugroboter bis 300 Euro im Vergleichstest
Lohnt sich der Kauf?

von Annika Demgen Uhr veröffentlicht

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Saugroboter kosten in der Regel über 500 Euro und sind daher echter Luxus. Einige Hersteller haben jedoch auch günstigere Modelle unter 300 Euro im Angebot. Ob diese Staubsauger-Roboter etwas taugen, zeigt der netzwelt-Vergleich.

Ein voll ausgestatteter Staubsauger-Roboter kostet in der Regel über 500 Euro. Nicht so die Modelle im netzwelt-Vergleichstest. Wir haben uns vier günstige Vertreter für unter 300 Euro von iRobot, Vileda, Ecovacs und Pearl angeschaut und verraten Ihnen, ob sich der Kauf der kleinen Helfer lohnt.

Einen Saugroboter sein Eigen zu nennen ist derzeit noch echter Luxus. Die meisten Modelle beginnen bei 500 Euro und wer will, kann leicht das Doppelte für seine neue Haushaltshilfe ausgeben. Gerechtfertigt ist der hohe Preis oft nicht, denn letztlich ist ein herkömmlicher Staubsauger meist preiswerter und leistungsstärker. Wie sieht es aber mit den Staubsaugerrobotern aus, die schon für unter 300 Euro zu haben sind? Wir haben uns vier Modelle unterschiedlicher Hersteller angeschaut und miteinander verglichen.

Vileda M-488A Cleaning Robot

Vileda Cleaning Robot im Test

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Bereits ab 129 Euro ist der Saugroboter von Vileda im Netz zu finden. (Bild: netzwelt)

Der Cleaning Robot von Wischmopp-Größe Vileda ist der günstigste automatische Sauger in diesem Vergleich. Schon ab 129 Euro ist das Gerät im Netz zu finden. Ein absoluter Tiefpreis. Im Test sorgte der kleine rote Roboter für eine Überraschung, denn tatsächlich machte er seine Sache gut.

Zwar muss der Nutzer auf Komfort wie Fernbedienung und automatische Ladestation verzichten, dafür arbeitet das Vileda-Modell jedoch genauso gut oder schlecht wie andere Saugroboter in diesem Vergleich - ist dabei aber günstiger.

Die Reinigung erfolgt beim Cleaning Robot nach dem Chaos-Prinzip, was ein ineffizientes System ist. Eine sinnvolle Ergänzung seitens Vileda sind die drei Zeitstufen, durch die der Nutzer dennoch die Dauer des Saugvorgangs festlegen kann, was bei den anderen Geräten nicht der Fall ist.

Hier geht's zum ausführlichen Testbericht.

PCR-3350.UV von Sichler

Sichler Reinigungs- und Staubsauger-Roboter PCR-3350.UV

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Im Paket des Staubsauger-Roboters ist neben der Basisstation auch eine Infrarot-Sperre, Fernbedienung, ein Microfaser-Tuch und eine Bürste enthalten. (Bild: netzwelt)

Pearl hat den PCR-3350.UV schon für knapp 200 Euro im Angebot. Dabei soll der Roboter nicht nur saugen, sondern mithilfe eines Aufsatzes sogar den Boden wischen können. Gleich zwei Fliegen mit einer Klappe also. Doch taugt der automatische Sauger auch?

Im Test zeigt sich schnell: Nein, zu gebrauchen ist der Sauger nicht. Während des Putzvorgangs bricht der Roboter immer wieder ab und zeigt an, seine Sensoren seien verschmutzt, auch wenn diese kurz zuvor gereinigt wurden. Außerdem muss der Sichler vor Abgründen und Treppen geschützt werden, selbstständig bemerkt das Modell solche Stolperfallen nicht. Auch die Rückkehr zur Ladestation verlief oft genug erfolglos.

Genauso ernüchternd ist leider auch die "Wischfunktion", die lediglich aus einem Mikrofasertuch besteht, das unter den Sauger geklemmt wird. Nach wenigen Sekunden ist es staubtrocken. Nutzlos also.

Hier geht es zum ausführlichen Test.

Roomba 620 von iRobot

iRobot Roomba 620 im Test

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Der Roomba 620 reinigt Räume nach dem Chaos-Prinzip. (Bild: netzwelt)

Für 60 Euro mehr als der Sichler ist der Roomba 620 im Netz zu finden. Der Saugroboter von iRobot sieht schick aus und glänzt durch seine gute Verarbeitung. Im Test zeigte jedoch auch dieses Modell Schwächen.

Abgesehen davon, dass im Lieferumfang keine Fernbedienung enthalten ist und ein Timer am Roboter fehlt, stellte sich in der Praxis auch der Saugmodus als zu ineffizient heraus. Mithilfe der sogenannten iAdapt Responsive Cleaning-Technologie soll das Gerät eigentlich den Raum abtasten und entsprechend seine Fahrmodi anpassen. De facto reinigt er das Zimmer nach dem Chaos-Prinzip, fährt mal an der Wand lang und mal nicht und verrennt sich in Ecken, die eigentlich sauber sind. So bleiben leicht einige Stellen ungeputzt, während andere überflüssig oft befahren werden.

Wenigstens bei der Erkennung von Schmutz und der Heimkehr zur Ladestation machte der Roomba 620 eine gute Figur. Außerdem zeigte er "Querfeldein-Qualitäten" beim Erklimmen von Hindernissen, die ihn aber auch schnell ramponiert aussehen lassen. Im direkten Vergleich zum nächsten Vertreter verliert er dennoch.

Hier geht es zum ausführlichen Test.

Deebot D68 von Ecovacs

Deebot D68 im Test

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Der D68 reinigt den Boden im Chaos-Prinzip. (Bild: netzwelt)

Erst seit Kurzem vertreibt Ecovacs seine Saugroboter hierzulande unter eigenem Label. Der Vorgänger Deebot D76 lief noch unter dem Namen Vort Robotics. Mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von 299 Euro ist das Modell das teuerste in diesem Vergleich, überzeugte in der Praxis aber durch ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.

Auch der D68 reinigt im Chaos-Prinzip und ist damit natürlich genauso ineffizient wie der Roomba 620. Allerdings arbeitet der Roboter im Vergleich sehr gründlich. Seine langen Seitenbürsten helfen ihm dabei, Schmutz aus den Ecken in seine Laufbahn zu fegen. Die Heimkehr zur Ladestation gelang meistens, hängt aber aufgrund des Zufallsprinzips davon ab, ob die Infrarotsensoren der Station sich zufällig mit denen des Saugroboters kreuzen.

Aufgrund der unglücklichen Anbringung der Staubsensoren, empfiehlt es sich, den Sauger nach jeder Reinigung zu säubern. In puncto Saugleistung liegt der D68 mit dem Roomba 620 gleich auf.

Die Nase vorn hat der Deebot durch die mitgelieferte Fernbedienung, auch wenn diese im Test einige Aussetzer hatte. Besonders der integrierte Timer trägt dazu bei, dass er als Favorit hervorgeht. Damit kann man den Start des Saugvorgangs individuell programmieren.

Hier geht es zum ausführlichen Test.

Fazit

Der Sieger dieses Tests ist der Vileda Cleaning Robot, da er das beste Preis-Leistungs-Verhältnis bietet. Auf Platz zwei landet der Deebot D68, der mehr Komfort durch mehr Zubehör gewährleistet. Dem Erfolg beider Modelle hängt jedoch ein großes Aber an, denn Saugroboter, die im Chaosprinzip reinigen, sind - wie gesagt - nicht effizient und brauchen viel länger für einen Raum als eine Person mit einem regulären Staubsauger. Das Ergebnis ist zudem stets weniger gründlich. Für Einsteiger empfiehlt sich die netzwelt-Kaufberatung zum Thema, denn die fleißigen Roboter sind nicht für jeden Haushalt geeignet.

Wenn Sie trotzdem an einem automatischen Sauger interessiert sind, sollten Sie noch einmal in Ihren Geldbeutel schauen und gegebenenfalls in den Vorwerk Kobold VR100 investieren. Einen weiteren Vergleich zu teuereren Saugrobotern finden Sie hier.

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Saugroboter kosten in der Regel über 500 Euro und sind daher echter Luxus. Einige Hersteller haben jedoch auch günstigere Modelle unter 300 Euro im Angebot. Ob diese Staubsauger-Roboter etwas taugen, zeigt der netzwelt-Vergleich.

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Günstige Saugroboter bis 300 Euro im Vergleichstest
Auf der Suche nach einem günstigen Staubsauger-Roboter? Dann werfen Sie einen Blick in unseren Vergleichstest bis 300 Euro.
http://www.netzwelt.de/news/95571-guenstige-saugroboter-300-euro-vergleichstest.html
2013-04-04 17:52:35
http://img.netzwelt.de/dw120_dh90_sw0_sh0_sx0_sy0_sr4x3_nu0/article/2011/google-verschluesselt-suche-standardmaessig-bild-screenshot9184.png
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