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The Last Of Us angespielt: Survival-Horror auf hohem Niveau
Pre-Alpha-Version im Kurztest

von Thomas Freund Uhr veröffentlicht

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The Last Of Us angespielt. Netzwelt durfte eine sehr frühe Version des kommenden Survival-Horror-Titels ausprobieren. Alle Eindrücke der Pre-Alpha-Version haben wir für Sie zusammengefasst.

Noch müssen sich Spieler ein paar Monate gedulden, bis The Last Of Us erscheint. Netzwelt durfte vorab eine sehr frühe Version des ambitionierten Survival-Horror-Spiels der Uncharted-Macher spielen und hat alle Eindrücke für Sie festgehalten. So viel darf vorweggenommen werden: The Last Of Us sieht atemberaubend aus und ist extrem spannend.

Knapp eine Stunde lang konnte netzwelt The Last of Us antesten. Gespielt wurde eine sehr frühe Version - dem Ladebildschirm zufolge legten wir Hand an eine Pre-Alpha-Build.

Schöne neue Welt

Nach einer kurzen Ladezeit starten wir als Joel in einem weitläufigen Areal mit beeindruckender Grafik-Kulisse. Zu sehen gibt es urbane Häuserschluchten, die deutlich sichtbar von der Natur zurückerobert wurden. Überall ragen Pflanzen aus dem Asphalt-Boden und liegengebliebene, verlassene Rostlauben prägen das Straßenbild. Eine post-apokalyptische Welt, die sehr realistisch inszeniert wirkt. Wir sind nicht allein. Die bereits bekannten Charaktere Ellie und Tess begleiten uns auf dem Weg durch die verlassene Stadt.

Anders als bei Uncharted sind die Levels nicht schlauchartig aufgebaut. Die recht freiläufigen Areale laden dazu ein sie zu erforschen. Teilweise laufen wir planlos herum, um die Gegend zu erkunden und die hübsche Grafik zu begutachten, allerdings nicht ganz ohne Sinn wie sich herausstellt, denn in vielen Ecken verstecken sich überlebensnotwendige Gegenstände wie Flaschen, Ziegelsteine, Mullbinden und andere Ressourcen. Die aufgesammelten Baumaterialen können wir auf unterschiedliche Art und Weise einsetzen. Mit Alkohol lassen sich beispielsweise Molotov-Cocktails herstellen, alternativ kann der Alkohol aber auch für die Herstellung von Verbandszeug verwendet werden.

Joel ist kein Nathan Drake

Das verwinkelte Level-Design versetzt den Spieler zusätzlich in die post-apokalyptische Welt von The Last Of Us - denn es gibt keine klare Laufvorgabe. Der Weg muss vom Spieler selbst erkundet werden. Nachdem wir einige Kletterpassagen gemeistert haben, befinden wir uns in einem verlassenen Gebäude. Beim Häusererklimmen fällt deutlich auf, dass Joel kein Nate Drake ist und sichtbar mehr Kraft aufwänden muss als der abenteuerlustige Schatzsucher. Allgemein fühlt sich das Klettern sehr viel realistischer als im Action-geladenen Uncharted an.

Im verlassenen Gebäude betätigen wir die Taschenlampe, da es furchtbar dunkel ist. Nach ein paar Schritten hören wir krächzende Laute: Ein Infizierter schlurft scheinbar wahllos durch die Gänge. Es handelt sich bei dem furchtbar entstelltem Monster um einen sogenannten Klicker - ein Infizierter, der sich in einem weit fortgeschrittenem Stadium einer Pilz-Infektion befindet. Reflexartig löschen wir die Taschenlampe, aber der Klicker kann uns nicht sehen. Er orientiert sich lediglich an Geruch und Geräusch.

Rambo-Manier führt zum Tod

Mit dem vorher aufgesammelten Ziegelstein zielen wir auf eine entfernte Wand, bei der die Tapete fast vollständig abgeblättert ist, und werfen diesen zur Ablenkung. Das Monstrum nimmt Witterung auf, krächzt lauter und wir schleichen uns an dem todbringendem Scheusal vorbei. Zwar hätten wir den Infizierten auch mit der Pistole niederschießen können, allerdings ist Munition in der Welt von The Last Of Us sehr rar und ein lauter Knall würde sofort weitere Klicker anlocken. Hinzu kommt, dass Klicker sehr robust sind und Spieler auf Anhieb töten.

Vorsichtig schleichen wir uns weiter durch heruntergekommene, düstere Bauten, als unsere zwei weiblichen Begleiter, Ellie und Tess, auf einmal stehen bleiben. Die beiden geben uns zu verstehen, dass im unter uns liegenden Raum mehrere Infizierte stöhnend die baufälligen Räume unsicher machen. Wir schauen noch schnell, ob irgendwo brauchbare Gegenstände herumliegen und finden ein Holzbrett und ein paar Nägel. Damit bauen wir uns eine hoffentlich effektive Nahkampfwaffe: Ein Nagelbrett. Nachdem wir den Knüppel ausgerüstet haben, gibt uns eine kleine Bildschirmanzeige zu wissen, dass die Waffe nicht für die Ewigkeit gemacht ist und nach wenigen Schlägen zerbrechen wird.

Mit Gehör-Modus durch Wände "schauen"

Nichtsdestotrotz klettern wir durch ein Loch im Boden auf den nächsten Flur und versuchen ein Bewegungsschema bei den insgesamt vier Runner-Infizierten zu erkennen, die ziellos durch die Gegend streifen. Vergeblich. Durch den Druck auf die R2-Taste wird Joel in einer Art Gehör-Modus versetzt - das Bild wird farblos und durch Wände erkennen wir schemenhaft, dass sich in einem anderen Raum noch ein Klicker befindet. Ungünstig, wir haben zwar mittlerweile ein paar Patronen gesammelt und könnten zumindest zwei oder drei der infizierten Runner töten, aber durch einen Schuss würde auch der zähe Klicker auf uns aufmerksam werden.

Wir bauen uns im Crafting-Menü eine Klinge - die einzige Möglichkeit, um Klicker leise von hinten zu töten - und schleichen uns an das krächzende Scheusal heran. Durch die zufälligen und unvorhersehbaren Bewegungsrouten der Infizierten, werden wir natürlich entdeckt und der Klicker zerfleischt uns regelrecht. Die Gewaltdarstellung ist nicht gerade zimperlich und die Todessequenzen des Helden erinnern ein wenig an Resident Evil 4 oder Dead Space.

Fazit

The Last Of Us liefert schon jetzt ein sehr intensives Spielgefühl auf gewohnt hohem Naughty Dog-Niveau. Durch das gelungene Level-Design und die stimmige Grafik fühlt sich der Spieler sofort in das Geschehen hineinversetzt. Spaß macht es vor allem, einen Weg durch die post-apokalyptische Welt zu finden und Strategien zu entwickeln, mit den Infizierten fertig zu werden. Auch durch die knappen Ressourcen kommt echtes Survival-Horror-Feeling auf. Oft werden wir gezwungen abzuwägen, was nun wichtiger ist: Sollen wir den Alkohol lieber für einen Molotov-Cocktail aufbrauchen oder ist es vielleicht ratsamer Verbandszeug herzustellen? Sofern Naughty Dog die Stimmung und das butterweiche Gameplay der Pre-Alpha aufrecht erhalten kann, steht im Sommer ein echter Pflichtkauf für alle Besitzer einer PlayStation 3 an.

Weitere Informationen zu The Last Of Us finden Sie in unserem ständig aktualisiertem Hintergrundartikel.

The Last of Us: Aktuelle Screenshots

Bild 1 von 11
Ellie und Joel begeben sich auf eine Reise voller Gefahren. (Bild: Naughty Dog)
Kommentare zu diesem Artikel

The Last Of Us angespielt. Netzwelt durfte eine sehr frühe Version des kommenden Survival-Horror-Titels ausprobieren. Alle Eindrücke der Pre-Alpha-Version haben wir für Sie zusammengefasst.

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  • enkcrypt schrieb Uhr
    AW: Survival-Horror auf hohem Niveau: The Last Of Us angespielt

    Die heißen Klicker, weil sie sich mit Klickgeräuchen Orientierung verschaffen. Ticker...gut recherchieren hilft! Vielen Dank für den Hinweis, der Artikel wurde entsprechend angepasst! Wir haben das Spiel vor Ort antesten können und der Ticker ist vermutlich wegen einem Verständigungsproblem entstanden.
  • Jens Lehmann schrieb Uhr
    AW: Survival-Horror auf hohem Niveau: The Last Of Us angespielt

    Die heißen Klicker, weil sie sich mit Klickgeräuchen Orientierung verschaffen. Ticker...gut recherchieren hilft!

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The Last Of Us angespielt: Survival-Horror auf hohem Niveau
The Last Of Us angespielt: Survival-Horror auf hohem Niveau
Netzwelt durfte The Last Of Us anspielen und hat die gesammelten Eindrücke niedergeschrieben.
http://www.netzwelt.de/news/95540-the-last-of-us-angespielt-survival-horror-hohem-niveau.html
2013-03-28 17:57:31
http://img.netzwelt.de/dw120_dh90_sw0_sh0_sx0_sy0_sr4x3_nu0/article/2011/mount-everest-nutzer-virtuell-besteigen-bild-netzwelt8134.jpg
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